Außerdem sind deine rationalen Erklärungen unwichtig denn es geht um subjektive Wahrnehmung und Gefühl.
FESTE SOGGL FÜR DIE SEGGL
Zörner und WDR übersehen, dass es sich bei dieser Umfrage weder um Fakten, noch um Nachrichten handelt. Es ist ein selbst indiziertes Format, wenn ein Sender oder eine Zeitung mit selbst formulierten Fragen Umfrageinstitute auf die Öffentlichkeit loslassen. Schon die Auswahl der Zielgruppe ist fragwürdig: Warum wurden gerade Wahlberechtigte interviewt? Haben Minderjährige und Migranten ohne deutsche Staatsbürgerschaft kein Recht auf unsere Nationalmannschaft? Wahlberechtigt für welche Wahl? In sechs Bundesländer dürfen 16 Jährige bereits bei den Kommunal- und Landtagswahlen teilnehmen; seit 2024 auch erstmals an der Europawahl. EU-Bürger dürfen ebenfalls an Kommunalwahlen und der Europawahl in Deutschland teilnehmen - also welche Wahlberechtigten werden hier eigentlich interviewt?
Gibt es überhaupt einen Zusammenhang zwischen #Wahlen und #Fußball? Oder versucht hier nur Medienleute zwei Großereignisse des Sommers (Europawahl und Fußball-EM) unter einer möglichst echauffierenden Überschrift (Rassismus) zusammenzubringen?
Wer war für die Auswahl der Fragen verantwortlich? - Die Umfrage gibt vor 'Rassismus' messen zu wollen. Welchen wissenschaftlichen Beirat hat man dazu um Mitwirkung ersucht? Das das bundesweite Wissensnetzwerk Rassismusforschung (WinRa) taucht in der Studie nicht auf. Wenn es um Fakten geht, warum ließ man dann Wissenschaftler wie Prof. Dr. Stefan Ouma oder Paul Mecheril und viele andere außen vor?
Welchen Erkenntniswert liefern Antworten auf Auswahlmöglichkeiten wie:
o Ich fände es besser, wenn wieder mehr weiße Spieler in der deutschen Nationalmannschaft spielen.
o Ich finde es gut, dass in der deutschen Mannschaft mittlerweile viele Fußballer spielen, die einen Migrationshintergrund haben.
o Ich finde es schade, dass der derzeitige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft türkische Wurzeln hat.
'Rassismus' ist ein zu wichtiges Thema, um es plakativen unwissenschaftlichen Umfragen zu überlassen.
G Schmid hat geschrieben:Außerdem sind deine rationalen Erklärungen unwichtig denn es geht um subjektive Wahrnehmung und Gefühl.
Nur wer sich bei diesen Fragen eine konsequent wissenschaftliche und rationale Sichtweise anerzieht, hat überhaupt eine Chance seinem evolutionären Erbe zu entkommen.
Und wer wurde überhaupt befragt?Nur (ziemlich) weiße oder auch Leute mit anderen "Schattierungen"Tifferette hat geschrieben:Ich kopiere jetzt einfach mal einen Beitrag von Götz Kümmerle auf LinkedIn hier rein. Das bringt einen Teil des Unwohlseins, das ich spüre, auf den Punkt:Zörner und WDR übersehen, dass es sich bei dieser Umfrage weder um Fakten, noch um Nachrichten handelt. Es ist ein selbst indiziertes Format, wenn ein Sender oder eine Zeitung mit selbst formulierten Fragen Umfrageinstitute auf die Öffentlichkeit loslassen. Schon die Auswahl der Zielgruppe ist fragwürdig: Warum wurden gerade Wahlberechtigte interviewt? Haben Minderjährige und Migranten ohne deutsche Staatsbürgerschaft kein Recht auf unsere Nationalmannschaft? Wahlberechtigt für welche Wahl? ...
Oder mit anderen Worten: was sollte der Mist?
?Mustermann hat geschrieben:wer wurde überhaupt befragt?[/b]Nur (ziemlich) weiße oder auch Leute mit anderen "Schattierungen"?
Das sind aber zwei unterschiedliche Perspektiven,
Frank N Furter hat geschrieben:Mustermann hat geschrieben:wer wurde überhaupt befragt?[/b]Nur (ziemlich) weiße oder auch Leute mit anderen "Schattierungen"?
Es war einen Stichproben-Telefonbefragung durchgeführt von Infratest Dimap.
Wäre das von Leuten gemacht worden, die dafür auch die Kompetenz haben, also Sozialwissenschaftlern, hätte man z.B. garantiert keine Telefonumfrage gemacht, weil zuletzt etliche Studien gezeigt haben, dass die gute alte klassische Telefonumfrage in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung, nicht mehr repräsentativ ist.
Auswurf hat geschrieben:Außerdem fände ich es schon problematisch,
wenn man für die, welche gut kicken, andere Maßstäbe anlegt.
Auswurf hat geschrieben:Davon abgesehen sprechen die Schwarzen logischer Weise besser deutsch, als Neuville oder Dundee.
Auswurf hat geschrieben:Aber möchte man wirklich zwischen Neubürgern und der zweiten Generation einen Trennstrich ziehen?
Auswurf hat geschrieben:Letztlich sind das Asylrecht und die vorangegangene Diskussion zwei paar Stiefel und ich weiß nicht, warum Du beide vermischst

Mago hat geschrieben:Edit meint: Anders gefragt: Macht es einen großen Unterschied, ob es 20 oder vielleicht doch "nur" 15 Prozent sind? Wenn gerade diese 15 Prozent (vielleicht sind es noch weniger) so laut sind und so viel mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen?
Plan B hat geschrieben:Ich kann mich an ein Spiel der Deutschen NM gegen Brasilien erinnern.
Das waren auf deutscher Seite mehr 'Nichtweisse' in der Startaufstellung als bei den Brasilianern.
Oder schaut Euch die jetzt beginnende Leichtathletik-EM an. Wenn das eine repräsentative Verteilung widerspiegeln würde, dann wären 50 % der Deutschen nicht weiss.
Was das mit dem Thema zu tun hat: Ich vermute, dass es für People of Color einfacher im Sport Karriere zu machen (und sich zu integrieren, falls notwendig) als anderswo.
Aber vielleicht liege ich auch ganz falsch.
Frank N Furter hat geschrieben:2. Ergibt eine Beurteilung über Rassismus/Xenophobie wissenschaftlich überhaupt nur dann einen Sinn, wenn man das vergleichend macht. [...]Ansonsten schweben solche Aussagen ohne Bedeutung im luftleeren Raum.