Ich habe ja schon geschrieben, was ich davon halte, dass man auf einmal einen klaren Schnitt macht, mir wären für den laufenden Betrieb viele kleinere Schritte lieber gewesen, denn massive Personalumwälzungen machst Du normalerweise nach einem Abstieg, wenn der Verein eh am Boden ist und sich neu orientieren muss. Wir befinden uns zwar noch im relativ gesicherten Mittelfeld, aber es kann auch schnell nach unten gehen, siehe Kramny. Ich könnte nur dann mit einem zügigen Austausch leben, wenn man absolute Fachmänner holt, die keine Verbindungen Richtung Vogt haben, also alles was im Fairplay oder seinem Expertenrat vertreten ist. Ich möchte nicht dass man diese Aufarbeitung dazu nutzt, nun sämtliche Ausgliederungsbefürworter durch Ausgliederungsgegner auszutauschen, weil das die Stimmung der Ultras und OFC befriedigt, weil diese die kalte Maschine des Kapitalismus fürchten, während der e. V. noch die Lagerfeueratmosphäre darstellt, wo man in Tarncordhosen und Kufiya über die Basisdemokratie diskutiert und am liebsten noch über jeden neuen Vertrag.
Kann ich alles nichts mit anfangen, ich bin auch gegen Volksentscheide, weil die Materie dazu viel zu kompliziert ist und die Manipulation und Demagogie auf beiden Seiten zu anfällig für die Stimmberechtigten, die oft nicht mal ansatzweise die Hintergründe verstehen und Folgen abschätzen können, der Brexit war nur das bekannteste jüngste Beispiel.
Dafür wählt man einen Präsidenten, der sich mit einer Agenda vorstellt, mit der man sich identifizieren kann, wie in der Politik halt auch. Dafür sollte man allerdings mehr Kandidaten zulassen und sich fragen, ob die Vorabentscheidung durch den Beirat noch zeitgemäß ist. Es würde reichen wenn man gewisse milde Voraussetzungen schafft, um Fridis und Co abzuschrecken.