2597 Beiträge

Wen wählt ihr am 13. März in Baden-Württemberg?

Umfrage endete am 12. März 2016 21:26

CDU
5
7%
Grüne
21
31%
SPD
6
9%
FDP
8
12%
Linke
5
7%
AfD
10
15%
Sonstige
1
1%
Ich nix Baden-Württemberg
11
16%

darkred
Benutzeravatar
Halbdaggl
Airwin hat geschrieben:
jetzt mal ausser acht gelassen, dass ich mir eine lösung des flüchtlingsproblems anders als Du vorstelle


das glaube ich auch. ich bin da zwar nicht so radikal wie frau merkel, die ja vor kurzem multikulti noch für gescheitert erklärt hat, aber eben auch nicht so auf der linie von frau g.-e, und frau peters deren vorstellungen du wohl teilst.


für all das, was Dir da nicht passt, machst Du einzig und allein die deutsche regierung verantwortlich?


nicht einzig und allein aber maßgeblich. deutschland ist das größte land in der EU und beansprucht eine führungsrolle. merkel hat das dublinabkommen außer kraft gesetzt ohne die EU partner zu informieren. merkel hat mit ihrer maximalforderung "keine obergrenze" einen kompromis innerhalb der EU unmöglich gemacht. deutschland war in der EU nicht isoliert sondern merkel hat deutschland isoliert. man muß sich ja nur die aussagen von französischen, dänischen, österreichischen regierungsvertretern anhören, dann weiß man bescheid.
bzgl der osteuropäer: wie naiv und historisch unbeleckt mußte man eigentlich sein um zu glauben gerade dort eine quote ohne obergrenze durchsetzen zu können :roll: :shock: ? Dummheit oder größenwahn?
ja die merkel reegierung hat dilettantisch agiert und ist nicht teil der lösung sondern teil des problems.


@thoreau
Und deshalb wählt man einen Sauhaufen, der absolut keine Lösungen hat? Verstehe ich nicht.


während die frage oben imo einfach zu beantworten ist, ist es hier schwieriger. ich werd da selbstverständlich keine empfehlung abgeben, dass muß jeder kritiker der flüchtlingspolitik selbst entscheiden wie er mit dem dilemma umgeht, dass es unter den etablierten parteien keine echte opposition zur merkelschen politik gibt.
Ich halte nicht viel von der AfD, sehe aber auch den versuch die partei zu skandalisieren bzw unmöglich zu machen. Das petryinterview und die reaktion darauf nenne ich mal nur als beispiel. Auch die lemminghafte willkommenskultur mitsamt medial unterstützter einheitsmeinung war mir von anfang an suspekt.

Ich verstehe dein unverständnis und antworte - trotzdem - mit einer gegenfrage: Welche wahlempfehlung gibst du denjenigen die mit muttis flüchtlingspolitik ein grundsätzliches problem haben?


:prost:

Darauf wird es keine Antwort geben, weil es aus deren Sicht alternativ keine gibt.
Es gibt da nur die profunde Perspektive aus der eigenen Gesinnung heraus, die Jeden scheuklappenartig verteufelt, der auch nur annähernd in der rechten Hemisphäre des politischen Spektrums vermutet wird.

Die mannigfaltigen Versäumnisse der Regierenden zu Zeiten wo vorausschauendes Handeln gefragt gewesen wäre, Misskommunikation unter europäischen Verbündeten als führende Nation der EU, unabgesprochene Alleingänge, die daraus resultierenden ärmlichen Versuche den EU-Nehmerländern das am Ende aufzuoktroyieren zu wollen ... und und und ... das wird alles ignoriert, so lange man das breite Spektrum von tumben Faschos bis bürgerlichen Protestwählern nur mit dem Nazistempel erschlagen kann.

Noch mal, sicher sind nicht alle AfD-Wähler die reflektiertesten Bildungsbürger mit hoch solidarischer Disposition, aber sie sind verdammt nochmal Teil dieser Gesellschaft und bestimmen die Zukunft mit. Deshalb MUSS man sich sachlich mit Ihnen auseinandersetzen und sie in der Diskussion nicht nur faktisch widerlegen, sondern versuchen, sie zum Umdenken zu bewegen. Gut, bei einigen Hardlinern ist das vergebene Liebesmühe, aber bei den zahllosen Protestwählern die Mutti's ungesteuerte Flüchtlingspolitik so nicht mittragen wollen eben nicht. Und wer wahrhaftig behauptet, dass bei den neueren 12%-Prognosen der AfD nicht 5-8% reine Protestwähler dabei sind, die einfach ein Zeichen gegen diese planlose Vorgehensweise setzen wollen (ohne sich in einer APO zu organisieren), der betreibt mMn nichts weiter als linke Propaganda.

