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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Bei solchen Verhaltensweisen, die man ja immer wieder beobachtet, frage ich mich jedes Mal, wieso offensichtlich hoch intelligente Menschen nicht so weit vorausdenken, dass alles irgendwann auffliegen wird.
Jemanden, der sich mit einigen Millionen ergaunerten Geldes ins Ausland absetzt, könnte ich eher verstehen. Schließlich hat er eine, wenn auch geringe Chance, nicht erwischt zu werden. Aber hier lag doch alles auf der Hand. Hybris, Gier nach Anerkennung? Aber Spenden auf das eigene Konto loben (wenn es denn so war)? Ich kapiere es wirklich nicht.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

redrum
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Lombaseggl
Mein damaliger Chef, der SPIEGEL würde von meinem "ehemaligen Mentor" schreiben, knallte mir in den ersten Tagen meiner Ausbildung mit dem Befehl "lesen!" viele kopierte DIN-A4-Seiten auf den Tisch.

Die habe ich jetzt, zumindest gekürzt, online gefunden. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-32092775.html

Der Autor war H.M. Enzensberger und der Text stammt aus dem Jahr 1957. Hier ein paar Auszüge:

"Das deutsche Nachrichtenmagazin" ist kein Nachrichtenmagazin.

LESER: Was denn?

AUTOR: Eine Sammlung von Storys und Anekdoten, Witzen, Vermutungen, Briefen, Spekulationen, maliziösen Bemerkungen, Bildchen und Anzeigen. Ich hoffe, ich drücke mich klar aus und vergesse nichts. Gelegentlich ein Leitartikel, eine Karte, eine Statistik. Unter allen Mitteilungsformen kommt am seltensten diejenige vor, nach der das Blatt benannt ist: die schlichte Nachricht.


AUTOR: ... einer "Story", wie es im SPIEGEL-Statut heißt:
Die Form, in der der SPIEGEL seinen Nachrichtengehalt an den Leser heranträgt, ist die Story

Der Sinn der Story ist es, die Nachricht in ein pseudoästhetisches Gebilde zu verwandeln, sie aus dem Kontext der Situation zu entfernen. Eine echte Nachricht hat eine genau angebbare Quelle; nicht umsonst wird sie in keiner Zeitung wiedergegeben, ohne daß diese Quelle, daß Zeit und Ort ihrer Entstehung angegeben würden. Nachrichten sind für Unterhaltungszwecke im allgemeinen ungeeignet, sie sind kein Genuß-, sondern ein Orientierungsmittel. Dagegen stellt die Story ganz andere Bedingungen: Sie muß Anfang und Ende haben, eine Handlung, und vor allem einen Helden. Echte Nachrichten ermangeln leider oft dieser Eigenschaften. Um so schlimmer für die Nachrichten, scheint der SPIEGEL sich zu sagen.

... Damit ist der Held gerechtfertigt; die Geschichte besteht aus Geschichtchen. Human Interest, Stories aus Fleisch und Blut: Solche Parolen gründen auf der Scheinwahrheit, daß Geschichte von einzelnen gemacht wird: der primär gesellschaftliche Charakter historischer Erscheinungen wird mit einem Seitenhieb auf den marxistischen Klassenbegriff geleugnet. Die Anekdote bestimmt die Struktur einer solchen Berichterstattung, die Historie wird zum Histörchen.


Das Postulat des SPIEGEL-Statuts,

Alle im SPIEGEL verarbeiteten Nachrichten müssen unbedingt zutreffen.

gilt vom Gesichtspunkt des Reporters, nicht von dem des Lesers aus. Wenn bei einer Umfrage im Jahre 1954 91 Prozent der teilnehmenden Leser der Meinung waren, der SPIEGEL sei objektiv, so erlagen sie wohl der gleichen Täuschung wie Sie. Objektivität ist ein Kriterium, das auf die Story schlechterdings nicht anwendbar ist. Maßgebend für das Gelingen einer Story ist einzig und allein ihr Effekt. Die Forderung nach Richtigkeit geht nicht, wie bei der Nachricht, aus ihrem Wesen hervor: Sie wird von außen an sie herangetragen, ja, genaugenommen kann eine Story gar nicht richtig sein, sondern höchstens die in ihr verarbeiteten Details. Nur in diesem Sinn kann davon gesprochen werden, daß der SPIEGEL die Wahrheit sagen will, ja muß. Nicht Richtigkeit, sondern Unangreifbarkeit wird ihm abverlangt, und zwar aus rein juristischen Gründen. Als falsch gilt in diesem Verstand nur eine Behauptung, die zu einem Rechtsstreit führen kann, der für die Zeitschrift aussichtslos wäre. Statt von Richtigkeit sollte man daher, wenn Sie mir das Wort gestatten, lieber von Un-Unrichtigkeit sprechen. Moralisch gesprochen, ist eine doppelte Verneinung nicht, wie in der Logik, mit einer Bejahung identisch. Ich hoffe, Sie überzeugt zu haben.


... Der SPIEGEL, damit haben Sie recht, ist eine Notwendigkeit, Eine bittere Notwendigkeit. Jedes Volk, so hat ein berühmter Amerikaner einmal gesagt, hat die Presse, die es verdient. Jedes Volk, so können wir hinzufügen, verdient die Presse, die es nötig hat. Daß wir ein Magazin vom Schlage des SPIEGEL nötig haben, spricht nicht für das Blatt, das die Masche zu seiner Moral gemacht hat: Es spricht gegen unsere Presse insgesamt, gegen den Zustand unserer Gesellschaft; es spricht mit einem Wort gegen uns. ...


Aber wer Zeit hat, sollte dieses gesamte fiktive Interview lesen. Damit ist eigentlich alles zu dem "Skandal" gesagt.


Strafraumgitarre
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Halbdaggl
Der Trumpdaggl hat geschrieben:Police Arrive After!!!11!!!einself!!! Rape Robbery Murder


Also da hat er Recht. Wären sie vorher da, wär's natürlich echt besser.

Aber da er keine Steuern bezahlen möchte, kann es dann halt sein, dass sie irgendwann gar nicht mehr kommen. Müsste man ihm ja nur erklären, dann versteht er das sicher.
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

darkred
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Halbdaggl
Leider kann man diesen endlosen dummen Menschen mit einem endlos hohen Tellerrand gar nix erklären. Die wollen ja auch gar keine Diskussion weil sie sich a) ausschließlich am Geifern laben und b) vor Selbstreferenzialität nur so triefen und c) aller Wahrscheinlichkeit nach nicht annähernd den IQ mitbringen um sich eine multiperspektivische Sicht überhaupt erschließen zu können. Blöd in der Filterblase.
Findest auch in Freital & Co. btw...

thoreau
Granadaseggl
Der Bereich der Gesellschaft, den man nicht (mehr) erreicht und der den Rest der Gesellschaft vor die Herausforderung stellt zu zeigen, dass die es sind, die am Rand stehen.

Nilkheimer
Halbdaggl
Hey! Schon TAGE keine Ablaichungen mehr über Flüchtlinge!

Dann könnten wir jetzt ja über die politikmitverschuldete Mietenkatastrophe, die Frage des Ob und ggf. die Ausprägungen von Postdemokratie, die Zukunft des mit fossilen Brennstoffen betriebenen Individualverkehrs, die Klimaproblematik, Rüstungsexporte, Saudi-Arabien, Chinas Expansionsbestrebungen, den Rechtsdrift allüberall und weitere für Doitschland und das Erdenrund wichtige Angelegenheiten sprechen.

Oder?
Aber das macht doch nichts.

Niedrich Fiepske
Muggaseggele
Nilkheimer hat geschrieben:über....den Rechtsdrift allüberall....sprechen.


Vielleicht ist der allüberall interpretierte Rechtsdrift gar kein Rechtsdrift?

Meinen höchst subjektiven Beobachtungen zu Folge spielt auch das Nachfolgende eine wichtige Rolle:

These: nach 1945 war Deutschland weiterhin sehr rechts, bzw. verstockt, nicht zur Aufarbeitung und Verantwortung bereit, rücksichtslos, unempathisch usw.

