Mappes, das Problem ist schon ziemlich heikel. Du hast sicherlich schonmal eine Doku gesehen, wo so ein junger Intensivtäter plötzlich sein Heil in der Religion sieht, weil er selbst mit sich nicht mehr weiter weiß. Oft kommt der Anstoß von anderen Mithäftlingen. Manchmal kann das sogar hilfreich sein, aber im Falle von Islamismus eher nicht.
Man müsste vielleicht separierende Haftbedingungen für Islamisten erwägen, aber dann kommt zweifellos irgendso ein Ärmelschoner an und erklärt, dass das mit zwingendem EU-Recht nicht vereinbar ist.
Wenn mans einfach so laufen läßt, darf man sich nicht darüber wundern, dass insbesondere diejenigen, die sich bisher keinen Platz in unserer Gesellschaft erkämpfen konnten, eine hohe Motivation verspüren einer Ideologie anheim zu fallen, die unsere freiheitliche Gesellschaft komplett ablehnt und sich von Stärke- und Kompenationphantasien einer patriarchalen Ideologie geradezu magisch angezogen fühlen.