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lester
Seggl
Local Zero hat geschrieben:
lester hat geschrieben:
Aleksiander hat geschrieben:Oder.... Russland könnte gewinnen und alle schauen weg, wie bereits bei der Anektion der Krim.
Frau Zarenknecht und Ihr Wunsch nach einer diplomatischen Lösung ist völlig easy, Sie muss Ihren Kumpel nur überzeugen jede Kampfhandlung einzustellen und sich sofort in seine alten Landesgrenzen zurückzuziehen. Fūr die Ukraine entscheidet alleine das ukrainische Volk, wann und ob Sie überhaupt bereit wären, aufzuhören sich zu verteidigen. Denn nichts anderes tun sie.
Jetzt sieht die Situation anders aus, einen russischen Satellitenstaat direkt an ihrer Grenze werden die Polen kaum wollen.
Haben sie schon seit Jahrzehnten...


Upps, da fehlt ein "noch" von mir. Dann macht das mehr Sinn.

Auswurf hat geschrieben:hast Du noch weitere Drehbücher in der Schublade? ;)


Klar, leider viele allzu realistisch. Es ist allgemein bekannt das Frankreich darüber nachdenkt Truppen zu schicken, Polen auch. Hinzu kommen die 3 baltischen Staaten. Diese sind ein besonders spezieller Fall, ihr Einsatz wäre eine "gezielte Provokation" (ich weiß das klingt negativ, soll es aber gar nicht sein) von Russland. Sie selbst haben gar nicht genug militärische Kraft um viel auszurichten, allerdings würde man damit testen ob und wie Russland reagiert. Wenn sie nämlich dann auch auf dem Staatsgebiet eines der drei Baltikum-Staaten angreifen, könnte dies Artikel 5 (den Bündnisfall) des NATO Vertrages auslösen. Betonung leider auf "könnte", weil dann natürlich darüber beraten wird ob das eingreifen mit eigenen, militärischen Kräften nicht als Aggression gelten könnte.

Es wird viel davon abhängig sein wie die Wahl in den USA ausgeht, dann werden die 50+ Staaten die da irgendwie Interesse haben vielleicht eine klarere Linie fahren können.

Es ist aber leider ein nur allzu trauriger Fakt, dass die Atomwaffen der Russen alles sind was die Welt davon abhält Russland den Erdboden gleich zu machen. Denn das Russland in einem konventionellen Krieg gegen die NATO keine Chance hätte, haben sie ja nun durch das "Meisterstück" von Putin mehr als bewiesen, wenn sie auch sonst nicht viel auf die Kette bekommen.

Ob btw. nur zur Sicherheit: Ich wusste vorher nicht alles über das Corona-Virus, nur falls der (vielleicht berechtigte) Verdacht aufkommt dass ich zunächst meinen Abschluss in Virologie auf der youtube-Universität gemacht habe und direkt danach das Studium von Geopolitik dort abgeschlossen habe :D






Aleksiander
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Im Nahost Konflikt rufen alle nach einer Waffenruhe für die Zivilbevölkerung, ein humanitärer Akt den ich gerne teile, ich vermisse aber sehr die Rufe nach der Freilassung der noch verbliebenen Geiseln, die sind ja auch Zivilbevölkerung.
Nichts muss, aber alles kann.

Auswurf
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Ich hatte das so verstanden, dass die Waffenruhe eine der Vorraussetzungen für die Freilassung sei - aber ob das dann auch so wäre..
das ist doch keine Musik

higgi
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Auswurf hat geschrieben:Ich hatte das so verstanden, dass die Waffenruhe eine der Vorraussetzungen für die Freilassung sei - aber ob das dann auch so wäre..

Und wir wollen doch bitte nach den Hamas Regeln spielen
Wo kämen wir denn sonst hin?
von daher

Mustermann
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higgi hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:Bild

Sehe ich da Speichel aus seinem Mundwinkel tropfen?
Hoffentlich ist es Speichel :shock: !
„I guess that concludes negotiations.“

Local Zero
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Mustermann hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:Bild

Sehe ich da Speichel aus seinem Mundwinkel tropfen?
Hoffentlich ist es Speichel :shock: !

Kondensatorflüssigkeit?!!11!1!? :shock:
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
-------
"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."



Local Zero
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lester hat geschrieben:
Local Zero hat geschrieben:
lester hat geschrieben:Jetzt sieht die Situation anders aus, einen russischen Satellitenstaat direkt an ihrer Grenze werden die Polen kaum wollen.
Haben sie schon seit Jahrzehnten...


Upps, da fehlt ein "noch" von mir. Dann macht das mehr Sinn.

Grenzt Polen zur Zeit nicht nur im Osten an einen Vasallenstaat Russlands, sondern auch im Süden und Westen? :mrgreen:

Aber die Hoffnung lebt: Noch ist Polen nicht verloren (Theaterstück, spielt zur Zeit des Natio Faschi also unterm Adi
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higgi hat geschrieben:
Auswurf hat geschrieben:Ich hatte das so verstanden, dass die Waffenruhe eine der Vorraussetzungen für die Freilassung sei - aber ob das dann auch so wäre..

Und wir wollen doch bitte nach den Hamas Regeln spielen
Wo kämen wir denn sonst hin?

Weg davon, uns von Erpressern an der Nase herumführen lassen zu dürfen?
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Local Zero
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Wieder Anne Applebaum. Großes FAZ-ITW, sehr lesenswert, ein paar Auszüge. Sie schlägt da klug und nachvollziehbar einen sehr weiten Bogen. Ich bin sehr gespannt auf ihre Dankesrede bei der Preisverleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels:

Was ist Ihrer Ansicht nach [Putins] ultimatives Ziel?
Er hat es klar formuliert: die Wiederherstellung des russischen Imperiums, wie er es einst kannte. Putins ursprüngliches Versprechen an die Russen war: „Natürlich bin ich korrupt, jeder um mich herum ist korrupt. Aber wenn ich regiere, verbessert sich das Leben für alle, es wird Stabilität geben.“ Das hat aus diversen Gründen zuletzt nicht funktioniert. Warum sollte er also Präsident bleiben? Seine Antwort: weil ich Russland nationalen Ruhm zurückbringen werde, wieder ein Imperium aufbaue und die Ukraine wieder eingliedere. Sein ultimatives Ziel ist es, an der Macht zu bleiben, und solange der Krieg herrscht, ist das für ihn einfacher. Es ist jetzt viel leichter, seine Feinde einzusperren. In Russland gibt es inzwischen Hunderte politische Gefangene, das war vor fünf Jahren noch nicht der Fall. Er hat eine Ausrede, viel härter zu sein, sein Regime wird immer strenger, er hat mehr Kontrolle über den Sicherheitsapparat und die Armee. Er will sein Reich wieder aufbauen, die Ukraine zurückerobern, vielleicht auch Polen, vielleicht auch die baltischen Staaten? Vielleicht sogar Ostdeutschland?
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Der Krieg in der Ukraine hat in Europa alles verändert. Wie viel Schuld trägt Deutschland an der aktuellen Situation? Hätte ohne Angela Merkels Widerstand gegen einen schnellen Weg in die NATO für die Ukraine ein Krieg vermieden werden können?
Es ist immer sehr schwer, rückblickend alles neu zu bewerten. Aber klar ist, dass die Situation als NATO-Mitglied oder -Anwärter eine andere gewesen wäre. Russland hat die Ukraine nicht angegriffen, weil die Ukraine in der NATO war oder auf dem Weg dahin, sondern weil die Ukraine eben nicht Mitglied war. Wenn ich Angela Merkel kritisieren sollte, würde ich auf die vielen Fehler nach 2014 nach der Besetzung der Krim verweisen. Es wurden ein paar Sanktionen verhängt, und Russland wurde aus verschiedenen Organisationen ausgeschlossen – aber der Bau der Nord Stream 2 konnte fortgesetzt werden.
In Ihrem Buch schreiben Sie, Putin könnte durch dieses Verhalten von Merkel und anderen zu dem Schluss gekommen sein, er habe praktisch grünes Licht für die Fortsetzung seiner Invasion bekommen...
Ja, weil sie sich sehr leise zurückgezogen und wieder ihren Geschäften zugewandt haben. Eigentlich galt seit 1945 ein Tabu: Grenzen werden nicht mit Gewalt verändert, und Konflikte müssen durch Diplomatie gelöst werden. Dann haben die Russen einfach die Krim besetzt – sie haben Leute dort in Lagern inhaftiert und vertrieben, es war ein hässlicher Akt gegen alle Regeln. Ähnlich gingen sie in der Ostukraine vor: Besetzung, Massenverhaftungen, Vertreibungen, alles erinnerte an die Methoden der 40er Jahre. Und der Westen sagte nur: Tja. Aber wir machen so normal wie möglich weiter.
Warum haben Merkel und andere so reagiert?
Dafür gab es wohl mehrere Gründe. Zum einen haben die Russen zu suggerieren versucht, die Krim sei gar nicht wirklich ukrainisch, sondern eigentlich sowieso russisch. Dann ging es bei Nord Stream und anderen Geschäften um sehr viel Geld für viele. Und bestimmt hat Merkel auch aufgrund ihrer eigenen Biographie aufrichtig daran geglaubt, dass Handel die Verbindungen zwischen Ländern stärkt und zu mehr Demokratie führt. Daran haben lange viele Menschen geglaubt, auch in Russland, in China, in Amerika – in den 90er Jahren. Aber 2014? Nach der Besetzung der Krim? Nachdem Putin mehrfach erklärt hatte, die Zeit der liberalen Demokratien sei vorbei, und gezeigt hatte, dass er weder Gesetze noch das Leben anderer respektiert? Das war naiv.
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Bei der Beschreibung der Autokratien betonen Sie deren kleptokratische Strukturen, die hemmungslose persönliche Bereicherung und Gier der Herrschenden – wie sie Nawalnyjs Doku „Palast für Putin“ gezeigt hat. Das hört man in der Debatte hierzulande eher selten. Unterschätzen liberale Gesellschaften die Bedeutung der Gier?
Auf jeden Fall. Wir reden hier über sehr reiche Menschen mit sehr großen persönlichen Vermögen. Besonders in der postsowjetischen Welt konnte man beobachten, dass die Kleptokratie der Autokratie vorausgeht. Russland wird von Leuten regiert, die über Jahrzehnte ein enormes Vermögen gestohlen und dann den Staat so organisiert haben, dass ihnen niemand etwas kann. Niemand soll über Ungerechtigkeit schreiben oder fragen, woher der Reichtum kommt. Deswegen wollen sie keine Transparenz, keine unabhängige Justiz. So ein System entwickelte sich auch in der Ukraine, die Maidan-Revolution 2014 war auch eine Revolution gegen dieses System – gegen Korruption. Auch deswegen wollten die Menschen in die EU. Und deswegen war Putin so aufgebracht, weil sich diese Ideen nicht nach Russland verbreiten sollten. Nawalnyj wurde nicht so sehr gefürchtet, weil er für Menschenrechte eintrat, sondern weil er gegen Korruption wetterte. Das ist, was Putin und seine Leute um jeden Preis verhindern wollen. Auch das unterscheidet ihn von anderen Diktatoren, denen es um Ideologie ging oder geht.
In London sind halbe Stadtviertel mit anonymem Geld bezahlt worden, in denen praktisch niemand wohnt; europäische Länder haben Steueroasen geschaffen wie die Virgin Islands oder Cayman Islands. Wie stark profitieren Unternehmen und Institutionen im Westen vom Reichtum der Autokratien?
Viele Leute sind mitschuldig und haben damit viel Geld verdient. Die „seriösen“ Banken, Anwaltsfirmen und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften etwa. Lange Zeit war es sehr bequem, zu ignorieren, woher es kam. Das anonyme Geld hat das Antlitz Londons verändert. Ich habe mich schon oft gefragt, wie lange die Leute noch akzeptieren, dass ihre Hauptstadt den globalen Märkten gehört und nicht ihnen. Mit dem Brexit wurde Leuten suggeriert, Dinge würden sich ändern, allerdings war es nicht die Schuld der Europäischen Union, dass London zu einem Spielplatz für die internationalen Reichen wurde. Aber die Leute wollten jemanden, dem sie die Schuld geben konnten.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 78756.html
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."


lester
Seggl
Local Zero hat geschrieben:
Was ist Ihrer Ansicht nach [Putins] ultimatives Ziel?
Er hat es klar formuliert: die Wiederherstellung des russischen Imperiums, wie er es einst kannte. Putins ursprüngliches Versprechen an die Russen war: „Natürlich bin ich korrupt, jeder um mich herum ist korrupt. Aber wenn ich regiere, verbessert sich das Leben für alle, es wird Stabilität geben.“ Das hat aus diversen Gründen zuletzt nicht funktioniert. Warum sollte er also Präsident bleiben? Seine Antwort: weil ich Russland nationalen Ruhm zurückbringen werde, wieder ein Imperium aufbaue und die Ukraine wieder eingliedere. Sein ultimatives Ziel ist es, an der Macht zu bleiben, und solange der Krieg herrscht, ist das für ihn einfacher. Es ist jetzt viel leichter, seine Feinde einzusperren. In Russland gibt es inzwischen Hunderte politische Gefangene, das war vor fünf Jahren noch nicht der Fall. Er hat eine Ausrede, viel härter zu sein, sein Regime wird immer strenger, er hat mehr Kontrolle über den Sicherheitsapparat und die Armee. Er will sein Reich wieder aufbauen, die Ukraine zurückerobern, vielleicht auch Polen, vielleicht auch die baltischen Staaten? Vielleicht sogar Ostdeutschland?

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Das sich Putin als legitimer Nachfolger von Peter dem Großen sieht, dass ist kein Geheimnis :)

Wagen wir mal einen kurzen Blick in die Geschichte. Als Deutschland 1939 in Polen einmarschierte waren sie noch keineswegs bereit für den Krieg. Dieser war zwar von langer Hand geplant, sollte aber erst einige Jahre später starten. Dann hätte auch die Aufrüstung "vernünftiger" laufen können, man musste 39 los schlagen weil Deutschland sonst in den nächsten Jahren pleite gegangen wäre. (da man 6 Jahre alles in die Rüstung gesteckt hat)
Der Schnurrbart hat so darauf gedrängt, weil ihm die Zeit davon gelaufen ist. Hätte er sich nicht 45 die Birne weg gepustet, kurze Zeit später hätte Mutter Natur das erledigt und das wusste er damals schon. Also musste er sich beeilen, wenn er als großer Feldheer in die Geschichte eingehen wollte.

Putin ist 71... da wird wohl deutlicher wieso er vor zwei Jahren los geschlagen hat. Wer weiß wo der Russe als nächstes einmarschiert wäre, wenn sein Plan funktioniert hätte. Denn viel Zeit hat er ja nicht mehr um sein großrussisches Reich wieder zu errichten.


lester
Seggl
knaust hat geschrieben:Habe ich Dich richtig verstanden: Hitler wusste schon 1939, dass ihm Mutter Natur 1945, spätestens 1946, die Birne wegpusten wird?


Jein, nicht das genaue Jahr. Aber vermutlich, dass er nicht mehr allzu lange hat (also eher so 10 Jahre)

Das alles ist natürlich mit einer "grain of salt" zu nehmen, weil Hitlers Gesundheitszustand nicht so ganz geklärt war. Allerdings weisen verschiedene Quellen darauf hin, dass man ihm gesagt haben könnte, dass er Parkinson hat. Klar ist aber, dass er so an die 90 verschiedene Medikamente eingeworfen hat.