Antithese: dann kam die dringend notwendige Korrektur durch die Nachkriegsgeneration. Diese Linkskorrektur entwickelte aber im Verlauf eine (genauso) unkontrollierte Dynamik (Vielleicht ist so ein Überschießen sogar normal, bzw. unvermeidlich, wenn man einen Blick in die Geschichte wagt). Man diskutierte z.B. plötzlich darüber, ob Kindesmissbrauch, also Pädophilie, nicht doch auch was ganz Natürliches sei, oder jetzt, ob es nicht statt zwei Geschlechtern doch eher 7,6 Milliarden unterschiedliche Geschlechter gibt und ob man in Astrid Lindgren und vielen anderen ehemaligen Held*Innen*Figuren nicht doch eine Faschist*Innen sehen muss etc.

Tbd: Man könnte jetzt auch interpretieren, dass das, was einige als Rechtsruck verstehen, einfach ein Wunsch nach Korrektur ist (Dialektik im Sinne des nachweislichen Juden&Nazis Karl Marx sozusagen).

Ich würde am liebsten weder von Linksruck noch von Rechtsruck reden. Basierend auf persönlichen oder kollektiven Vorurteilen, wünschen sich unterschiedliche Gruppen in der Gesellschaft, dass anders/stärker/gerechter zur Verantwortung gezogen wird - das ist soweit offensichtlich, oder? Einge wollen eben zuerst mal vermeintliche Asylbetrüger für Kapitalverbrechen zur Verantwortung gezogen sehen, andere wollen lieber die Herrschaften hinter dem frei flottierenden Kapital in stärkerer Verantwortung für dessen desaströse Kollateralschäden sehen. Und gemeinsam wollen die meisten, dass z.B. die Autounternehmen die Verantwortung für ihre Lügen, ihren Betrug übernehmen müssen oder Cum-Cum-Banken das Handwerk gelegt wird und den Digitalisierungsfetischisten das dystopische Handwerk gelegt wird.

Meine Prognose für das nun bald anstehende nächste (und vielleicht sogar die darauf folgenden nächsten 20) Jahre lautet daher etwas anders: Wir werden erleben, dass von unterschiedlichen Seiten der Gesellschaft wieder mehr Verantwortung gefordert wird. Das Fordern von immer weitergehenden Rechten wird zwar auch nicht erlahmen, nur liegt in dieser Stoßrichtung nicht mehr dieselbe politische Dynamik und Energie wie....sagen wir mal zwischen 1965-2015.
Wir erleben also eher einen Verantwortlichkeits-Drift, der typischer Weise mit wachsender Unzufriedenheit mit den Verantwortlichen (Politiker) einhergeht, als auch mit einem stärkeren innergesellschaftlichen Diskurs über die richtigen Werte, welche nun mal die Grundlage für die Beurteilung von Verantwortlichkeiten darstellen. Natürlich auch mit der klassischen rechts-links-Debatte über größere Verantwortung eher der wenigen Reichen oder eher der vielen Wenigerreichen.

Auswurf
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Grasdaggl
dr. furter

es gibt schon einen unterschied, was extrempositionierte Linke fernab der umsetzbarkeit vor 100 jahren in hinterzimmern diskutíerten und dem,
was wir heute heute beobachten, wenn wir den blick (ja schon wieder) nach osteuropa, italien, trump etc richten

die demokratie und rechtsstaatlichkeit ist allerorten bedroht.
Das sich dies mal eben so locker wieder einpendelt,
halte ich für eine fahrlässige herangehensweise
das ist doch keine Musik


Niedrich Fiepske
Muggaseggele
Auswurf hat geschrieben:die demokratie und rechtsstaatlichkeit ist allerorten bedroht.


Das sehe ich genauso wie du, vielleicht sogar noch deutlich dramatischer. Besser gesagt: ich vermute, dass du das Ausmaß an Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, das bisher erreicht wurde viel höher einschätzt als ich? Du siehst demnach das bisher Erreichte bedroht, wenn ich dich recht verstehe. Meiner und der von ein paar anderen leuten Ansicht nach, haben wir bisher nie auch nur ansatzweise etwas so ähnliches wie Demokratie geschaffen. Ich sehe nicht das Erreichte bedroht, sondern ich befürchte, dass wir gar nicht auf dem Weg sind Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu erreichen.

