- darkred
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- Halbdaggl
Dammit.
Ich war stets der Überzeugung, dass man am Ende doch noch die Basis für einen gemeinsamen Weg findet.
Aber die Agenda von Wehrle, Vogt und all den neuen "Beratern" scheint eine offenkundig andere zu sein.
Jetzt müssen sie liefern...
Wenn Sie als ultima ratio Labbadia als Trainer präsentieren und "zu guter Letzt" Gente und Khedira als Doppelspitze Manager/Sportvorstand installieren, dann falle ich echt vom Glauben ab. Oder auch Horst Heldt. Dann hat man im Vorstand UND Präsidium einfach nix kapiert. Und zeigt sich mehr als lernresistent. Aber ich bin sicher, dass es dann halt wieder Rochaden in der AG und Vereinsführung geben wird. Dem VfB wird das, einmal mehr, nichts bringen ... außer der Augustkappe und den Spott der Liga.
Klar.
Mislintat repräsentierte den VfB in einer extrem belebenden Art und Weise. Absoluter Fachmann, rhetorisch top, überzeugend in seiner Überzeugung, nahm die Leite mit und war gefühlt immer gerade raus.
Was das Erzielen von Transferüberschüssen angeht, muss man ebenfalls den Hut ziehen.
Andererseits gehört auch zur Wahrheit, dass er nach der sensationellen Verhinderung des Abstiegs am letzten Spieltag, kein wirklich gut funktionierendes Konstrukt für die aktuelle Saison hingestellt bekommen hat. Das Team tritt ebenso wankelmütig auf, nein eher noch viel wankelmütiger, als in der vergangenen Spielzeit. Dieser Umstand tritt mir etwas zu sehr hinter den Personenkult, der um ihn entstanden ist. Es ist mMn kein ausgewogener und leider auch kein ausreichend schlagkräftiger Kader. VfB-philosophischer Überbau "Die neuen jungen Wilden" hin oder her. Er als sportlich Verantwortlicher muss den Spagat schaffen, einerseits den eingeschlagenen Weg der Spielerentwicklung weiter zu gehen, andererseits hat er aber für eine Zusammensetzung des Kaders zu sorgen, der in sich insofern homogen ist, dass Rookies mit Talent im Schatten von gestandenen Achsenspielern heranreifen können. Was wir sehen, ist ein Rudel junger, fixer, verspielter Welpen, die zwar nach deinem Arm schnappen aber keine Zähne haben.
Dazu kommen die jüngsten Aussagen und Verhaltensweisen, die so langsam Richtung Wagenburg gingen. Das Festhalten an, bzw. Werben für Wimmer, obwohl unter ihm nicht wirklich eine Trendwende zu mehr Druckresistenz und Galligkeit erkennbar war. Und dann mit dem immer wieder angeführten "Punkteschnitt" (über welchen Betrachtungszeitrazum, bitte?), zu kommen, wirkte auf mich ein wenig wie ein Ablenkungsmanöver, um sich selbst der Kritik zu entziehen.
Nicht falsch verstehen, ich hätte mich gefreut, wenn man sich mit ihm auf zwei weitere Spielzeiten hätte verständigen können. Die Chance hat er sich absolut verdient. Wehrle und seine Berater kamen wohl aber zu dem Schluss, dass SM die eingeschlagene Richtung so stringent (um nicht zu sagen mit Scheuklappen) verfolgt hätte, auch wenn er am Ende und in fatalistischer Konsequenz mit Wimmer "und dem Weg" erneut abgestiegen wäre. Wenn das die Sicht von Wehrle & Co. ist, wovon nach all dem bekannt Gewordenen ja ausgegangen werden muss, dann ist der Schritt jetzt nur konsequent. Und ja auch mutig. Sie stellen sich selbst in den Wind und meinen das bessere Konzept zu haben. Das wird sich, wie gesagt, in Bälde zeigen.