Gestern gabs was zum Fest. Lief weitestgehend auffällig fröhlich ab.
Morgen, Kinder, wirds was geben, bei mir. Heute laufen die Vorbereitungen.
24.12. Ticker
Ich holte die restlichen Einkäufe vom Vortag aus dem Kofferraum.
Wie praktisch es wäre, wenn der Parkplatz unter Linde direkt am Haus liegen würde anstatt
ca. 120 m entfernt.
Wieder mal habe ich mir die Finger angefroren für die Aktion. Eine Frauenstimme hinter mir fragte freundlich:
Kann ich Ihnen helfen? Eine etwas jüngere Nachbarin, die öfters für mich zupackt.
Sie schickt der Himmel! Solche Nachbarn sind wirklich angenehm.
Sie packte den ca. 12 kg schweren Einkauftrolly und stellte ihn mir vor meine Wohnungstüre (8 Stufen).
Ich schleppte 80 % der restlichen Einkäufe verspätet hinter ihr zum Wohnhaus.
Ich konnte mich nicht mal bedanken, so schnell war sie weg. Ihr oft abwesender Mann sieht aus wie
ein Mix aus Popeye und Dwayne Johnson. Ich vermute, er arbeitet auf dem Schiff weltweit oder
auf einer Bohrinsel (einige meiner Familienangehörigen machen das auch, Bohrinsel, großes Schiff). Man sieht ihn nur alle 2 bis 3 Monate. Im Winter oft mit knielangen Sommer-Hosen und kurzärmlig (wohl ein verkappter Kanadier).
Davor kam das Postrad. Mein Päckchen mit dem Quietschehuhn war noch nicht mit dabei.
Die Paketboten wären in Anmarsch. 30 Minuten vor Abfahrt war das Huhn für den Hund
im Briefkasten. Danke DHL-amazon. Der Hausflur war überfüllt mit XXL-Last-Minute-Paketen. Die Nachbarn
hatten einen Grund, sich zu freuen.Schneetreiben bei der Anfahrt zum Feierort. Etliche schneebedeckte Fahrzeuge kamen mir entgegen.
Drei unterschiedlich Paar Handschuhe, zwei Strickmützen auf dem Beifahrersitz. Eine neue
mittelgroße Thermosflasche mit heißem Tee mit dabei.
IM Deutschlandradio unterhielt sich der Moderator mit etlichen Kindern am Telefon.
Es ging um die Tradition in Nordspanien, dem
Tió de Nadal, einem Baumstamm, der von den
Kindern an Weihnachten versorgt werden muss. Vielleicht übernehmen wir diese Tradition?
Wo bekommt man so ein Drum Baumstamm kurzfristig her.
https://www.tiodenadal.online/wp-content/uploads/2022/11/imatge-tio-de-nadal-fran.jpgMeine freundliche direkte Nachbarin ist eine Spanierin (80). Sie weiß es sicher
https://www.elpontblau.de/de/aktivitate ... d-der-tio/Das Treffen war wirklich rund, teils unfreiwillig komisch und sehr unterhaltsam. Das Essen war
perfekt. Gesprächsthemen waren auch (vor allem für echte Cannstatter) locker und hintergründig.
Es ging auch um Cannstatter Persönlichkeiten, die man so kennt oder kannte oder mit ihnen zu tun hatte. Auch um Ex-Außenminister und dies und das. Ohne Google und Smartphone, nur
mit Umschreibungen "Der Dings, der mit der Cannstatterin, die in NY und Paris....dann den Kanadier geheiratet hat...". Bei Jauch hätten wir teils versagt. Wer war nochmals der...?
Die drei
Dreikäsehoche wurden kurz vor der Bescherung in die Nachbarwohnung geleitet, da
der Weihnachtsmann unterwegs war. Die Großen, die in der Zeit mit ihnen warteten und aus dem
Fenster schauten, hatten richtig Spaß, erzählten sie uns vom anderen Team davon. Die, die Pakete unter dem
riesigen Baum verteilten. Es wurden verdächtige Spuren im Schnee gedeutet und Geräusche.
Die Aufregung war mehr als groß.
Dann endlich hörten wir sie kommen. Der Mittlere (5,5 J.) forderte, dass alle drei gleichzeitig durch
die Türe durchgehen dürften. Keiner sollte als erster bei den Geschenken sein. Die Hundelady war die
erste.
Der Jüngste war begeistert. Er fand eine echt aussehende Polizeimütze samt Handschellen und
beleuchtbaren Stopschild
Halt Polizei in seinen Päckchen.
Als erster wurde sein Vater verhaftet. Die engen Handschellen auf dem Rücken (schmerzhafte
Druckstellen). Es dauerte lange, bis
der Kleine die Schlüssel fand und ihn ent-haftete. Danach wurde der Onkel und seine Mutter verhaftet
und gefesselt. Sie konnte sich befreien, schmale Handgelenke.
Ein Herzenswunschgeschenk, welches auf den Wunschzettel geklebt war, war leider nicht dabei und
die Enttäuschung des 5jährigen war kurze Zeit sehr groß. Aber es gibt ja noch im fernen Ausland
andere Großeltern und Onkel und Tanten. Vielleicht liefert der Weihnachtsmann in den nächsten
Tagen noch das heißersehnte Wunschgeschenk. Er hatte einfach viel zu viel zu tun dieses Jahr.
Es gab eine angeschlagene Lippe beim Herumtoben, eine zerbrochene Brille, die heute für eine Fahrt in den hohen Norden benötigt wird, (die Ersatzbrille ist nicht gut, es gibt noch eine andere Ersatzbrille), ein tiefer Schnitt in den Zeigefinger beim Kochen. Diesmal muss hoffentlich keiner
über die Feiertage mit dem Krankenwagen in die Klinik wie schon passiert.Das Quietschehuhn für das Hundetier war willkommen. Mir gefiel aber das Quaken der mitgebrachten Quietsche-Ente viel besser. Die Hundlady quietscht immer vor dem Einschlafen, sagte mir Frauchen.
Leider wurde die Hundelady diese Woche vom wütenden Nachbarhund heftig ins Gesäß gebissen, 3 x Besuch
beim Tierarzt und Medikamente etc. Irgendwas ist immer.
25.12.
Vorbereitungen für morgen.
Das fleißige Kind, welches mich normalerweise an Weihnachten (24./25.12.) kurz vor dem Spät/Nachtdienst
an Heiligabend im Klinikum (ER) verwöhnt, bot - wie gewohnt - Unterstützung für morgen an (immer die, die am meisten zu tun haben...). Das Kind arbeitet
seit Jahren immer am 24. Dezember, wenns dunkel wird. Die Geschwister fragten auch nach, ob ich Hilfe benötige.
Vielleicht bei den vegetarischen Speisen. Die anderen Geschwister und deren Familien sind weit weg.