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Granadaseggl
Ich habe mich gerade kurz ins Politik-Forum gewagt.

Nicht links, nicht rechts, aber «verhätschelt»: So würde der Philosoph José Ortega y Gasset die Masse der Coronaskeptiker bezeichnen.


so Samuel Schumachers Analyse von der Aargauer Zeitung am 31. August 2020.

Wegen einer möglichen zweiten Welle im Herbst scheint eine neue Verschärfung der Massnahmen nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Dem Bündnis der Unzufriedenen spielt das in die Hände. Man sollte diesen Menschen darum deutlich machen, wie sehr sie alle «Hätschelkinder der Geschichte» sind. So bezeichnete der spanische Philosoph José Ortega y Gasset (1883 bis 1955) die Gruppe all jener, die gegen «das System» aufbegehren, ohne zu erkennen, wie abhängig sie selbst von ebendiesem System sind. In seiner Schrift «Aufstand der Massen» hielt er 1930 fest:

"Für mich ist das Unverhältnis zwischen dem Vorteil, den der Mensch aus der Wissenschaft zieht, und der Erkenntlichkeit, die er ihr entgegenbringt, das Besorgniserregendste."


Um den selbst ernannten Querdenkern die Augen zu öffnen, während sie «Diktatur» an die Fassaden demokratischer Institutionen schreien, reicht ein Verweis auf das Drama in Minsk. Weissrusslands Machthaber Lukaschenko hatte Corona lange als Märchen abgetan, Massnahmen gibt es praktisch keine. Und trotzdem sind die Weissrussen um ein Vielfaches unfreier, als es jeder Coronaskeptiker in unseren Breitengraden je sein wird.



https://www.aargauerzeitung.ch/ausland/ ... -138953702

~

Lt. Euro Topics
Aargauer Zeitung (Tageszeitung) politisch Ausrichtung: liberal (2018)
Tagesanzeiger: links-liberal
NZZ: liberal

https://www.eurotopics.net/de/149424/sc ... echtsruck#

~
Von José Ortega y Gasset, von dem wohl viel bekannt bzw. zitiert worden ist, fand ich folgendes
Zitat:

Der Spezialist ist nicht gebildet; denn er kümmert sich um nichts, was nicht in sein Fach schlägt. Aber er ist auch nicht ungebildet; denn er ist ein Mann der Wissenschaft und weiß in seinem Weltausschnitt glänzend Bescheid. Wir werden ihn einen gelehrten Ignoranten nennen müssen, und das ist eine überaus ernste Angelegenheit; denn es besagt, daß er sich in allen Fragen, von denen er nichts versteht, mit der ganzen Anmaßung eines Mannes aufführen wird, der in seinem Spezialgebiet eine Autorität ist.


Btw. Der "Spezialist" war zur Zeiten von José Ortega y Gasset wohl ein Mann :nod:
I could write several novels about what I do not know.

Goofy
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Grasdaggl
Das will sagen, der Spezialist tut auch bei anderen Dingen so, als hätte er richtig viel Ahnung?
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

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Granadaseggl
So sah es José Ortega y Gasset (wohl etwas überspitzt):

Der Spezialist ist in seinem winzigen Weltwinkel vortrefflich zu Hause; aber er hat keine Ahnung von dem Rest.


Ein Spezialist kann / könnte auch gleichzeitig ein Wissenschaftler sein, und dann (?) siehts womöglich so
aus:

Der Mann der Wissenschaft muß ständig bemüht sein, an seinen eigenen Wahrheiten zu zweifeln.


OT

Nochn Zitat von Ortega y Gasset :shock: :

Man kann nicht behaupten, das englische Volk sei sehr intelligent. Nicht, daß es ihm überhaupt an Intelligenz mangelt, nein, aber es besitzt sie auch nicht im Übermaß. Es besitzt davon gerade so viel, wie zum Leben notwendig ist.
I could write several novels about what I do not know.

de mappes
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Spamferkel
Tifferette hat geschrieben:Sind wir jetzt eigentlich für die Pleitegriechen oder Erdogans Möchtegernschurkenstaat?


Ganz klar Habers Greecles :prost: :banane: (Sirtaki)

@Tiffi
Rechtlich sind doch die Griechen auch im..."Recht"...oder?
Bezüglich der Gebietsansprüche
Don't criticize what you can't understand

CoachingZone
Halbdaggl
José Ortega y Gasset hat geschrieben:Der Mann der Wissenschaft muß ständig bemüht sein, an seinen eigenen Wahrheiten zu zweifeln.


Empfehle die Lektüre von Ludwik Fleck (1896-1961): "Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache - Einführung in die Lehre von Denkstil und Denkkollektiv".

... ob wir wollen oder nicht, wir können nicht von der Vergangenheit - mit all ihren Irrtümern - loskommen. Sie lebt in übernommenen Begriffen weiter, in Problemfassungen, in schulmäßiger Lehre, im alltäglichen Leben, in der Sprache und in Institutionen. Es gibt keine Generatio spontanea der Begriffe, sie sind, durch ihre Ahnen sozusagen, determiniert.


Ist ein ausgebautes, geschlossenes Meinungssystem, das aus vielen Einzelheiten und Beziehungen besteht, einmal geformt, so beharrt es beständig gegenüber allem Widersprechenden. [...]
1. Ein Widerspruch gegen das System erscheint undenkbar.
2. Was in das System nicht hineinpasst, bleibt ungesehen, oder
3. es wird verschwiegen, auch wenn es bekannt ist, oder
4. es wird mittels großer Kraftanstrengung dem Systeme nicht widersprechend erklärt.


[...] entsteht ein geschichtlicher Zusammenhang der Denkstile. Man findet Entwicklungsgänge der Ideen, die oft von primitiven Präideen kontinuierlich zu neuzeitigen, wissenschaftlichen Auffassungen führen. Da solche Ideenentwicklungsgänge sich miteinander vielfach verknoten und jederzeit in Beziehung zum ganzen Wissensbestande des Denkkollektives stehen, erhält ihr konkreter, jeweiliger Ausdruck das Merkmal der Einmaligkeit eines historischen Ereignisses. [...] Doch war [...] immer nur eine einzige Auflösung eines konkreten Problems stilgemäß.

Solche stilgemäße Auflösung, nur singulär möglich, heißt Wahrheit. Sie ist nicht "relativ" oder gar "subjektiv" im populären Sinne des Wortes. Sie ist immer oder fast immer, innerhalb eines Denkstils, vollständig determiniert. Man kann nie sagen, derselbe Gedanke sei für A wahr und für B falsch. Gehören A und B demselben Denkkollektive an, dann ist der Gedanke für beide entweder wahr oder falsch. Gehören sie aber verschiedenen Denkkollektiven an, so ist es eben nicht derselbe Gedanke, da er für einen von ihnen unklar sein muß oder von ihm anders verstanden wird.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

José Ortega y Gasset hat geschrieben:Der Mann der Wissenschaft muß ständig bemüht sein, an seinen eigenen Wahrheiten zu zweifeln.


Nett. Nicht falsch, aber viel zu sanft: Wissenschaftler müssen sogar zwingend und pausenlos versuchen, ihre eigenen Wahrheiten und die ihrer Kollegen zu widerlegen. So funktioniert die ganze Kiste überhaupt nur.

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Granadaseggl
Nice Weather hat geschrieben:
José Ortega y Gasset hat geschrieben:Der Mann der Wissenschaft muß ständig bemüht sein, an seinen eigenen Wahrheiten zu zweifeln.


Nett. Nicht falsch, aber viel zu sanft: Wissenschaftler müssen sogar zwingend und pausenlos versuchen, ihre eigenen Wahrheiten und die ihrer Kollegen zu widerlegen. So funktioniert die ganze Kiste überhaupt nur.


@Nice Weather, das hörte man ja wiederholt in den letzten Monaten. :nod:

@Couching Zone, danke für die Antwort.
I could write several novels about what I do not know.

Cantona
https://www.tagesspiegel.de/berlin/stei ... 44070.html

Steinmeier dankt Beamten für Einsatz
Diese Polizisten stoppten die Reichstags-Demonstranten
Heute 17:28 Uhr
Georg Ismar Alexander Fröhlich

Der Bundespräsident würdigt die Beamten, die beherzt am Reichstag eingriffen. Sie arbeiten sonst in einem Abschnitt, wo knifflige Einsätze Alltag sind.

Haben sich eigentlich Esken und all jene, die der deutschen Polizei ein strukturelles Problem mit Rassismus und Rechtsextremismus unterstellen, bereits gemeldet?

Wenigstens hat der Steinmeier halbwegs Gespür bewiesen.

Am Geilsten finde ich immer noch diese Allianz zwischen grünen Esoterikern und NPDlern... das passt. :puke: :puke: :puke: :puke: :puke: :puke: :puke:

Auswurf
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Grasdaggl
lass doch einmal die grünen raus - das ist so unglaublich schmalspur, wie Du da abgehst
Wieviel% der grünenmitglieder und grünwähler denkst Du denn,
unterstützen solche demos und die zugrundeliegende haltung ?
das ist doch keine Musik

Frank N Furter
Cantona hat geschrieben:
Am Geilsten finde ich immer noch diese Allianz zwischen grünen Esoterikern und NPDlern... das passt. :puke: :puke: :puke: :puke: :puke: :puke: :puke:


Meinst Du wegen dieser aufgescheuchten Heilpraktiker-Vettel?
Ansonsten nimmt Dein Grünen-Hass hier schon bedenkliche Formen an, mein Guter...



killroy
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Granadaseggl
aber die grundlegende Ablehnung der AfD und die generelle Nichtbereitschaft zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit dieser Partei betrachte ich als falsch

Solange die AFD Menschen mit eindeutig rechtsradikaler, rechtsextremistischer und/oder rassistischer Gesinnung in ihren Reihen duldet (bewußt, da man von diesen am Ende profitiert) und nicht mit umgehender Konsequenz entfernt ist die AFD selbstverständlich grundlegend abzulehnen und es darf keinerlei auch nur näherungsweise inhaltliche Auseinandsersetzung mit ihr geben.

Menschen mit derartigen Weltbildern sprechen anderen Menschen das Lebensrecht in unserem Land ab, teilweise sogar darüber hinaus. Wer derartige Positionen duldet steht außerhalb einer demokratischen Gemeinschaft.

Ohne Ausnahme.
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

Goofy
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Grasdaggl
Die AfD sollte jedenfalls möglichst bald in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Weil es dort Rassisten gibt.

Weil es Leute gibt, die mit diesen Rassisten zusammenarbeiten.

Weil dort im Programm ganz viel Mist steht (der Klimawandel ist jetzt nicht so dramatisch, gell).

Weil es schwieriger ist, eine Regierungskoalition zu finden, wenn mehr Parteien Sitze haben (sehen wir ja, am Ende wirds eine Koalition aus 3 Parteien, oder eine GroKo - weil es zu sonst nichts reicht).
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

Nilkheimer
Halbdaggl
Goofy, raunst Du rum? Bist Du auch ein Grünenhasser? Sind die Grünen die, die Du nie wählen würdest?

Warum sprichst Du es dann nicht aus? Warum gehst Du nicht in die Debatte mit Deinen Gründen (wenn Du, wovon ich gerade bei Dir ausgehe, welche hast)? Oder habe ich Dch völlig falsch verstanden?
Aber das macht doch nichts.

Goofy
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Grasdaggl
@Nilkheimer,

beziehst du dich auf diesen Beitrag von mir?

Goofy hat geschrieben:
Cantona hat geschrieben:Mit dem Zusatz, dass auch gesaetigte und orientierungslose Teile der Gesellschaft empfänglich für Populismus und neue Heilslehren sind: ansonsten wäere eine Grüne Partei mit >20% nicht denkbar ( :mrgreen: :bounce: ).


Wir könnten mal drüber diskutieren, warum so viele Leute, egal welche Partei sie wählen, die Grünen nicht leiden können und sie als unwählbar und völlig daneben bezeichnen.

Ich wähle ganz viele Parteien nicht (fast alle sogar) und bezeichne keine (von den relevanten) davon als unwählbar. Bis auf eine eben ...

Oder bilde ich mir das ein und hat mit meinem Umfeld zu tun?


Ich dachte, ist klar, was ich nicht wähle. Aber ich habe es hier drei Beiträge drüber trotzdem klargestellt und begründet.

Ist dann alles geklärt?
Falls nicht, nächste Frage bitte. ;)


Nilkheimer hat geschrieben:Gründen (wenn Du, wovon ich gerade bei Dir ausgehe, welche hast)?


:oops: :oops: :oops:
Ich nehms mal als Lob auf.
Hab nicht gedacht, dass mich hier jemand so ... (hab kein passendes Wort im Wortschatz) ... na so wahrnimmt halt. :oops:
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor


Goofy
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Grasdaggl
Vor allem vor dem Hintergrund, dass ich im Fahrradthread kürzlich Worte benutzt habe, deren Verwendung allein für manche Leute schon ausreicht, um Rassismus zu unterstellen.
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor


Cantona
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... -1.5017344

Aktuelle Nachrichten in der Süddeutschen Zeitung

HomeWirtschaftAutomobilindustrieContinental:
Tausende Stellen sind in Gefahr
1. September 2020, 16:44 Uhr
Autozulieferer: Bei Conti sind Tausende Stellen in Gefahr

Detailansicht öffnen

Conti-Werk Korbach in Hessen: Der Zulieferer baut Reifen, ABS-Sensoren, Fahrassistenzsysteme - aber es werden immer weniger Autos verkauft.

 (Foto: Hans Blossey/Imago)

Der Autozulieferer kämpft mit den Folgen der Seuche und dem Technologiewandel - und verschärft den Sparkurs enorm. Die Branche steckt in der schärfsten Krise seit 70 Jahren, klagt der Continental-Chef

Herrlich, diese Entschleunigung, einfach toll.

Da lacht das grüne Herz.


George Best
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Lombaseggl
Aus den Artikeln geht nicht wirklich hervor, warum die Grünen ein Problem mit angeblichen Impfgegnern innerhalb der Partei haben sollen. Die Genannten sind allesamt unbedeutende Kommunalpolitiker, deren Einfluss auf die Politik bei den Grünen maximal minimal ist. Einer der Genannten bestreitet Impfgegner zu sein.

Wer gegen eine Impfpflicht ist, ist übrigens nicht gleich ein Impfgegner. Es gibt gute Argumente gegen eine Impfpflicht, die ja im SpOn-Artikel genannt werden.

Den Grünen zu unterstellen, gegen die Impfpflicht zu sein, weil sie viele und/oder gar einflussreiche Impfgegner in ihren Reihen hätte, ist jedenfalls sehr weit hergeholt. Absurd.

Auswurf
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Grasdaggl
cantona
wem möchtest Du eigentlich was eintrichtern
- Uns, oder Dir selbst..
Bleibst standhaft auf teufel komm raus?
Allerdings wirst Du dann eben überwiegend als verbohrter, sich verrennender hetzer wahrgenommen.
Aber ja, es ist Dein leben, bei dem Du Dir im wege stehst.
Da kammer leider nicht helfen

hast Du angst vor'm grünen Mann ?

Ich denke, es ist durchaus möglich, dass die politischen idole Deines lebens,
heute weitaus offener wären für die aufgabenstellungen von heute, als es Deine statische Denke es sich vozustellen vermag.
Verharren = rückschritt
das ist doch keine Musik

Cantona
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 7817a2f837

Die Lage am MorgenWie grün sind die Corona-Demos?

Von Philipp Wittrock, Leiter des SPIEGEL-Hauptstadtbüros

Liebe Leserin, lieber Leser, guten Morgen,

heute beschäftigen wir uns mit der Frage, ob auf den Demonstrationen gegen die Corona-Politik auch Anhänger der Grünen mitmarschieren, wir blicken voraus auf die Klausurtagungen der Bundestagsfraktionen und zurück auf Donald Trumps Besuch in Kenosha.

cron