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killroy
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Granadaseggl
glaubst Du ernsthaft, der lässt den text gegenchecken?

glaubst du ernsthaft, dass hitz so einen brief raushaut ohne das seine mitstreiter informiert sind, was da drin steht? bzw. noch viel direkter involviert sind?
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten



killroy
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Granadaseggl
publicenemy hat geschrieben:
killroy hat geschrieben:
glaubst Du ernsthaft, der lässt den text gegenchecken?

glaubst du ernsthaft, dass hitz so einen brief raushaut ohne das seine mitstreiter informiert sind, was da drin steht? bzw. noch viel direkter involviert sind?


das/dass

unwichtig
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

darkred
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Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:
killroy hat geschrieben:
4. Statt jetzt einfach den Datenschutzbeauftragten die ganze Sache ersiös ermitteln zu lassen und dann dessen Urteil zu akzeptieren, beauftragt man für bisher 400.000 € den nächsten Mumpitz. Was gibts denn hier für 400.000 € zu klären, was nicht auch der Datenschutzbeauftragte seriös und transparent und vor allem hochoffiziell geklärt kriegen würde?

na da gibt es z.B. herauszufinden, wer da mit wem im hintergrund darüber gesprochen, verhandelt und den daumen für diese aktion gehoben hat. freilich alles immer schön inoffiziell.
und ja, bitte, das sollen sie bis ins kleinste detail aufdecken. das darf auch geld kosten. wenn hitz sich teil einer kampagne macht, die diese hintergründe nicht in der öffentlichkeit sehen will dann bekommt eben auch sein bis dato positives auftreten massive risse ... das passt eben nicht zusammen, einersseits so ein netter compliance-mensch zu sein und andererseits mauscheleien zu decken


Nee, sehe ich nicht so, ehrlich. Hitz hat diese enorm peinliche Angelegenheit ja nicht angerührt. Das waren damals noch die e.V.-Trottel (sorry, das ist noch das Netteste, was mir zu so viel Dummheit einfällt). Der "Datenschutzskandal" hat wenig Substanz und ist für jemanden wie Hitzlsperger einfach nur eine Altlast, die es schnell und effizient zu klären gilt. Also nicht mauscheln, aber auch keine 2000 Jahre alte Mitglieder-Transparenz-Religion damit begründen wollen. Die Datenweitergabe war falsch. Dafür gibts ne Strafe. Die Strafe akzeptiert man. Brief an die Mitglieder zur Entschuldigung. Fertig ist die Laube.

Was jetzt eigentlich rauskommt, ist doch ein Zeugnis dessen, wie unwahrscheinlich schlecht der VfB in der Vergangenheit bis hinein in die unteren Verwaltungsebenen aufgestellt war.


Na ja.
Ich denke schon, dass die Herren im AR durch eine Offenlegung der Vorgänge rund um den Datenschutzskandal einiges zu verlieren haben. Vor allem die Vertreter der Geldgeber. Und allen voran Porth.
Für mich der einzig erklärbare Grund, wieso Hitz so ein Fass aufmacht und von einer existentiellen Bedrohung spricht. Wenn bspw. der Daimler hinter vorgehaltener Hand mit Liebesentzug droht, dann wirds hektisch in der Mercedesstrasse.


Frank N Furter
dgu hat geschrieben:"Hitzl ist imo einer der clevereren Zeitgenossen, ich stelle mir weiter die Frage warum er diesen Brief mit diesem Inhalt geschrieben hat."

Das ist auch genau mein Punkt! Auch 2 Tage nach der Veröffentlichung dieses Brandbriefs sind mir Hintergründe und Motivation absolut unklar. Nach wie vor finde ich das Vorgehen in Form und Inhalt absolut inakzeptabel und ich sehe nicht, wie Hitz selbst aus der Geschichte einigermaßen unbeschädigt rauskommen will. Mir fehlt aber auch die Fantasie, was da noch an Fakten nachkommen könnte.


Der Brief ist tatsächlich in der Form schwer verdaulich für jeden VfB-Fan. Aber so ganz und gar unverständlich ist er auch nicht, denke ich.

