@Haber hat in der ihm eigenen positiven Art auf das Bauhaus verwiesen.
Ich ergänze noch etwas:
https://de.wikipedia.org/wiki/BauhausFür die, die keine Zeit haben, den vollständigen Artikel zu lesen, hier der Auszug, den ich für besonders wichtig halte:
" In der Zeit der Weimarer Republik galten Lehrer, Schüler und Bewunderer des Bauhauses als „links“ und „internationalistisch“. Politisch rechte Parteien lehnten das Bauhaus von Anfang an ab. Nachdem sich die Machtverhältnisse nach der Landtagswahl in Thüringen im Februar 1924 geändert hatten, kürzte die Regierung unter Richard Leutheußer (DVP) den Etat um 50 %. Daraufhin boten sich andere Städte den Lehrern und Schülern als neue Standorte an (z. B. der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer, der dann aber die Kölner Werkschulen gründete).[7] Finanziell und politisch von der Thüringer Regierung unter Druck gesetzt, beschloss der Meisterrat 1925 den Umzug nach Dessau. Dort bot der Flugzeugbauer Hugo Junkers eine Förderung, zudem herrschte in dieser Industriestadt eine stabile sozialdemokratisch und liberal orientierte Mehrheit. Die Nutzung des Namens Bauhaus am neuen Standort erstritt sich Gropius vor Gericht, wer nach 1925 in Weimar blieb, durfte nicht mehr den Namen der Institution nutzen. Zahlreiche Lehrkräfte verließen daraufhin das Bauhaus, darunter der Architekt Adolf Meyer, welcher zum Projekt Neues Frankfurt[8] ging, und der Grafiker Karl Peter Röhl, der an die Frankfurter Städelschule wechselte.[9]"
Und zur Verifizierung meines Begriffes "braunes Nest" der Artikel über die Stadt selbst:
https://de.wikipedia.org/wiki/WeimarUnd hier die Fassung für die Schnellleser (@de mappes, 3 L oder nur 2?

):
" Trotz schwacher Industrie wuchs die Bevölkerung schnell, von etwa 37.000 im Jahr 1914 auf etwa 50.000 Einwohner im Jahr 1928. Auch der Tourismus entwickelte sich gut. Dennoch wurde die dominierende Mittelschicht durch die Wirtschaftskrise 1923/24 getroffen. Die Vermögensverluste durch die Inflation und die Arbeiterunruhen verstärkten die Distanz der Mittelschicht zur Weimarer Republik. Die Weltwirtschaftskrise 1929 bewirkte in angespannter Lage einen deutlichen Rückgang des Tourismus.
Vor diesem Hintergrund entwickelte sich ein national-konservatives Milieu, von dem vor allem die DVP und die DNVPprofitierten. Unterstützt wurde diese Entwicklung von Strömungen innerhalb der evangelischen Kirche. So war Weimar während der Zeit des Nationalsozialismus eine Hochburg der Deutschen Christen.
Nicht nur im bekannten Nürnberg fanden Reichsparteitage der Nationalsozialisten statt. Schon auf dem ersten Parteitag der neu gegründeten NSDAP im Juli 1926 in Weimar wurde auf einer Sondertagung für Jugendfragen im Vereinslokal „Armbrust“, dem heutigen Kino in der Schützengasse 14, die „Großdeutsche Jugendbewegung“ (GDJB) in „Hitlerjugend, Bund deutscher Arbeiterjugend“ umbenannt.[19] Zur Erinnerung an dieses Ereignis wurde an der Außenfassade vom „Armbrust“ eine Gedenkplatte angebracht. Diese wurde jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 wieder entfernt.
Schon im März 1930 war mit Innen- und Volksbildungsminister Wilhelm Frick der erste NS-Minister in einer Landesregierung aufgetreten, was in Weimar zu einer Infiltration der Polizei mit Nationalsozialisten führte. Zunehmend etablierte sich die NSDAP auch in Weimar und trat schließlich 1932 gemeinsam mit DNVP und DVP zu den Stadtratswahlen an. Bei den Reichspräsidentenwahlen im März bzw. April 1932 erzielte der Kandidat der NSDAP Hitler bereits 34,5 % bzw. 42,8 % aller Stimmen in Weimar, während der Kandidat der KPD Ernst Thälmann immerhin noch 10,5 % bzw. sieben Prozent bekam.[20] Im August 1932 übernahm die NSDAP unter dem in Weimar residierenden NSDAP-Gauleiter Fritz Sauckel die Regierung in Thüringen.
Zeit des Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg]Wie überall im Reich begann mit der Übergabe der Kanzlerschaft an Adolf Hitler die Verfolgung von politischen und humanistischen Gegnern. Am 1. April 1933 wurden jüdische Geschäfte und Einrichtungen boykottiert. Am 21. Juni 1933 fand im heutigen Ortsteil Niedergrunstedt bei der Sonnwendfeier des Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verbandesin Nachahmung der „Aktion wider den undeutschen Geist“ eine Bücherverbrennung statt. Zahlreiche Gegner des Nationalsozialismus wurden zu Gefängnis- und Zuchthausstrafen verurteilt und in die ersten KZ Nohra und Bad Sulza und später in das KZ Buchenwald verbracht. Dennoch bildeten sich kommunistische und sozialdemokratische Widerstandsgruppen, die Aufklärungs- und Sabotagearbeit leisteten. Auch Geistliche und andere Anhänger der Bekennenden Kirche stellten sich gegen Maßnahmen des NS-Regimes.
