13592 Beiträge

Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
6
43%
Bin da unschlüssig.
3
21%
Nein, Merz macht gute Arbeit
2
14%
Nein, des machts auch net besser
3
21%
Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
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Keine Ahnung, keine Angabe
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Local Zero
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Grasdaggl
Das ist gerade ein Welt-Bild zusammengestürzt: Goofy zitiert aus der Die Welt.
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

RedBlues
Halbdaggl
Übrigens, wird doch gerade so fleißig über die viel zu hohen Krankheitstage in Deutschland diskutiert.

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.

Am 1. Oktober 1996 trat eine neue Regelung in Kraft, die die schwarz-gelbe Koalition unter der Führung von Bundeskanzler Helmut Kohl beschlossen hatte. Die Lohnfortzahlung durch die Arbeitgeber wurde im Krankheitsfall von 100 Prozent auf 80 Prozent gesenkt.


Das wurde dann von Schröder direkt wieder einkassiert. Aber wenn man mal über den Tellerrand schaut, also zum Beispiel nach Schweden, Dänemark, Schweiz oder Frankreich, dann stellt man fest, dass die alle keine 100% am ersten Tag zahlen. Die Schweden haben zum Beispiel einen Karrenztag, heißt krank am ersten Tag ohne Lohnausgleich. Ergebnis, die haben wesentlich weniger Krankheitstage. Nun gehört aber auch zur Wahrheit, dass man in jungen Jahren öfters Krank meldet aber dafür relativ kurz, und wenn man älter ist meldet man seltener krank, dafür wirklich auch immer länger. Und statistisch ist es dann so, dass die sehr langen Krankheitsausfälle am Stück bei wenigen Arbeitnehmer die Mehrzahl der Krankheitstage im System ausmachen.

Und dann gibt es noch die höchst genaue Messung der Krankheitstage durch die eAU in Deutschland, mit der Zahl wird gerade immer argumentiert, die internationale und vergleichbare Messmethodik ist aber die von Eurostat. In zweiterer stiegen die Zahlen auch nicht so heftig in Deutschland an.

Also warum argumentieren die Gewerkschaften nicht mit dieser Zahl gegen die Arbeitgeber? Naja, schaut so aus, als ob sie die Zahlen der GKVen gerne nehmen um die viel zu hohe Arbeitsbelastung hervorzuheben und damit eine Verringerung der Arbeitszeit erreichen wollen.

Sollte dem so sein, würden sie den Unternehmen die Argumente für Verlagerungen ins Ausland auf dem silbertablett liefern.


pauljose
Granadaseggl
Könnte genau so in der BILD stehen!

Das gesunde schwäbische Hausfrauengewissen als Expertise gegen die Finanz -Sozial und Familienpolitik der Regierung.
So lässt sich trefflich Stimmung machen.

Alles Deppen da oben.

RedBlues
Halbdaggl
Ehegattensplitting abschaffen (vollständige Individualbesteuerung) ⚖️
Vollständige Umstellung auf Individualbesteuerung mit übertragbarem Grundfreibetrag bringt laut DIW (Stefan Bach et al.) jährlich +15,4 Mrd. € Steuermehreinnahmen. Belastet vor allem Paare mit stark ungleichen Einkommen. Erhöht zudem die Erwerbsbeteiligung verheirateter Frauen messbar. Fratzscher nennt das Ehegattensplitting im Tagesschau-Interview als Beispiel für ein zu streichendes Privileg.
+15.4 Mrd. €


Typisches Beispiel für eine Milchmädchenrechnung, als ob die dann zu erweiternde Betreuung von Kleinkinder bis Schüler nichts kosten würde.

Und wenn man selbst wenn man verheiratet ist, kein Haushaltseinkommen mehr hat, dann ist auch nichts mehr mit, ach sie sind arbeitslos und möchten jetzt Bürgergeld beantragen, aber ihr Mann/Frau/Lebensgefährte der/die mit ihnen wohnt, kann sie ja durchfüttern, sie bekommen nichts.

Aber natürlich würde man die Frauen aus der Unterdrückung befreien indem man sie zwingt zu arbeiten bzw mehr zu arbeiten

RedBlues
Halbdaggl
SUV/Luxus-Kfz-Erwerbsteuer nach dänischem Vorbild (~40.000 € einmalig)
Netzwerk Steuergerechtigkeit (Jahrbuch 2026): In Dänemark fällt neben der jährlichen Kfz-Steuer (~3.000 €) auch eine einmalige Erwerbsteuer (Luxussteuer) von ~40.000 € für einen Benzin-SUV in privater Nutzung an. Gesamtbelastung: 45.839 € (DK) vs. 1.946 € (DE). Bei Nutzung als Dienstwagen sinkt die deutsche Belastung dank Dienstwagenprivileg sogar auf 778 € — inklusive Abschreibung entsteht ein Steuervorteil von 2.534 €. Übertragung des dänischen Modells auf ~700.000 Neuwagen der SUV-Klasse in Deutschland (12,5% Marktanteil): ~11 Mrd. €/Jahr Mehreinnahmen. Lenkungswirkung: weniger klimaschädliche Autos.
+11.0 Mrd. €


Auch so ein Beispiel für Populismus nach Art von Bild.
Dänemark hat keine SUV Luxussteuer. Dänemark unterscheidet genausowenig wie Deutschland bei der Zulassung nach PKW und SUV.

Dänemark entscheidet rein nach Preis und CO2 Ausstoß.

Jetzt kann man sagen, aber wir könnten es ja einführen. Aber wie um alles in der Welt definiert man SUV?

Und was man gerne vergisst. Steuern haben eine Steuerungswirkung, oder sollten diese zumindest haben. Wenn man SUVs teurer macht, ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass sich die Käufe verschieben, und damit die Steuereinnahmen auf die Steuer sinken.

RedBlues
Halbdaggl
Elterngeld: Einkommensgrenze absenken (175k → 100k)
Derzeit erhalten Paare bis 175.000 € gemeinsames Jahreseinkommen Elterngeld — das schließt auch gut Verdienende ein. Absenkung auf 100.000 € betrifft schätzungsweise ~12% der Beziehenden. Einsparung: ~0,9 Mrd. € (Schätzung auf Basis des Gesamtbudgets von 7,5 Mrd. €). Familienministerin Prien lehnte diese Maßnahme ab; steht dennoch zur Debatte.
-0.9 Mrd. €


Und weil es so schön ist, oben wir wollen Ehegattensplitting Abschaffen, hier das Haushaltseinkommen darf nicht über einem bestimmten Betrag sein. :mrgreen:

Jetzt ist mir klar, dass das nur alle gesammelten Vorschläge sind die so angebracht wurden, aber damit wird vielleicht offensichtlich, dass so ein Staatshaushalt und seine Ausgaben nicht so einfach sind


jagdhuette
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Halbdaggl
RedBlues hat geschrieben:
SUV/Luxus-Kfz-Erwerbsteuer nach dänischem Vorbild (~40.000 € einmalig)
Netzwerk Steuergerechtigkeit (Jahrbuch 2026): In Dänemark fällt neben der jährlichen Kfz-Steuer (~3.000 €) auch eine einmalige Erwerbsteuer (Luxussteuer) von ~40.000 € für einen Benzin-SUV in privater Nutzung an. Gesamtbelastung: 45.839 € (DK) vs. 1.946 € (DE). Bei Nutzung als Dienstwagen sinkt die deutsche Belastung dank Dienstwagenprivileg sogar auf 778 € — inklusive Abschreibung entsteht ein Steuervorteil von 2.534 €. Übertragung des dänischen Modells auf ~700.000 Neuwagen der SUV-Klasse in Deutschland (12,5% Marktanteil): ~11 Mrd. €/Jahr Mehreinnahmen. Lenkungswirkung: weniger klimaschädliche Autos.
+11.0 Mrd. €


Auch so ein Beispiel für Populismus nach Art von Bild.
Dänemark hat keine SUV Luxussteuer. Dänemark unterscheidet genausowenig wie Deutschland bei der Zulassung nach PKW und SUV.

Dänemark entscheidet rein nach Preis und CO2 Ausstoß.

Jetzt kann man sagen, aber wir könnten es ja einführen. Aber wie um alles in der Welt definiert man SUV?

Und was man gerne vergisst. Steuern haben eine Steuerungswirkung, oder sollten diese zumindest haben. Wenn man SUVs teurer macht, ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass sich die Käufe verschieben, und damit die Steuereinnahmen auf die Steuer sinken.


Dänemark hat mittlerweile >80% EV bei Neuzulassungen. Das ist das Ergebnis. Wir haben einen veritablen BenzinimBlut-Dulli als Verkehrsminister.

RedBlues
Halbdaggl
jagdhuette hat geschrieben:
RedBlues hat geschrieben:
SUV/Luxus-Kfz-Erwerbsteuer nach dänischem Vorbild (~40.000 € einmalig)
Netzwerk Steuergerechtigkeit (Jahrbuch 2026): In Dänemark fällt neben der jährlichen Kfz-Steuer (~3.000 €) auch eine einmalige Erwerbsteuer (Luxussteuer) von ~40.000 € für einen Benzin-SUV in privater Nutzung an. Gesamtbelastung: 45.839 € (DK) vs. 1.946 € (DE). Bei Nutzung als Dienstwagen sinkt die deutsche Belastung dank Dienstwagenprivileg sogar auf 778 € — inklusive Abschreibung entsteht ein Steuervorteil von 2.534 €. Übertragung des dänischen Modells auf ~700.000 Neuwagen der SUV-Klasse in Deutschland (12,5% Marktanteil): ~11 Mrd. €/Jahr Mehreinnahmen. Lenkungswirkung: weniger klimaschädliche Autos.
+11.0 Mrd. €


Auch so ein Beispiel für Populismus nach Art von Bild.
Dänemark hat keine SUV Luxussteuer. Dänemark unterscheidet genausowenig wie Deutschland bei der Zulassung nach PKW und SUV.

Dänemark entscheidet rein nach Preis und CO2 Ausstoß.

Jetzt kann man sagen, aber wir könnten es ja einführen. Aber wie um alles in der Welt definiert man SUV?

Und was man gerne vergisst. Steuern haben eine Steuerungswirkung, oder sollten diese zumindest haben. Wenn man SUVs teurer macht, ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass sich die Käufe verschieben, und damit die Steuereinnahmen auf die Steuer sinken.


Dänemark hat mittlerweile >80% EV bei Neuzulassungen. Das ist das Ergebnis. Wir haben einen veritablen BenzinimBlut-Dulli als Verkehrsminister.


Stimmt, wie gesagt Steuerungswirkung. :mrgreen:
Und es geht ja hier grade darum wie man möglichst viele Steuereinnahmen generieren kann. Da hilft es nichts, wenn die Käufer wegen der Steuer auf andere Autos umsteigen. Und jedes Elektroauto senkt dann zusätzlich noch im Betrieb die Steuereinnahmen des Staates. :mrgreen:





Local Zero
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Grasdaggl
Man kann da übrigens nicht nur versuchen, Einnahmen zu steigern. Sondern auch Ausgaben zu senken. Ich bin jedenfalls auf 250 Mrd. Überschuss gekommen. War aber auch ein echter Zuchtmeister, das will ich schon zugeben.
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

RedBlues
Halbdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Du hättest also nichts dagegen, wenn SUV-Verbrenner höher besteuert würden?


Ich halte es für Blödsinn Autos nach einer Einordnung zu besteuern die es gar nicht definiert gibt, und die auch noch sehr schwer zu Definieren ist.

RedBlues
Halbdaggl
Local Zero hat geschrieben:Man kann da übrigens nicht nur versuchen, Einnahmen zu steigern. Sondern auch Ausgaben zu senken. Ich bin jedenfalls auf 250 Mrd. Überschuss gekommen. War aber auch ein echter Zuchtmeister, das will ich schon zugeben.