Hitzlsperger hat sich ganz offensichtlich mit mehreren anderen Personen aus AG und auch e.V. zusammengetan. Gemeinsam war wohl allen klar, dass bei einer Präsidentenwahl, wo das Herz der Mitglieder entscheiden wird, überhaupt nur Hitzlsperger gegen Vogt eine Chance hätte. Und das aber auch nur dann, wenn man die Vorwürfe die man Vogt macht, deutlichh ausspricht. Ein "diplomatischerer" Brief, mit vielen Andeutungen und implizierten Unterstellungen, hätte doch bei den Mitgliedern sicherlich auch nicht für mehr Vetrauen gesorgt. Der überregionale, mediale Eklat wäre abgemildert, aber in der Sache selbst kaum etwas gewonnen.

Man kann ja durchaus 3 Eskalationsstufen erkennen:
1. Es wurde versucht mit Vogt intern zu reden, dass er sich bitte nicht in AG-Sachen einmischt, die ganz zentral dafür sind, wie es mit dem VfB weitergeht (Personalie Matarazzo und Mislintat). Offensichtlich kam das bei Vogt nicht an.
2. Dann hat man eine Medienkampagne gegen Vogt lanciert und gleichzeitig Hitz ins Rennen um die Präsidentschaft an den Start gebracht. Hitz hat Vogt darüber persönlich informiert. Aber auch dieses Alarmsignal kam offensichtlich nicht beim Präsidenten an, stattdessen sticht das jemand durch an die Presse.
3. Jetzt musste Hitz Farbe bekennen und seine Gründe zumindest so weit offenlegen, dass aus seiner Sicht ganz klar geschildert ist, dass es mit Vogt nicht mehr geht. So ein Bekenntnis kann dann kaum diplomatisch freundlich ausfallen.

Im Prinzip finde ich das ja alles gar nicht tragisch. Der VfB leidet nicht unter dieser Kampfkandidatur. Schon nächste Woche berichtet bundesweit kein Schwein mehr über die Sache. Und dann treffen eben die Mitglieder am 18.03. wirklich eine nicht ganz unwesentliche Richtungsentscheidung darüber, wie es mit dem VfB weitergeht. Allerdings hat die Sache dann leider doch noch einen Haken, auf den auch vorhin SC hinwies:

Gewinnt Vogt, wäre der VfB wirklich in einer schlimmen inneren Verfassung. Gewinnt Hitz, kann der e.V. nicht mehr die Kontrolle über seine 90% Beteiligung an der AG ausüben. Das wäre eine vollkommen groteske Situation.

Als VfB-Fan kann man jetzt eigentlich nur hoffen, dass sich die Herren zusammen nochmal in ein Hinterzimmer begeben und Vogt und Hitz freiwillig zurückziehen und damit den Weg für einen Kandidaten freimachen, der den Posten des Aufsichtratsvorsitzenden der AG auf eine Weise ausüben kann, ohne sich in das Kerngeschäft der AG einzumischen.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass kaum noch eine andere Variante wahrscheinlich ist als die, das Hitzlsperger für die nächste Wahlperiode VfB-Präsident wird. Das ist zwar nicht der Hit, aber vielleicht kann er dann wirklich mal den e.V.-Saftladen komplett aufräumen. Danach gibt er sein Präsidialamt wieder ab und der VfB hat diese kleine "Verfassungskrise" endgültig überstanden.

Iron
Grasdaggl
Vogt mit Hitz funktioniert nicht. Da ist doch völlig egal welche Argumente Vogt hat. Badstuber hat auch nicht mehr funktioniert und den hat man knallhart entsorgt.

Man wollte hier eine Leistungskultur und keine Bremser. Wer bremst, den Ablauf stört der wird eben gnadenlos ausortiert. Wenn Hitz meint, Vogt wird beim VfB nichtmal mehr Greenkeeper ...

RedBlues
Halbdaggl
darkred hat geschrieben:
Frank N Furter hat geschrieben:
killroy hat geschrieben:na da gibt es z.B. herauszufinden, wer da mit wem im hintergrund darüber gesprochen, verhandelt und den daumen für diese aktion gehoben hat. freilich alles immer schön inoffiziell.
und ja, bitte, das sollen sie bis ins kleinste detail aufdecken. das darf auch geld kosten. wenn hitz sich teil einer kampagne macht, die diese hintergründe nicht in der öffentlichkeit sehen will dann bekommt eben auch sein bis dato positives auftreten massive risse ... das passt eben nicht zusammen, einersseits so ein netter compliance-mensch zu sein und andererseits mauscheleien zu decken


Nee, sehe ich nicht so, ehrlich. Hitz hat diese enorm peinliche Angelegenheit ja nicht angerührt. Das waren damals noch die e.V.-Trottel (sorry, das ist noch das Netteste, was mir zu so viel Dummheit einfällt). Der "Datenschutzskandal" hat wenig Substanz und ist für jemanden wie Hitzlsperger einfach nur eine Altlast, die es schnell und effizient zu klären gilt. Also nicht mauscheln, aber auch keine 2000 Jahre alte Mitglieder-Transparenz-Religion damit begründen wollen. Die Datenweitergabe war falsch. Dafür gibts ne Strafe. Die Strafe akzeptiert man. Brief an die Mitglieder zur Entschuldigung. Fertig ist die Laube.

Was jetzt eigentlich rauskommt, ist doch ein Zeugnis dessen, wie unwahrscheinlich schlecht der VfB in der Vergangenheit bis hinein in die unteren Verwaltungsebenen aufgestellt war.


Na ja.
Ich denke schon, dass die Herren im AR durch eine Offenlegung der Vorgänge rund um den Datenschutzskandal einiges zu verlieren haben. Vor allem die Vertreter der Geldgeber. Und allen voran Porth.
Für mich der einzig erklärbare Grund, wieso Hitz so ein Fass aufmacht und von einer existentiellen Bedrohung spricht. Wenn bspw. der Daimler hinter vorgehaltener Hand mit Liebesentzug droht, dann wirds hektisch in der Mercedesstrasse.


Ich sag mal so, hab das schon mal geschrieben, ...

Wenn der Personalvorstand eines deutschen DAX Konzerns wegen Corporate Governance Fragwürdigkeiten während der Wahrnehmung seiner Aufgabe als Vertreter der Daimler AG beim VfB in die Bredouille kommt, dann ist der eigentlich auch beim DAX Konzern vor dem aus.

Hessoschwabe
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Lombaseggl
killroy hat geschrieben:
Du solltest aber auch sehen, dass Hitzlsperger wirklich der falsche Ansprechpartner Deiner Kritik ist. Er muss den ganzen Scheiss ja jetzt nur mit ausbaden.

er hat aber diesen gnadenlosen brief unterschrieben
er stellt sich "brutal" hinter schraft, dessen rolle in der angelegenheit ungeklärt ist

Was will er denn da für den VfB erreichen? Dass sich ein Aufklärungsverfahren ewig hinzieht und den VfB immer wieder in negative Schlagzeilen bringt?

nun, vielleich will er einfach ein paar personen, die diesen verein schon lange auf nicht gerade positive art und weise prägen und die den ganzen dreck der letzten 10 jahre aktiv mitgetragen haben, loswerden. ob das sinnvoll ist, keine ahnung. ob ich das nachvollziehen kann, absolut. eigentlich dürfte überhaupt niemand mehr aus dieser bleiernen zeit noch irgend etwas in diesem verein und auch nicht in der AG zu melden haben.

Genau so.

1. Der Hitz Brief ist in jeder Hinsicht ein absolutes no go.

Warum schreibt er ihn dann? Weil Vogt die Aufklärung der Datenaffäre gnadenlos durchzieht und damit einige der langjährigen Totengräber massiv angreift. Auf diese Totengräber ist Hitz aber angewiesen; die haben ihn zum Vorstandsvorsitzenden gemacht und die können ihn auch wieder abberufen. Genau so dilettantisch wie sie mit den Daten umgegangen sind, glauben Sie jetzt, mit dem Kandidaten-Winkelzug und einem Brief, Vogt demontieren zu können.

Leider wird, bei den Kreisen, die der Brief jetzt schon gezogen hat, Hitz nicht mehr zu halten sein. Die grauen Eminenzen werden ihn fallen lassen, wie eine heiße Kartoffel.

2. Dass Vogt isoliert ist, kann nicht wirklich verwundern. Sowohl im Vorstand und Aufsichtsrat der AG, als auch im Vereinsbeirat sitzen doch mehrheitlich die alten Seilschaften.

Ich hoffe wirklich, dass dieser Putschversuch eine derartige Sprengkraft entwickelt, das es die ganze alte Bande wegfegt. Tatsächlich eine Katastrophe für den Verein, aber lieber zum gefühlt 17. mal neu anfangen, als mit diesen maroden Charakteren weiter zu machen. Und zu Hitzlsperger kann ich nur sagen, Goethe hatte seinerzeit schon die Problematik rund um einen Seelenverkauf schön beschrieben.
Zuletzt geändert von Hessoschwabe am 1. Januar 2021 23:53, insgesamt 1-mal geändert.

Frank N Furter
darkred hat geschrieben:
Na ja.
Ich denke schon, dass die Herren im AR durch eine Offenlegung der Vorgänge rund um den Datenschutzskandal einiges zu verlieren haben. Vor allem die Vertreter der Geldgeber. Und allen voran Porth.
Für mich der einzig erklärbare Grund, wieso Hitz so ein Fass aufmacht und von einer existentiellen Bedrohung spricht. Wenn bspw. der Daimler hinter vorgehaltener Hand mit Liebesentzug droht, dann wirds hektisch in der Mercedesstrasse.


Wenn die Herrschaften, die das damals verbockt haben - also die 700.000 Euro für die Guerilla-Kampagne an Externe, samt Datenschutzproblematik - noch in Amt und Unwürden sind, jetzt einfach die Klappe halten, ist die Gefahr, dass da noch was herauskommt, was existentiell bedrohlich werden könnte, recht gering. Wäre es anders, hätte Vogt das bereits als Beweise in der Hand und würde damit triumphal herrumwedeln.

....erinnert mich ein bisschen daran, wie unglaublich lässig Mayer-Vorfelder damals reagierte, als herauskam, dass er sich einen Schrank für 70.000 DM ins Büro gestellt hat. :lol:
Zuletzt geändert von Frank N Furter am 1. Januar 2021 23:45, insgesamt 1-mal geändert.



flux
Aus dem verlinkten Tagesspiegel-Artikel:
In dem Streit geht es um einen ungeheuerlichen Datenskandal. Informationen von 35.000 VfB-Mitgliedern sollen im Frühjahr 2016 an eine Agentur weitergeleitet worden sein, mit dem Ziel, die Ausgliederung der Profisparte vom Verein voranzutreiben. 2017 stimmten dann auch fast 85 Prozent der Mitglieder dafür.

Das ist so mau. Wie in aller Welt führt die (möglicherweise illegale) Weiterleitung von Mitgliederdaten zu 85% Zustimmung zur Ausgliederung?

dgu
Muggaseggele
FrankNFurter:

Bist du dir sicher, das der e.V. der größere Saftladen ist?
Nachdenklich macht mich eben auch, dass Hitz dann wirklich alle Fäden in der Hand hat. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es nicht gereicht hätte die Mitglieder über die Schwierigkeiten zu informieren, ohne Hitz in Stellung zu bringen.

Iron
Grasdaggl
dgu hat geschrieben:Nachdenklich macht mich eben auch, dass Hitz dann wirklich alle Fäden in der Hand hat.


Diese Ängste kann ich nicht nachvollziehen. Es geht doch nur um den sportlichen Erfolg. Hitz könnte sich nicht halten, wenn er mit seinem Team an Liga 3 anklopfen würde.

dgu hat geschrieben:Ich bin mir auch nicht sicher, ob es nicht gereicht hätte die Mitglieder über die Schwierigkeiten zu informieren, ohne Hitz in Stellung zu bringen.

Offensichtlich nicht ... Zeh kam nicht so gut an und Vogt hat via Medien ebenfalls den Druck erhöht.

Egal wie es endet, Vogt hat einen Hauptanteil an dieser Schlammschlacht und ist damit unzumutbar geworden. Es geht am Ende um den VfB um einen erfolgreichen VfB und nicht wieder um Streitereien die eher den sportlichen Erfolg und das aktuelle Ansehen des VfBs gefährden.

RedBlues
Halbdaggl
Ich hab noch etwas nachgedacht

Porth und Jenner sind beide in Konzernen in sehr hohe Positionen gekommen, da wird man nicht hingespühlt weil man gerade da war. In diesen Konzernen ist das Thema Corporate Governance schon lange etabliert, wenn so was an denen vorbeikommt, dann wissen die was die Stunde geschlagen hat.

Will sagen, ich halte es für unwahrscheinlich, dass es Dokumente gibt die Belegen, dass die davon gewusst haben, dass Kundendaten weitergegeben wurden.

Dazu, der gibt solche Daten weiter? Presse und oder Marketingabteilung würde ich mal behaupten.

Der Aufsichtsrat segnet da am ehesten noch die Gelder für die Marketing Aktion ab, aber mehr ins Detail gehen die da doch nicht.

Will sagen, ich glaube nicht, dass bei der Aufklärung der Aufsichtsrat in die Bredouille kommt.

flux
Frank N Furter hat geschrieben:Als VfB-Fan kann man jetzt eigentlich nur hoffen, dass sich die Herren zusammen nochmal in ein Hinterzimmer begeben und Vogt und Hitz freiwillig zurückziehen und damit den Weg für einen Kandidaten freimachen, der den Posten des Aufsichtratsvorsitzenden der AG auf eine Weise ausüben kann, ohne sich in das Kerngeschäft der AG einzumischen.

Hitz und Vogt müssen sich weder in ein Hinterzimmer zurückziehen, noch müssen sie den Weg für einen anderen Kandidaten frei machen. Wer auf der MV Präsidentschaftskandidat sein wird, entscheidet ausschliesslich der Vereinsbeirat. Da gibt es auch keinerlei Einschränkungen, ausser dass es maximal zwei sein dürfen und er/sie Vereinsmitglied(er) ist/sind.


Frank N Furter
dgu hat geschrieben:Bist du dir sicher, das der e.V. der größere Saftladen ist?


Nö, da bin ich mir nicht sicher. Wie auch? Dass der e.V. jedoch zumindest damals ein Saftladen war, ist aber alleine durch diese Datenschutz-Geschichte jetzt Legende. Letztlich wurden da 700.000 € veruntreut. :!: Wenn es einen Skandal gibt, dann diese Veruntreuung. Man kann nur hoffen, dass das nicht auch noch so ne Kumpel-Geschichte war. Diese Fussballvereine sind wirklich ein einziges Sodom und Gomorra, das zeigt sich immer wieder, regelmäßig, bei nahezu allen Vereinen.

dgu hat geschrieben:Nachdenklich macht mich eben auch, dass Hitz dann wirklich alle Fäden in der Hand hat. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es nicht gereicht hätte die Mitglieder über die Schwierigkeiten zu informieren, ohne Hitz in Stellung zu bringen.


Wie hätte das gehen sollen? Der andere Typ, dessen Namen ich mir noch nicht mal gemerkt habe, würde doch gegen Vogt noch weniger Stimmen bekommen als Fridi. Der 18.03. kommt mit großen Schritten näher. Da bleibt keine Zeit mehr den Vogt mit formaljuristischem Gedöns aus dem Amt zu kippen. Es blieb eben nur die Kampfkandidatur.

Was ich an der ganzen Sache... ja, eher so im Sinne der allgemeinen Lebenserfahrung interessant finde, ist: Ich hätte nicht gedacht, dass Hitzlsperger auch unter den gegebenen Umständen so einen granatenmäßigen Riesenfurz abläßt, der noch bis zur Nord- und Ostsee gegen den Wind stinkt. Dafür braucht man nämlich eigentlich einen gewaltigen Arsch, um so furzen zu können. In gewisser Weise, habe ich jetzt erst so richtig Respekt vor ihm. ;)

Und was Deine Sorge wegen der "Allgewalt" betrifft: Selbst mit dem Präsidentenstuhl hätte Hitze beim VfB bestenfalls 30% der Allgewalt, die ehemals Hoeneß bei Bayern hatte. Vor der Allgewalt an sich, hätte ich übrigens viel weniger Angst, als davor, dass sie einem Trottel gegeben würde. Das mit Abstand schlimmste Szenario sind aber viele Trottel in der Gewaltenteilung.

darkred
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Halbdaggl
RedBlues hat geschrieben:Ich hab noch etwas nachgedacht

Porth und Jenner sind beide in Konzernen in sehr hohe Positionen gekommen, da wird man nicht hingespühlt weil man gerade da war. In diesen Konzernen ist das Thema Corporate Governance schon lange etabliert, wenn so was an denen vorbeikommt, dann wissen die was die Stunde geschlagen hat.

Will sagen, ich halte es für unwahrscheinlich, dass es Dokumente gibt die Belegen, dass die davon gewusst haben, dass Kundendaten weitergegeben wurden.

Dazu, der gibt solche Daten weiter? Presse und oder Marketingabteilung würde ich mal behaupten.

Der Aufsichtsrat segnet da am ehesten noch die Gelder für die Marketing Aktion ab, aber mehr ins Detail gehen die da doch nicht.

Will sagen, ich glaube nicht, dass bei der Aufklärung der Aufsichtsrat in die Bredouille kommt.


