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niwoh
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Ein Punkt ist ja der, das manche Vereine eben automatisch häufiger an Hochrisikospielen beteiligt sind, da es ihre Fans sind, die es dazu machen. Bei anderen sind es dann eher "nur" ausgewählte Spiele (z.B. Derbys). Somit stehen diese Vereine dann logischer Weise stärker unter Zugzwang.

Local Zero
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Grasdaggl
niwoh hat geschrieben:Ein Punkt ist ja der, das manche Vereine eben automatisch häufiger an Hochrisikospielen beteiligt sind, da es ihre Fans sind, die es dazu machen. Bei anderen sind es dann eher "nur" ausgewählte Spiele (z.B. Derbys). Somit stehen diese Vereine dann logischer Weise stärker unter Zugzwang.
Tradition muss man sich halt leisten können. :mrgreen:
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

RedBlues
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Problem dürfte halt sein, dass wenn da ein Bundesligist mit schlagkräftiger Fanschaft aus der dritten Liga ein Hochrisikospiel hat, ich sag mal Rostock oder Dynamo, dann haben die ein Problem mit ner halben Million zusatzkosten für Betreuung der Besucher

Spielgerät
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Das ging ja fix:

Das Fanbündnis "Unsere Kurve" hat mit Fassungslosigkeit auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) im Fall der Polizeikosten im deutschen Profifußball reagiert. "Es ist zu befürchten, dass damit der staatlichen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland langfristig schwerer Schaden zugefügt wird", hieß es in einer Erklärung auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes.

Linda Röttig, Mitglied im Vorstand des Dachverbands der Fanhilfen, sagte in einer Stellungnahme: "Das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist ein Freifahrtschein für einen immer aggressiver und martialischer auftretenden Polizeiapparat."


https://www.t-online.de/sport/fussball/ ... rteil.html

Man kann über das Urteil sicher diskutieren. Mit der Aussage, dass das Urteil des BVerfG der staatlichen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland langfristig schweren Schaden zugefügt bestätigt man allerdings nur, was schon viele immer vermutet haben: dass die organisierten Fans sich viel zu wichtig nehmen.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."


killroy
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erwartbar. müssen die so machen, klientelpolitik. muss man nicht richtig finden und klingt in der drastig total überzogen.
das jedoch sicherheitsbehörden das urteil zum anlass nehmen könnten, bei bestimmten spielen noch drastischer "präventiv" alles wegzuagieren, was auch nur im kleinsten sinne schiwerigkeiten machen könnte - das halte ich durchaus für eine möglichkeit. und ob das dann im sinne des erfinders ist - falls es so kommt, werden wir es sehen.
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

schwaebi
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Prinzipiell finde ich das Urteil gut.

Nur: Die Polizei entscheidet, ob Wasserwerfer oder nicht, und die Vereine müssen das dann zahlen? Letzte Saison kurz vor Ende standen die bei nem völlig harmlosen Spiel rum (wahrscheinlich als EM-Übung), da würde ich dann aber als Verein schon maulen.

Wenn der positive Effekt wäre, dass z.B. das Frankfurter Pack wegbleibt, das hätte dann was. *hoff*
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.

killroy
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schwaebi hat geschrieben:Nur: Die Polizei entscheidet, ob Wasserwerfer oder nicht, und die Vereine müssen das dann zahlen? Letzte Saison kurz vor Ende standen die bei nem völlig harmlosen Spiel rum (wahrscheinlich als EM-Übung), da würde ich dann aber als Verein schon maulen.

gabs diese saison auch schon, und genau das ist dann eben das problem, wenn eine staatliche behörde sowas dann aus gründen einer abstrakten gefahrenabwehr umsetzt und die vereine es zahlen müssen. wäre nicht das erste mal, dass ordnungsbehörden von insbesondere konservativ regierten ländern drastischer als notwendig agieren. ich erinnere gerne an den schwarzen sonntag im schlossgarten.
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

Spielgerät
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Wenn die Vereine der Meinung sein sollten, dass Ihnen etwas zu Unrecht berechnet wird, können sie sich dagegen wehren, sprich gegen den Gebührenbescheid vorgehen. Ist wie beim Müll, wenn du ne kleine Tonne hast und die Gemeinde dir eine große in Rechnung stellt.
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killroy
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Spielgerät hat geschrieben:Wenn die Vereine der Meinung sein sollten, dass Ihnen etwas zu Unrecht berechnet wird, können sie sich dagegen wehren, sprich gegen den Gebührenbescheid vorgehen. Ist wie beim Müll, wenn du ne kleine Tonne hast und die Gemeinde dir eine große in Rechnung stellt.

viel Spaß bei der Argumentation gegen die Polizeioberen.
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

RedBlues
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Eigentlich könnte man als Fan, oder als Ultra, dieses Urteil völlig emotionslos aufnehmen, weil sich eigentlich erst einmal wenig ändern sollte, weil ja nur derjenige der für eine bestimmte Kategorie von Spiel bezahlen muss verändert wird.

Wenn sich also auf beiden Seiten nichts ändert, also bei der Polizei und bei den Fans/Ultras/organisierte Fans, dann dürfte alles so weitergehen wie bisher.

Nur, wenn in Zukunft die Clubs für die Mehrkosten die durch Hochkategorie Spiele entstehen aufkommen müssen, dann kann es sein, dass deren Verantwortliche als Veranstalter in Zukunft ein größeres Interesse wie bisher haben könnten, dass Spiele nicht in diese Kategorien fallen. Sollte das der Fall sein, ist es wahrscheinlich dass sie auf ihre Besucher versuchen werden mäßigend einzuwirken.

Und eigentlich erst dann ändert sich für die Fans, Ultras, organisierten Fans etwas.



Oder habe ich hier einen Denkfehler?



killroy
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Granadaseggl
Und da es von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt wird, entsteht ein Ungleichgewicht. So kann eine Landesregierung unmittelbar Einfluß nehmen. Ich erinnere mich noch, wie sie in RLP den FCK mit Steuergeldern gerettet haben. Und es kann im Zweifel zu einem noch wesentlich restriktiveren Umgang mit Fans und Fangruppierungen führen. Dem Grunde nach schon ok, aber wer in den letzten 10 Jahren mal in England im Stadion war weiß, wie leblos so ein Stadionbesuch eben auch sein kann.
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten


Kryztina
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RedBlues hat geschrieben:Das heißt, ohne staatlich finanzierte Sicherheit /Polizeipräsenz weniger Stimmung im Stadion?


Auf die Vereine kommen neue Aufgaben zu, das kostet Aufwand und Kohle (die sie sich wieder holen)

killroy
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nein, nicht zwingend. aber meiner einschätzung nach ist es den sicherheits- und ordnungsbehörden grundsätzlich immer dran gelegen, alles was auch nur näherungsweise subversiv daherkommt, sauber in den griff zu bekommen. der stadionbesuch ist im vergleich zu früher eh schon klinisch sauber und kapitalistisch rein. früher - und da rede ich nicht von opas zeiten - war es überhaupt kein problem, z.B. bierdosen mit reinzuschmuggeln. hat keine sau interessiert. wäre heutzutage undenkbar, geht ja gar nicht. :x
und ich glaube der polizei wäre nichts lieber, als wenn fußballspiele im stadion in Deutschland so ablaufen würden, wie in england. unaufgeregt, und halt eben auch reichlich emotionslos.
ich war im herbst bei der NFL im tottenham stadium. was ein geiles stadion. und dann schaue ich kürzlich premier league aus demselben staidon. die stehen ja nicht mal mehr bei toren richtig auf. ist alles schön, gut, sauber, familiengerecht, usw usw. aber muss man wollen.

btw: hab ich den filius schon von klein auf immer in die CK mitgenommen. und trotz pyro, ultras und den tatsächlich vorhandenen hools gab es nicht ien einziges mal das gefühl, dass das gefährlich oder problematisch sein könnte
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten


killroy
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Granadaseggl
Tamasi hat geschrieben:Ja, gut, das erklärt jetzt vielleicht, warum er Defensive Tackle o.ä. geworden ist. :-)

naja, erst einmal linebacker - wobei die statur dafür hat er nicht und ist ja auch erst zwei monate dabei
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten


RedBlues
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killroy hat geschrieben:nein, nicht zwingend. aber meiner einschätzung nach ist es den sicherheits- und ordnungsbehörden grundsätzlich immer dran gelegen, alles was auch nur näherungsweise subversiv daherkommt, sauber in den griff zu bekommen. der stadionbesuch ist im vergleich zu früher eh schon klinisch sauber und kapitalistisch rein. früher - und da rede ich nicht von opas zeiten...


Naja, klinisch sauber ist relativ, in der CK ist vor dem Spiel auf den Toiletten (also die zum Sitzen) verblüffend häufig Blut :mrgreen:

Die Frage ist doch, wie viele dieser Spiele mit deutlichem Mehraufwand gibt es. Ich bin eigentlich bei jedem Heimspiel, aber wann es ein Risikospiel ist, das ist mir selten bekannt.

Aber, mal ganz grundsätzlich, für die Sicherheit im Stadion ist eigentlich der Verein verantwortlich, im Stadion sehe ich selten Polizei. Und wie es draußen abläuft, das können die Fans schon ziemlich beeinflussen.

Natürlich wird das Ticket dadurch teurer werden, bzw es gibt mal wieder eine gute Begründung warum es wieder teurer wird, aber fairerweise muss man auch sagen, dass diejenigen die nix mit fussball am Hut haben sich daran auch immer beteiligen. Da haben die Stadiongänger schon mehr davon.