Das ist ja ein Trend, der nicht nur den Kicker betrifft. Ich habe in den letzten 2 Monaten drei Informationsquellen verloren, weil die jetzt alle nur noch Bezahlartikel herausgeben.
Hier liegt ein Dilemma vor, für das ich beim besten Willen keine Lösung sehe. Einerseits wird wohl kaum eine signifikante Anzahl von Menschen bereit sein 20, 30 oder noch mehr Abos monatlich zu bezahlen. Andererseits kann sich kaum noch eine Zeitschrift nur über Werbung finanzieren.
Hinzu kommt, dass die journalistische Qualität durch die Konkurrenz zu den freien Informationen im Internet dermaßen gelitten hat, dass es ja auch kaum noch ein echtes journalistisches Produkt im Wortsinne gibt, dass "sein Geld" wert wäre.
Ich befürchte, das ist ein Rattenrennen. Die journalistische Qualität wird immer dürftiger, gerade jüngere Menschen werden immer weniger bereit sein Geld in höhere Qualität zu investieren.
Am Ende werden ein paar isolierte, digitale Echoräume übrig bleiben, in denen auf unterstem Niveau gehetzt wird und die jeweils erwünschten Fake-News verbreitet werden.