Der Schaden wäre für beide Wirtschaften ungleich höher, nur hätte China meines Erachtens, derzeit noch, mehr zu verlieren.higgi hat geschrieben:Wundermann hat geschrieben:Zumindest wissen die Chinesen jetzt, dass die Ukraine nicht als Blaupause für Taiwan taugt. Die Reaktionen des Westens dürften nicht wesentlich schwächer ausfallen.
Wieso soll das nicht als Blaupause taugen? Die Nato/ der Westen wird aus Angst vor einem Nuklearschlag militärisch nicht eingreifen. Wüsste nicht wo der Unterschied sein soll. Glaube auch nicht dass China Sanktionen einen vergleichbaren Effekt hätten. Der Schaden für die eigene Wirtschaft wäre ungleich höher als bei der großen Tankstelle.
Wundermann hat geschrieben:Zumindest wissen die Chinesen jetzt, dass die Ukraine nicht als Blaupause für Taiwan taugt. Die Reaktionen des Westens dürften nicht wesentlich schwächer ausfallen.
Das taugt als Blaupause schon deshalb nicht, weil die Volksrepubkik China - anders als Russland die Ukraine - Taiwan nie völkerrechtlich anerkannt hat. Vielmehr musste Taiwan, das ein Überbleibsel der früheren Republik China darstellt, seine UNO-Mitgliedschaft an die Volksrepublik abtreten und kaum ein Land unterhält heute diplomatische Beziehungen zu Taiwan. Man kann Taiwan eher als eine Art "Reichsbürger-Insel" betrachten, deren Bewohner nicht akzeptieren wollen, dass die Volksrepublik der legitime Nachfolger der alten Republik China geworden ist. Zugegeben: Mittlerweile sind diese ostasiatischen "Reichsbürger" durch und durch demokratisch. Und obendrein ökonomisch äusserst erfolgreich.
Und wie kann ich jetzt meinen taiwanesischen Kollegen ihren Reichsbürgerstatus erklären?
Mein Dialekt ist für die auch schwierig zu verstehen.
D Sonn schaind schau fai schee.
D Sonn schaind schau fai schee.
Wundermann hat geschrieben:Und wie kann ich jetzt meinen taiwanesischen Kollegen ihren Reichsbürgerstatus erklären?
Frag' einen Festlandchinesen um Hilfe. Die sind erstens ziemlich zahlreich und viele können sicher auch die Ein-China-Politik erklären.
flux hat geschrieben:Wundermann hat geschrieben:Und wie kann ich jetzt meinen taiwanesischen Kollegen ihren Reichsbürgerstatus erklären?
Frag' einen Festlandchinesen um Hilfe. Die sind erstens ziemlich zahlreich und viele können sicher auch die Ein-China-Politik erklären.
Das wollte ich doch gerade vermeiden
.
Zuletzt geändert von Mustermann am 4. März 2022 13:51, insgesamt 1-mal geändert.
„I guess that concludes negotiations.“
所以我们认为,台湾人也只是一种帝国主义的人。
(Wir denken also, dass die Taiwaner auch eine Art Imperialisten sind.)
Mist, deepl übersetzt Reichsbürger mit Imperialisten.
Des lass e liaber bleiba.
(Wir denken also, dass die Taiwaner auch eine Art Imperialisten sind.)
Mist, deepl übersetzt Reichsbürger mit Imperialisten.
Des lass e liaber bleiba.
Humor hatter aber:
https://www.deutschlandfunk.de/putin-ru ... f-102.html
Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine hat Russlands Präsident Putin ausländische Staaten aufgerufen, die Beziehungen zu seinem Land zu normalisieren. Russland werde seine wirtschaftlichen Verpflichtungen mit anderen Ländern einhalten, sagte Putin in Moskau.
04.03.2022
https://www.deutschlandfunk.de/putin-ru ... f-102.html
Aber das macht doch nichts.
Danke für den Service! Ich bin auch erstmal auf den Balkon…
Entspannt Euch doch mal... - AM ARSCH GELECKT!
Gestern sind bei uns hier in der Gegend 2 mit Panzer beladene Schwerlasttransporter beobachtet worden. Keine Ahnung wo die die Panzer hinbringen
von daher
Angry Wasenhuhn hat geschrieben:Danke für den Service! Ich bin auch erstmal auf den Balkon…
Ich bin in Keller. Ist alles in Ordnung da oben?