Das ist ja die Krux.
Einerseits bin ich bei dir. Belastendes Material in Schriftform dürfte es kaum geben. Aber dass diese PR-Guerilla-Aktion in völliger Unkenntnis von Porth & Jenner erfolgte, halte ich für äußerst unwahrscheinlich.
Dafür hängen die da alle schon zu lange zusammen. Allein schon durch die Verzahnung mit Hauptsponsor Daimler während den Ausgliederungsbestrebungen dürfte der Porth über alle Vorgänge minutiös unterrichtet gewesen sein. Vielleicht gibt es ja Angestellte beim VfB, die gedrängt werden (und am Ende sogar bereit wären) entsprechend belastende Aussagen - als Augen-/Ohrenzeugen- in den Stenoblock der externen Ermittler zu geben...?

Wenn der Personalvorstand eines deutschen DAX Konzerns wegen Corporate Governance Fragwürdigkeiten während der Wahrnehmung seiner Aufgabe als Vertreter der Daimler AG beim VfB in die Bredouille kommt, dann ist der eigentlich auch beim DAX Konzern vor dem aus.


:nod:
Klingt für mich jetzt nicht zu weit her geholt.
Kann mir die Frage, wieso Hitz solch ein Geschütz gegen den e.V. Präses auffährt, der zwar sicher in dessen Augen unbequem und nervend ist, aber in das Tagesgeschäft der AG doch nicht wirklich maßgeblich einwirken kann, nicht anders erklären.

CoachingZone
Halbdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Ich kann mir nach wie vor kein Bild machen. Mir fehlen wichtige Informationen.
Ich registriere aber, wie eindeutig offensichtlich schon Schuldzuweisungen betrieben werden.
Informationsvorsprung oder Stimmungsmache?


Habe mich nun seit einigen Tagen/Wochen aus der Diskussion komplett herausgehalten, genauer gesagt, seit Hitzlsperger öffentlich seine "brutale" Unterstützung für Oliver Schraft kundgetan hat.

Und das liegt genau daran, dass durch die Geschehnisse der vergangenen Tage zwar manches klarer, aber vieles auch unklarer geworden ist.

Ich kenne Claus Vogt und seine Agenda zu wenig, um mir wirklich ein Bild von ihm machen zu können. Bei den "Wahlkampfveranstaltungen" vor einem Jahr kam er mir immer sehr unverbindlich in seinen Erklärungen vor. Deswegen kann ich nicht einschätzen, was von den Vorwürfen tatsächlich auf ihn zutrifft, bzw. warum eine Wiederwahl zum Vereinspräsidenten ganz offensichtlich verhindert werden soll. Aber dass sie mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verhindert werden soll, ist spätestens seit dem Brief und der Kandidatur von Hitzlsperger klar.

Über die Datenaffäre ist hier schon viel geschrieben worden, so dass ich heute Nacht nicht auch noch meinen Senf dazu geben will.

Mich hat ein anderer Abschnitt aus dem Brief hellhörig werden lassen:

Hitzlsperger hat geschrieben:Drei Jahre nach der Ausgliederung müssen in der nächsten Amtszeit des e.V.-Präsidenten gemeinsam mit der AG viele wichtige Weichen gestellt werden. Es muss transparent und nachvollziehbar sein, wer für was zuständig und verantwortlich ist – und wofür nicht.


Nun - in den kommenden Jahren stehen tatsächlich Neuwahlen oder Neubesetzungen diverser Gremien an, auf die der Vereinspräsident (zusammen mit dem Präsidium) durchaus Einfluss nehmen kann.

Vermutlich erst 2022 wird der Vereinsbeirat neu gewählt, der fast ausschließlich aus ehemaligen Mitgliedern des Ehrenrats oder von WD handverlesenen Personen besteht. Man könnte sagen, er ist mit Sicherheit ein Gremium, in dem vorwiegend Angehörige der schon lange bestehenden Seilschaften sitzen.

Ebenso wird der Aufsichtsrat der AG wohl nach vier Jahren (also 2021) neu besetzt, auch hier sind neben den beiden Daimler-Vertretern sowie Jenner (obwohl Kärcher ja sein Sponsoring deutlich zurückgefahren hat) nur Aufsichtsräte bestellt, die WD noch persönlich ausgesucht hat. Einzige Ausnahme Adrion, der als Vogt-Mann neu seit 2020 im AR sitzt. Auch hier gehören mindestens mit Porth und Jenner zwei Leute derjenigen Fraktion an, die seit etlichen Jahren Personalpolitik im Verein und in der AG betreibt. Bei Adrion weiß man auch nicht, ob er nicht einer ganz anderen Agenda folgt und eigentlich mehr Einfluss im Tagesgeschäft (analog zu Buchwald) haben möchte.

Mit einem Vereinspräsidenten Vogt kann man davon ausgehen, dass es in beiden Gremien zu Umbesetzungen kommen wird. Man kann also schon sicher sein, dass sich die Seilschaften und Pöstleshocker dagegen wehren. Ob die potentiellen Vogt-Leute dann tatsächlich die bessere Wahl sind oder nur neue und nicht unbedingt bessere Seilschaften, das können wir zur Zeit nicht wissen. Genauso wenig, welche Ziele und Visionen sie für den Verein und die AG haben und was das beispielsweise für die Besetzung des Vorstands der AG bedeutet. Das ist die große Unbekannte.

Außerdem steht ja immer noch der geplante Verkauf der restlichen von den Vereinsmitgliedern freigegebenen Anteile an einen Investor aus, der sicherlich nicht ohne Zustimmung des AR zustande kommen wird - und natürlich kann der Vereinspräsident als Vertreter des Hauptanteilseigners da großen Einfluss nehmen. Auch da ist die Frage, ob die Akquise mittelständischer und regional verwurzelter Investoren, wie sie Vogt anpeilt, im allgemeinen Interesse der AG liegt.

Hitzlsperger spricht zudem die klare Nennung und Abgrenzung von Verantwortlichkeiten in AG und e.V. an. Das kann bedeuten, dass eine solche massive Einflussnahme durch den Vereinspräsidenten und AR-Vorsitzenden in das Tagesgeschäft der AG wie durch WD in Zukunft nicht mehr möglich sein soll. Es kann aber auch heißen, dass sich die AG noch mehr vom Verein abnabeln und eine Kontrolle und Einmischung durch den Verein weitestgehend ausschließen will. Also die AG ein Unternehmen im Fußballbusiness wird und mit einer Vereinszugehörigkeit oder -verbundenheit nicht mehr allzuviel zu tun haben wird.

Aufgrund dieser anstehenden Entscheidungen können schon schwerwiegende Interessenskonflikte zwischen AG und Verein, zwischen Hitzlsperger und Vogt vorprogrammiert sein.

Dennoch hat mich die Art und Weise, in der der Brief von Hitzlsperger geschrieben ist, fast schon schockiert. Dass hier ein solches eine Katastrophe zeichnendes Zukunftsszenario aufgebaut wird und dass der Vereinspräsident vom AG-Vorstandsvorsitzenden derart persönlich angegriffen wird - und zwar quasi aus dem Nichts -, erinnert mich leider fatal an die MV von 2011, als man Helmut Roleders finanzielle Situation vor allen anwesenden Mitgliedern verlesen hatte, um ihn für eine Wahl zum Vereinspräsidenten unmöglich zu machen. (Ich hielt Roleder übrigens keineswegs für einen geeigneten Kandidaten, aber dennoch ist eine solche persönliche Bloßstellung ein absolutes NoGo.)

Und genauso halte ich eine Personalunion von AG-Vorstandsvorsitz und Vereinspräsident für absolut inakzeptabel, weil es nicht sein kann, dass der VV einer AG als Präsidiumsmitglied selbst über sein Kontrollgremium mitentscheiden kann und darf.

Verdammt verzwickte Situation, in die Thomas Hitzlsperger da die Vereinsmitglieder gebracht hat. Viele werden die erfolgreiche Führung der AG anerkennen und behalten wollen, aber trotzdem - mMn zurecht - keine solche Allmacht von einer Person haben wollen. Zugleich wird durch das Entweder-er-oder-ich massiv Druck erzeugt, weil wohl kaum ein Vereinsmitglied den sportlichen Erfolg der AG gefährden will, was es aber tut, wenn es nicht Hitzlsperger wählt.

Sehe momentan nur Verlierer: Claus Vogt, Thomas Hitzlsperger, den VfB und seine Mitglieder. Ob da auch nur einer unbeschadet durchkommt und ob dies das Ganze wert war?
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

de mappes
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Spamferkel
Iron hat geschrieben:
killroy hat geschrieben:Ich hätte eher die Vermutung, dass es vielen Mitgliedern am Ende dann doch am Arsch vorbeigeht ob da jetzt was aufgeklärt wird oder nicht. Hauptsache erfolgreich kicken.



Ne, mit geht der Fußball total am Arsch vorbei. Ich möchten den Datenskandal aufgeklärt haben und Köpfe rollen sehen. :lol: :lol: :lol:


:lol: :lol:
Don't criticize what you can't understand

muffinho
Bin auch heute noch total irritiert über die ganze Situation. Und auch wenn ich immer noch das Vorgehen von Hitzlsperger verstehen und in gewisser Weise auch akzeptieren kann, sein Brief passt mir in der Schärfe irgendwie überhaupt nicht, wenn auch hier Verständnis besteht, aber das hätte man vielleicht etwas vorsichtiger machen können. Wenn es sich so darstellt wie bisher, dann wird Hitzlsperger daraus nicht unbeschadet hervorgehen, jedenfalls bei den Fans. Die AG wird weiterhin zu ihm stehen und auch weiter protegieren, denn schließlich hat er zum Wohle der AG Stärke bewiesen und war zur Stelle, als man ihn gebraucht hat. Und hier bin ich mit cordhosenroy einer Meinung, der Brief war wie das komplette Vorgehen mit allen Protagonisten im Vorder- und Hintergrund abgestimmt, sowas macht man nicht ohne sein Netzwerk, und Hitzlsperger ist für solche Machtspiele noch zu jung und unerfahren, da braucht es erfahrene Leute wie Porth oder Jenner, die diese Art der Spiele auch aus ihren Firmen kennen und beherrschen.

Aber auch Vogt nervt mich in dieser Sache, denn auch wenn Hitzlsperger mit der drohenden Zahlungsunfähigkeit nach derzeitigem Stand gewaltig übertrieben hat (auch wenn es in der Sache selbst vielleicht nicht falsch war, aber es verzerrt die Situation doch dramatisch), halte ich die eigentlichen Vorwürfe für nicht so abwegig, aber was mich gerade nervt ist seine Scheinheiligkeit in Form von "was intern ist bleibt intern", oder woher hat die StZ sonst die Daten bzgl. der Versicherung her? Nur Vogt hat ein Interesse dass Details um die Versicherung nach Außen kommen, und auch wenn ich nicht glaube dass er selbst die Sachen weitergegeben hat, dann war es doch jemand aus seinem Netzwerk, und sowas macht man nicht ohne ihn in Kenntnis zu setzen oder um Erlaubnis zu fragen, ich vermute eher dass er den Auftrag dazu gegeben hat, die Daten zu übermitteln. Ich kann es zwar verstehen und akzeptieren, ist Teil des Spiels, aber dann soll er sich den Scheiß mit "intern ist intern" sparen. Hier einen auf moralischen Fan machen und dann das gleiche Spiel wie die böse AG abziehen, so was kann ich überhaupt nicht ab.

Aktuell wäre es mir das Liebste, Beide würde sich irgendwie verkrümeln und Mislintat und Rino arbeiten normal weiter, bis man eine Entscheidung hat.
Der Weg Hitzlsperger ist mir eindeutig lieber, aber die Person Hitzlsperger hat nach dem Brief doch einige Risse bekommen, auch wenn ich das Vorgehen an sich durchaus teilen kann, aber man hätte es auch erst mal mit dem Schlagbohrer versuchen können, statt gleich die Abrissbirne zu holen. Im Laufe der nächsten Tage wird es viele Interviews geben, da hätte er die Vorwürfe scheibenweise und diplomatischer verteilen können, so hat er alles auf ein Mal rausgeschossen... vielleicht ist er ja nicht mal schuld und hat nur auf die Einflüsterer aus dem Verein und dem AR gehört, die gehofft haben dass Vogt sich nach der Aktion freiwillig zurückzieht... nun geht es in die Schlammschlacht und wir haben die Scheiße, der Verein kotzt mich einfach an, immer wieder aufs neue.

Flache9
Ich kann euch nur eines sagen. Selbst ihr blasst die Sache viel zu stark in eine Richtung auf.
Die Medien jagen dem Hirngespinnst von Vogt hinterher, weil sie bisher nichts zum Schreiben hatten. Und Vogt ihnen wieder Internas verraten hat.

Ihr stochert ebenfalls im Dunklen und schreibt die ganze Zeit über den Datenskandal oder irgendeine Machtergreifung.
Ihr reitet auf Vogts Steilpass an die Presse rum, weil die einzige Ausrede von Vogt der Datenskandal ist. Mit was anderem kann er nicht kommen. Also pure Ablenkung vom wahren Geschehen. Vogt weiß, das diese Karte seine letzte Karte ist und er seine Verschwörungen damit untermauern will.
Wartet die nächsten Tage ab. Der Hammer kommt noch!