Woher sollten denn diese ganzen verkappten Nazis denn auf einmal her kommen?

Tamasi
Benutzeravatar
Allmachtsbachel
Nach wie vor steht Airwins Frage im Raum, welche Partei man wählen soll, wenn man Merkels Flüchtlingspolitik nicht unterstützen will.

Tiffi, die FDP vielleicht? :mrgreen: :oops:

Ich wähle eigentlich seit jeher Grün, bin gerade aber von manchen Dingen genervt. Stichwort "Ablehnung der Einzelfallprüfung". Dabei wäre das doch gut! Wird aber aus Prinzip abgelehnt, weil's von der CSU kommt. Na, egal.

Jedenfalls: Ich wüsste gerade nicht, wen ich wählen sollte. Die AfD allerdings ganz sicher nicht. Nur: Was dann?

Wusste noch nie, wen ich wählen soll. Habe eigentlich immer taktisch gewählt, nie aus ganzem Herzen für eine Partei gestimmt. Ist kein neues Problem.

Wenn man nicht ganz so negativ und taktisch vorgehen möchte, dann geht man nach Personen und sucht sich den Kandidaten raus, dem man am ehesten über den Weg traut. Oder man pickt sich einen inhaltlichen Punkt heraus, den man wichtig findet und sucht sich die Partei aus, die einen da am besten vertritt.

Sonst halt ungültig.



Tamasi
Benutzeravatar
Allmachtsbachel
Die Entscheidung nach Personen finde ich auch ganz gut. Vermischt sich ja oft mit den größeren Tendenzen.

Aber wenn man halt jetzt - in der derzeitig aufgewühlten Stimmung - ganz bewusst ein Zeichen gegen die Berliner Flüchtlingspolitik setzen will... Da reicht die Personen-Entscheidung vielleicht nicht?

Nicht dass ich das wollte, aber viele andere womöglich. Das sind nicht gleich Deppen oder Nazis, das sind auch Zer- bzw. Hin-und-Hergerissene. Viele landen womöglich bei der AfD. Das ist m.E. ein falsches Zeichen.

Und zwar - @KC - weil die AfD noch für viel anderes steht, Nilk hat's bereits ausgeführt und ich denke immer, die wollen's wie der Orban oder die Polen machen, sozusagen Gleichschaltung auf allen Ebenen. Oh ja.

Oh nein!


darkred
Benutzeravatar
Halbdaggl
Und wieder keine erhellende Antwort darauf, wie man sich denn politisch bemerkbar machen soll, wenn man mit dem Kurs der Regierenden nicht einverstanden ist..?

Und da geht es jetzt nicht um mein persönliches Wahlverhalten, ganz bestimmt nicht, aber um all diejenigen, die ihrem Protest -demokratisch legitimiert und parlamentarisch verortet- Ausdruck verleihen wollen.

Was empfiehlst du diesen denn konkret?



cordoba
Granadaseggl
... und der REP
...und der AfD
...und der BüSo
... und ALFA und
.... PIRATEN und
....DIE LINKE und
....SPD und
...GRÜNE und
.... FDP und
.... CDU und..
.... Tierschutzpartei.

Freu mich schon auf den "Mal"-zettel am 13.03.
Ich bin Brustringer ©


Wenn ihr die Nazis nach wie vor auf so einem hohen Sockel habt, dass sich jeder Vergleich verbietet, dann meinetwegen. Ist ja auch immer eine gute Ausrede, wenn man bei Interventionen nicht mitmachen, sondern nur Waffen verkaufen will.

Dann ist die AfD halt ein Haufen Arschgeigen. Egal – eine Stimme für die ist eine intellektuelle und moralische Bankrotterklärung. Ich finde das sehr simpel, und ich weiß nicht, woher diese Sorge um die politisch Heimatlosen herrührt.

darkred hat geschrieben:Und wieder keine erhellende Antwort darauf, wie man sich denn politisch bemerkbar machen soll, wenn man mit dem Kurs der Regierenden nicht einverstanden ist..?


Darauf gab es doch jede Menge Antworten. Wenn jemand aus Protest eine angebräunte Arschlochpartei wählen will, dann soll er halt. Und selbstverständlich ist Nichtwählen eine Option – davon machen ja sehr viele bei jeder Gelegenheit Gebrauch. Oder einen Pimmel auf den Wahlzettel malen, mit Haaren. Oder selbst eine Partei gründen: der Kretschmann und seine Leute haben auch klein angefangen, ist noch gar nicht so lange her.

Ansonsten kann man Aufklärung betreiben, zum Beispiel indem man die AfD im Internet mit Nazis vergleicht.


jagdhuette
Benutzeravatar
Halbdaggl
Kronenclub hat geschrieben:Haben die meisten doch schon beantwortet... gar nicht wählen.
Das ist allerdings die noch schlechtere Lösung.

