Auswurf hat geschrieben:furter
das war Deine these
Die Taktik der Politik, wonach sich die Jungen für die Alten einschränken sollten, ging schlicht und ergreifend nicht auf. Die Lockdowns haben das Altensterben nicht verhindert.
die begründest Du durch nichts.
Wenn ich einen Artikel verlinke, in dem ausgeführt wird, dass aktuell 2/3 der Corona-Toten exklusiv aus Altenheimen stammen, ist das für Dich keine Begründung?
Auswurf hat geschrieben:Du schlägst andere lösungen vor, und hättest das viel besser gemacht,
aber meine frage (welche Du aufwarfst)
"ob denn der lockdown keine menschenleben gerettet hat"
beantwortest Du wortreich nicht.
Der Lockdown hat auf vermutlich unfassbar ineffiziente Art schon ein paar Menschenleben gerettet. Ich kann ja keine These aus einem Alternativuniversum beweisen.
Der Punkt ist doch aber der - ich dachte, dass sei vollkommen klar - dass man wesentlich
mehr alte Menschen in Alten- und Pflegeheimen gerettet hätte, wenn man sie
ganz gezielt geschützt hätte. Der Lockdown war ja nur indirekt und ungezielt als Schutzmaßnahme erhofft. Nun, wissen wir sicher, dass dieser Ansatz gescheitert ist (übrigens ebenso wie in Schweden, Niederlanden und anderen Ländern. Das ist also auch kein Vorwurf speziell an unsere Regierung).
Auswurf hat geschrieben:Es ging von anfang an darum zeit zu gewinnen, bis ein impfstoff zur verfügung steht.
Dies wurde versucht und meiner meinung nach mit dem erfolg,
dass viele heute noch leben und geimpft werden können,
die drauf gegangen wären, hätte es keinen lockdown gegeben
Insbesondere diese Argumentation verstehe ich nicht.
95% der Corona-Toten waren über 60 Jahre alt.
85% über 70 Jahre alt.
63% über 80 Jahre alt
https://de.statista.com/statistik/daten ... eschlecht/Leider (besser: ärgerlicher Weise!) haben wir keine Zahlen darüber, wie viele Menschen über die ganze Corona-Pandemie hinweg in Alten- und Pflegheimen gestorben sind. Aber man darf entlang der demografischen Daten (s.o.) und einiger Berichte aus Bundesländern vermuten, dass es sehr viele waren.
Jetzt nehmen wir mal konservativ an, es wären "nur" 20% (statt 2/3) aller Toten gewesen, dann reden wir bei uns im Moment von 20% von 32.111 = 6.422 Menschen. Ne ganze Menge, finde ich. Die hat der Lockdown ja jetzt vollkommen unzweifelhaft nicht geschützt, oder? Mit entsprechenden Maßnahmen, hätte man sie schützen können. Darum geht es doch? Und nicht etwa darum jetzt bei schwierigster Quantenphysik zu kalkulieren, wie viele alte Menschen auch alleine durch die Lockdown-Maßnahmen in einem Paralleluniversum nicht gestorben wären?
Auswurf hat geschrieben:übrigends sind nicht alle verstorbenen bewohner von pflegeheimen.
Oder hättest Du gerne die zu hause lebenden gleich mitkaserniert?
Nein, natürlich nicht!
Hier mal ein paar Infos aus 2017, zur Anzahl derer die in Pflegeheimen gepflegt werden:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitge ... ltenpflegeWir reden hier also über ungefähr 800.000 Menschen in Pflegeheimen und 3,4 Millionen Pflegebedürftigen die zu Hause von der Familie oder ambulanten Diensten gepflegt werden.
Für diese Menschen hätte man natürlich auch deutlich mehr machen können. Alles auf freiwilliger Basis, als staatliche Angebote. Kurierdienste. Sichere Transportdienste. Bereitstellung von Masken. Priviligierte Einkaufszeiten in Läden, wie in Tübingen, Tesmöglichkeiten für Angehörige und Pfleger usw.
Ich hätte gar niemanden kaserniert, dass sollte ich vielleicht nochmal ganz deutlich sagen. Vom Kasernieren halte ich gar nix! Ich schrieb ja oben schon, dass ich viel eher für die vereinsamten Altenheimbewohner unbedingt Kontaktmöglichkeiten geschaffen hätte. So gesehen, wurden diese Menschen ja jetzt eher kaserniert, oder sie setzten sich eben fataler Weise dem Kontaktrisiko mit ihren Verwandten aus. Ne andere Option stellte ihnen unser Staat ja nicht zur Verfügung fataler Weise.