Fun.
Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass einige Wiesn-Wirte mehr als unwirsch auf einen Einwurf des neuen Zweiten Bürgermeisters der Stadt, Dominik Krause, reagierten: Der hatte im Interview mit dem Instagram-Kanal »Münchner Gesindel« behauptet, das Oktoberfest sei die »weltweit größte offene Drogenszene«.
Harmlose und korrekte Aussage. Und natürlich auch nicht ganz bierernst, höhö.
»Hier werden sieben Millionen Besucher mit Drogenkonsumenten gleichgesetzt und diskreditiert«, teilten die Wirte nun mit. Krause – noch keine zwei Wochen im Amt – äußerte sich zunächst nicht zu dem öffentlichen Rüffel.
Die scheinen in den Achtzigern hängengeblieben zu sein. Drogenkonsumenten – Alkohol mit eingeschlossen – werden nur noch von Arschlöchern diskreditiert, der Rest der Gesellschaft hat doch längst eine aufgeklärte Meinung dazu.
Es geht also im Kern auch um die Frage, ob Bier eine mit Cannabis gleichzusetzende Droge ist. Christian Schottenhamel, Sprecher der Oktoberfest-Wirte, hat hierzu eine klare Meinung: »Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen Haschisch rauchenden Personen und fröhlich feiernden Wiesn-Besuchern. Bier ist keine Droge«, sagte er.
Schottenhamel. Den muss ich gleich mal googlen. Gibt der im Vollsuff Interviews?
Die Aussage des Zweiten Bürgermeisters vermittle, »dass auf der Wiesn große Mengen Drogen konsumiert werden, das ist falsch«, sagte Schottenhamel.
Nein, das ist natürlich richtig. Und der Witz ist, dass das laut Artikel selbst dann noch richtig wäre, wenn man den Alkohol da idiotischerweise rausrechnen würde: lauter Kokser unterwegs auf dem Deppenfest.