So, Neues aus der Plauderecke. Ich habe gestern "aus gut informierten Kreisen" zwei Dinge vernommen:
1. Die internen Zustände sind so verworren und schlimm, dass der VfB das nicht mehr selbst lösen kann. Das müsse man einem externen Juristen übergeben und der bräuchte dann zwei, drei Jahre dafür.
Meine Ergänzung:
Bei so einem Geplaudere ist zwar oft was dran, genau so oft ist es aber auch übertrieben. Vielleicht reichen auch ein, zwei Jahre.

Und selbstverständlich ist mit "einem externen Juristen" kein Unternehmen wie Eselcon gemeint, das hier a) nicht neutral ermittelt und b) absahnen will. Spontan fällt mir als Option Hans-Joachim Eckert ein, der ehemalige, von Infantino gefeuerte Vorsitzende der FIFA-Ethikkommission. So einen - wohl eine Nummer kleiner - aus Stuttgart... Das wäre nicht schlecht. Der sollte dann - ohne einer Partei zu dienen - in Ruhe alles aufklären. Und das Tagesgeschäft läuft so lange ganz normal weiter.
Was genau da intern alles kaputt ist, weiß ich natürlich nicht. Der Datenmissbrauch allein kann's nicht sein. Ganz sicher auch nicht die Ausgliederungsabstimmung; das hätte mir der Nachrichtenüberbringer - ein bekennender Ausgliederungsgegner - sonst gesagt. Ich tippe eher auf zahlreiche personelle und finanzielle Mauscheleien. Tierisch ausgedrückt: Eine Mischung aus Saustall und Schlangengrube.
2. Vogt taugt nicht als Präsident.
Meine Ergänzung:
Trotz - siehe oben, Ausgliederung - reichlich Verachtung für die "alten Seilschaften" steht diese Einschätzung. Klang nach "Der ist ein netter Kerl, aber mit der Situation schlicht überfordert". Nun kann man zahlreiche Vorwürfe aus dem Hitz-Brief darauf anwenden und sie passen. Oder man kann Vogts Aufklärungseifer nehmen, mit dem er sich aber - siehe den Abschnitt oben - komplett überhebt. Vielleicht wäre er in ruhigen Zeiten ein wirklich guter Präsident. Aber für "Saustall & Schlangengrube" ist er der Falsche. (Rein persönlich spricht das ja für ihn...)
Und nun?
Wie gesagt, ist ja nur Gerede. Wenngleich aus sehr informierten Kreisen...

Jedenfalls finde ich den Gedanken höchst attraktiv, einen Schlussstrich unter die aktuellen Streitereien zu ziehen und die Aufklärung in die Hände eines besonnenen Juristen zu legen. Der soll in aller Ruhe und natürlich gründlich arbeiten. Da kommt garantiert mehr raus als bei Eselcon und es wird deutlich mehr wehtun. Aber bis dahin läuft das Tagesgeschäft weiter. Sozusagen: Ausgliederung des Konflikts.
