Auswurf hat geschrieben:klar gegen Antisemitismus.
Pro Vergesellschaftung
Enteignung klingt immer so, als würden die Besitzer keine Kohle dafür bekommen.
Die Privatwirtschaft ist der Tod von bezahlbaren Mieten für Viele.
Es gibt in D keine einzige Stadt in der in der Gentrifizierung kein Problem ist. Das hat man sich lange genug angeschaut.
Achso, ja doch... In irgendwelchen Gurkenstädten wie Gera, findet man was.
Ist ja nicht so, daß alle enteignet werden sollen.
Da bliebe schon noch was für die Reichen übrig
Die Diskussion zur Vergesellschaftung ist durchzogen von Halb- und Unwahrheiten, ideologischer Hetze und geprägt von wenig bis keiner Sachkenntnis. Wohnungsbaupolitik ist kompliziert. Das auf den Nenner herunter zu brechen, wir nehmen es den Reichen weg und geben es euch, damit ihr billig wohnen könnt, ist dermaßen unterkomplex, dass man bei manchen Argumenten in lautes Gelächter ausbrechen möchte, wäre es nicht so traurig.
1. Die Mieten in allen Ballungrsäumen weltweit sind für Normalverdiener viel zu hoch. Das liegt nicht (jedenfalls nicht in erster Linie

)an den gierigen Kapitalistenschweinen, sondern an Angebot und Nachfrage. Da haben die Schwaben in Prenzlberg ganze Arbeit geleistet. Und in Berlin die PDS / SPD-Koalition, die 2004 rund 65.000 Sozialwohnungen an amerikanische
Investoren Heuschrecken verscherbelt hat. Wurde im Wahlkampf aber komischer Weise von den Linken Schlaubischlümpfen nicht thematisiert.
2. Die Mieten in Berlin sind im Vergleich europäischer Metropolen moderat, in etwa auf dem Niveau von Stuttgart, und deutlich günstiger als in München. Ist das gut? Natürlich nicht, aber es ist eben auch nicht die mieterische Vorhölle, nur weil man am lautesten heult.
3. Die Kosten für die Enteignung will die Linke selbst nicht nennen. bla bla bal stellen wir noch fest bla bla bla ...Kein Wunder, denn dann würden ihr die Leute in Scharen davon laufen. Aber schon witzig, seinen gesamten Wahlkampf darauf aufzubauen, dass man - ich schwöre - etwas machen wird, von dem man angeblich noch gar keine Ahnung hat, was es kostet. Typisch linke Finanzpolitik eben.
4. Realistische Kostenschätzungen gehen von 17 bis 39 Milliarden Euro aus. Eine Enteignung schafft nicht eine einzige neue Wohnung (remember Angebot und Nachfrage...). In 1000 kalten Wintern wird das BVerfG hier nicht den feuchten Träumen der Vergesellschaftungssekte nachgeben und im einstelligen Milliardenbereich urteilen. Never ever. Nehmen wir den Mittelwert von 28 Mrd., dann kann man davon laut KI 51.000 bis 108.000 Wohnungen zu durchschnittlichen Berliner Tarifen neu bauen. Ui ui ui.
5. Die Linke sorgt sich um die Jugend. Gut so und das glaube ich ihr auch. Warum erzählt sie der Jugend, die die Schulden irgend wann mal zurück zahlen muss, dann nicht, was sie die Vergesellschaftung kostet? KI sagt, dass bei guter Bonität (ok, wir vergessen jetzt mal, dass es Berlin ist

) 3,7% für Anleihen realistisch sind. macht bei einer Laufzeit von 50 Jahren eine Gesamtzinsbelastung von 33,86 Mrd. Die Kosten für Vergesellschaftung plus Zinsen steigen damit auf 62 Mrd. Holla, das wären ja nochmal 50.000 bis 100.000 NEUE Wohnungen mehr.
6. Kein klar denkender Investor - im Linkenjargon: Kapitalistisches Vermieterschwein - wird noch eine einzige Wohnung in Berlin bauen, sobald eine Enteignungsentscheidung gefallen ist. Das wird vor allem für die Berliner Wohnungssuchenden in einer Katastrophe enden, gegen die die aktuelle Situation ein Ponyhof ist.
7. Vonovia und Co sind entgegen der linken Erzählung eben nicht die gierigen Schweinevermieter, die die armen Berliner auspressen bis zum geht nicht mehr. Das sagt ChatGPT:
Eine wissenschaftliche Untersuchung im Auftrag der Berliner Vergesellschaftungskommission hat die Entwicklung bis 2021 untersucht. Sie kam zu folgendem Ergebnis:
Jahr / Landeseigene / Vonovia / alle Berliner Bestandsmieten
2017 / 5,91 € / 6,35 € / 6,39 €
2019 / 6,22 € / 6,84 € / 6,72 €
2021 / 6,29 € / 7,10 € / 6,86 €
2021 lag Vonovia also etwa 13 % über den landeseigenen Gesellschaften und etwa 3,5 % über dem Berliner Durchschnitt. Die Untersuchung stellte außerdem fest, dass die Vonovia-Mieten zwischen 2017 und 2021 um 11,8 %, die Mieten der Landeseigenen dagegen nur um 6,4 % gestiegen waren.Mietwucher, den die Linke mit der Enteignung beenden will, beginnt bei 50% Überschreitung der örtlichen Vergleichsmiete. Also wieder ein Scheinargument. Manche nennen es auch Lüge.
Man könnte diese Aufzählung noch lange fortsetzen. Vonovia hat der Linken zB schon lange Gespräche angeboten, um gemeinsame Lösungen auf Sachebene zu besprechen. Machen die Linken natürlich nicht, weil das Kartenhaus der Enteignung dann in sich zusammenfallen würde. Man hetzt lieber weiter.
Zu guter letzt: Wie du richtig erkennst, bliebe bei einer Enteignung genug übrig für die Enteigneten. Die nehmen das Geld und bauen woanders. Kein Problem für Vonovia und Co. Entgegen der Erzählung der Linken sehen die Wohnungsbaugesellschaften die Diskussion deshalb keineswegs panisch, sondern relativ gelassen. Die Gearschten, das steht jetzt schon fest, wären die Mieter.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."