Im Grunde bräuchten wir ein längeres persönliches Gespräch, um überhaupt nur halbwegs ein gemeinsames Verständnis zu etablieren, an welchem einvernehmlichen Punkt wir eine Diskussion starten können. Es ist schade, dass das hier nicht funktioniert. Wir würden uns besser verstehen und besser respektieren.



Auswurf hat geschrieben:es gibt schon einen unterschied, was extrempositionierte Linke fernab der umsetzbarkeit vor 100 jahren in hinterzimmern diskutíerten und dem,
was wir heute heute beobachten, wenn wir den blick (ja schon wieder) nach osteuropa, italien, trump etc richten


Natürlich. Die ganzen Begriffe (z.B. Kapitalismus versus Sozialismus) sind mittkerweile errodiert. Sozialisten wünschen sich beispielsweise heute echten Wettbewerb, wo die Kapitalisten (also diejenigen die tatsächlich über erhebliches Investitions-Kapital verfügen, nicht die Theoretiker!) einfach durch konspirative Beuteseilschaften nicht nur das gesamtgesellschaftliche Ergebnis ruinieren, sondern auch den Gedanken der Leistungsgesellschaft vollkommen ablehnen! Der Kapitalist heutiger Prägung verhält sich wie ein Elitensozialist einer Ständegesellschaft und der Sozialist bettelt um fairen Wettbewerb und wenigstens Chancengleichkeit.

Der Nationalismus, den du mit Blick auf Osteuropa ansprichst, ist nicht mehr nur alleine der Nationalismus aus den Zeiten der völkischen Identifikation mit Blut und Boden, sondern heute auch eine Gegenreaktion auf die Globalisierung und deren extremen Verzerrungen und Ungerechtigkeiten bzw. Benachteiligungen. Platt gesagt, sind die dieselben Leute dort gleichzeitig klassisch rechts, weil sie rassistisch argumentieren (z.B. gegenüber Flüchtlingen) und gleichzeitig klassisch links, weil sie die Argumente von Attak benutzen.

Niedrich Fiepske
Muggaseggele
Haber hat geschrieben:was ich vermisse sind kluge Politiker, kluge Leute, Intellektuelle...Fakten und Ereignisse und auch Forderungen werden beliebig vermischt, man pickt sich das an Wahrheit heraus was man gerade will.


Schwierig. Zu jedem Faktum existiert ein Antifaktum. Hier existiert eine größere Supersymetrie als im Standardmodell der Teilchentheorie. :lol:
Wenn man es besser machen wollte, dürfte man im Grunde erst gar nicht mit dem Postulieren von Wahrheiten beginnen.
Konkreter: Wenn zB. die Mietpreise jetzt so ansteigen, müsste der Staat nach Theorie1 entweder Häuser bauen oder nach Theorie2 bauen lassen. Erst wenn die Mietpreise wieder sinken, wissen wir, welche Theorie wirklich die richtige bzw. effizientere war. Unsere Politiker haben aber offenbar eine solche Angst, überhaupt noch etwas zu entscheiden und einen Weg einzuschlagen UND ZU VERANTWORTEN, dass sie beim Theoretisieren bleiben und gar keinen Lösungsweg einschlagen, sondern den Mieten hilflos beim Steigen zuschauen.

Jetzt kannst du dir aussuchen, ob diese Art nicht zu handeln, besser mit post- oder präfaktisch umschrieben werden sollte.


Haber hat geschrieben: Oder nenn mir mal eine(n), danke.


Also an Leuten die ganz konkrete Lösungsvorschläge machen, fehlt es meiner Ansicht nach nicht - ich meine jetzt unabhängig von deren ideologischen Unterbau. Auch wenn das wieder keine vollständige Beschreibung ist: ich sehe eher, dass keiner mehr die Verantwortung tragen will, einen Lösungsvorschlag mutig umzusetzen. Politiker heutiger Sozialisation (da liegt was im Argen bei den Parteien), interessieren sich weniger für die Lösungspotentiale konkreter Lösungen, sondern sind darauf dressiert worden Lösungsvorschläge danach zu bewerten, wie deren Umsetzungs-Initiative die zu erwartenden Wählerstimmen beinflussen. Sie machen Marketing statt politische Ingenieurskunst, platt gesagt. Im Grunde ist es fast logisch dass sie sich so verhalten, denn ihr objektiver Erfolg als Politiker hängt ja von ihrer Wiederwahl auf allen Ebenen ab und nicht davon, ob zb. in 15 Jahren sich die Mietpreise wieder normalisiert haben werden. Das wurde aber alles schon bis zum Erbrechen analysiert.

Kurz gesagt: die Demokratie impliziert ein Ausleseverfahren, welches gar nicht auf Lösungskompetenz der Verantwortlichen selektiert. Das ist natürlich extrem problematisch und de facto das Gegenteil von Verantwortung übernehmen. Und zum Rumlabern, müssten wir im Grunde weder jemanden wählen noch bezahlen.

Aber: auch hier bräuchte man jetzt ein persönliches Gespräch. Weil eine Diskussion über die Vor- und Nachteile von Demokratie, bzw. Alternativen zu den Nachteilen, einfach hier nicht mit ein paar Zeilen erreicht werden kann. Im Grunde muss sich ja erst mal der Mut in der Gesellschaft akkumulieren, dass wir es überhaupt wagen offen und zielorientiert über die Heilige Kuh Demokratie zu reden. Und da schließe ich mich jetzt wieder deiner Einschätzung von oben an: hier fehlen definitiv Intellektuelle in der heutigen Zeit, die als Personen integer sind und deren Diskussionsbeitrag nicht gleich ideologisch diffamiert wird. Vielleicht gibts diese Inteklektuellen ja sogar, nur bleiben sie hinter den Diffamierungen verborgen? Keine Ahnung.

publicenemy
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Halbdaggl
Vielleicht ist es der Zeitgeist, der verlangt, dass These und Antithese eins werden. Ich verdamme das Verschrotten von Schiffen an den Stränden von Bangladesch. Wenn ich selbst eines zu verschrotten habe, lasse ich es dort machen. Oder ich bin der designierte Chefredakteur eines Nachrichtenmagazins und ich fördere einen Geschichtenerzähler und gebe ihm eine Plattform.

Oder ist dies einfach nur Bigotterie?






muffinho
Gehts wieder mit dem schreienden Zwerg @tiffi? Falls nicht, lass ihn ein wenig VfB schauen, wenn das nicht einschläfernd wirkt dann weiss ich auch nicht :D

Niedrich Fiepske
Muggaseggele
Was glaubt ihr, wie wird 2019?

Ich frage das deshalb, weil ich in den letzten Wochen fast durchgängig nur negative Einschätzungen zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung gelesen habe, sowohl national als auch international. Wenn man das Rauschen im Blätterwald 1:1 ernst nähme, stünde uns eine veritable Wirtschaftskrise ins Haus - so jedenfalls mein Eindruck.

Was denkt ihr?

Strafraumgitarre
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muffinho hat geschrieben:Gehts wieder mit dem schreienden Zwerg @tiffi? Falls nicht, lass ihn ein wenig VfB schauen...

Also, wenn er da nicht schreit, dann muss er zum Arzt.
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Niedrich Fiepske hat geschrieben:Was glaubt ihr, wie wird 2019?

Ich frage das deshalb, weil ich in den letzten Wochen fast durchgängig nur negative Einschätzungen zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung gelesen habe, sowohl national als auch international. Wenn man das Rauschen im Blätterwald 1:1 ernst nähme, stünde uns eine veritable Wirtschaftskrise ins Haus - so jedenfalls mein Eindruck.

Was denkt ihr?


Meine bescheidene Meinung:
Brexit schlägt voll ins Kontor,
nicht nur bei den Briten, sondern vor allem auch bei uns.
Der Handelsstreit geht weiter.
Arbeit 4.0 wird Arbeitsplätze kosten.
Bei rückläufiger wirtschaftlicher Entwicklung wird das durch neue Arbeitsplätze nicht adäquat kompensiert werden.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Strafraumgitarre hat geschrieben:
muffinho hat geschrieben:Gehts wieder mit dem schreienden Zwerg @tiffi? Falls nicht, lass ihn ein wenig VfB schauen...

Also, wenn er da nicht schreit, dann muss er zum Arzt.


Und wenn er schreit, wird er sofort in die CC aufgenommen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Strafraumgitarre
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Halbdaggl
Niedrich Fiepske hat geschrieben:Was glaubt ihr, wie wird 2019?

Ich habe heute eine von diesen Haltestellenwebungen gesehen, auf der ein dynamischer, athletischer, irgendwie euphorisiert wirkender junger Mann mit Hipstervollbart mir in fettgedruckten Großbuchstaben förmlich entgegenbrüllte: "2019 WIRD MEIN JAHR!!!"
Da dachte ich mir dann: Gut, dann wäre das ja schon mal geklärt. Wenn es also sein Jahr wird, brauche ich mir ja erst gar keine Mühe mehr zu geben. Wie praktisch, dass ich das schon Anfang Januar erfahre, bevor ich erst unnötig einen Haufen Energie verschwende.

Der Turbohipster auf dem Plakat war übrigens kein aktueller VfB-Spieler, nur falls sich jemand fragt.


Niedrich Fiepske hat geschrieben:Wenn man das Rauschen im Blätterwald 1:1 ernst nähme...
könnte man sich die Bettdecke über den Kopf ziehen und würde am besten erst gar nicht mehr aus dem Haus gehen. ;)

Niedrich Fiepske hat geschrieben:...stünde uns eine veritable Wirtschaftskrise ins Haus - so jedenfalls mein Eindruck.

Was denkt ihr?

In letzter Zeit lese ich immer wieder, dass die Arbeitslosigkleit auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung sei und in Teilen Bayerns und Baden-Württembergs nahezu Vollbeschäftigung herrsche.
Die Guthabenzinsen steigen so langsam wieder vorsichtig an, hauchzart quasi.
Wenn's irgendwann nicht mehr besser geht, kann es ja naturgemäß nur wieder schlechter werden.
Bis es soweit ist, wird es hoffentlich erst doch noch ein bisschen besser oder bleibt wenigstens gut (genug).

Aber was ich denke?

Ich denke, dass ich im Zweifelsfall eine Wirtschaftskrise, so denn eine kommen sollte, nicht aus eigener Kraft werde abwenden können. Und für eine realistische Beurteilung, ob denn tatsächlich eine ins Haus steht, fehlt mir die ökonomische Kompetenz. Ich werde mich also überraschen lassen. Müssen.

Die gute Nachricht ist, dass ich mir keine Gedanken machen muss, wie ich meine zahlreichen Portfolios bestmöglich umstrukturiere, um auf der sicheren Seite der trockenen Schäflein zu sein.
Diese Portfolios existieren nämlich gar nicht erst.

Der Werbehipsterfuzzi spart mir Energie und die fehlenden Portfolios ersparen mir Sorgen.
2019 könnte also ein rundum zufriedenes Jahr für mich werden. Wenn da der VfB nicht wäre... :?
Zuletzt geändert von Strafraumgitarre am 3. Januar 2019 13:03, insgesamt 2-mal geändert.
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

Strafraumgitarre
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Halbdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:
Strafraumgitarre hat geschrieben:
muffinho hat geschrieben:Gehts wieder mit dem schreienden Zwerg @tiffi? Falls nicht, lass ihn ein wenig VfB schauen...

Also, wenn er da nicht schreit, dann muss er zum Arzt.


Und wenn er schreit, wird er sofort in die CC aufgenommen.


Das ist die Lösung! :banane:

@Tiffi: Sei ein guter Papa und schenke Deinem Sprössling ein Megafon! :lol: :lol: :lol:
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!