Auswurf hat geschrieben:ich bleibe dabei- einen spitznamen bekommt man verpasst und sucht ihn nicht selbst aus.
Denn sonst ist es marketing und eitler stuß
Ja freilich, das ist der springende Punkt. Wobei es nicht unbedingt maßgeblich ist, wer’s ursprünglich erfunden hat, sondern wer’s benutzt: “Die Mannschaft” wäre eigentlich ein feiner Titel, wenn der Begriff auch tatsächlich gebräuchlich wäre – aber das sagt halt niemand.
Stattdessen ist es ein typisch deutscher Marketing-Claim: nüchtern, faktenbasiert, dynamisch, und vor allem garniert mit einer riesigen Prise falscher Bescheidenheit, denn nichts wäre unsympathischer als deutsche Großmannssucht.
Im englischsprachigen Ausland ist der Name sehr beliebt: “man shaft” heißt im Englischen das selbe wie “der Mann-Schaft” im Deutschen, was zu viel Heiterkeit und Belustigung führt. Das “Die” davor setzt dem Ganzen noch ein ulkiges Krönchen auf.
Auswurf hat geschrieben:"die jungen wilden" haben sich auch nicht hinkel und kk22 in nem meeting ausgedacht
Wohl eigentlich nicht, aber im Endeffekt schon. Das kam sicherlich aus den Medien, aber der Verein hat sich das schnell zunutze gemacht. Viel zu sehr, könnte man sagen: die haben lange den Fehler gemacht, sich auf ihren eigenen Hype zu verlassen. Wenn’s eng wurde, hat Staudt oft ganz offen gesagt, dass es die Nachwuchsarbeit schon irgendwie richten werden würde.
Insgesamt sind solche Bezeichnungen aber auch einfach ein bisschen altmodisch. Die halten sich nur, weil Journalisten Synonyme brauchen.