vivafernanda hat geschrieben:Es sind nicht nur die Katholiken auch die evangelische Diakonie ist dagegen. Die verteidigen ihre eigenen Systeme, die ja tlw gar nicht so schlecht sind im Vergleich. Aber das Grundproblem bleibt halt doch erhalten: Obwohl der Pflegesatz in den Heimen ständig steigt, wird nichts besser. Weder für die Pflegenden noch für die Bewohner. Wie im Krankenhaus müsste man das Problem dort anpacken: es reicht nicht, in diese Strukturen reinzubuttern, mann müsste die Strukturen verändern.
Unter Westfalen hat geschrieben:Und wie erklärst Du Dir diese Diskrepanz?
Irgendwo muss das Geld doch ankommen.
Sicher sind die meisten kleinen privaten Pflegeunternehmen nicht das Problem, sondern die großen Unternehmen und das teilweise Vorhandensein mafiöser Strukturen.
die frage habe ich mir auch direkt gestellt
Besuche heute seit langem meine Oma im Pflegeheim und hab mich vorher auf der "Homepage" des Altenheims, in dem ich selbst als Zivi arbeitete (kenne also die Zustände), über Schnelltest-Bedingungen informieren wollen (war natürlich nichts zu finden)
Was ich aber fand: die tollsten Beschreibungen über individuelle Konzepte, die im Demenzbereich gefahren werden, um gewohnte Umgebungen für jedes Individuum zu schaffen...
Dazu Training und Unterricht, um die Fertigkeiten zu erhalten und vielleicht verloren gegangene Fähigkeiten wieder zu erlangen...gut ist halt ein Werbeprospekt online, aber auf Kosten jener, die dort leben...und ein Hohn, wenn man die Zustände kennt
Ist natürlich alles andere als einfach, mit älteren Menschen und insbesondere dementen Menschen zu "arbeiten" und sie entsprechend zu umsorgen, das ist auch klar.
Wo aber die enormen Summen, die gezahlt werden, (damals schon plus/minus 3.000 Euro für ne ZimmerHÄLFTE) versanden, fragte ich mich schon immer.
Großkantine, die das Essen auch ausliefert und damit Geld verdient, Zivis, die sich um vieles kümmern...nachts sehr wenig Personal, wenn es am teuersten ist...schon seltsam