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zeugwart
Granadaseggl
ich bin ja ein großer freund davon, wenn sich verfilmungen sehr nah an den büchern orientieren. deshalb fand ich die trilogie unterhaltsam, aber nicht wirklich gut. einfach zu weit weg von der vorlage.






Hasenrupfer
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Grasdaggl
Tamasi hat geschrieben:A propos "eigentlich keine Zeit":

Ich habe nun als fröhlicher Nachzügler "Narcos" zu Ende geschaut. Seit ich mal dieses eine Don-Winslow-Buch über die mexikanischen Drogenleute gelesen habe, weiß ich nicht nur, was das "mexikanische Trampolin" ist, sondern finde die Materie insgesamt bedrückend spannend. Insofern hatte ich "Narcos" immer auf der Liste -

- und war dann total überrascht, dass es nicht um Mexiko, sondern um das Leben von Pablo Escobar geht. Hatte das immer anders eingeordnet. :-)

Die Brutalität hat mich - dank Don Winslow - überhaupt nicht mehr geschockt. Aber schon cool, diese Zeitbezüge, immer wieder authentisches Bildmaterial und natürlich klasse zu sehen, wie Escobar in seinem selbst gebauten Gefängnis trotz aller interner Freiheiten zunehmend depressiv und gewalt-willig wird. Wobei letzteres, äh... war er ja schon länger. :-)


Kann dir da nur Killing Pablo von Mark Bowden wärmstens empfehlen, ein exzellent recherchiertes Sachbuch über die jahrelange Jagd auf Escobar, hübsch verknüpft mit der Geschichte seiner Herrschaft. Meine Lieblingsanekdote ist immer noch, dass er sein eigenes Gefängnis bauen durfte - komplett mit Waffenversteck und geheimem Fluchttunnel... :mrgreen:

Winslow hingegen ist wahnsinnig überschätzt. Hab mich erst kürzlich durch The Power of the Dog (dt. Tage der Toten) gequält, über 500 Seiten voller stereotyper Charaktere auf Soap Opera-Niveau sowie einem Plot, welchen man samt dem Großteil der dramaturgischen "Wendungen" nach kaum 50 Seiten vorher sehen kann. Von der Qualität der Dialoge will ich gar nicht erst anfangen.



Hasenrupfer
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Grasdaggl
PG, schon in english, sonst hätte ich den Originaltitel nicht erwähnt... ;)

Das war jetzt nach The Death and Life of Bobby Z und The Dawn Patrol mein drittes von ihm, bisher hat mich keines vom Hocker gerissen - freundlich ausgedrückt. Insofern war es das erstmal.

Bei anspruchsloser hard boiled fiction halt ich mich lieber an Lee Child, ansonsten wartet noch das neueste Werk von TC Boyle, der hat mich bisher noch nie enttäuscht.



vivafernanda
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Granadaseggl
sturgtr hat geschrieben:Hab den neuen Bourne noch nicht gesehen, aber die Trilogie ist wirklich erste Sahne. Jeder Film besser als der vorige :)


Obwohl ich den ersten schon sehr super finde. Die Story ist spannend und überzeugend.

Bei den weiteren weiß man ja schon, was für ein super Agent der Herr Bourne ist und wundert sich nicht mehr, wenn er aus jedem BMW, den er irgendwo auf der Erde fährt und zerlegt, wieder mehr oder weniger unverletzt aussteigt.

Cool ist natürlich, dass die amerikanischen Geheimdienste mehr Zeit damit verbrauchen, sich gegenseitig zu verdächtigen und umzubringen, als anderen Bösewichtern nachzustellen.
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Ja, Bourne Identity ist super, viel handgemachte Action mit überschaubarem Budget und daher recht realistisch.
Aber die automobile Verfolgungsjagd ist nichtmal die beste aus dieser Stadt, Ronin says hello... ;)

Buckle up Lady:


Aus dem selben Jahr wie The Bourne Identity:

The Dancer Upstairs mit Javier Bardem. Regie: John Malkovich

Die Geschichte spielt in einem nicht näher genannten lateinamerikanischen Staat und handelt von einem Polizisten, der mit der Suche nach einem Revolutionär beauftragt wird. Beruht auf einer wahren Begebenheit, aber wenn ich sage welche, dann wissen alle, die sich mit jüngerer lateinamerikanischer Geschichte auskennen, wie’s ausgeht.

Der deutsche Verleih hat den Film “Der Obrist und die Tänzerin” genannt – wahrscheinlich um sicherzugehen, dass ihn sich niemand anguckt. Hat auch geklappt. Kritiken waren überwiegend positiv – ein paar sagen, dass Malkovich sich ab und zu in Stimmungsbildern verliert und darüber vergisst, die Geschichte voranzutreiben. Meinetwegen, aber das tut dem Genuss keinen Abbruch. Ich kann’s empfehlen.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Beim "neuesten Boyle" reden wir von "Hart auf Hart", oder? Den gehe ich als nächstes an. Und "Killing Pablo" kriegt mein Kollege zum Geburtstag, das ist perfekt für den. (Ich hab's inzwischen auch, diese Kindle-Einkäufe gehen einfach viel zu schnell. :-)) Auf Don Winslows "Tage der Toten" lasse ich aber trotzdem nichts kommen. :-)

Aber erstmal muss ich "Stranger Things" zu Ende schauen. Wie so oft: Die erste Folge fand ich so là là - inzwischen finde ich es super.

Viel, viel unspektakulärer, aber tolle Figuren & gute Fragen nach den Folgen des eigenen Handelns (und in wie weit man dafür die Verantwortung trägt), gibt's bei "Happy Valley". Sehenswert!

muffinho
Paleto Gaffeur hat geschrieben:Sag jetzt nicht DU......Du kannst das nicht....wie auch alles andere. :twisted:


Nein, keine Angst. Wäre ich die fiese Echse und Du der Superwurm, würde ich das Buch umschreiben und mein Rabendiener (dessen Rolle ich noch nicht vergeben habe) würde Dich an Ort und Stelle verspeisen :cyclops:



Tifferette
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Grasdaggl
Hasenrupfer hat geschrieben:PG, schon in english, sonst hätte ich den Originaltitel nicht erwähnt... ;)

Das war jetzt nach The Death and Life of Bobby Z und The Dawn Patrol mein drittes von ihm, bisher hat mich keines vom Hocker gerissen - freundlich ausgedrückt. Insofern war es das erstmal.


Interessant, dass die Geschmäcker da so auseinander gehen. Die Surfer-Dude Romane (Dawn Patrol, Gentleman's Hour) finde ich nämlich auch sehr gut - und Power of the Dog freilich ebenfalls. Hier kann ich die Kritik nur schwer nachvollziehen, zumal der Plot durch den Drogenkrieg ja auch weitgehend vorgegeben ist. Savages sowie dessen Prequel sind allerdings völlig überkandidelt, wenngleich nicht ganz so schlimm wie die Verfilmung.

Winter of Frankie Machine finde ich einfach nur geil geil geil. Absolute Leseempfehlung für unverkopfte Krimiunterhaltung.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)