Mh, also ich kam auf null raus, aber einfach war das nicht. Und ich hab auch gut bei den Ausgaben gewütet. Aber ich vermute mal du hast bei Verteidigung gespart



Local Zero
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Grasdaggl
RedBlues hat geschrieben:Typisches Beispiel für eine Milchmädchenrechnung, als ob die dann zu erweiternde Betreuung von Kleinkinder bis Schüler nichts kosten würde.

Hm, frage mich gerade, wie Familien dieses Problem lösen, die es sich finanziell nicht leisten können, einen Elternteil gar nicht oder nur in geringem Umfang arbeiten lassen zu müssen.

Es wurde Zeit, dass das Splitting abgeschafft wird, genau so wie die beitragsfreie Mitversicherung in der GKV. Hier wurde mittels Klientelpolitik jahrzehntelang ein finanzielles Privilieg für Besserverdiendende gesichert.

Sorry, aber diese aus dem christlich-patriarchalen Familien"ideal" herrührende Benachteligung andersartiger Lebensgemeinschaften ist bevormundend, weltfremd und gesellschaftspolitisch übergriffig.

Eheähnliche Lebensgemeinschaften konnte man jahrzehntelang an vielerlei Stellen benachteiligen (und tut es noch), hat sie aber steuerrechtlich schon immer individul besteuert. Gings um Stütze beantragen, wurde auf einmal der eheähnliche Charakter betont (und gekürzt), nachdem man vorher bei der Lohnsteuer schon immer individual besteuerte. Aber man hat das ja 2006 galant gelöst, in dem man auf den Terminus der "eheähnlichen Gemeinschaft" verzichtete im Verwaltungshandeln (und ihn einfach durch "Befarfsgemeinschaft" ersetzte :D )

RedBlues hat geschrieben:Und wenn man selbst wenn man verheiratet ist, kein Haushaltseinkommen mehr hat, dann ist auch nichts mehr mit, ach sie sind arbeitslos und möchten jetzt Bürgergeld beantragen, aber ihr Mann/Frau/Lebensgefährte der/die mit ihnen wohnt, kann sie ja durchfüttern, sie bekommen nichts.

Siehe Absatz drüber, längst gelebte Praxis bei Nichtverheirateten. Es würde also nur ein ungerechtfertigter Bevorzugungstatbestand abgeschafft.

RedBlues hat geschrieben:Aber natürlich würde man die Frauen aus der Unterdrückung befreien indem man sie zwingt zu arbeiten bzw mehr zu arbeiten

Frauen, die es bevorzugen, lieber finanziell abhängig von ihrem Mann sein zu wollen statt diesbezüglich auf eigenen Füßen zu stehen, haben jedes Recht der Welt dazu. Aber ich kann nicht erkennen, warum die Allgemeinheit ihnen das durch einen Steuerrabatt subventionieren sollte.
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Local Zero
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Grasdaggl
RedBlues hat geschrieben:
Local Zero hat geschrieben:Man kann da übrigens nicht nur versuchen, Einnahmen zu steigern. Sondern auch Ausgaben zu senken. Ich bin jedenfalls auf 250 Mrd. Überschuss gekommen. War aber auch ein echter Zuchtmeister, das will ich schon zugeben.



Mh, also ich kam auf null raus, aber einfach war das nicht. Und ich hab auch gut bei den Ausgaben gewütet. Aber ich vermute mal du hast bei Verteidigung gespart

Im Gegenteil. Wenn man "Ukraine-Unterstützung verdoppeln" als Verteidigung des Vaterlandes betrachtet (was ich tue), dann habe ich da sogar ordentlich draufgeschlagen. Und die vier Mrd. Mehrausgaben für die Wiedereinführung der Wehrpflicht habe ich mir natürlich auch gegönnt.
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."


Unter Westfalen
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Grasdaggl
RedBlues hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:Du hättest also nichts dagegen, wenn SUV-Verbrenner höher besteuert würden?


Ich halte es für Blödsinn Autos nach einer Einordnung zu besteuern die es gar nicht definiert gibt, und die auch noch sehr schwer zu Definieren ist.


Der Hubraum ist doch definiert.
Es ginge doch nur darum, Autos mit höherem Verbrauch entsprechend höher zu besteuern.
Dazu braucht man allerdings den politischen Willen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai