von daher
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 476579384f
Gut zehn Monate ist es her, dass die Coronavirus-Erkrankung von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Pandemie erklärt wurde. Einhergehend mit der zunehmenden Verbreitung des Virus haben viele Länder ihre Grenzen geschlossen – die Heimreise wurde für viele Reisende zur Herausforderung. Nach ihrer beispiellosen Rückholaktion hat die Bundesregierung bisher erst gut ein Viertel der veranschlagten Kostenbeteiligung von den Flugpassagieren kassiert.
Einige wollen gegen die Zahlungsbescheide sogar vor Gericht ziehen. Nach einer Antwort des Auswärtigen Amts auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Roman Müller-Böhm, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, gibt es inzwischen 60 Klagen.
Bis zum 16. Dezember zahlten die zurückgeholten Touristen oder Geschäftsreisenden den Angaben des Ministeriums zufolge 10,6 Millionen Euro in die Staatskasse ein. Das entspricht 11 Prozent der im Juni berechneten Gesamtkosten der Aktion von 93,8 Millionen Euro. Das Auswärtige Amt ging damals aber davon aus, dass sich die aus aller Welt zurückgeholten Reisenden insgesamt zu knapp 40 Prozent beteiligen.
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Die veranschlagten Ticketpreise lagen etwa im Bereich günstiger Economy-Tickets für die jeweiligen Regionen. Für Flüge von den Kanarischen Inseln und Nordafrika mussten 200 Euro gezahlt werden, für das südliche Afrika und die Karibik wurden 500 Euro fällig, Rückkehrer aus Südamerika und Asien mussten 600 Euro zahlen, und wer aus Neuseeland und Australien zurückgeholt wurde, erhielt eine Rechnung über 1000 Euro.
Eine Kostenbeteiligung der Passagiere ist im Konsulargesetz festgeschrieben. Außer ihnen beteiligt sich auch die EU mit Zuschüssen an den Flugkosten. Die deutschen Steuerzahler sollten nach den ursprünglichen Berechnungen des Auswärtigen Amts unter dem Strich noch mit 23 Millionen Euro oder 24 Prozent an der Aktion beteiligt sein.
Tja, so ist das eben heutzutage .... Solidarität für einen selbst wird immer gerne genommen.



(bitte nicht verklagen)
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