In Weimar wurden auch Todesurteile gegen Feinde der Nationalsozialisten vollstreckt oder solche durch den Volksgerichtshof im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet. Nach dem Novemberpogrom von 1938 verließen zahlreiche jüdische Weimarer die Stadt zur Emigration, und die in der Stadt verbliebenen wurden ab 1942 mit Reichsbahn-Transporten in die östlichen Vernichtungslager deportiert. Das Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland (1933–1945) verzeichnet namentlich 62 jüdische Einwohner Weimars, die deportiert und größtenteils ermordet wurden.[21]
In der Gestapozentrale Marstall wurden Gefangene grausam gefoltert und getötet. Beim Abzug von SS und Gestapo im April 1945 wurden 149 Gefangene, darunter sieben Frauen, im Webicht ermordet. Nach dem Krieg wurde den Opfern dort ein Gedenkstein errichtet. In den Krankenhäusern der Stadt wurden Zwangssterilisationen durchgeführt und Behinderte in „Euthanasie“-Anstalten verlegt. Hunderte von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen fanden den Tod und wurden auf dem Hauptfriedhof bestattet. An der Stelle, wo 114 unbekannte Häftlinge des KZ Buchenwald in einem Gemeinschaftsgrab bestattet sind, befindet sich heute ein am 12. September 1948 eingeweihter „Ehrenhain für die Opfer des Faschismus“, auf dem überlebende Widerstandskämpfer ein Ehrengrab bzw. eine Gedenktafel bekamen.
Weimar als Gauhauptstadt des „Schutz- und Trutzgaus Thüringen“ erfuhr durch die NS-Gauleitung mit der Errichtung von Wehrmachtskasernen auf der Lützendorfer Flur eine militärische Aufwertung. Einer ihrer literarischen prominenten Rekruten war der Dichter Wolfgang Borchert, der hier im antimilitaristischenImpetus seiner Werke bestärkt wurde.
Durch die kulturelle Bedeutung Weimars erhielt die Stadt Hitlers besondere Aufmerksamkeit. Eine weitreichende Neugestaltung der Stadt wurde durch den Architekten Hermann Giesler geplant und in Teilen umgesetzt. Der Gauleiter von Thüringen, Fritz Sauckel, ließ dazu einen Teil des Stadtviertels Asbachgrünzugund das Viadukt abreißen, um ein Gauforum zu bauen. Wichtige Bauten dieser Zeit waren:
• Hotel Elephant
• NS-Pressehaus, 1934/1935, heute „Thüringische Landeszeitung“/Redaktion
• Landesamt für Rassewesen, 1934/1935, heute Bauhaus-Universität Weimar
• Haus der Reichsärztekammer, 1935, heute Bauhaus-Universität Weimar
• Gauforum Weimar mit
• Haus der Gliederungen der NSDAP, ab 1936, heute Haus 3 des Thüringer Landesverwaltungsamtes (TLVwA)
• Halle der Volksgemeinschaft, ab 1937, heute Einkaufszentrum Weimar Atrium
• Gebäude der Deutschen Arbeitsfront, 1937, heute Haus 2 des TLVwA
• Gebäude des Reichsstatthalters und der Gauleitung, ab 1938, heute Haus 1 des TLVwA
• Kreishaus der NSDAP, 1936/1937, heute Stadtverwaltung Weimar
• Emmy Göring-Stift, 1936/1937, heute Marie-Seebach-Stift/Anbau
• Nietzsche-Gedächtnishalle, ab 1937, heute leerstehend
• Viehauktionshalle, 1937, am 22. April 2015 vollständig abgebrannt[22]
• Villa Sauckel – Dienstwohngebäude des „Reichsstatthalters“ Fritz Sauckel, 1937/1938, heute Bildungszentrum der Bundesagentur für Arbeit
• Gästehaus der Stadt Weimar, 1939/1940, heute Studentenwerk/Internat
• Ersatzwohnungsbauten X-Straße, 1937/1939, heute Ferdinand-Freiligrath-Straße
• Verwaltungsgebäude des Wehrkreises IV, um 1934/1935, heute Verwaltungsgericht Weimar
• NS-Wohnbebauung im Bereich Windmühlenstraße, 1930er Jahre
Im Sommer 1937 wurde mit der Errichtung des Konzentrationslagers Buchenwald auf dem Ettersberg begonnen. Von den etwa 250.000 Häftlingen wurden dort bis 1945 mehr als 56.000 ermordet. Am 11. April 1945 erreichten die US-amerikanischen Truppen die Nähe des Lagers. Der zunehmende Kampflärm und die Auslösung von Feind-Alarm führten zur Flucht der meisten Wachleute. In dieser Situation konnte das Internationale Militärkommando (IMK) den Befehl zur Überwältigung der verbliebenen Wachleute geben.[23] Zwar hatten die US-Truppen am 8. April einen Hilferuf per Funk aus dem Lager empfangen, jedoch konnten die Häftlinge erst nach dem Eintreffen der US-Armee in der Weimarer Region die verbliebenen SS-Leute entwaffnen.[24] Der US-Sergeant Paul Bodot berichtete dem Stab der III. US-Armee am 11. April, dass sich das Lager in der Hand eines gut organisierten Häftlingskomitees befände.[25]"
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai