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Tamasi
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Allmachtsbachel
Die kicker-Analyse toppt natürlich alles. Tenor: Pech gehabt, weil zu hohe Fehlerquote. Dass die Fehler erstmal erzwungen wurden - kein Wort dazu. Auch "Palacios statt Andrich" war okay, weil Andrich hätte Lookman beim 1-0 ja auch übersehen können. Stimmt. Aber es geht doch nicht um diese Einzelaktion. Andrich hat gefehlt, weil körperliche Robustheit gefehlt hat!

Einziger echter Fehler, den der kicker sieht: Alonso hat Jonas Hoffmann nicht eingewechselt.

https://www.kicker.de/bayers-stromausfa ... 64/artikel

Frank N Furter
Bergamo hat all seine Torchancen direkt aus dem Pressing generiert. Das war quasi deren einziges Werkszeug und mehr war gegen Leverkusen auch überhaupt nicht nötig. Das erstaunliche ist ja, das Leverkusen keine Chance hatte, nullkommanull, nicht den Hauch. Auch nicht nach der Halbzeit mit Neuausrichtung. Im Gegenteil, in Halbzeit zwei haben die den Ball nur noch blind nach vorne geschlagen, wie ne Regionalligamannschaft.

Und es gab in 34 Bundesligaspielen kein Team, das auch mal konsequent Pressing spielen konnte gegen Leverkusen? Der VfB hat es ja halbzeitweise mal vorgemacht. Es gab also durchaus Hinweise darauf, wie man denen beikommt.

Ich bleibe dabei: das gestrige Spiel war weniger eine Niederlage für Leverkusen als ein Armutszeugnis für die gesamte erste Bundesliga. Für die Trainer und für die körperliche Fitness und Einsatzbereitschaft der Spieler. Das könnte man höchstens noch damit relativieren, dass die deutschen Schiris ein so körperliches Spiel wie das von Bergamo in der Bundesliga stärker sanktionieren würden....




schwaebi
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Grasdaggl
higgi hat geschrieben:@Fnf
Dass die 90 Minuten pressen können, ist in der Tat bemerkenswert


*smilie-mit-hochgezogener-Augenbraue*

Die unsrigen waren im Heimspiel nach 45 min. platt. In HZ 1 war's aber auch bergamesk.
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.



Frank N Furter
Hoeneß hat schon im ersten Spiel gegen und in Leverkusen den richtigen Lösungsweg gefunden. Nach der Führung hat sich der VfB aber leider zurückgezogen. Entweder, weil Hoeneß befürchten musste, dass seine Spieler das tasächlich nicht 90 Minuten durchhalten oder weil er sich durch eine Ausrichtung auf Konter etwas erhoffte, was gegen Leverkusen aber nicht funktioniert.

Dass Bergamos Trainer Gasperini seine Spieler im Training maximal fordert, hat sich übrigens längst herumgesprochen. Schon erstaunlich, dass der mit den hierzulande für völlig überkommenen gehaltenen Quälix-Methoden so viel Wirklung erzielt. Würde der Typ z.B. die Bayern wieder fit machen, wäre das genau der Trainer den die jetzt am nötigsten brauchen. Allerdings muss man für solch einen Stil dem Trainer wohl auch vollkommene Autorität zubilligen, was in München ja nie gegeben wäre.



Tamasi
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Allmachtsbachel
Frank N Furter hat geschrieben:Ich bleibe dabei: das gestrige Spiel war weniger eine Niederlage für Leverkusen als ein Armutszeugnis für die gesamte erste Bundesliga.

Und natürlich auch ein Armutszeugnis für die ganzen EL-Gegner von Leverkusen; AS Rom oder West Ham zum Beispiel. Alles Losertruppen.

Aber okay, die Robustheit von Bergamo fand ich tatsächlich "drüber". Das hätte der Schiri gerne eindämmen sollen, "im Sinne des Fußballs", oder wie der "Sticht alles"-Paragraph im Regelwerk lautet.

Und dazu: Oft waren es Fouls, nur um den Angriff zu stoppen. Das wird im Fußball eh viel zu lasch sanktioniert. Ab und an eine Gelbe Karte, aber man die Fouls ja eh auf mehrere Feldspieler verteilen. Nicht sinnvoll. Erstes Foul Gelb, zweites Foul zehn Minuten Zeitstrafe. Gerne. Und den jeweiligen Freistoß 20 Meter vor in die gegnerische Hälfte verlegen. Anderes Thema, egal.

Letztlich war dieser Teil der Spielweise "Union in besser". :puke:

NUR DAS fand ich schlecht. Trotzdem super, dass Bergamo gewonnen hat.


Frank N Furter
Du unterschlägst, dass Leverkusen fast gegen Qarabağ Ağdam im Achtelfinale rausgeflogen wäre, auch weil die schon körperlich etwas robuster gespielt haben.

Wo ich Dir zustimme - irrelevanter Weise! - ist deine Bevorzugung eines Fussballspiels und Regeln, die die Sportart Ringen wieder seinem originären Platz zuweist. Auch ich finde es nicht gut, wenn fussballerisches Können dadurch erstickt wird, dass ständig gehalten, gezogen, geschubst und gecatcht wird.

