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Airwin
@Auswurf

weil du gestern in dem zusammenhang das wort infantil benutzt hast. In der welt - allerdings hinter der bezahlschranke - ein interessantes interview mit michel onfray zum thema infantilität und greta:



WELT: Monsieur Onfray, warum regt Greta Thunberg Sie so sehr auf?

Michel Onfray: Sie regt mich überhaupt nicht auf. Die Dummheiten von Kindern sind immer die Fehler der Eltern oder der Erwachsenen, die sie umgeben. Mit 16 Jahren besitzt man noch kein eigenes Denken. In diesem Alter käut man wieder, womit die Erwachsenen einen gemästet haben. Niemand entkommt diesem Gesetz. Es ist folglich ein Zeichen des Nihilismus, wenn man angesichts der bauchrednerischen Diskurse eines jungen Mädchens, die ihm andere geschrieben haben, in Verzückung gerät. Ich nehme dies weniger diesem jungen Mädchen übel als denjenigen, die es instrumentalisieren. Die Erwachsenen hören gern zu, wenn sie wiedergibt, was man ihr beigebracht hat, seit der Kapitalismus die Ökologie als Verkaufsargument entdeckt hat, um beträchtliche Gewinne zu erzielen. Wer würde heute nicht am liebsten sauber, umweltverträglich, ökologisch, mit Rückverfolgbarkeit und natürlich CO2-frei konsumieren?

[...]

WELT: Sie lehnen Hans Jonas’ Konzept der Furcht ab. Wenn aber das Gefühl von Furcht weder legitim noch produktiv ist, welches Gefühl kann oder muss einem zukunftsgerichteten Denken zugrunde liegen?

Onfray: Als Philosoph bin ich der Auffassung, dass die Philosophie der Aufklärung dem Obskurantismus immer noch vorzuziehen ist, weil dieser Angst, Grauen, Glauben, Gläubigkeit, Niederknien, Bedrohung, Einschüchterung und das Gericht nutzt, um zu seinem Ziel zu kommen. Die vom Geld regierte Welt, in der wir leben, hat Vernunft, Bewusstsein, Betrachtung, Meditation, Analyse und Logik vernichtet, um mit Gefühlen, Emotionen und Affekten besser über die Menschen zu herrschen. Das ist der Punkt, an dem wir heute angelangt sind. Greta Thunberg und ihr Stab fügen ein weiteres Kapitel zu George Orwells Roman „1984“ hinzu.

WELT: Sie schreiben, einem Kind, das austesten will, wie weit seine Macht geht, sich die Erwachsenen unterzuordnen, könne man nichts vorwerfen. Was genau werfen Sie den Erwachsenen vor, die ihr zuhören und ihr applaudieren?

Onfray: Keine Erwachsenen zu sein. Von der Welt der Kindheit fasziniert zu sein, die zu verlassen sie unfähig sind, weil sie einer Generation von verhätschelten Kindern vorausgehen und an ihren Elektrorollern hängen wie an einer Nabelschnur, die sie mit ihrer eigenen Kindheit verbindet. Erlauben Sie dem Atheisten, der ich bin, ausnahmsweise mal aus der Bibel zu zitieren: „Weh dir, Land, dessen König ein Kind ist“, Prediger 10.

WELT: Sie bezeichnen die jungen Leute, die bei den „Fridays for Future“ auf die Straße gehen, als „Truppe von Lämmern“. Ist die Revolution von 68 auch von einer Lämmertruppe gemacht worden?


Onfray: Sie wurde von denen gemacht, die heute die Eltern dieser Königskinder sind, und die, nachdem sie Mao und Trotzki gefeiert haben, heute das Credo von Jean Monnet und Emmanuel Macron nachbeten. Es sind diejenigen, die vor den Kindern auf die Knie gehen, weil sie selbst nie fähig waren, erwachsen zu werden. Bei dieser Gelegenheit kann man daran erinnern, dass sich die Altachtundsechziger in den 1970er-Jahren massiv dafür eingesetzt haben, die Pädophilie zu entkriminalisieren. Das Wesen von Kindern ist es, über sich hinauszuwachsen, und nicht, als Fetisch oder Ikone gefeiert zu werden. Ein Kind ist gemacht, um erwachsen zu werden, und nicht, um ewig dieses Wesen im Werden zu bleiben.

fkAS
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Halbdaggl
Warum ist das Interview interessant? Schieb doch nicht immer andere für Deine Positionen vor, sondern sag selber was dazu. Diese selektive Presseschau ist öde.
Ich find die Passagen eher ärgerlich. Er setzt sich ja nicht mal mit den Positionen von Thunberg auseinander. Denn dann müsste er sich ja auch mit einer dahinter stehenden Wissenschaftsdisziplin auseinandersetzen. Er wirft ihr Dummheit vor. Für einen intellektuellen doch ziemlich unterkomplex. Ich unterstelle ihm hier schlicht Neid. Es ist schon hart, wenn man als Philosoph keinen Einfluss hat und dann eine 16jährige daherkommt, die von der Politik nicht mehr ignoriert werden kann. Das kratzt natürlich am Ego.

