Aktuell 26 Tote in Deutschland. Bei der Grippewelle 2017/18 waren es 25.000 Tote (weltweit ca. 650.000). Es gibt gute Gründe hoffen zu dürfen, dass Corona nicht die Tödlichkeit dieser Grippewelle erreichen kann. Der stärkste Grund dafür ist der, dass Covid 19 bevorzugt die oberen Atemwege befällt, nur sehr selten die Lunge. Die häufigste direkte Todesursache des Virus ist aber ARDS/ALI (die Lunge säuft ab).
Bei der Grippe haben ca. 33% ernsthaftere Symptome, bei Corona bisher maximal 20%. Aber diese 20% sind sehr wahrscheinlich weit weg von der Realität. Die Corona-Symptome sind meist so mild, gerade bei Kindern, dass nun die ersten wissenschaftlichen Veröffentlichungen Schätzungen präsentieren, wonach sich mindestens 10x mehr Menschen mit Corona angesteckt haben, als die Monoquelle Johns Hopkins angibt. Das bedeutet im Umkehrschluß, dass die Mortalistätsrate mehr als 10x geringer sein könnte, als aktuelle Zahlen suggerieren (Mal ganz abgesehen daon, dass Johns-Hopkins durch den schicken "Live"-Anspruch, sowieso nur Grützedaten liefert).
Bei nüchterner Betrachtung, haben wir es bei Corona mit einer grippeähnlichen Erkrankung minder schweren Verlaufs zu tun. Es stecken sich zwar einerseits mehr Menschen an, weil das Virus aus der oberen Rachenregion leichter ausgehustet werden kann, andererseits ist es deshalb auch weniger gefährlich. Gerade deshalb sterben im Gegensatz zu einer Grippewelle, die auch Kleinkinder gefährdet, an Corona überwiegend ältere, multimorbide Menschen. Wobei auch davon die meisten nur von Corona weiter geschwächt wurden, während ihre Todesursache in ihren Grunderkrankungen liegt (zumeist Herz-Kreislauf-Versagen).
Um das nochmal genau zu benennen: Hysterisch (und unnütz) nenne ich insbesondere folgende Reaktionen:
Schließung von Schulen
Schließung von Kindergärten
Schließung von Läden
Schließung öffentlicher Einrichtungen
Sowie in einigen anderen Ländern:
Ausgangssperren (grotesk)
Eine besonnene Reaktion würde für mich hauptsächlich darauf abzielen, die Normalbevölkerung wie bei einer Grippe auch, der aktiven Immunisierung anheim zu stellen, während man alle größeren staatlichen Anstrengungen darauf konzentriert, alte und multimorbide, sowie gefährdete Menschen (z.B. Immunsupprimierte) zu isolieren.
Mathematisch betrachtet dürfte folgende Vereinfachung richtig sein: Es wird in der Summe mehr Tote geben, wenn man versucht die Ansteckungsdynamik so weit "zu strecken", dass der Prozess bis zur Immunität gegen Corona 2 Jahre dauert.
Dass "die Streckung" unser Gesundheitssystem "schonen" soll, halte ich bisher für eine hysterische Behauptung. Wir haben 28.000 Intensivbetten, die wir jederzeit mindestens verdoppeln könnten (Die Charité, z.B., hat mehr Beatmungsgeräte als ICU-Betten). Wenn ca. 2% der Infizierten (aber das ist schon hoch gegriffen) auf eine Intensivpflege angewiesen sein sollten, müssen jeweils binnen 2-3 Wochen Ansteckungsdauer mindestens 2,8 Millionen Menschen gleichzeitig erkrankt sein (also nicht bereits wieder gesund und immun). Selbst mit dem Faktor 10 sind noch nicht mal weltweit, während der gesamten Aussbruchsspanne, so viele Menschen infiziert. Und im größten Herd, China, ist die Epidemie schon wieder am Abklingen...
Bildet Euch selbst eine Meinung. Ich will Euch nicht schulmeistern, sondern denjenigen, die vielleicht zur Ängstlichkeit und übermäßigen Sorge neigen, auch mal ein paar Argumente in die Hand geben, dass man sich nicht unnötig verrückt machen muss.