Aber das war ja nicht das Thema, bzw. wir wissen ja, dass das mit dem Euphemismus "internationale Härte" abgebügelt wird. Wichtig ist, dass der VfB bereits ohne solch eine Härte, also nur durch geschicktes Pressing, die Bayerelf eine Halbzeit lang genauso verlegen gemacht hat, wie gestern die Bergamesen. Es geht also, auch in der Bundesliga. Die interessante Frage ist eher die: warum geht das nicht 90 Minuten? Bergamo schafft das ja, also physiologisch scheint es möglich zu sein.

schwaebi
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Grasdaggl
Oder: Warum schafft das nur genau eine Mannschaft, nicht aber Karabach, West Ham und der VfB?
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:Du unterschlägst, dass Leverkusen fast gegen Qarabağ Ağdam im Achtelfinale rausgeflogen wäre, auch weil die schon körperlich etwas robuster gespielt haben.

Wo ich Dir zustimme - irrelevanter Weise! - ist deine Bevorzugung eines Fussballspiels und Regeln, die die Sportart Ringen wieder seinem originären Platz zuweist. Auch ich finde es nicht gut, wenn fussballerisches Können dadurch erstickt wird, dass ständig gehalten, gezogen, geschubst und gecatcht wird.

Aber das war ja nicht das Thema, bzw. wir wissen ja, dass das mit dem Euphemismus "internationale Härte" abgebügelt wird. Wichtig ist, dass der VfB bereits ohne solch eine Härte, also nur durch geschicktes Pressing, die Bayerelf eine Halbzeit lang genauso verlegen gemacht hat, wie gestern die Bergamesen. Es geht also, auch in der Bundesliga. Die interessante Frage ist eher die: warum geht das nicht 90 Minuten? Bergamo schafft das ja, also physiologisch scheint es möglich zu sein.


Medizinbälle und Hanteln.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Tamasi
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Allmachtsbachel
Ich vermute mal, dass das nicht nur an der Kondition liegt. Sondern auch daran, dass die - Freiburg-mäßig - seit Jahren vom selben Trainer das immergleiche System eingebimst kriegen. Neue Spieler finden sich schnell rein und vermutlich trainieren sie auch deshalb länger als andere Teams, weil sie sich auf dem Weg in die Kabine gegenseitig den Platz zustellen.


Frank N Furter
Tamasi hat geschrieben:...Neue Spieler finden sich schnell rein...

...bzw., wenn man sich die Schränke gestern angesehen hat, wurde bei Bergamo gezielt nach "Robustheit" gescoutet. Aus einem Musiala, Kimmich oder Sane wirst Du selbst durch nächtliches Training nie eine robuste Pressingmaschine machen.


Spielgerät
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Halbdaggl
Hab's ja gestern schon geschrieben, dass ich erstaunlich fand, wie wenig sich Leverkusen während des Spiels auf den Gegner einstellen konnte. Wenn 3 Mann auf Xhaka und 3 auf Wirtz gehen, dann müssen dafür 4 Leverkusener frei stehen. Das haben sie null adaptiert, sondern immer wieder die beiden angespielt, die dann auch noch den Ball zu lange (= länger als eine halbe Sekunde ;) ) gehalten haben.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."


higgi
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Grasdaggl
Juve und Inter waren die einzigen die Bergamo dieses Jahr relativ deutlich geschlagen haben
Vielleicht hat die Gegneranalyse hier keinen so guten Job gemacht
von daher

Frank N Furter
Nach meiner Beobachtung hat sich das Pressing von Bergamo auch von dem des VfB etwas unterschieden:

- in läuferisch-konditionellen, presst der VfB nicht viel anders als Bergamo. Die VfB Spieler sind dabei auch genauso schnell und giftig bei der Sache.

Was Bergamo anders macht: die spielen hinter dann knallhart 1 gegen 1. Und deshalb können die 1-2 Mann mehr nach Vorne verschieben. Wenn Leverkusen dann in der Hoffnung auf geringe Absicherung den langen Ball spielte, zeigte sich regelmäßig, dass sich die Leverkusener Stürmer im 1 gegen 1 nicht gegen die körperlich stärkeren Bergamesen durchsetzen konnten. Und wenn es eben fussballerisch nicht klappte die Leverkusener niederzuhalten, wurde eben so geschickt gezogen und festgehalten, dass es zwar Freistoß für Leverkusen gab, aber keine gelbe Karte. Auf diese Weise kamen die Bergamesen dann auch wieder geschlossen hinter den Ball.

Antonio Rüdiger forderte mal, dass man in der N11 auch dreckiger spielen müsse. Gemeint ist sehr wahrscheinlich genau diese Bergama-Dreckigkeit. Also die Kunst im Zweikampf sich so geschickt zu verhalten, dass man im Besten Fall (!) ein Foul abgepfiffen bekommt und sich neu sortieren kann.

Ansonsten ist ja Bergamo spielerisch alles andere als eine Wundermannschaft. Die haben ja nicht überlegen die Meisterschaft gewonnen, sondern sind Fünfter geworden, auch weil andere Teams eine Lösung gegen die gefunden haben, bzw. eben so hart und geschickt im Zweikampf agieren können. Und das, will ich meinen, geht insbesondere deutschen Mannschaften sehr ab.

Für drei Viertel der Leverkusen-Fans war es die erste Niederlage, da darf man nicht so hämisch sein.

Tamasi hat geschrieben:Einziger echter Fehler, den der kicker sieht: Alonso hat Jonas Hoffmann nicht eingewechselt.

Zwei Elfmeter hätte der vielleicht noch hinbetrügen können, aber drei sind wahrscheinlich zuviel verlangt.