Tifferette hat geschrieben:BTW: Hat sich eigentlich jemand die neue Top Gear Geschichte angesehen? Die Reviews waren ja sehr mau, aber das war ja zu erwarten.
Der BBC ist es gelungen, eine elitäre Arschgeige mit einer anderen elitären Arschgeige zu ersetzen; das ist nicht gerade eine Weiterentwicklung. Sie haben bestimmt auch kurz über Steve Coogan nachgedacht – der ist ein Auto-Nerd und mag Top Gear, hat Clarkson, Hammond und May aber auch schon wegen ihres rassistischen Schülerhumors kritisiert. Jemand aus dieser Kategorie wäre toll gewesen – Ist aber nicht sein Ding, der macht eigene Sachen.
Aus meiner Sicht ist Chris Evans (der Neue, ein erfolgreicher und erfahrener Radio/TV-Typ) eine Katastrophe. Ein Hampler und Blödler. Clarkson ist ein Arschloch, das war besser erträglich – zumindest zuletzt, als er endlich aufhörte, den Klimawandel abzustreiten. Das war immer mein größtes Problem mit dem.
Evans imitiert Clarkson, das ist peinlich. Vielleicht findet er noch seine eigene Stimme, die nicht weniger dämlich, aber wenigstens originell wäre. In der zweiten Folge hat er geheult, als er sein Traumauto, den McLaren F1 fahren durfte. Meh.
Matt LeBlanc ist ein Volltreffer – dass er Schauspieler ist, kommt in den Einspielern/Filmen wirklich positiv zum Tragen. Vor allem hat er in
Friends einen Knallkopf portraitiert und ist dafür weltberühmt, das passt sehr gut zu Top Gear. LeBlanc ist ein sehr sympathischer Typ – die Briten kennen ihn mittlerweile aus einigen Talkshow-Auftritten, seit er in
Episodes eine überhöhte Version seiner selbst gespielt hat. Sehr lustig, und sehr erfolgreich.
Soweit, so gemischt. Die erste Folge war wirklich schlecht, da wurde viel auf der UK/US Herkunft von Evans und LeBlanc rumgeritten, was niemand brauchte, und die Ideen waren nix. Ein Rennen von London nach Blackpool in Dreirädern? Gähn. Die zweite Folge war besser, mit Jenson Button und dem Mega-Stoffel Eddie Jordan. Es gibt ein paar voraussehbare Kinderkrankheiten, das spielt sich vielleicht noch ein. Das größte Problem ist der unerträgliche Chris Evans – wobei ich Top Gear schon immer wegen der ulkigen Mischung geguckt habe, und nicht wegen des Arschgesichts Jeremy Clarkson, der nur gemeinsam mit den anderen zwei Dackeln funktioniert.
Also: Evans raus. Wird wohl nicht passieren, aber die Proteste sind schon relativ laut. Die BBC verkauft die Show in über 80 Länder, da darf man eigentlich vor einem Austausch an der Spitze nicht halt machen, wenn die Zuschauer weglaufen.