Hessoschwabe hat geschrieben:Einziger Ausweg, die Trainer bekommen zwei oder drei Challenges, wie im Tennis.
Wenn, dann der Kapitän – der hätte im Gegensatz zum Trainer da draußen wenigstens eine Chance, die Szene zu sehen. Würde den Kapitänsjob auch interessanter machen.
Aber das würde dann eh über Videoanalysten des Vereins laufen, die es weitergeben an denjenigen, der challengen darf. Die würden dann in gegnerische Konter reinchallengen und so weiter, es gäbe Streit ob eine Challenge zu spät kam oder nicht, das wäre nicht weniger technokratisch. Und natürlich taktische Challenges gegen Ende des Spiels. Der Torjubel würde einem nach wie vor im Halse steckenbleiben, weil man abwarten muss, ob der Gegner challengen tut.
Man hat den Quatsch eingeführt, jetzt wird man damit leben müssen.
Zum Brüllen ist ja, dass Abseits jetzt ein Aufreger ist, nachdem es gerechter wurde: man hat kalibrierte Linien, Abseits ist Abseits, auch wenn’s Millimeter sind, Tatsachen geschaffen, alles super. Von wegen: natürlich sagen die “Benachteiligten” jetzt, dass das praktisch gleiche Höhe sei, früher wäre das nie Abseits gewesen. Ich finde die elektronische Überwachung des Abseits aber gut, weil Linienrichter in vielen Fällen schlicht und einfach gar nicht sehen können, ob es Abseits ist: der Blickwinkel unserer menschlichen Augen ist bei großen Abständen nicht weit genug. Nur charmant ist eben auch nicht, sondern sehr technokratisch.
Das Problem bleibt: bei falschen gelben Karten (zum Beispiel) dürfen sie nicht eingreifen, obwohl die sehr wohl spielentscheidend sein können. Warum? Weil’s zu schräg wird, wenn man das Spiel ständig unterbricht. Wird man nicht auflösen können, ohne die Uhr anzuhalten.