Wenn man die Tabelle der 2. Liga ansieht, dann ist augenfällig, dass die Mannschaften eng beieinander stehen - 4 Punkte Differenz zwischen Platz 3 und Platz 9, da ist mit zwei hintereinander gewonnenen Spielen schnell mal ein deutlicher Sprung nach oben möglich. Hat man ja auch an den Spieltagen gesehen, als wir beispielsweise gegen Dresden verloren haben: Da rutscht man dann ganz leicht vom Aufstiegsplatz runter auf Platz 6 und ist "raus aus dem Rennen".
Das ist aber durchaus vergleichbar mit der unteren Tabellenhälfte in der Bundesliga. Da spielen eben 9 Teams gegen den Abstieg, hier 9 Mannschaften um den Aufstieg.
Hinzu kommt, dass es bei recht vielen Mannschaften vor der Saison personelle Umbrüche und/oder Trainerwechsel gegeben hat. Da wird es sicherlich noch den ein oder anderen Spätstarter geben (Nürnberg? St. Pauli?). Das unterschätze ich auch nicht.
Umso bedeutsamer ist für den VfB, dass er in einer vergleichbaren Situation (viele neue Spieler, Leistungsträger verloren, sogar zwei neue Trainer) bereits so viele Punkte gesammelt hat und bei der Musik mitspielt. Und umso wichtiger ist es auch, jedes Mal die volle Konzentration auf das aktuelle Spiel und das Ziel zu legen, möglichst keine Punkte abzugeben. Letztendlich macht sich ein Ausrutscher weniger im Tabellenstand bemerkbar als eine Serie von Unentschieden. Und auch da stehen die Unsrigen bislang gut da.
@Manolo: Ich sehe es bei Würzburg wie @Tifferette. Das ist ein kleiner Verein, der allerdings ein gutes Konzept verfolgt. Deswegen ist es nicht unmöglich, dass er aufsteigt, aber doch eher unwahrscheinlich, insbesondere, weil in diesem Jahr eben recht viele gut besetzte Zweitligateams um den Aufstieg mitspielen.
Und Hannover und Union habe ich oben als Mitfavoriten bezeichnet.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.
- Charles Maurice de Talleyrand -