Die fahren in die Werkstatt, jetzt wo wieder Geld da ist.higgi hat geschrieben:Gestern sind bei uns hier in der Gegend 2 mit Panzer beladene Schwerlasttransporter beobachtet worden. Keine Ahnung wo die die Panzer hinbringen

Und dazu wohl passend, Angela Merkel war sehr prophetisch. Sie wusste schon vor knapp zwei Jahren, dass wir die schwerste Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg…
Wie war das mit dem immer tieferen Tiefpunkt?
„I guess that concludes negotiations.“
Als die Meldung gestern mit dem "brennenden Atomkraftwerk" aufkam, dem größten Europas, 10x größer als Tschernobyl, habe ich mich kurz noch durch die internationalen TV-Sender gezappt. Echt irre, diese pandemische Medienhysterie heutzutage: Bei Null Info maximaler Alarm. "Muss die NATO jetzt eingreifen?"; "Sind wir jetzt in einem Atomkrieg" usw...
Man muss das auch mal feststellen: es sind nicht nur die russischen Medien die eine völlig verzerrte Realität konstruieren. Nur, dass die Verzerrung in Russland der staatlichen Zensur geschuldet ist, während unsere Verzerrung kaum anders zu erklären ist als durch massenhafte Sensationsgeilheit (bin aber gerne bereit mir andere Erklärungsversuche anzuhören).
Das Schlimme ist, dass diese Form medialer Berichterstattung natürlich nicht folgenlos bleibt. Schließlich ist sie die Grundlage für das, was man immer etwas abgehoben als die politische Meinungsbildung bezeichnet.
Wir stehen jetzt nicht nur in Deutschland vor der Frage, wie wir es mit unserem antrainierten Pazifismus halten, wie mit der Bundeswehr, der europäischen Sicherheit und der NATO. Die Bevölkerung sollte schon aktiv in diese Diskussion mit einbezogen sein, weil letztlich jede Art von Verteidigungsarchitektur von der Gesellschaft getragen werden muss, um zu funktionieren. Man kann deshalb nur hoffen, dass dieses Thema i) nicht nur wieder einmal durch den Durchlauferhitzer gejagt, demnächst wieder medial verpufft und ii) sich die Qualität der Diskussion sehr schnell und sehr deutlich verbessert.
Man muss das auch mal feststellen: es sind nicht nur die russischen Medien die eine völlig verzerrte Realität konstruieren. Nur, dass die Verzerrung in Russland der staatlichen Zensur geschuldet ist, während unsere Verzerrung kaum anders zu erklären ist als durch massenhafte Sensationsgeilheit (bin aber gerne bereit mir andere Erklärungsversuche anzuhören).
Das Schlimme ist, dass diese Form medialer Berichterstattung natürlich nicht folgenlos bleibt. Schließlich ist sie die Grundlage für das, was man immer etwas abgehoben als die politische Meinungsbildung bezeichnet.
Wir stehen jetzt nicht nur in Deutschland vor der Frage, wie wir es mit unserem antrainierten Pazifismus halten, wie mit der Bundeswehr, der europäischen Sicherheit und der NATO. Die Bevölkerung sollte schon aktiv in diese Diskussion mit einbezogen sein, weil letztlich jede Art von Verteidigungsarchitektur von der Gesellschaft getragen werden muss, um zu funktionieren. Man kann deshalb nur hoffen, dass dieses Thema i) nicht nur wieder einmal durch den Durchlauferhitzer gejagt, demnächst wieder medial verpufft und ii) sich die Qualität der Diskussion sehr schnell und sehr deutlich verbessert.
Hasenrupfer hat geschrieben:Tifferette hat geschrieben:Der Fischer ist wesentlich besser, wenn er über (Straf-)Recht schreibt.
Schreibt der immer so wirr? Ich mein, wir haben ja alle bissle Schiss vor dem was da noch kommt, aber das liest sich wie nach zweieinhalb Flaschen Rotwein in's Diktiergerät reingerülpst, nachts um halb Dreie...
Aus Respekt, insbesondere aufgrund der teilweise exzellenten juristischen Kolumnen, wollte ich es nicht so schreiben. Aber: ja, das liest sich wie der viel zu früh von uns gegangene Udo Ulfkotte.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."
(Batman)
(Batman)
“Ich schreib mal ein paar Dinge auf, die nicht falsch sind”
Es tönte schon sehr wie ein Forums- oder Blogeintrag. Hat mich ein bisschen an Irons jüngste Analyselust erinnert, nur hat der mehr Fokus, weil er sich auf den VfB beschränkt.
Es tönte schon sehr wie ein Forums- oder Blogeintrag. Hat mich ein bisschen an Irons jüngste Analyselust erinnert, nur hat der mehr Fokus, weil er sich auf den VfB beschränkt.
Nice Weather hat geschrieben:“Ich schreib mal ein paar Dinge auf, die nicht falsch sind”
Fischer legt in seinem hier verlinkten Rant dar, dass der Westen, der jetzt von einer "Zeitenwende" und "Angriffskrieg" von ungeheuerlichen Vorgängen, wie man sie nie zuvor seit 1945 gesehen habe, faselt, doch haargenau dieselben "Angriffskriege" geführt hat in den letzten Jahrzehnten, ebenfalls größtenteils ohne UN-Mandat in einem völkerechtlich "fragwürdigen" Sinne.
Fischer schreibt nicht wie ein Journalist. Seine Texte sind oft wirr, selbstreferentiell, bzw. autohumoristisch. Aber sie sind nicht substanzlos. Er schreibt auch nicht ein paar Dinge auf, welche nicht falsch sind, sondern ein paar Dinge, die geschätzt 90% der deutschen Bevölkerung nicht hören wollen und wie ein Abtörner unserer so innig geliebten Betroffenheitskultur darherkommen.
Frank N Furter hat geschrieben:Fischer legt in seinem hier verlinkten Rant dar, dass der Westen, der jetzt von einer "Zeitenwende" und "Angriffskrieg" von ungeheuerlichen Vorgängen, wie man sie nie zuvor seit 1945 gesehen habe, faselt, doch haargenau dieselben "Angriffskriege" geführt hat in den letzten Jahrzehnten, ebenfalls größtenteils ohne UN-Mandat in einem völkerechtlich "fragwürdigen" Sinne.
Du nennst den entscheidenden Unterschied ja, vermutlich unabsichtlich, selber. Ja, der Westen hat völkerrechtlich fragwürdige Kriege geführt. Der Überfall Russlands auf die Ukraine ist dagegen eindeutig ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg, mithin ein Kriegsverbrechen. Und das ist eben nicht "haargenau dasselbe". Ich finde, vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse könnte man sich ausnahmsweise mal jede Form von "Whataboutism" verkneifen - auch wenn es sich mit diesem ganz besonders schön klugscheißen lässt.
Zuletzt geändert von flux am 4. März 2022 17:30, insgesamt 1-mal geändert.
Frank N Furter hat geschrieben:Als die Meldung gestern mit dem "brennenden Atomkraftwerk" aufkam, dem größten Europas, 10x größer als Tschernobyl, habe ich mich kurz noch durch die internationalen TV-Sender gezappt. Echt irre, diese pandemische Medienhysterie heutzutage: Bei Null Info maximaler Alarm. "Muss die NATO jetzt eingreifen?"; "Sind wir jetzt in einem Atomkrieg" usw...![]()
Man muss das auch mal feststellen: es sind nicht nur die russischen Medien die eine völlig verzerrte Realität konstruieren. Nur, dass die Verzerrung in Russland der staatlichen Zensur geschuldet ist, während unsere Verzerrung kaum anders zu erklären ist als durch massenhafte Sensationsgeilheit (bin aber gerne bereit mir andere Erklärungsversuche anzuhören).
Das Schlimme ist, dass diese Form medialer Berichterstattung natürlich nicht folgenlos bleibt. Schließlich ist sie die Grundlage für das, was man immer etwas abgehoben als die politische Meinungsbildung bezeichnet.
…
Ich hab die Tage jetzt auch ein Paar Stunden CNN geschaut und bin ziemlich konstatiert.
Wann immer ein sog. Experte (aus dem Pentagon, Kongress Leute etc.) gebeten wurde etwas substanzielles zu einer bestimmten Frage beizusteuern, lautete die Antwort immer: Ich weis nur das was Sie wissen, CNN ist meine Informationsquelle.
Hä? WTF? Das kann doch nicht sein
von daher
@Flux
Der Einmarsch in Afghanistan und in den Irak war völkerrechtlich betrachtet eindeutig völkerrechtswidrig gewesen. 1:1 vergleichbar mit dem Einmarsch der Russen jetzt in die Ukraine.
Es war der Westen, der nach dem Ende des zweiten Weltkriegs damit begonnen hat in anderen Ländern Kriege zu führen, welche in der Begründung, aber auch in der tatsächlichen Durchführung, den Tabubruch initiierten. Jetzt so zu tun, als wäre der Westen der Verteidiger der Werte, ist Geschichtsklitterei.
Egal ob West oder Ost: die gesamte Menschheit hat sich bis heute noch kein Konzept einfallen lassen, wie man unterschiedliche Szenarien von "Meinungsverschiedenheiten" konsequent durch Verhandlungen und internationale Absprachen, aber immer unter Verzicht militärischer Gewalt löst. So weit sind wir noch nicht. Weder der Osten, noch der Westen. Uns selbst darüber hinwegtäuschen zu wollen, bringt uns da auch keinen Schritt weiter.
Der Einmarsch in Afghanistan und in den Irak war völkerrechtlich betrachtet eindeutig völkerrechtswidrig gewesen. 1:1 vergleichbar mit dem Einmarsch der Russen jetzt in die Ukraine.
Es war der Westen, der nach dem Ende des zweiten Weltkriegs damit begonnen hat in anderen Ländern Kriege zu führen, welche in der Begründung, aber auch in der tatsächlichen Durchführung, den Tabubruch initiierten. Jetzt so zu tun, als wäre der Westen der Verteidiger der Werte, ist Geschichtsklitterei.
Egal ob West oder Ost: die gesamte Menschheit hat sich bis heute noch kein Konzept einfallen lassen, wie man unterschiedliche Szenarien von "Meinungsverschiedenheiten" konsequent durch Verhandlungen und internationale Absprachen, aber immer unter Verzicht militärischer Gewalt löst. So weit sind wir noch nicht. Weder der Osten, noch der Westen. Uns selbst darüber hinwegtäuschen zu wollen, bringt uns da auch keinen Schritt weiter.
higgi hat geschrieben:Hä? WTF? Das kann doch nicht sein
"Neulich" gings um das "Z" auf den russischen Panzern. Jede Menge Theorien was es bedeuten könnte, aber jede für sich unmittelbar widerlegbar.

Frank N Furter hat geschrieben:@Flux
Der Einmarsch in Afghanistan und in den Irak war völkerrechtlich betrachtet eindeutig völkerrechtswidrig gewesen. 1:1 vergleichbar mit dem Einmarsch der Russen jetzt in die Ukraine.
Es war der Westen, der nach dem Ende des zweiten Weltkriegs damit begonnen hat in anderen Ländern Kriege zu führen, welche in der Begründung, aber auch in der tatsächlichen Durchführung, den Tabubruch initiierten. Jetzt so zu tun, als wäre der Westen der Verteidiger der Werte, ist Geschichtsklitterei.
Egal ob West oder Ost: die gesamte Menschheit hat sich bis heute noch kein Konzept einfallen lassen, wie man unterschiedliche Szenarien von "Meinungsverschiedenheiten" konsequent durch Verhandlungen und internationale Absprachen, aber immer unter Verzicht militärischer Gewalt löst. So weit sind wir noch nicht. Weder der Osten, noch der Westen. Uns selbst darüber hinwegtäuschen zu wollen, bringt uns da auch keinen Schritt weiter.
Es ist für die Bewertung dieses Krieges scheißegal, ob und welche völkerrechtswidrigen Kriege der Westen geführt hat, weil
1. die Ukraine an keinem davon beteiligt war und
2. wenn man die Kriege des Westens für falsch hält, man den Angriff auf die Ukraine ebenfalls für falsch halten muss.
Ich kann diesen Bullshit nicht mehr hören.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."