Damit finanziere ich nicht irgendwelchen Hetzern den Ruhestand. Ist doch erstmal gar nicht so schlecht.

Ich nutze mein Recht auch gerne und finde auch meist eine Partei, die ich wählen kann. Habe in meinem Leben bisher zwei unterschiedliche gewählt.

Wenn nur Parteien rechts der CDU auf dem Wahlzettel stehen würden, würde ich ungültig wählen und vermutlich über eine Emigration nachdenken.
Wir können zwar in Deutschland nicht die Probleme der ganzen Welt lösen, aber die, die wir lösen können sollten wir auch anpacken und nicht mit vollgepisster Jogginghose einen Bus mit Familien vollbrüllen.

cordoba
Granadaseggl
Nice Weather hat geschrieben:[...]
Ansonsten kann man Aufklärung betreiben, zum Beispiel indem man die AfD im Internet mit Nazis vergleicht.


Ein VfB-Forum mit gesellschaftspolitischem Auftrag?

Und ich Dummerle dachte, Sinn und Zweck des Forums ist die Bekundung gemeinschaftlicher VfB-Sympathie.

Da sollte ich meine Teilhabe wohl nochmals überdenken.
Ich bin Brustringer ©

Plan B
Grasdaggl
Man darf aber auch über den VfB-Tellerand hinausschauen. Man muss es aber nicht und diesen Themen fernbleiben.
Das hier ebbt ab, wenn die Wahl vorüber ist und der VfB dann auf Platz 6 steht.
Carpe diem.




factotum
Benutzeravatar
Granadaseggl
Wenn ihr die Nazis nach wie vor auf so einem hohen Sockel habt, dass sich jeder Vergleich verbietet, dann meinetwegen.

Danke, sehr grosszügig! Im Gegenzug erlaube ich Dir hiermit offiziell, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, so lange und so oft Du willst.

ich weiß nicht, woher diese Sorge um die politisch Heimatlosen herrührt.

Soll ichs Dir erklären? Dann müsste ich allerdings selber von den ollen Nazis anfangen. Das kann dann langwierig werden, ist eins meiner Steckenpferde.

Und selbstverständlich ist Nichtwählen eine Option
Nein, Nichtwählen ist keine Option.Es sind viel zu viele gute Leute fürs Wahlrecht gestorben.

Oder einen Pimmel auf den Wahlzettel malen, mit Haaren
Viel besser! Geht doch.

Jagdhuette ist mein Tagesfavorit, a propos de rieng quasi... ärgerlich, dass ich es nicht selber ausgedacht und geschrieben habe, aber jetzt zitier ich es halt wenigstens:

Wir können zwar in Deutschland nicht die Probleme der ganzen Welt lösen, aber die, die wir lösen können sollten wir auch anpacken und nicht mit vollgepisster Jogginghose einen Bus mit Familien vollbrüllen.
The shit that used to work, won`t work now.

crastro
Für diejenigen, die "weiter so" als alternativlos ansehen, bedeutet eine Partei wie die AfD zweifelsfrei eine Art "Gefahr".....


.......während diejenigen, die keine Alternative sehen, diese Partei ,weil aussichtsreich, eben wählen.

Dagegen werden die Schimpforgien diverser Menschen nichts ausrichten.

Mir ists egal, was einer wählt. Die Arroganz, andere Menschen wegen ihrer zu meinen unterschiedlichen Ansichten diffamieren zu müssen, die hab ich nicht.........und das werde ich mir auch nicht angewöhnen.....

Mit dem einfachen Wort "Respekt" können wohl manche, die sonst immer lauthals nach "Toleranz" krakeelen, wenig anfangen.....


publicenemy
Benutzeravatar
Halbdaggl
Was erwarten denn die AFD-Wähler? Doch nicht eine moderate Änderung der Flüchtlingspolitik. Sondern gnadenloses Aufräumen im Pegida-Stil. Führende Vertreter dieser Partei verlangen dies und zwar in einem Ton und einer Argumentation, die unter aller Sau ist. Deshalb kann man solche Leute auch als Nazis bezeichnen. Das heisst nicht, dass jeder Wähler dieser Partei ein Nazi ist, aber halt ein Depp.

Und noch ein Wort zu Frau Merkel: Sie hat die Not der Flüchtlinge erkannt und darauf mit Empathie reagiert. Ihr ist sicher klar, dass es hier keine einfachen Lösungen gibt. Ihr "wir schaffen das" ist deshab genau das Richtige gewesen. Man muss halt viel leisten und geben. Und man kann tatsächlich viel schaffen. Sie ist Politikerin und keine Sesselfurzerin, die erklärt, weshalb dieses oder jenes nicht geht.