Seit drei Jahren steigt die Zahl der tödlichen Badeunfälle in Deutschland, allein an einem Wochenende im Juni verunglückten 15 Menschen. Michael Neiße ist Rettungsschwimmer und Pressesprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Berlin. Im Interview erzählt er von seinen Einsätzen – und sagt, welche Risiken viele unterschätzen.
DIE ZEIT: Herr Neiße, in Deutschland ertrinken immer mehr Menschen. Woran liegt das?
Michael Neiße: Das ist eine komplexe Frage. Fakt ist: Immer mehr Menschen können nicht schwimmen. Das zeigt sich auch hier in Berlin, wo kürzlich zwei Menschen ertrunken sind, die keine Schwimmkenntnisse hatten. Viele unterschätzen die Gefahren des Wassers, sei es durch mangelnde Erfahrung oder fehlende Kenntnisse über Gefahren wie Untiefen oder plötzliche Abbruchkanten. Wer nicht schwimmen kann und unerwartet in tiefes Wasser gerät, hat kaum eine Chance.
DIE ZEIT: Woran noch?
Neiße: Ein weiteres Problem ist die Kombination aus Sonne, Boot und Übermut: Menschen springen vom Boot ins Wasser, ohne sich abzukühlen und ohne zu wissen, dass die Temperatur unter der Oberfläche abfällt. Wenn jemand herzkrank ist oder Kreislaufprobleme hat, kann dieser Temperaturunterschied lebensgefährlich werden. Ein plötzlicher Kälteschock unter Wasser kann dazu führen, dass Menschen unkontrolliert einatmen.
DIE ZEIT: Welche Rolle spielt Alkohol?
Neiße: Eine Große – vor allem bei Jugend- oder Männergruppen, die ihre Fähigkeiten überschätzen. Ein anderes Problem ist, dass Kinder oft nicht beaufsichtigt werden: Eltern sitzen mit dem Handy am Ufer, während Kinder, die noch nicht schwimmen können, unbeaufsichtigt im oder am Wasser sind.
https://www.zeit.de/sport/2025-07/badeu ... ahr-wasser
DIE ZEIT: Herr Neiße, in Deutschland ertrinken immer mehr Menschen. Woran liegt das?
Michael Neiße: Das ist eine komplexe Frage. Fakt ist: Immer mehr Menschen können nicht schwimmen. Das zeigt sich auch hier in Berlin, wo kürzlich zwei Menschen ertrunken sind, die keine Schwimmkenntnisse hatten. Viele unterschätzen die Gefahren des Wassers, sei es durch mangelnde Erfahrung oder fehlende Kenntnisse über Gefahren wie Untiefen oder plötzliche Abbruchkanten. Wer nicht schwimmen kann und unerwartet in tiefes Wasser gerät, hat kaum eine Chance.
DIE ZEIT: Woran noch?
Neiße: Ein weiteres Problem ist die Kombination aus Sonne, Boot und Übermut: Menschen springen vom Boot ins Wasser, ohne sich abzukühlen und ohne zu wissen, dass die Temperatur unter der Oberfläche abfällt. Wenn jemand herzkrank ist oder Kreislaufprobleme hat, kann dieser Temperaturunterschied lebensgefährlich werden. Ein plötzlicher Kälteschock unter Wasser kann dazu führen, dass Menschen unkontrolliert einatmen.
DIE ZEIT: Welche Rolle spielt Alkohol?
Neiße: Eine Große – vor allem bei Jugend- oder Männergruppen, die ihre Fähigkeiten überschätzen. Ein anderes Problem ist, dass Kinder oft nicht beaufsichtigt werden: Eltern sitzen mit dem Handy am Ufer, während Kinder, die noch nicht schwimmen können, unbeaufsichtigt im oder am Wasser sind.
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"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."
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