Haber
Wenn man überlegt,
dass der Rumpfvorstand nach dem Abstieg mit der Ernennung von Schindelmeiser einen Weg vorgab, der von allen getragen wurde,
dass Schindi sehr schnell erkannte, dass Luhukay diesen Weg nicht mitgehen kann und ihn durch Wolf ersetzte,
dass Wolf angesichts der Ausgangsvoraussetzungen mit dem Aufstieg einen hervorragenden Job machte,
muss man eigentlich zwangsläufig die Änderung der Vereinsstrategie mit dem Namen Dietrich verbinden.
Sein Verhalten in Sachen S 21 war mir nicht bekannt. Dazu war er ein zu kleines Rädchen in dem Gefüge, als dass sein Name über die Landesgrenzen hinaus gedrungen wäre.
Aber rasch wurde deutlich, dass mit seiner Wahl wieder Unruhe in den Verein gekommen ist. Ich schätze ihn als Macher ein mit bescheidenem Fußballverstand und einem Netzwerk, das er selbst für bedeutender hält, als es ist. Ganz oben im Verein, in der AG, benötigt man aber einen Teamplayer, der so gute Leute um sich schart, dass er sich nicht selbst um das operative Geschäft kümmern muss.
Die Gründe für die Trennung von Schindelmeiser werden wohl erst dann bekannt, wenn dieser seine Memoiren schreibt. Auf das bleibende "Gschmäckle" ist hier wiederholt hingewiesen worden.
Als Dietrich aber sinvollerweise operativ hätte tätig werden können, nämlich bei den Vertragsverlängerungen für Korkut und Badstuber, hat er seinen SD gewähren lassen, um ihm wenige Wochen danach mit der "einstimmigen" Kündigung des Trainers in den Rücken zu fallen.
So zog die eine Fehlentscheidung die andere nach und der Verein ist dort, wo ihn selbst die schlimmsten Pessimisten vor der Spielzeit nie erwartet hätten.
Die wasale Depression herrscht wieder vor, bei Spielern und den Fans und weit und breit ist niemand zu sehen, dem man die fachliche Autorität und den Charakter zutrauen würde, das auf Grund gegangene Schiff wieder in tiefes Gewässer zu führen.
Vielleicht schafft Weinzierl noch den Umschwung, vielleicht ein dritter Trainer oder der auch nicht. Aber so lange Dietrich an der Spitze steht, glaube ich nicht daran, dass der Verein wieder da hinkommt, wo er hingehört.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai