flux hat geschrieben:Es ist eindeutig Fall 1. Welchen Vorteil sollte ansonsten die "Entkoppelung" von AR-Vorsitz und e.V.-Präsidentschsft für Porsche denn mit sich bringen?
Gute Frage. Das Offensichtlichste wäre, dass man hofft die bestimmende Position des Präsidenten im Verein abzuschwächen, nach dem Motto: teile und herrsche. Aber ob das den Aufwand und die Irritationen wert ist?
Dass die Trennung jedoch der Hauptgrund ist, erkennt man daran, dass die Porsche-Initiative nur dieses Ziel verfolgt. Sie verfolgt ja nicht die Absetzung von Vogt als Präsident. Und wie geschildert werden sie ja auch dann seinen Einfluss nicht los. Dein Argument von oben, kehrt sich hier um. Wenn Vogt das Problem wäre, müsste er ganz weg, weil er im Präsidium immer noch zu viel Macht hätte.
Was würde denn wohl passieren, wenn die Investoren diesen Machtkampf gewinnen? Sehr wahrscheinlich bringt das die zurückgesetzten Mitglieder noch mehr auf, oder was denkst Du? Der "Fan-Präsident" scheint ja so eine neue Mode zu sein. Meine Vermutung ist: die Polarisierung zwischen den beiden Lagern wird immer weiter gehen, völlig unabhängig davon wer die handelnden Personen sind. Die Investoren wollen keine Millionen investieren und dann nichts zu sagen haben und die Mitglieder wollen sich nicht "ihren Verein" wegnehmen lassen. Ich sehe da keine Kompromissformel. Wenn Vogt weg ist, kommt der nächste "Fan-Präsident" und der muss und wird sich noch stärker mit den Mitglieder-Interessen verbünden, sonst wird er erst gar nicht gewählt.
Würde es Porsche wirklich nur um die Person Vogt gehen, wäre das klar kommuniziert worden und zur Bedingung eines Einstiegs gemacht worden. Dann hätten die Mitglieder selbst entscheiden müssen, was ihnen wichtiger ist, ihr Fan-Präsident Vogt oder die Kohle und der vermeintlich erkaufte sportliche Erfolg. Porsche wäre kein Risiko eingegangen, hätte sein Image nicht zur Disposition gestellt und stände jetzt nicht wie ein Intrigantenstadl da. Im Prinzip versucht Porsche gerade das Kind mit dem Bade auszuschütten.