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darkred
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Halbdaggl
vivafernanda hat geschrieben:Die Dämmerung senkt sich energisch, deshalb trau ich mich auf Rudis obiges Bild folgendes Buch zu empfehlen: Der Schneesturm von Vladimir Sorokin. Die Pferde, die darin vorkommen, sind auch nicht größer.


Danke. Der Klappentext macht Appetit drauf.
Ist das sprachlich genüsslich zu lesen oder wird's gar zeitweise sperrig?

Zwischenzeitlich etwas Rilke.

Der Abend kommt von weit gegangen
durch den verschneiten, leisen Tann.
Dann presst er seine Winterwangen
An alle Fenster lauschend an.
Und stille wird ein jedes Haus:
die Alten in den Sesseln sinnen,
die Mütter sind wie Königinnen,
die Kinder wollen nicht beginnen
mit ihrem Spiel. Die Mägde spinnen
nicht mehr. Der Abend horcht nach innen,
und innen horchen sie hinaus.


Tamasi
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Allmachtsbachel
Auswurf hat geschrieben:
wie geht gewinnen?

frisch fromm fröhlich frei und beton

Streiche das erste r und du hast den Bremern die Siegformel verraten. Toll. :roll:

Das Haipferd verstört mich übrigens.

vivafernanda
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Granadaseggl
darkred hat geschrieben:
vivafernanda hat geschrieben:Die Dämmerung senkt sich energisch, deshalb trau ich mich auf Rudis obiges Bild folgendes Buch zu empfehlen: Der Schneesturm von Vladimir Sorokin. Die Pferde, die darin vorkommen, sind auch nicht größer.


Danke. Der Klappentext macht Appetit drauf.
Ist das sprachlich genüsslich zu lesen oder wird's gar zeitweise sperrig?

Zwischenzeitlich etwas Rilke.

Der Abend kommt von weit gegangen
durch den verschneiten, leisen Tann.
Dann presst er seine Winterwangen
An alle Fenster lauschend an.
Und stille wird ein jedes Haus:
die Alten in den Sesseln sinnen,
die Mütter sind wie Königinnen,
die Kinder wollen nicht beginnen
mit ihrem Spiel. Die Mägde spinnen
nicht mehr. Der Abend horcht nach innen,
und innen horchen sie hinaus.


@darki: das ist nicht Rilkes Bestes.
Das Buch ist super, es wird nicht sperrig, sondern schräg und immer schräger. Sehr toll, wenn mans mag. Ich mags :nod:
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.




Auswurf
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Grasdaggl
kk 22 konnte rilke nicht aussprechen,
seitdem trägt er den künstlernamen

hab ich ja erzählt, dass mir rilke mal begegnet ist in ner alltagssituation - fand den echt ganz nett
Aber ich find ja immer alle nett, bis auf die wixxer
das ist doch keine Musik








Bundes-Jogi
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Grasdaggl
Rilke:
Herbsttag

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.



Rainer Maria Rilke, 21.9.1902, Paris
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).


Bundes-Jogi
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Grasdaggl
Es gibt wunderschöne Grundsätze, an denen die Welt hängt wie an Nägeln, die der liebe Gott selbst in die Wand geschlagen hat!
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).