Leningrad Cowboys habe ich hautnah erlebt und am nächsten Tag noch mitgesummt,
vor allem
Katyusha.

Ein Seggl mit Frau Seggelin habe ich auch gesichtet, nicht
in Helsinki, sondern in Stuttgart-Wangen oder gehörte es schon zu Hedelfingen?
Es war ein richtig entspannter Abend. In der Sowjetunion war ich natürlich auch und wurde von sowjetischer Seite (Gastgeber) sogar damals sanft gezwungen, mit anderen auf einer Bühne in Moskau zu singen. Auch das ging vorüber.
Helsinki
Alexandrov Red Army Choir ~ KatyushaMeine kanadische Freundin (gleicher Jahrgang), die sowohl in Calgary, Dawson City lebte und jetzt
auf Vancouver Island erzählte mir mal über die Begegnung mit dem
Red Army Choir in Calgary.
Nachdem ihre Eltern wieder vom kalten Dawson (Scheune) / Yukon nach Calgary zurückkehrten, hatten sie plötzlich ein sehr viel angenehmeres Leben. Ihre verwitwete Oma aus Neufundland / Calgary hatte einen vermögenden Kanada-Dänen geheiratet und die 7köpfige Familie bekam plötzlich ein schönes geräumiges Haus mit Garten, Boot, Campingwagen, Auto und Klavier und andere Instrumente vom neuen Stiefopa. Ihre Eltern gaben auch Klavier- und sonstigen Musik-Unterricht, auch an einen sehr bekannten Kanadier.
Die Kanadier haben oft mehrere Jobs, die sie recht gut ausführen.
Ihr Vater war inzwischen auch für die Ton-Technik bzw. Hallentechnik u.w. der Calgary
Stampede zuständig und für die in der größten Halle von Calgary (Name gerade vergessen). Der
Red Army Choir unternahm mehrere Anläufe, ein oder mehrere Konzerte u.a. in Calgary zu geben. Es gab meistens Probleme mit den Visa von Seiten der UdSSR. Eines Tages klappte es doch und sie trafen endlich in Calgary ein, aber unter verschärften Sicherheitsbedingungen. Nicht dass da noch einer ausbüxt. Alle wurden abgeschirmt und ständig kontrolliert und beobachtet.
Der Vater meiner Freundin musste auch mehrfach unterschreiben und bestätigen, dass er nicht heimlich
Tonaufnahmen macht. Das wäre hart bestraft worden und womöglich hätte es noch härtere
Konsequenzen gegeben. Unter gar keinen Umständen! Er war aber ein Fuchs und er machte als Tontechnikprofi natürlich zig Tonaufnahmen während der Proben und dem Red Army Choir-Konzert oder Konzerte auf Bänder.
Als er immer mal wieder von den sowjetischen Aufpassern

direkt darauf angesprochen wurde, meinte er, dass er nur die Tonqualität / Klang, was weiß ich testen würde für das Konzert.
Diese Tonaufnahmen vom orig.
Red Army Choir gibt es heute noch und wurden inzwischen auf CDs bzw. DVDs gebrannt / übertragen. Meine Freundin wollte sie mir irgendwann vorspielen oder Kopien geben. Ich werde sie daran erinnern, dass sie die Aufnahmen demnächst beim Besuch der Schwester in Calgary kopiert. Sie durfte damals als Kind / Jugendliche natürlich überall zu den Events, Hallen, Plätzen, die ihr Vater betreute. Er ließ sie heimlich oder nicht heimlich rein, ob zur Stampede oder zu großen Konzerten oder Hockeyspielen.
KatyushaVon 1946 bis 1987 wurde das Ensemble von Alexander Alexandrows Sohn, dem Generalmajor Boris Alexandrow, geleitet. Bekannte Solisten des Chors waren unter anderem Jewgeni Beljajew und Leonid Charitonow.
Auch nach dem Ende der Sowjetunion trat das Ensemble im In- und Ausland auf. In Westeuropa bekannt wurde die Zusammenarbeit mit den finnischen Leningrad Cowboys, mit denen sie sogar auf Tournee gingen und dabei unter anderem Kalinka aufführten.
Bis zum Flugzeugabsturz bestand das Ensemble aus 186 Mitgliedern, dazu gehörten der Männerchor (mit 9 Solisten), das Orchester und eine Tanzgruppe.Das Repertoire reicht von russischen Volksliedern über Kirchenlieder und Opernarien bis zu modernen Stücken.
Am 16. Februar 2017 trat das Ensemble in neuer Besetzung erstmals wieder in Moskau auf. Der neue Leiter ist Oberst Gennadi Xenafontowitsch Satschenjuk.
Beim Flugzeugabsturz am
25. Dezember 2016 stürzte eine Tu-154 des russischen Verteidigungsministeriums über dem Schwarzen Meer ab, wobei es keine Überlebenden gab. An Bord waren unter anderem
64 Sänger, Instrumentalisten und Tänzer des Alexandrow-Ensembles, die auf dem russischen Militärflugplatz Hmeimim in Syrien ein Neujahrskonzert geben sollten.
Bis auf 3 Personen waren alle Chormitglieder an Bord, so auch der Dirigent Generalleutnant Waleri Chalilow.
Einzig der Solist Wadim Petrowitsch Ananjew überlebte, weil er wegen der Geburt seines dritten Sohnes beurlaubt war.Mein Lieblingslied
The Red Army Choir Alexandrov -
Dark Eyes (Otchi tchornye / Очи чёрные)
Les Choeurs de l'Armée Rouge Alexandrov & Toto Cutugno - L'Italiano
https://www.youtube.com/watch?v=fz5iQiHMTmECalgary Stampede