Ein Nachtrag zu meiner Videoauswahl des schwarz/gelben Misstrauensvotums 1982:
Eine aufrichtige und couragierte Frau, die mit einigen anderen das sozialliberale Gewissen der FDP war.
Aus Wikipedia:
Bei der Bundespräsidentenwahl 1994 war sie die Kandidatin der FDP für das Amt des Bundespräsidenten. Die FDP versuchte, sich mit der Nominierung der sozial-liberalen Hamm-Brücher vom Koalitionspartner CDU/CSU unabhängiger zu machen und auch eine mögliche Zusammenarbeit mit der SPD anzubahnen. Im ersten Wahlgang erhielt sie 132 und im zweiten Wahlgang 126 Stimmen – jeweils deutlich mehr als die 112 Wahlleute der FDP. Der Parteivorsitzende Klaus Kinkel riet ihr, im dritten Wahlgang nicht mehr anzutreten. Zuvor hatte Bundeskanzler Kohl – laut Hamm-Brücher – Kinkel „furchtbar beschimpft“, sie „endlich aus dem Verkehr zu ziehen“. Die Kandidatin forderte, die FDP-Fraktion über diese Frage abstimmen zu lassen. Nach kurzer Diskussion votierte die Fraktion im Sinne der Parteiführung. Die Mehrheit der FDP-Wahlmänner stimmte im dritten Wahlgang für den CDU-Kandidaten Roman Herzog.
Was für ein armseliger Haufen sog. „Volksvertreter“.
Ich habe die Wahl damals verfolgt und inständig gehofft, dass Johannes Rau nicht mehr antritt, weil ja offensichtlich war, dass die meisten Stimmen für Hamm-Brücher Roman Herzog zufallen würden.
Am 22. September 2002 trat sie nach 54 Jahren Mitgliedschaft aus der FDP aus und begründete dies mit der „Annäherung der FDP an die antiisraelischen und einseitig propalästinensischen Positionen des Herrn Möllemann“ im Verlauf des Projekts 18.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai