"Wieviel Erde braucht der Mensch?" von Leo Tolstoi:
Der Bauer Pachom kauft ein Stück Land und wird Gutsbesitzer. Er ist „stolz und glücklich“. Doch sein Sinn für Eigentum ist geweckt. Mit seinen Grundstücksnachbarn verfeindet er sich wegen kleiner Flurschäden, die ihnen an seinen Feldgrenzen unterlaufen. Er wird auch bestohlen. Den Dieb kann er nicht überführen, seine Klage wird abgewiesen. „Nun war Pachom mit den Richtern und den Nachbarn verzankt. Die Bauern drohten ihm mit dem roten Hahn.[Anm. 1] So hatte Pachom zwar auf seinem Grund und Boden genügend Raum, doch in der Gemeinde wurde es ihm zu eng.“
Ostwärts, im Landesinneren, ist gutes Land preiswert zu kaufen. Nachdem er dieses Gerücht überprüft hat, veräußert er seinen Besitz und siedelt sich vierhundert Werst[Anm. 2] östlich der Wolga an. Pachom lebt jetzt „zehnmal besser“ als zuvor. Doch es gibt reichere Bauern als ihn. In dem Drang, sich zu vergrößern, überwirft er sich auch hier mit seinen Nachbarn. Da hört er von einem durchreisenden Kaufmann, man könne billig gutes Steppenland bei den Baschkiren kaufen, noch weiter im Osten. Pachom reist mit seinem Knecht fünfhundert Werst zu den Steppenbewohnern. Er wird in ihrem Zeltlager freundlich aufgenommen und darf so viel Land kaufen, wie er von Sonnenaufgang bis -untergang zu Fuß umrunden kann. Mit der Bemessung seines künftigen Besitzes überschätzt Pachom allerdings seine Kräfte. Er bricht vor Erschöpfung tot zusammen, nachdem er endlich ein sehr großes Stück Land umschritten hat, weil er zuletzt, bei sinkender Sonne, verzweifelt gerannt ist. „Der Knecht nahm die Hacke, grub Pachom ein Grab, genau so lang wie das Stück Erde, das er mit seinem Körper, von den Füßen bis zum Kopf, bedeckte – sechs Ellen –, und scharrte ihn ein.“
Quelle: Wikipedia
Der Bauer Pachom kauft ein Stück Land und wird Gutsbesitzer. Er ist „stolz und glücklich“. Doch sein Sinn für Eigentum ist geweckt. Mit seinen Grundstücksnachbarn verfeindet er sich wegen kleiner Flurschäden, die ihnen an seinen Feldgrenzen unterlaufen. Er wird auch bestohlen. Den Dieb kann er nicht überführen, seine Klage wird abgewiesen. „Nun war Pachom mit den Richtern und den Nachbarn verzankt. Die Bauern drohten ihm mit dem roten Hahn.[Anm. 1] So hatte Pachom zwar auf seinem Grund und Boden genügend Raum, doch in der Gemeinde wurde es ihm zu eng.“
Ostwärts, im Landesinneren, ist gutes Land preiswert zu kaufen. Nachdem er dieses Gerücht überprüft hat, veräußert er seinen Besitz und siedelt sich vierhundert Werst[Anm. 2] östlich der Wolga an. Pachom lebt jetzt „zehnmal besser“ als zuvor. Doch es gibt reichere Bauern als ihn. In dem Drang, sich zu vergrößern, überwirft er sich auch hier mit seinen Nachbarn. Da hört er von einem durchreisenden Kaufmann, man könne billig gutes Steppenland bei den Baschkiren kaufen, noch weiter im Osten. Pachom reist mit seinem Knecht fünfhundert Werst zu den Steppenbewohnern. Er wird in ihrem Zeltlager freundlich aufgenommen und darf so viel Land kaufen, wie er von Sonnenaufgang bis -untergang zu Fuß umrunden kann. Mit der Bemessung seines künftigen Besitzes überschätzt Pachom allerdings seine Kräfte. Er bricht vor Erschöpfung tot zusammen, nachdem er endlich ein sehr großes Stück Land umschritten hat, weil er zuletzt, bei sinkender Sonne, verzweifelt gerannt ist. „Der Knecht nahm die Hacke, grub Pachom ein Grab, genau so lang wie das Stück Erde, das er mit seinem Körper, von den Füßen bis zum Kopf, bedeckte – sechs Ellen –, und scharrte ihn ein.“
Quelle: Wikipedia
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."





