13592 Beiträge

Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
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43%
Bin da unschlüssig.
3
21%
Nein, Merz macht gute Arbeit
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14%
Nein, des machts auch net besser
3
21%
Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
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Keine Ahnung, keine Angabe
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letzterschwob
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Granadaseggl
Wenn die Union nicht rechtzeitig aus Eigeninitiative handelt, werden Umfragen zur Nachfolger-Frage entscheiden. Da vermute ich stark, dass Söder vorne liegen wird - als der Einzige, der auch bei wesentlichen Teilen der AfD-Wählerschaft gut ankommt. Aus Angst vor Neuwahlen würde die SPD sich schon auch dazu bringen lassen, ihn zu wählen. Söder wiederum würde keine Skrupel haben, die Regierung sehr schnell zerbrechen zu lassen und darauf zu setzen, mit Neuwahlen die AfD zu seinem Juniorpartner zu machen durch seine Popularität und seine Fähigkeit, Menschen zu lesen.

Wer das verhindern will, braucht jemanden, dem die Aufgabe, 316 von 328 Abgeordneten aus der Koalition noch unter einen Hut zu bringen, zuzutrauen ist. Und der Einzige, dem man das zuzutrauen scheint, ist wohl Dobrindt, der trotz CSU-Populismus seine Partei bei den Verhandlungen um die Verfassungsänderungen sogar mit der Linkspartei unter einen Hut bringen konnte. Das erfordert schon echte Empathie. Mit Dobrindt würde man einerseits etwas zurück auf den Merkel-Weg gehen und darauf andererseits rechts abbiegen. Aber eben nicht so extrem wie Söder es würde. Der größte Vorteil von Dobrindt ist jetzt natürlich, dass er bescheiden genug wirkt, um Söder und Wüst glauben zu lassen, sie hätten ihn als "Übergangskanzler" in der Hand. Aber durch die Entwicklung der Umfragen unter einem Kanzler Dobrindt kann ihnen das dann natürlich entgleiten.
... weil diese Mannschaft 1.000 Mal besser ist als Wehrle es verdient.

Ok, Goofy.


letzterschwob
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Granadaseggl
Rufe nach Konsequenzen waren schon gestern, ja eigentlich schon seit der Sachsen-Anhalt-Wahl laut geworden. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer forderte von seiner Partei eine schonungslose Analyse und einen Neustart. "Das hat auch etwas mit Personen zu tun", sagte er im MDR.

Thüringens Ministerpräsident und CDU-Landeschef Mario Voigt nannte das Wahl-Fiasko einen historischen Wendepunkt. Ein "Weiter so" könne es nicht geben, nötig sei eine "Generalinventur der Berliner Regierungspolitik", sagte er am Rande einer Klausur der CSU-Landtagsfraktion im Kloster Banz.


https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/merz-fraktion-nach-wahldebakel-100.html

Teilen sich Markus und Mario im Kloster Banz ein Zimmer?
... weil diese Mannschaft 1.000 Mal besser ist als Wehrle es verdient.

Ok, Goofy.


letzterschwob
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Granadaseggl
Local Zero hat geschrieben:Söder ist nicht rechts. Söder ist Söder. Also gar nichts.


Natürlich. Aber der Weg, auf dem er sich sehr lange als Kanzler sieht, führt vermutlich sehr weit nach rechts. Falls irgendwo ein Atomkraftwerk hochgehen sollte, kann er aber natürlich auch spontan zum Öko-Kanzler werden.
... weil diese Mannschaft 1.000 Mal besser ist als Wehrle es verdient.

Ok, Goofy.


RedBlues
Halbdaggl
Tamasi hat geschrieben:Ich befürchte, es ist überhaupt kein Geld da, um die Wohnungen zurückzukaufen. Und dann kämen ja direkt noch die Kosten für dringend anstehende Instandsetzungen dazu.

Dennoch bin ich gespannt, ob die neue Regierung etwas auf dem kaputten Berliner Wohnungsmarkt verändern kann. Der Mietendeckel hat auch nur so semi funktioniert und das ist noch wohlwollend ausgedrückt. Schwierige Aufgabe. Ich habe in letzter Zeit zwei Wohnungssuch-Zettel an Laternpfosten gesehen: Auf dem einen sucht ein Paar eine 3- bis 4-Zimmer-Wohnung und will bis zu 2.500 Euro Miete bezahlen. Das andere war eine vierköpfige Familie, vier Zimmer gesucht, Warmmiete bis 3.500 Euro.

Was sind das für Menschen, die so viel Miete bezahlen können? Das ist doch Wahnsinn. Und die Schere geht ja noch weiter auf.


Völlig verrückt. Nicht nur, dass die in der Lage sind so etwas zu bezahlen, sondern sich dass die bei diesen Beträgen bereit sind die Summe auf den Tisch zu legen und nicht zu kaufen.

Die Schere ist wahnsinnig weit auseinander gegangen, und geht noch weiter auseinander

Local Zero
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Grasdaggl
Ne 3.500-Euro-Monatsmietwohnung per Aushang an einer Laterne zu suchen klingt nach Schwabe.
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
-------
"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

Kryztina
Granadaseggl
Im Stuttgarter Heusteigviertel, Lehen heißt es jetzt, war früher in der Heusteigstraße Rotlicht Viertel, Straßenstrich, jetzt superteure Wohnungen, gentrifiziert. Kaum noch Migranten. Upperclass. Und Studenten, die wohnen in je einem Zimmer in ner früheren 4-5 Zimmer Wohnung für 600 Euro. Der Vermieter kassiert. Dann jobst du als Student und von den Eltern kommt was.

Die Älteren sind tot, die Jungen schick, modern, es funktioniert, ich kann und will nix beklagen. Es ist halt so, new life. Alles ändert sich.

Jeder will hier wohnen, sehr schöne Gegend, Jugendstil. Es ist sicherlich überall teuer. Die Gastronomie ist auch gut besucht. Soll ich jetzt meckern? Okay es gibt kaum Parkplätze und Fremde parken alles voll. Oder werden anders genutzt, Stadtmobil und so oder umgewandelt in Gastrobereiche. Wohnen ist halt sauteuer, überall.

Local Zero
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Grasdaggl
Meine Bude im Heusteigviertel hätte ich nie aufgeben sollen. Ärgert mich heute noch.
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konfettikotz
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Granadaseggl
Local Zero hat geschrieben:Meine Bude im Heusteigviertel hätte ich nie aufgeben sollen. Ärgert mich heute noch.

Ich hätte das Kaufangebot meines Wochenendhäuschens (Rottenburg/Martinsberg), welches ich 3,5 Jahre äußerst glücklich permanent bewohnt habe (600Mark/Miete, 100000 DM wollten sie.), niemals ausschlagen dürfen. Ärgert mich auch ein bissle, aber jetzt ists halt so. Damals hätte ichs nie bezahlen können, jetzt schmunzelt man darüber.
Saufe und furz', das Leben ist kurz.


Unter Westfalen
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Grasdaggl
pauljose hat geschrieben:Mir gehört etwas in der Reinsburgstraße.
Natürlich will ich Geld verdienen, aber Mäßigung bei den Mieten und gegenseitiges Entgegenkommen ist ein sehr gutes Konzept.


Wenn die Börsenimmos sich ebenso verhalten würden, wäre ja viel geholfen.
Dann könnte man das Wohngeld deutlich verringern.
Aber da würden die Kouponschneider nie mitmachen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

konfettikotz
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Granadaseggl
Na irgendwie wäre es schon gegangen, alles hätte sich dann Alles ganz anders entwickelt. Spannend.

Ärgern weil heute mindestens das 12-fache Wert. (+ best Location ever, habs beim Auszug gemurmelt, nie wieder werde ich wieder so geil wohnen, auch im Verhältnis zur Miete)
Zuletzt geändert von konfettikotz am 22. September 2026 20:17, insgesamt 1-mal geändert.
Saufe und furz', das Leben ist kurz.

Kryztina
Granadaseggl
Mustermann hat geschrieben:Wenn Du's damals nie hättest bezahlen können, musstest Du das Angebot doch ausschlagen?

Warum ärgern?


Ich vermute er hatte Angst vor Schulden oder Angst vor Zinsen des möglichen Kredits, würde ich zumindest so sagen, so gedacht haben. Man war jung. Hatte keine Ahnung was später so läuft.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Mustermann hat geschrieben:Wenn Du's damals nie hättest bezahlen können, musstest Du das Angebot doch ausschlagen?

Warum ärgern?


Nein, er hätte eine Hypothek zu bezahlbaren Raten aufgenommen, sich ein wenig im Lebensstil eingeschränkt und würde irgendwann als glücklicher Rentner dort einziehen. Und die Mieter, die bis dort drin gewohnt hätten, hätten ihm geholfen, das Haus belastungsfrei zu machen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai




Kryztina
Granadaseggl
Unter Westfalen hat geschrieben:
Mustermann hat geschrieben:Wenn Du's damals nie hättest bezahlen können, musstest Du das Angebot doch ausschlagen?

Warum ärgern?


Nein, er hätte eine Hypothek zu bezahlbaren Raten aufgenommen, sich ein wenig im Lebensstil eingeschränkt und würde irgendwann als glücklicher Rentner dort einziehen. Und die Mieter, die bis dort drin gewohnt hätten, hätten ihm geholfen, das Haus belastungsfrei zu machen.


Dazu brauchst du Berater wenn du lieber
saufst und ..
Und Blättle ..
:lol: