Ich bin bei Tamasi: Aus einer Niederlage würde man mehr lernen, so lügt man sich halt wieder in die Tasche ("passt doch, wieder gewonnen, wenn wir noch den Elfer bekommen hätten, hätten wir ja schon früher den Sack zugemacht, Fürth hat zwar gepresst aber die konnten das eben nicht über 90 Minuten durchhalten....bla bla blub").
Das Trainerteam wird sich hoffentlich die ca. 30 Minuten zwischen der 2. und 30. Minute wieder und wieder zu Gemüte führen und daraus lernen:
Sooo geht Pressing, vorne direkt drauf UND die übrigen Reihen rücken ebenfalls nach vorne (Stichwort "KOMPAKTES stehen").
Allerdings kann der VfB auch daraus lernen, wie man das besser verteidigt:
Es kann doch nicht sein, dass der VfB auch nach 10 Minuten Pressing der Fürther nichts geändert hat: Hinten war man oft mit 2 Mann + TW gegen 4 Fürther allein. Da muss man doch umstellen und mehr Anspielstationen anbieten (und damit den Gegner entweder zu noch mehr Pressing und damit Risiko verleiten oder eben doch eine freie Anspielstation zu finden) und wenn alles nichts hilft, kommt eben der lange Ball.
Überhaupt verfestigt sich meine Meinung:
Diese Art von Fußball, also der Walter-Fußball mit dem sehr hoch stehenden Verteidigern und dem Rochieren der IV und des 6ers kann NUR funktionieren wenn man neben der fußballerischen Passqualität auch TEMPO besitzt, v.a. eben in der IV und dem 6er.
Und das ist das eines der größten Probleme: Kempf und v.a. Badstuber besitzen weder eine überdurchschnittliche Antritts- noch eine Grundschnelligkeit. Und auch bei Mangala/Karazor sehe ich da Defizite.
Natürlich braucht es auch "schnelle" Spieler auf den anderen Positionen aber beim TW-Fußball sind mMn diese Positionen wohl noch etwas wichtiger.
Zum Thema Schnelligkeit habe ich mal vor langer Zeit folgenden Blog gefunden, der es mMn sehr gut beschreibt:
https://www.you-are-football.com/blog/a ... rtart.htmlAllerdings muss man v.a. Badstuber zu Gute halten, dass er sehr gut im Antizipieren ist, aber das hilft ihm dann auch nicht, wenn er auf 10 Meter Sprint 2-3 Meter auf seinen Gegenspieler verliert.
Zum Schiri / VAR:
Mehr Pech als Glück gehabt:
Wenn es ganz dumm gelaufen wäre, hätte der Führungstreffer nicht gezählt und Gonzalez hätte für seine Schwalbe (war es mMn) an der Torauslinie Gelb bekommen.
Aber das Pech überwiegt auf alle Fälle: Kein Elfer, keine rote Karte(n) für die Fürther.
Als neutraler Beobachter bekommst du in dieser Saison bei VfB-Spielen echt einiges geboten, Langeweile ist was anderes aber wenn du VfB-Fan bist (und etwas älter wie ich), dann bekommst du bei jedem Spiel neue graue Haare und du kannst dich nach jedem Spiel beim Herrgott bedanken, dass du wieder keinen Herzinfarkt bekommen hast.
Wie stark du tatsächlich bist, erfährst du erst dann, wenn "stark sein" deine einzige Option ist!