Strafraumgitarre
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Halbdaggl
Airwin hat geschrieben:ein interessantes interview mit michel onfray zum thema infantilität und greta:

WELT: (...) Was genau werfen Sie den Erwachsenen vor, die ihr zuhören und ihr applaudieren?

Onfray: Keine Erwachsenen zu sein. Von der Welt der Kindheit fasziniert zu sein, die zu verlassen sie unfähig sind, weil sie einer Generation von verhätschelten Kindern vorausgehen und an ihren Elektrorollern hängen wie an einer Nabelschnur, die sie mit ihrer eigenen Kindheit verbindet.


Was für ein polemischer Schwachsinn! Wer solche grenzdebilen Sätze raushaut, ist offensichtlich eher verliebt in die eigenen Formulierungen, als in die Überzeugungskraft seiner Argumente. Zumindest zeigt er mir damit deutlich, dass er keinen Wert darauf legt, ernst genommen zu werden.
Mit der Reduzierung der Achtundsechziger auf eine Horde pädophiler Kinderfetischisten, spricht er sich dann aus meiner Sicht endgültig selbst das Recht ab, öffentlich über gesellschaftliche Diskurse zu schwadronieren.
Aber immerhin betont er ja, dass er Atheist sei, bevor er die Bibel zitiert. Einfach stringent, der Typ, aber immerhin passend zur Untermalung des Airwinschen Kanons. Soweit jedenfalls meine Kleingärtnerinnenmeinung dazu. :stumm: :!:
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

Airwin
@fkAS
das merkt man, dass du das ärgerlich findest ;) . Und , nimms nicht persönlich, aber ich finde deine beiträge in letzter zeit zunehmen öde und sehr unterkomplex. Wenn ich allein an das von dir geschriebene bzgl Franks post zur kriminalitätsstatistik denke... .

Trotzdem poste ich für dich das ganze interview. Ich finde übrigens einige der standpunkte interessant und auch richtig, andere weniger. Du kannst ja gerne schreiben was du besonders kritisch siehst, vielleicht sind wir da sogar einer meinung.

Der französische Philosoph Michel Onfray hat einen Essay über Greta Thunberg geschrieben, in dem er die schwedische Umweltaktivistin als Maschinenwesen, als einen geschlechts- und gefühllosen Cyborg bezeichnet, ein Wesen künstlicher Intelligenz, vor dem die Welt der Politiker zu Füßen liegt. Er nimmt sie als Prophetin einer nihilistischen Offenbarung wahr und geht mit dem ins Gericht, was er den „grünen Kapitalismus“ nennt. Onfray, der im Januar 60 Jahre alt geworden ist, hat mehr als 100 Bücher veröffentlicht. Die berühmten „Cahiers de l’Herne“ haben ihm einen Sammelband gewidmet.

WELT: Monsieur Onfray, warum regt Greta Thunberg Sie so sehr auf?

Michel Onfray: Sie regt mich überhaupt nicht auf. Die Dummheiten von Kindern sind immer die Fehler der Eltern oder der Erwachsenen, die sie umgeben. Mit 16 Jahren besitzt man noch kein eigenes Denken. In diesem Alter käut man wieder, womit die Erwachsenen einen gemästet haben. Niemand entkommt diesem Gesetz. Es ist folglich ein Zeichen des Nihilismus, wenn man angesichts der bauchrednerischen Diskurse eines jungen Mädchens, die ihm andere geschrieben haben, in Verzückung gerät. Ich nehme dies weniger diesem jungen Mädchen übel als denjenigen, die es instrumentalisieren. Die Erwachsenen hören gern zu, wenn sie wiedergibt, was man ihr beigebracht hat, seit der Kapitalismus die Ökologie als Verkaufsargument entdeckt hat, um beträchtliche Gewinne zu erzielen. Wer würde heute nicht am liebsten sauber, umweltverträglich, ökologisch, mit Rückverfolgbarkeit und natürlich CO2-frei konsumieren?


WELT: Greta Thunberg wird vermutlich für den Friedensnobelpreis nominiert. Wäre sie eine gute Kandidatin?

Onfray: Sie ist auf dem Gymnasium, hat noch nicht ihr Abitur, macht Schulstreik und wird demnächst die Ehrendoktorwürde einer belgischen Universität erhalten … Ich schlage vor, dass wir sie sofort zur Präsidentin der Weltregierung ernennen, wie es sich Jacques Attali gewünscht hat, und im Eifer des Gefechts können wir ihr dann gleich den Nobelpreis für Medizin, die Fields-Medaille, den ersten Preis des Chopin-Wettbewerbs und die Goldene Palme von Cannes verleihen. Ein bisschen Ernsthaftigkeit bitte!

WELT: Sie halten den Schulstreik für eine „hervorragende Ausrede“, um die Schule zu schwänzen. Darf man nicht versuchen, die Welt zu verbessern oder die Gesellschaft voranzubringen, wenn man das Abitur noch nicht in der Tasche hat und weder Rimbaud noch Verlaine gelesen hat?

Onfray: Nicht in die Schule zu gehen bringt unsere Gesellschaft nicht zwangsläufig voran. Im Übrigen werden Sie von mir niemals hören, dass der Schulstreik ein Zeichen von Intelligenz wäre, dass er der Wahrheit näherbringt oder die Kultur vermehre. Ich, der die Dichtung liebt, behaupte, dass man mehr lernt, wenn man die Poeten liest als wenn man die Notizen rezitiert, in denen Erwachsene die Berichte der GIEC zusammengefasst haben. Ich würde hinzufügen, dass Kurse in Astrophysik, Astronomie, Geologie und Geschichte nicht zu viel verlangt wären für jemanden, der die Unverschämtheit besitzt, im Alter von 16 Jahren im Namen „der“ Wissenschaft zu sprechen.



WELT: Richtet Greta Thunberg Ihrer Meinung nach wirklich Schaden an?

Onfray: Ja, sie schadet der Vernunft, indem sie die schlechte Idee des Philosophen Hans Jonas verkörpert, wonach man auf die Vernunft, die Betrachtung, die Argumentation und die Beweisführung, mit anderen Worten auf die philosophische Debatte verzichten und die „Heuristik der Furcht“ bevorzugen soll. Anders gesagt: Man müsse unbedingt Angst machen, um zu konvertieren. Sie tötet Sokrates zum zweiten Mal und hilft den Sophisten in die Steigbügel.

WELT: Auch andere Ihrer Kollegen, die Philosophen Pascal Bruckner und Raphaël Enthoven, haben die Umweltaktivistin attackiert. Es muss die Frage erlaubt sein, ob das auch passieren würde, wenn Thunberg ein junger Mann wäre?

Onfray: Sie schrammen mit Ihrer Frage haarscharf an einer Beleidigung vorbei. Dahinter versteckt sich der Vorwurf der Frauenfeindlichkeit oder Phallokratie. Aber der Feminist, der ich bin, unterscheidet nicht zwischen Männern und Frauen. Wenn eine Frau Dummheiten sagt, dann sage ich, dass sie Dummheiten sagt. Nicht weil sie eine Frau ist – in diesem Fall ein junges Mädchen –, was tatsächlich dem Sachverhalt der Frauenfeindlichkeit entspräche, sondern schlicht, weil sie dummes Zeug redet. Die Gleichberechtigung zwingt zu gleicher Behandlung: Eine Dummheit ist eine Dummheit, völlig egal, ob sie von einem Mann oder einer Frau formuliert wird. Wenn eine Frau behauptete, die Erde sei eine Scheibe, und ich sagte, sie täusche sich, wäre ich dann auch ein Frauenfeind? Oder müsste ich im Namen eines auf Abwege geratenen Feminismus sagen, sie habe recht, gepfiffen auf die Wahrheit?

WELT: Monsieur Onfray, Sie beschreiben Greta Thunberg als Cyborg, als geschlechtsloses Wesen, das keine Emotionen zeigt, weder Freude noch Schmerz, eine „Silikonpuppe“. Sie greifen sie in erster Linie wegen ihres Äußeren an, erst in einem zweiten Schritt wegen ihrer Botschaft, der Angst. Wieso ist das, was Sie ihre neutrale „Körperlosigkeit“ nennen, so zentral für die Rolle, die Sie ihr zuschreiben?

Onfray: Attackiere ich ihr Äußeres, indem ich ihr Aussehen beschreibe? Liegt meiner Beschreibung ein negatives, abwertendes, gar beleidigendes Werturteil zugrunde? Wenn ich ein ausdrucksloses Gesicht als ausdruckslos beschreibe, wenn ich sage, dass man auf ihrem Gesicht keinerlei Gefühl ablesen kann, und es glatt ist wie das eines Cyborgs, handelt es sich dann um eine nachvollziehbare Wahrheit oder um Bosheit? Wieso fragen Sie mich nach ihrem Äußeren und nicht nach einem Problem, auf das ich sehr viel früher hinweise, indem ich behaupte, sie sei das Flaggschiff des grünen Kapitalismus? Diese Fragen sind wohl politische Ablenkungsmanöver.

WELT: Haben Sie mal daran gedacht, dass der Autismus von Greta Thunberg ihr bei ihrem Engagement behilflich sein könnte?

Onfray: Was für eine Frage! Wenn ich mein Wörterbuch aufschlage, das für mich ein sehr viel verlässlicherer Friedensrichter ist als die Geschmeidigkeit der sogenannten sozialen Netzwerke, dann stelle ich fest, dass „Autismus“ ein Begriff ist, der aus der Psychologie kommt und eine „Gleichgültigkeit gegenüber der Realität“ definiert. Schlagen Sie im „Robert“ nach. Für den Philosophen, der ich bin, ist die Loslösung von der Wirklichkeit nicht die beste Visitenkarte, um von der Wirklichkeit zu sprechen.

WELT: Sie unterstellen ihr einen „antiaufklärerischen“ Kampf und halten die wissenschaftliche Analyse, auf der Thunbergs Forderungen basieren, für falsch. Gibt es in Ihren Augen tatsächlich gar keinen Grund, Alarm zu schlagen und unser Verhalten zu ändern?

Onfray: Ich würde gerne über Astrophysik sprechen, über magnetische Gewitter, Sonnenzyklen und wünschte mir, dass wir die Natur wieder im Kosmos und im Multiversum verankern. Ebenso gern würde ich über Geologie sprechen und wünschte mir, dass man sich daran erinnert, dass es Perioden der Aufwärmung und der Abkühlung unseres Planeten gab, als die Menschen noch nicht Erscheinung getreten waren. Ich würde auch gern über Geschichte reden, denn wenn man Emmanuel Le Roy Laduries „Geschichte des Klimas seit dem Jahr Tausend“ liest („L’histoire du climat depuis l’an mil“), erfährt man, dass es vor den Verbrennungsmotoren der Autos und Flugzeuge, vor dem Diesel, beträchtliche klimatische Variationen gegeben hat. Ansonsten muss man das menschlich Verursachte natürlich berücksichtigen, aber im Zusammenhang mit anderen Ursachen.

WELT: Welches sind denn Ihrer Ansicht nach die wesentlichen Gründe für die Erderwärmung?

Onfray: Die Wesentlichen? Die kosmischen Zyklen …, was die menschliche Ursache, ich wiederhole mich, natürlich nicht ausschließt.

WELT: Sie lehnen Hans Jonas’ Konzept der Furcht ab. Wenn aber das Gefühl von Furcht weder legitim noch produktiv ist, welches Gefühl kann oder muss einem zukunftsgerichteten Denken zugrunde liegen?

Onfray: Als Philosoph bin ich der Auffassung, dass die Philosophie der Aufklärung dem Obskurantismus immer noch vorzuziehen ist, weil dieser Angst, Grauen, Glauben, Gläubigkeit, Niederknien, Bedrohung, Einschüchterung und das Gericht nutzt, um zu seinem Ziel zu kommen. Die vom Geld regierte Welt, in der wir leben, hat Vernunft, Bewusstsein, Betrachtung, Meditation, Analyse und Logik vernichtet, um mit Gefühlen, Emotionen und Affekten besser über die Menschen zu herrschen. Das ist der Punkt, an dem wir heute angelangt sind. Greta Thunberg und ihr Stab fügen ein weiteres Kapitel zu George Orwells Roman „1984“ hinzu.

WELT: Sie schreiben, einem Kind, das austesten will, wie weit seine Macht geht, sich die Erwachsenen unterzuordnen, könne man nichts vorwerfen. Was genau werfen Sie den Erwachsenen vor, die ihr zuhören und ihr applaudieren?

Onfray: Keine Erwachsenen zu sein. Von der Welt der Kindheit fasziniert zu sein, die zu verlassen sie unfähig sind, weil sie einer Generation von verhätschelten Kindern vorausgehen und an ihren Elektrorollern hängen wie an einer Nabelschnur, die sie mit ihrer eigenen Kindheit verbindet. Erlauben Sie dem Atheisten, der ich bin, ausnahmsweise mal aus der Bibel zu zitieren: „Weh dir, Land, dessen König ein Kind ist“, Prediger 10.

WELT: Sie bezeichnen die jungen Leute, die bei den „Fridays for Future“ auf die Straße gehen, als „Truppe von Lämmern“. Ist die Revolution von 68 auch von einer Lämmertruppe gemacht worden?


Onfray: Sie wurde von denen gemacht, die heute die Eltern dieser Königskinder sind, und die, nachdem sie Mao und Trotzki gefeiert haben, heute das Credo von Jean Monnet und Emmanuel Macron nachbeten. Es sind diejenigen, die vor den Kindern auf die Knie gehen, weil sie selbst nie fähig waren, erwachsen zu werden. Bei dieser Gelegenheit kann man daran erinnern, dass sich die Altachtundsechziger in den 1970er-Jahren massiv dafür eingesetzt haben, die Pädophilie zu entkriminalisieren. Das Wesen von Kindern ist es, über sich hinauszuwachsen, und nicht, als Fetisch oder Ikone gefeiert zu werden. Ein Kind ist gemacht, um erwachsen zu werden, und nicht, um ewig dieses Wesen im Werden zu bleiben.

WELT: Wenn Sie heute 16 Jahre alt wären, wofür würden Sie sich einsetzen?

Onfray: Was für eine blöde Frage, die niemand aufrichtig beantworten kann. Als ich 16 war, habe ich Pierre-Joseph Proudhon entdeckt. Ich bin ihm treu geblieben. Ich würde gern derselbe Jugendliche von damals sein, der nur einen einzigen Wunsch hatte: die Welt der Kinder zu verlassen und erwachsen zu werden.

WELT: Zum Abschluss, Monsieur Onfray, wo beantworten Sie meine Fragen und wie viel Grad sind es gerade bei Ihnen?

Onfray: Ich bin zu Hause, in Caen, in der Normandie, am grauen Himmel sind Schäfchenwolken. Es sind 19 Grad.

fkAS
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Und wo genau setzt er sich mit den Positionen von Thunberg auseinander? Ich finde da nur Beleidigungen. Und einen Hinweis auf kosmische Zyklen mit Hintertürchen. D.h. er hat von der Materien nicht die geringste Ahnung. Ich bleibe bei Neidkomplexen als Erklärung für diese Ergüsse.

Zu FrankNfurter: Ich habe auf Einschränkungen seiner Daten hingewiesen. Ich weiß nicht, wieso er so pikiert darauf antwortet und manchmal habe ich keine Zeit oder Lust mich weiter damit zu beschäftigen. Müsste Dir bekannt vorkommen, denn du haust ja auch nur deine PResseschau raus, ohne dich mit Argumenten auseinanderzusetzen.

Strafraumgitarre
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Halbdaggl
Airwin hat geschrieben:
WELT: Zum Abschluss, Monsieur Onfray, wo beantworten Sie meine Fragen und wie viel Grad sind es gerade bei Ihnen?

Onfray: Ich bin zu Hause, in Caen, in der Normandie, am grauen Himmel sind Schäfchenwolken. Es sind 19 Grad.


Das ist noch der interessanteste, weil sachlichste Part und nicht mal der ergibt Sinn - entweder der Himmel ist grau (also durchgehend(!) bewölkt), oder es sind "Schäfchenwolken zu sehen.

Da haben wir also einen Philosophen, der bereits daran scheitert, den Himmel zu beschreiben, den er mit eigenen Augen anschaut, aber:
Ich würde gerne über Astrophysik sprechen, über magnetische Gewitter, Sonnenzyklen und wünschte mir, dass wir die Natur wieder im Kosmos und im Multiversum verankern. Ebenso gern würde ich über Geologie sprechen und wünschte mir, dass man sich daran erinnert, dass es Perioden der Aufwärmung und der Abkühlung unseres Planeten gab, als die Menschen noch nicht Erscheinung getreten waren. Ich würde auch gern über Geschichte reden (...)


Und das bringt eigentlich das ganze Interview auf den Punkt. Er würde so gerne über Astrophysik sprechen, über magnetische Gewitter, Sonnenzyklen und den ganzen Scheiß, aber alles, was er zuverlässig von sich gibt, ist letztlich nichts weiter als grauer Himmel mit Schäfchenwolken. Darüber kann dann auch all das selbstverliebte Geschwurbel nicht hinwegtäuschen.
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

Airwin
Zu FrankNfurter: Ich habe auf Einschränkungen seiner Daten hingewiesen. Ich weiß nicht, wieso er so pikiert darauf antwortet

ja auf einschränkungen die offensichtlich schon enthalten waren, vielleicht war er ja von deinem reflexhaften einwand pikiert?


Und wo genau setzt er sich mit den Positionen von Thunberg auseinander? Ich finde da nur Beleidigungen. Und einen Hinweis auf kosmische Zyklen mit Hintertürchen. D.h. er hat von der Materien nicht die geringste Ahnung. Ich bleibe bei Neidkomplexen als Erklärung für diese Ergüsse.


sehr interessant deine analyse seiner motivation. Mein eindruck ist , dass es dem Onfray weniger um eine auseinandersetzung mit "thunbergs positionen" geht, sondern darum, dass es gar nicht ihre positionen seinen also lediglich nachgeplappertes? Und darum was davon zu halten ist, wenn erwachsene ein solches nachplappern entzückt abfeiern? Man darf einem philosophen durchaus die freiheit zugestehen sich mit diesen aspekten der thematik auseinanderzusetzen und ich verstehe gar nicht wie man sich darüber ärgern kann (oder sich wie die strafraumgittare ausdauern erregt) .

Auch pascal bruckner besaß die frechheit sich in der NZZ in dieser hinsicht über den "greta-hype" zu äußern, ich hoffe natürlich, dass dieser kommentar nicht schon wg seiner überschrift "Eine Kritik der Klimaproteste" einen hohen blutdruck verursacht .

Eine Kritik der Klimaproteste oder was passiert, wenn Unreife zum politischen Programm wird
Kinder imitieren Erwachsene, und Erwachsene instrumentalisieren die Kinder für ihre moralischen Zwecke:

Die gegenwärtigen Klimaproteste dokumentieren eine Verrückung der Massstäbe. Höchste Zeit, den Finger darauf zu legen.Wer in den letzten Wochen die Streiks für (oder gegen) das Klima beobachtet hat, musste frappiert sein vom Alter der Protestierenden. Zum Teil drang die Mobilisierung bis in die Primarschulen, ja in die Kindergärten vor, kleine Blond- und Braunschöpfe traten auf – und rezitierten ehrfürchtig die Slogans ihrer Eltern und Lehrer.


Das Ganze erinnert an eine Echokammer: Aus den kindlichen Mündern kommen die Wörter, die ihnen die Erwachsenen ab der frühesten Schulstufe eintrichtern. Der ökologische Kampf hat seine Berechtigung, aber was in seinem Namen geschieht, ist bedenklich. Tag um Tag gewöhnt man die Kinder an den Katastrophismus, man sagt ihnen, dass der Planet in Flammen steht, dass Naturkatastrophen uns vernichten, dass wir Menschen den Preis für unser Treiben bezahlen und aussterben werden. So ziehen wir angsterfüllte Generationen heran: Die Kinder werden nicht eigentlich mobilisiert, sondern eher gelähmt.

Heldin der Blase
Das Prinzip der Echokammer ist auch bei Greta Thunberg zu beobachten, der jungen Schwedin, die gewissermassen als Muse der Protestbewegung in Erscheinung tritt. Sie ist gerade einmal 16 Jahre alt, verfügt aber schon über eine Biografie, die ihre Eltern und ihre beiden Schwestern verfasst haben. Sie ist von Christine Lagarde sowie von Emmanuel Macron empfangen worden und wird als Kandidatin für den Friedensnobelpreis gehandelt.

Diese sagenhafte Berühmtheit ist symptomatisch für den irrationalen Charakter, den die sicher notwendige Mobilisierung für das Klima annehmen kann. Man muss bei Thunberg zwangsläufig daran denken, wie traurig viele Kinderstars endeten, und man darf sich berechtigterweise Sorgen machen um die nahe Zukunft dieses jungen Mädchens. Es steht jetzt im Zentrum einer Medienblase, die leicht zerplatzen und ihre Heldin ausspucken kann.


1989 hat die Uno eine diskutable Entscheidung getroffen: Ihr gemäss ist ein Kind eine menschliche Person im vollen Umfang und mit allen entsprechenden Rechten, und es ist diskriminierend, das Kind aufgrund seines Alters auf den Status des Minderjährigen zu beschränken. Das war ein vergiftetes Geschenk an die Kindheit. Anstatt die Erzieher und die Eltern in die Pflicht zu nehmen, übertrug man dem Nachwuchs eine erdrückende Verantwortung.

Ob es einem gefällt oder nicht: Das Kind ist kein politisches Subjekt, es ist ein Subjekt im Werden. Auf der einen Seite muss seine Unbeschwertheit geschützt und respektiert werden, auf der anderen Seite muss man es schrittweise in die Mündigkeit begleiten. Wenn man das Kind zu seiner Freiheit reifen lassen will, wie Kant mit Blick aufs Volk sagte, sollte man es nicht mit einer schweren Last erdrücken, sondern es aufklären und in die Welt einführen.

Nachahmung ist alles
Man gewöhnt Kinder langsam an die Autonomie, indem man ihnen Aufgaben stellt, die sich auf ihrer Höhe befinden. Heute hält man die Kinder dazu an, die Welt der Erwachsenen zu parodieren; sich etwa in Konventen zu versammeln und den Parlamentsbetrieb zu imitieren. Umgekehrt hat Präsident Macron es jüngst für sinnvoll erachtet, mit Kindern zwischen 7 und 14 Jahren zu debattieren. In unserer Zeit ist das Verhältnis zwischen den Altersstufen von einer seltsamen Figur bestimmt: Es dominiert die wechselseitige Nachahmung. Während die Erwachsenen vom Unreifsein träumen, übernehmen es die Kinder, sich als Erwachsene aufzuführen.

Was die jungen Protestierenden heute sagen, weist darauf hin, dass sie diese Mittel noch nicht besitzen. Sie haben noch nicht gelernt, ihre Wünsche zu hierarchisieren und ihr Verlangen zu zügeln. Als echte Kinder der Konsumgesellschaft wollen sie alles, und alles sofort. Komplexität ist ihnen fremd, sie meinen, das einzige Problem in der Klimafrage seien die unwilligen Regierungen, die unter der Knute von mächtigen Interessengruppen stünden. Materielle Probleme sehen sie nicht, also fordern sie das Ende des Klimawandels, jetzt. Die Temperaturen sollen sinken, ab morgen. Wenn du willst, kannst du, alles ist möglich – so wie es ihnen die Werbung für alle möglichen Produkte vorsagt.

Die ökologischen Probleme können einen melancholisch werden lassen – es gibt so viel zu tun, so viele Meere und Gewässer zu säubern, so viele Arten zu erhalten, so viele Naturgebiete zu retten, dass die Erwachsenen sich rasch komplett überfordert fühlen. Aber wie kann man glauben, dass es etwas zur Lösung des Problems beiträgt, wenn nun Tausende von ganz jungen Menschen die Ängste der Alten in die Strassen tragen und die bekannten Slogans wiederholen?

Man muss es so drastisch sagen: Der Kampf gegen den Klimawandel verdient etwas anderes als die Mobilisierung von Milchgesichtern.

Auswurf
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Grasdaggl
98% aller, denen das Klima am Herzen liegt interessen sich für die Sache und die junge Dame spielt nur in sofern eine Rolle,
als dass sie ein Thema ins Bewusstsein Vieler rückte. Deine Gedanken kreisen um des Kaisers Bart und sind scheisse motiviert
das ist doch keine Musik

Airwin
@Auswurf
so unterschiedlich sind die eindrücke.....Mir kommt es so vor als ginge es in der öffentlickeit derzeit mehr
(98% ? ) um greta und ihren segeltörn als um "die sache".
Aber da du dich gestern so vorbildlich eingebracht hattest, weißt du ja dass es wenigstens hier bei den seggln vorrangig um "die sache" ging und der aktuelle exkurs etwas mit deinem vorwurf der infantilität zu tun hat.

Edit: Du hättest dich übrigens auch zu Franks vorschlägen (sache) äußern können anstatt mit mir um den bart des kaisers zu kreisen. Es sei denn es gibt da etwas zwanghaftes?

Tamasi
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Allmachtsbachel
Zum NZZ-Kommentar:
Hmmm. Greta-Glorifizierung ist Unsinn, kein Ding. Aber. Aaaaber...

Airwin, wie war das denn, als du Kind warst? Hast du keine Nachrichten mitgekriegt? Hat dich die Welt da draußen nie interessiert? Nee, oder?

Es gab zwar noch kein "logo", aber trotzdem schnappt man doch Fetzen der Tagesschau auf oder hört die Radionachrichten mit. Und natürlich macht man sich ab einem gewissen Alter Gedanken - ob das jetzt heute ein, zwei Jahre früher passiert als seinerzeit, ist doch nicht ausschlaggebend. Es ist normal, völlig okay, und war immer schon so. Gerade ist halt Klimawandel ein wichtiges Thema. Früher war's vielleicht die RAF. Je nach Geburtsjahrgang. :D

Und:
Dass Politiker AUCH MAL mit Kindern reden, ist doch super. Steht übrigens ganz in der christlich-abendländischen Tradition, von wegen "Lasset die Kinder zu mir kommen". :-) Und es heißt ja nicht, dass Macron danach sein Kabinett zusammenruft und alle bisherigen Beschlüsse umwirft. So etwas ist eigentlich nicht der Rede wert.

Ebenso:
Dass Kinder sich in Konvents, Klassenräten etc. zusammenfinden und Dinge, die sie betreffen, besprechen, ist doch großartig. Mitbestimmung, Teilhabe, Demokratie - ich finde es richtig, dass Kinder sowas als "selbstverständlich" kennenlernen. Auch hier gilt: Wenn in der Schülerversammlung entschieden wird, dass die Schule nur noch von 10-11 gehen soll, wird das wohl kaum umgesetzt werden. Es gibt Einfluss - aber der hält sich in Grenzen. Alles genau richtig so, finde ich.

So. Und jetzt ging's in meinem Beitrag gar nicht um Klimawandel etc. Aber dem Kommentar ging es ja auch nicht um Inhalte.

Als echte Kinder der Konsumgesellschaft wollen sie alles, und alles sofort.

Das ist arschig. Der Typ hat doch nie selbst demonstriert. :lol:

Iron
Grasdaggl
fkAS hat geschrieben:D.h. er hat von der Materien nicht die geringste Ahnung. Ich bleibe bei Neidkomplexen als Erklärung für diese Ergüsse.


Die wenigstens haben davon Ahnung. Soll man den Grünen deshalb Populismus vorwerfen, die stark davon profitieren? Oder kämpfen sie unwissend halt für die gute Seite?

Natürlich bringt der Philosoph einige interessante Punkte/Ansichten. Msn kann sie natürlich auch zereden, wie alles was nicht in das eigene Weltbild passt.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Und nun doch kurz inhaltlich:
Die Regenwald-Anmiet-Idee von Frank finde ich super. Und bei den 500 Euro für die 12jährigen Mädchen: Nun, da muss man halt aufpassen, dass die nicht für 50 Euro eine 11jährige Leihmutter anheuern. (Das war ein Spaß!) Natürlich muss man auch mittelfristig die Rahmenbedingungen ändern - siehe vivafernanda - aber es müssen halt auch kurzfristig & konkret wirkende Maßnahmen gefunden werden. Das ist der Punkt der 500-Euro-Idee und da hat Frank wohl Recht.

Allgemein:
Meines Erachtens ist der Leidensdruck noch lange nicht so hoch, dass wirklich was passiert. Und wenn der Leidensdruck so hoch sein wird... ja... dann... Ich glaube nicht, dass es dann primär um Klimaschutzmaßnahmen gehen wird.

Trotzdem, trotzdem: Jeder einzelne kann auch jetzt - in Maßen - einen kleinen Beitrag leisten. Eine "mir doch alles wurscht"-Haltung ist genauso falsch, wie den Klimawandel bzw. den menschlichen Einfluß darauf zu leugnen. Das bringt nun wirklich auch nichts.

Die Strippenzieher, die keine Maßnahmen GEGEN den Klimwandel wollen, sollten - anstatt sich beim Leugnen zu engagieren - lieber an Lösungen arbeiten, wie man in einer veränderten Welt erträglicher leben kann. Das hat Airwin übrigens auch mal auf den Tisch gebracht, wenn ich mich recht erinnere.

Finde ich den weitaus besseren Ansatz als das Leugnen. Und DAMIT könnte man auch Geld verdienen. Um das geht's den Masterminds im Hintergrund doch.



factotum
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Granadaseggl
Higgi hat festgestellt:

Wer auf Leute wie Thunberg, Rezo oder Kühnert hört, ist selber schuld.


Jeder ist immer selber schuld, egal, auf wen er hört. Also sogar Du :mrgreen:
The shit that used to work, won`t work now.

redrum
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Lombaseggl
Meine Haushälterin ist Mitte 20 und hat drei Kinder. Das liegt allerdings weniger daran, dass sie mehr poppt als ihre Geschlechtsgenossinen in Europa. Die dämliche Kuh rennt jeden Sonntag in die Kirche, wo ihr der Pfaffe erzählt, dass Verhütung Teufelszeug sei. Vielleicht sollte man da mal ansetzen, bevor man ernsthaft über franks Vorschlag debattiert.

George Best
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Lombaseggl
Wurde ja schon einiges zu Onfray geschrieben.

Fängt ja schon damit an:
Onfray hat geschrieben:Mit 16 Jahren besitzt man noch kein eigenes Denken. In diesem Alter käut man wieder, womit die Erwachsenen einen gemästet haben. Niemand entkommt diesem Gesetz.

Was für ein Bullshit.

Bin da bei AS:
AS hat geschrieben:Ich bleibe bei Neidkomplexen als Erklärung für diese Ergüsse.

Southern Comfort
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Grasdaggl
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N erdy
F rog eating
R etarded
A angry
Y eller
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.



factotum
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Granadaseggl
birdsboozefastcars hat geschrieben:

Das sagt schon alles.



Die Bewertung ist jetzt aber auch unterkomplex ;)

Was den Text von dem alten nerdigen Froschfresser betrifft, den fand ich auch dürftig.
Klassischer alter weisser Akademiker - Mann, hält sich selbst für objektiv und rational wie sonst was, dabei geht der Emotionsgaul mit ihm durch, dass es nur so quietscht.
The shit that used to work, won`t work now.

thoreau
Granadaseggl
Und zur NZZ... Eric Gujer heißt die entscheidende Figur. Es gibt genug Artikel zur Entwicklung der NZZ seit er übernommen hat.
Ist ja per se legitim eine solche Entwicklung. Aber für Aussagen wie „sogar die NZZ“, etc. bietet sie sich leider nicht mehr an. Und diese Formulierungen machen schließlich etwa 90% der Zwischenpresseschaukommentare aus. Mit welcher Absicht... Nunja.
Zuletzt geändert von thoreau am 21. August 2019 13:00, insgesamt 1-mal geändert.

CoachingZone
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Wer der Ansicht ist, dass man mit 16 Jahren noch nicht in der Lage ist, selbständig zu denken, der glaubt auch, dass Babys im ersten halben Lebensjahr noch nichts lernen, sondern nur abgefüttert und gewickelt werden müssen.

Natürlich haben Eltern, Lehrer, Freunde, Umwelt einen großen Einfluss darauf, welche Weltsicht man als Kind kennenlernt.

Aber jeder Deutschlehrer, der Erörterungen korrigieren muss, wird bestätigen, dass das eigene Denken mit 16 Jahren durchaus ausgeprägt ist. Natürlich nicht bei jedem Jugendlichen in gleichem Maße. (Auch nicht bei jedem Erwachsenen...) Und übrigens auch schon früher, nur oft nicht immer so bewusst...

Offensichtlich ist die "Fridays for future"-Bewegung und Greta Thunberg eine Gefahr für das Establishment. Sonst würde man sich ja nicht so viel Mühe machen, beide abzuwerten. Hat man in den 80er-Jahren mit den Grünen ja auch gemacht. Oder davor mit Rudi Dutschke und den 68er-Studenten.

Mal sehen, wohin sich das Ganze entwickelt. Die Wählerschaft der Grünen jedenfalls löst gerade die der Konservativen ab...
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -


Airwin
ich kenne hier ja von den wenigsten das alter, aber irgendwie beschleicht mich der verdacht, dass der alte froschfresser nicht ganz so weit danebenliegt mit seiner these, dass da alt68er v.a. deswegen begeistert sind, weil eine 16jährige sie nachplappert. Oder wie bruckner das formuliert hat:
Das Ganze erinnert an eine Echokammer: Aus den kindlichen Mündern kommen die Wörter, die ihnen die Erwachsenen ab der frühesten Schulstufe eintrichtern.
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Davon ab weiß ich jetzt nicht wer da wütender ist - der old angry froschfresser oder die old angry greta-fans :?: