Ich glaube, die meisten überschätzen unsere U19 deutlich. Mit dieser Aussage will ich sie übrigens keineswegs abwerten. Es war jedoch in der vergangenen Saison imo zu sehen, dass dort weniger die großen Toptalente gespielt haben als sehr gut ausgebildete Jugendfußballer, die insbesondere als echte Mannschaft agierten und vom Trainer spieltaktisch hervorragend eingestellt worden waren.
Das soll nicht heißen, dass es keiner unserer U19-Junioren zu einem guten Zweit- und/oder Erstligaspieler bringen wird - ich sehe dort nur keinen, der ähnlich durchstartet wie beispielsweise Timo Werner, sondern eher eine Reihe von Spieler, die noch das ein oder andere Jährchen Enwicklungszeit brauchen, bevor es soweit ist. (So ähnlich wie beispielsweise bei Kevin Stöger...). Ausnahme vielleicht Lilian Egloff, aber der ist erst 16 Jahre und braucht definitiv noch ein bisschen Zeit. Und Kevin Grimm, aber der muss nach seiner Verletzung erst mal wieder fit werden.
Was also machen als Verein/Sportvorstand/Nachwuchschef? Perspektiven aufzeigen

Aber wie

Momentan wird es so gehandhabt, dass die Spieler, die man besonders fördern will, bei der jeweils "besseren" Mannschaft mittrainieren und sich so empfehlen können, dann aber bei der jeweils "niedriger gestellten" Mannschaft Spielpraxis erhalten und an sich arbeiten können, wenn kein Kaderplatz in der besseren Mannschaft vorhanden ist. So geschieht es nicht nur bei VfB I vs. VfB II, sondern auch bei VfB II vs. VfB U19. Alternativ kümmert man sich um eine Leihe.
Wie kommt man nun darauf, dass die VfB-Verantwortlichen die Jugend im Allgemeinen (und Leon Dajaku im Besonderen) nicht aufrichtig fördern wollen, nur weil sie bei der ersten Mannschaft für ausreichend Konkurrenz um die Kaderplätze sorgen?
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.
- Charles Maurice de Talleyrand -