Manolo hat geschrieben:darkred:
5mio für özil war damals schon sehr viel geld, auch wenn es im nachhinein sicher sehr gut angelegtes geld war. für marica - für mich keineswegs einf ertiger spieler - war man dann bereit ins risiko zu gehen. dummerweise hat es nur nicht funktioniert. daher zählst du beide als fehlentscheidungen auf. hätten beide imo aber auch richtige entscheidungen sein können. und tomasson hätte auch unser raul werden können. ich weiß, dass das viele hätte sind, aber liege ich damit so falsch? ich finde jedenfalls die restrampe transfers von bobic waren da weit schlimmer. da hätte man imo wirklich mehr auf (relative) klasse statt masse setzen sollen.
manolo
Gut, für Marica als vermeintliches Toptalent hat man sich weit aus dem Fenster gelehnt. Kann man mal machen, wenn man von der Perspektive des Spielers überzeugt ist. Aber wenn man bei all den "Königstransfers" der letzten Jahre einfach mal die investierte Kohle dem sportlichen Wert gegenüberstellt, dann komm' ich irgendwie nicht in die Stimmung, mir dass Ganze mit Konjunktiven schönzureden.
Ein gutes Beispiel ist da die Pogrebnyak Verpflichtung. Der war doch letztlich nix weiter als der Notnagel auf den letzten Drücker, weil man bei anderen Spielern kein Glück hatte, kein Interesse auslöste, nicht so viel bezahlen wollte wie ausgerufen. Das ist doch im Grunde das Dilemma. Man hatte keinen nachhaltigen Plan, wohin es mit dem VfB grundsätzlich sportlich gehen sollte.
Um lachhafte Großmachtphantasien mit Bayern auf Augenhöhe war man nicht verlegen, aber eine langfristige sportliche Strategie verfolgte niemand ernsthaft. Bei der einst erworbenen Vorreiterrolle in Sachen Jugendarbeit ließ man es bewenden und blieb stehen. Zudem wurde das immer stärker aufkommende Thema "Scouting" von unserem beratungsresistenten Halbgott in grau Hundt ins Lächerliche gezogen. Wow. Ein toller Hecht, unser Altherren-Wirtschaftskapitän. Keinen Schimmer von der Materie, aber solange es sich nicht durhc den Abakus schieben lässt ist es halt "nex fir ooos".
Der BVB hat es dann, aus der Not heraus geboren, vorgemacht wie man als Verein an einer Strippe zieht und auch gegen Widerstände etwas Planvolles aufbaut. Bei uns hat man aus einer finanziell ähnlich kargen Zeit (vor und mit Magath) leider wenig bis nix gelernt.
Nämlich das, dass wir immer dann am besten waren, wenn wir uns unsere Stars selbst aufgebaut haben. Dieses Konzept hätte man auch nach 2007 ernsthaft weiterverfolgen können, wenn nicht gar müssen. Aber was hat man getan? Die eigenen Spieler gehalten, was auch okay war, aber ansonsten zwanghaft nach Leuten von internationalem Format gesucht. Und wenn man im Verein nur sehr überschaubare Kompetenz hat dies einschätzen zu können (Heldt ... und dann?), dann muss man sich doch als Vereinslenker entsinnen, welcher Weg einen überhaupt erst zur Meisterschaft und in die CL geführt hat! Aber das wurde großkotzert übergangen, man war wieder jemand, man sonnte sich im Lichte des Erfolgs ... aber die Analyse wieso das s kam blieb aus.
Heute sind wir in der Jugendarbeit eingeholt, wenn nicht überholt, worden, besitzen kaum Strahlkraft, krebsen in einer Hochpreisphase mit paar Kröten auf dem Transfermarkt rum und haben zudem einen weiteres "Managerle" zu verdauen, der den Kader sukzessive aufgeblasen aber unterm Strich kein Stück besser gemacht hat. Es ist schon traurig, wie dieser Verein, mit diesen Möglichkeiten und diesen Fans, nach und nach runter dilettiert wurde.