crastro hat geschrieben:Schwerer Widerspruch
Nein.
Es macht gerade Sinn, sich beispielweise bei Parteien das herauszusuchen, was einem gefällt . Keine Partei wird in allem allen gefallen, sondern eher in wenigen Punkten. Genau wegen dieser Punkte wähle ich die, oder eben nicht.
Dazu muss ich nur noch wissen, wie hoch parteiintern der Stellenwert meiner bevorzugten Punkte ist....
Ja, eben. Du nimmst die Partei, die dir in den meisten Punken gefällt. Steht hier ein paar Seiten zuvor schon ausführlich. Was aber nicht geht ist Dir die Umweltpolitik der Grünen auszusuchen, die Familienpolitik der CDU, die Wirtschaftspolitik der FDP und die WofürauchimmerdieSPDgeradestehtpolitik der SPD. Du stimmst mir sicher zu, dass das nicht funktioniert. Aus meiner Sicht machst Du genau das wenn du die Meinungsfreiheit in den USA toll findest, ansonsten die politische Landschaft dort aber scheiße. Und aus meiner Sicht macht man das gleiche, wenn man die AfD wählt, weil man deren Aussagen über Flüchtlinge gerade gut findet. Man wählt das Gesamtpaket.
Selbstverständlich ist ein politisches System ein "Lego"! Warum wohl existieren derart viele Lobbyisten? Die suchen sich ihre Punkte heraus.
Was Du beschreibst, ist eine Einheitspartei, eng miteinander verflochten - ist das noch Demokratie?
Tue ich nicht und du verwechselst staatliche und Parteiebene. Natürlich gibt es verschiedene Elemente, die sich in einem politischen System zusammensetzen lassen. Aber prinzipiell hängen viele dieser Elemente zusammen. Eine Demokratie gibt es nicht ohne die klassischen Elemente moderner Demokratien.
maßgeblich zur verheerenden Situation der politischen Kultur und der Krise des politischen Systems beiträgt.
Das mögen die Kenner besser beurteilen - meiner Ansicht nach liegts dort eher an der Käuflichkeit politischer Abgeordneter; wer zahlt, schafft an.....- aber da ichs nicht wirklich weiss, bleibts ne Ansicht.
Das Problem liegt darin, dass in den USA hauptsächlich über statt miteinander gesprochen wird. Sowohl auf persönlicher Ebene als auch bei den Parteien. Die Meinungen driften dabei so weit auseinander (insbesondere durch einen massiven Rechtsruck der GOP), dass das Zweiparteiensystem mit der Prämisse der Kompromissbereitschaft nahezu blockiert ist.