2597 Beiträge

Wen wählt ihr am 13. März in Baden-Württemberg?

Umfrage endete am 12. März 2016 21:26

CDU
5
7%
Grüne
21
31%
SPD
6
9%
FDP
8
12%
Linke
5
7%
AfD
10
15%
Sonstige
1
1%
Ich nix Baden-Württemberg
11
16%

fkAS
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Halbdaggl
Die frühe Trennung ist einfach zu fehlerhaft. Die müsste man dann jedes Jahr wieder umschmeißen.
Andere Länder zeigen, dass individuelle Förderung ohne frühzeitige Trennung möglich ist. Dieses Sortieren wollen ist wohl ein deutsches Phänomen.


Auswurf
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Grasdaggl
gerade in den ersten schuljahren hängt die schulische leistung stark von der prägung im elternhaus ab.
Die einen lesen ihren kindern vor, beantworten deren fragen und fördern sie.
Andere kommen aus haushalten in denen deutsch nicht die umgangssprache ist,
der fernseher die ganze zeit läuft etc..
Völliger mumpitz, dies durch frühe selektion zu manifestieren
das ist doch keine Musik

crastro
Was Flüchtlinge anbelangt, so sind die ohne wenn und aber zu unterstützen - das gebieten sowohl Vereinbarungen als auch Moral.

Allerdings mit Einschränkungen - versteht sich von selbst. Wer vor Gefahren flüchtet, kann normalerweise NICHT entscheiden, wohin er zu flüchten gedenkt. Selbst ein so freies Land wie die Schweiz hat sich schon immer abgeschottet .........und das machen andere freie Länder heute auch noch. Nur für D hat dies nicht zu gelten? Gehts noch?

Den Punkt, nämlich WOHIN, haben flüchtende Menschen eben NICHT einzig selbst zu entscheiden. Das bleibt den einzelnen Ländern vorbehalten - war so, ist so, bleibt so.
Mich wundert,daß dieser doch zentrale Punkt viel zu wenig berücksichtigt wird. Wir können NICHT entscheiden, wie viele Menschen andere Ländern gefälligst aufzunehmen haben - aber DAS wird lang und breit diskutiert - Scheindiskussion. Gleichzeitig nehmen wir aber die Entscheidung der Flüchtenden als quasi gottgegeben einfach so hin. So wirds nicht gehen.....


fkAS
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Halbdaggl
Kronenclub hat geschrieben:Wenn Hlousek den ganzen Tag mit Messi kickt wird Hlosek danach auch nicht besser sein. Messi hingegen verlernt das Kicken.

Läddagschwätz...
Es wurde auch schon wissenschaftlich erforscht und gezeigt, dass lernschwächere Kinder in Lerngruppen mit besseren profitieren - ohne dass die Entwicklung der besseren dadurch beeinträchtigt wird. Ich könnt mir allerdings vorstellen, dass es schwierig wird, wenn die Zahl der lernschwächeren zu groß ist oder wenn die grundlegende Bereitschaft zum lernen fehlt und ein zu großer Anteil einfach stören will.




Kronenclub
Granadaseggl
Die Schwächeren sind nur dann kein Hemmnis wenn der Stoff im Unterricht an sie angepasst wird.

In Berlin gibt es doch die 6jährige Grundschule.
Und dort haben die Kinder die bereits nach der 4.Klasse aufs Gymnasium wechseln eine wesentlich höhere Erfolgsquote beim Abschluss. (zumindest hab ich das gelesen )
#verpisst euch alle#

RedBlues
Halbdaggl
Als einer der unser Schulsystem ganz gut kennenlernte, nur so eine persönliche Erfahrung.

Na drei Jahren Gymnasium mit einem Schnitt von 4 am Ende der 7. klasse und einer Versetzung in die Realschule Klasse 8 habe ich mich ein halbes Jahr massiv gelangweilt und mich gewundert was die auf der Realschule nur die ganze Zeit gemacht haben.

Aufgrund dieser Erfahrung habe ich ernsthafte Schwierigkeiten mir vorzustellen wie man Schüler, wenn gemeinsam unterrichtet, sowohl in der Spitze als auch in der Breite besser machen soll, wenn man sie bis zur 7. oder gar 10. Klasse zusammen unterrichtet.

Ernsthaft, ich hatte in der 8. Klasse ohne lernen fast ausnahmslos Einser im erstes Halbjahr und das obwohl ich im Schuljahr zuvor wirklich gar nichts auf die Reihe gebracht hatte. Der Unterschied nach drei Jahren ist schon zwischen Gymi und Realschule massiv, mit individueller Förderung im Schulunterricht ist das für Lehrer doch nicht zu bewerkstelligen.

Oder sehen das die Lehrer hier anders?

fkAS
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Halbdaggl
Kronenclub hat geschrieben:Die Schwächeren sind nur dann kein Hemmnis wenn der Stoff im Unterricht an sie angepasst wird.

In Berlin gibt es doch die 6jährige Grundschule.
Und dort haben die Kinder die bereits nach der 4.Klasse aufs Gymnasium wechseln eine wesentlich höhere Erfolgsquote beim Abschluss. (zumindest hab ich das gelesen )

Da stellt sich die Frage, wie Selektionseffekte rausgerechnet werden. Wenn die ehrgeizigen und gut betuchten Eltern, ihre Kinder alle nach Klasse 4 schon aufs Gymnasium schicken, kannst du den Effekt der 6-Jährigen Grundschule nicht mehr unverzerrt messen.

Zum Schulstoff: Das seh ich nicht so als Problem, alle lernen die Basics, ein Teil überträgt das gelernte auf andere Situationen etc. Außerdem kann es ja gut sein, dass ein Schüler in Mathe talentiert ist, in Sprachen schwach - wo kommt der dann hin, um ihn zu fördern? Die grundsätzliche und sehr frühe Trennung halt ich für falsch.
Es gibt sicher auch Grenzen "gemeinsamen Lernens". Wenn zu viele Schüler nur stören oder kein Deutsch können, wirds schwierig. Gewisse gemeinsame Grundlagen müssen schon da sein, daher ist ja auch Früherziehung so wichtig. Andererseits: Wenn du alle Kinder mit Problemen in einer Klasse konzentrierst, ist es eher ein Wunder, wenn die überhaupt was lernen und der Lehrer keinen Nervenzusammenbruch erleidet.
Zuletzt geändert von fkAS am 5. Februar 2016 15:01, insgesamt 1-mal geändert.

Kronenclub
Granadaseggl
Ich kenne eine Familie, die mit ihrem Kind nach der 5.ten Klasse Grundschule Berlin nach Stuttgart gezogen sind.
Das Kind war in Berlin ein guter Schüler und kam dann in Stuttgart in die 6.Klasse eines Gymnasiums.
Zum Halbjahr ging der junge dann in die Realschule weil es ihm unmöglich war schritt zu halten.
Der Bundeslandwechsel war hier ein Genickbruch.
#verpisst euch alle#

Kronenclub
Granadaseggl
Da stellt sich die Frage, wie Selektionseffekte rausgerechnet werden. Wenn die ehrgeizigen und gut betuchten Eltern, ihre Kinder alle nach Klasse 4 schon aufs Gymnasium schicken, kannst du den Effekt der 6-Jährigen Grundschule nicht mehr unverzerrt messen.


Ja das stimmt allerdings. wenn die besten Noten fehlen sinkt der Schnitt natürlich.
#verpisst euch alle#

RedBlues
Halbdaggl
Kronenclub hat geschrieben:
Da stellt sich die Frage, wie Selektionseffekte rausgerechnet werden. Wenn die ehrgeizigen und gut betuchten Eltern, ihre Kinder alle nach Klasse 4 schon aufs Gymnasium schicken, kannst du den Effekt der 6-Jährigen Grundschule nicht mehr unverzerrt messen.


Ja das stimmt allerdings. wenn die besten Noten fehlen sinkt der Schnitt natürlich.


Riesiges Problem, diejenigen deren Kinder auf das Gymnasium kommen würden haben sehr wenig Interesse daran ihr Kind ab Klasse 5 einem Experiment zu unterziehen, bei welchem versucht wird zu beweisen dass Unterricht mit potenziellen Real und Hauptschülern bis Klasse 7 keine negativen Folgen für die Entwicklung des eigenen Kindes haben wird.

WER spielt freiwillig Lotto mit der Zukunft des eigenen Kindes? Wer möchte freiwillig sein Kind zum Testhamster machen?

Die die es sich leisten können, bzw die in der Nähe einer anderen Schule wohnen, werden dann ihre Kinder dort anmelden wo es weiterhin das Gymnasium gibt.

Ist ja nicht so, als dass man das nicht schon bei G8 beobachten konnte. Die Eltern trauen den Reformen nicht, bzw wollen erst Ergebnisse sehen bevor sie ihre kinder dort hinbringen.

Manolo
Grasdaggl
RedBlues hat geschrieben:Die die es sich leisten können


ist für mich persönlich das schlimmste bzw. eine riesige ungerechtigkeit, dass bildung immer noch viel zu sehr vom geldbeutel der eltern abhängt. wüsste aber leider auch nicht, wie politiker das ändern könnten.
Hier könnte ihre Werbung stehen.

Manolo
Grasdaggl
hab mir gerade mal die landtagswahlergebnisse von anfang der 90er angeschaut, weil ich dachte die müssten in etwa so ausschauen, wie die derzeitigen umfragen (außer spd und grüne getauscht und statt rep eben afd). hat mich dann doch überrascht, dass das absolut nicht hinhaut.
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vivafernanda
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Granadaseggl
Riesiges Problem, diejenigen deren Kinder auf das Gymnasium kommen würden haben sehr wenig Interesse daran ihr Kind ab Klasse 5 einem Experiment zu unterziehen, bei welchem versucht wird zu beweisen dass Unterricht mit potenziellen Real und Hauptschülern bis Klasse 7 keine negativen Folgen für die Entwicklung des eigenen Kindes haben wird.

WER spielt freiwillig Lotto mit der Zukunft des eigenen Kindes? Wer möchte freiwillig sein Kind zum Testhamster machen?



Das klingt sehr nach leistungsorientiertem Denken. Als ob das Gymnasium wichtig wäre für die Entwicklung eines Kindes.
Es ist wichtig, um das Abi zu kriegen, welches notwendig ist für ein Studium an einer Uni. Aber für sonst nichts.

Und überhaupt: In BAWü gibt es keine notengebundene Schulempfehlung mehr. Alle Eltern können ihr Kind aufs Gymi schicken. Folge: Die potenziellen Haupt-und Realschüler hocken jetzt erst mal mit den "echten" Gymnasiasten zusammen in einer Klasse.
Kein Unterschied mE.
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.


vivafernanda
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Granadaseggl
dir ist schon bewusst, dass einige der genialsten Köpfe der Welt aus einfachen Verhältnissen kommen?

Bildungsbewusste Eltern, die ihren Nachwuchs zu Leistung und Schlauheit trimmen, haben nicht immer die gewünschten Erfolge. Besonders bei ihren Söhnen :-)
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.

RedBlues
Halbdaggl
vivafernanda hat geschrieben:dir ist schon bewusst, dass einige der genialsten Köpfe der Welt aus einfachen Verhältnissen kommen?

Bildungsbewusste Eltern, die ihren Nachwuchs zu Leistung und Schlauheit trimmen, haben nicht immer die gewünschten Erfolge. Besonders bei ihren Söhnen :-)


Ich wollte auch nicht verallgemeinern, es geht mehr um Wahrscheinlichkeit. Dass die wirklich genialen vermutlich immer ihren Weg machen, dem will ich gar nicht widersprechen, sind aber die wenigsten. Die meisten sind eher solala, und auch wenn ich studiert habe bin ich der Meinung, dass man die meisten Jobs auch mit einer Ausbildung machen könnte, nur sehen das die Personalabteilungen der meisten Unternehmen etwas anders.

Nebenbei, ein großer Teil der Babyboomer kam aus einfachsten Verhältnissen, gar nicht so wenige von denen haben am Ende studiert, aber irgendwas hat sich da im Bildungssystem und in der Gesellschaft wohl verändert, die Durchlässigkeit nach oben nimmt ja stetig ab

vivafernanda
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Granadaseggl
Das stimme ich Dir zu.

Bald haben wir englische Verhältnisse, oder auch amerikanische. Wenn man nicht auf bestimmten Unis war, kann man nichts werden im Land.

Dagegen sollte man sich wenden. Nicht das elitäre System unterstützen, indem man ängstlich seinen Kindern die besten Plätze darin sichert.
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.

thoreau
Granadaseggl
Hui, interessante Diskussion und gefühlt die erste seit langem, die recht emotionslos abläuft.
Da ich das Glück habe, dass es an meiner Schule auch eine der frühen Gemeinschaftsschulen gibt, kann ich Ergebnisse von Studien und die dreijährige Beobachtung ganz gut zusammenbringen.
Als lose zusammenhanglose Punkte:

- Kinder aus "bildungsferneren" Schichten haben es selbst in der Schule schwerer. Da gibt es keine Diskussion. Bildungsfern und ökonomisch schlecht gestellt sind dabei zu großen Teilen deckungsgleich. Ausnahmen bestätigten, etc etc

- In der GMS sind prinzipiell durchaus auch Kinder aus idealistischen Elternhäusern mit Gymnasialempfehlung zu finden. Inoffiziellen Zahlen zufolge bei uns sind wohl durchaus etwa 25% der GMS-Schüler. Das große Problem, das dabei entsteht ist, dass man dabei einerseits eine enorme Heterogenität in Bezug auf Begabung und Leistungsfähigkeit/-bereitschaft hat - was prinzipiell schon sehr schwer von den Lehrkräften aufgefangen wird durch individuelles und differenzierendes Lernen. Hinzu kommt aber auch eine extreme Bandbreite an sozialen/gesundheitlichen Auffälligkeiten innerhalb der Lerngruppen (wie die Klassen dort heißen) was den Lehrkräften (oder Lernbegleitern...) ein Klientel beschert, das in der aktuellen Gruppengröße einfach nicht effektiv zu beschulen ist. Inklusion ist dann noch eine weitere Herausforderung... und bei all dem arbeiten sich die GMS-Kollegen wirklich den Arsch ab mit Bilanzgesprächen, etc.

- Prinzipiell stimmt es, dass bei Leistungsunterschieden sowohl die Starken als auch die Schwachen profitieren. Prinzipiell ist es aber ebenso richtig, dass dies nur bis zu einem bestimmten Maß an Heterogenität der Fall ist. Klaffen die Unterschiede zu weit auseinander wird es für die Lehrkraft unmöglich diese Effekte zu nutzen.

- Die jetzt unverbindliche Grundschulempfehlung hat lediglich einen aufschiebenden Effekt. Wir kennen zwar die Grundschulempfehlungen der Kinder nicht (dürfen sie nicht kennen), aber es wird bereits in der 5. Klasse deutlich welche Schüler auf dem Gymnasium überfordert sind. Ich schätze, dass dadurch im Schnitt nur etwas mehr als 2/3 eines jeden Jahrgangs das Abitur in 8 Jahren macht.

- Neben der schon genannten Korrelation zwischen ökonomischem Status und Bildungsdistanz der Familie spielt die ökonomische Situation der Familie natürlich grundsätzlich auch eine Rolle. Medizinische Behandlungen und insbesondere massive Nachhilfe sind immer wichtigere Faktoren.

de mappes
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Spamferkel
Manolo hat geschrieben:
RedBlues hat geschrieben:Die die es sich leisten können


ist für mich persönlich das schlimmste bzw. eine riesige ungerechtigkeit, dass bildung immer noch viel zu sehr vom geldbeutel der eltern abhängt. wüsste aber leider auch nicht, wie politiker das ändern könnten.



absolut...wobei das IMO noch viel deutlicher wird nach dem schulabschluss...sprich im studium.
dort geht es fast nicht mehr ohne die untersützung...von studiengebühren und so weiter noch ganz abgesehen.
man muss einen lebensunterhalt bestreiten neben dem studium...das ist für viele recht schwer.

natürlich gehts auch in der schule schon los...privatschule, umfeld usw...
Don't criticize what you can't understand

cron