Kurz ein wenig geschichtlicher Hintergrund: Guderian und andere Generäle haben damals ziemlich klar gesagt, dass die Wehrmacht nicht vor 1947 zum Krieg bereit wäre. Hitler hat aber schon 1938 los geschlagen, mit der Auslösung der Sudetenkrise. Die Wehrmacht reagierte auch mit der Septemberverschwörung wo u.A. Beck geplant hatten Hitler zu verhaften, damit es nicht zum Krieg kommt. Da die Sache dann "friedlich" gelöst wurde, kam es nicht dazu.

39 war die Situation ein wenig anders, man rechnete damit das der Westen wieder still hält. Die Kriegserklärung von Frankreich und England kam doch sehr überraschend und auch dafür war die Wehrmacht nicht bereit. Und wären die Allierten damals nicht so passiv gewesen, wäre der Spuk bereits spätestens 1940 wieder vorbei gewesen. Es hält sich ja hartnäckig der Irrglauben, dass 39 eine hochgerüstete und überlegene, deutsche Kriegsmaschine über Europa weg gerollt ist, dies ist aber ein Irrglaube.
Der Polenfeldzug hat die deutsche Armee hatte nämlich bereits an den Rand ihrer Möglichkeiten gebracht, danach hatte man kaum noch Munition oder Treibstoff. (den konnte man erst mit Beutebeständen, auch von den Tschechen wieder auffüllen).

Es bleibt also die Frage wieso Hitler bereits 1933 mit einem massiven Wettrüsten begann, wo klar war das Deutschland dies nur wenige Jahre durchhält und dann los schlagen muss. Und wenn man ihm und seinen Beratern ein wenig Kompetenz zutraut, liegt halt der Verdacht nahe dass er sein "Lebenswerk" eben noch zu seinen Lebzeiten erfüllen wollte.

Und ähnliches kann man eben auch bei Putin vermuten. Bis 2022 hat er seine Strategie ja erfolgreich geführt. Teile der Ukraine besetzt und auch (was viele vergessen) 2008 Teile von Georgien. Hätte Russland so weiter gemacht, sie hätten sich noch einiges einverleiben können durch "abtrünnige Regionen die unbedingt wieder zu Mütterchen Russland wollten" Warum hat er also dann jetzt alles auf eine Karte gesetzt? Vielleicht eben doch weil er wusste, dass er nicht noch einmal 20 Jahre hat um seinen Lebenstraum von großrussischen Reich zu erfüllen.


Local Zero
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Grasdaggl
lester hat geschrieben:
Local Zero hat geschrieben:
Was ist Ihrer Ansicht nach [Putins] ultimatives Ziel?
Er hat es klar formuliert: die Wiederherstellung des russischen Imperiums, wie er es einst kannte. Putins ursprüngliches Versprechen an die Russen war: „Natürlich bin ich korrupt, jeder um mich herum ist korrupt. Aber wenn ich regiere, verbessert sich das Leben für alle, es wird Stabilität geben.“ Das hat aus diversen Gründen zuletzt nicht funktioniert. Warum sollte er also Präsident bleiben? Seine Antwort: weil ich Russland nationalen Ruhm zurückbringen werde, wieder ein Imperium aufbaue und die Ukraine wieder eingliedere. Sein ultimatives Ziel ist es, an der Macht zu bleiben, und solange der Krieg herrscht, ist das für ihn einfacher. Es ist jetzt viel leichter, seine Feinde einzusperren. In Russland gibt es inzwischen Hunderte politische Gefangene, das war vor fünf Jahren noch nicht der Fall. Er hat eine Ausrede, viel härter zu sein, sein Regime wird immer strenger, er hat mehr Kontrolle über den Sicherheitsapparat und die Armee. Er will sein Reich wieder aufbauen, die Ukraine zurückerobern, vielleicht auch Polen, vielleicht auch die baltischen Staaten? Vielleicht sogar Ostdeutschland?

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Das sich Putin als legitimer Nachfolger von Peter dem Großen sieht, dass ist kein Geheimnis :)
Das heißt, er reist alsbald nach den Niederlanden? Wie sein Vorgänger auch in einer großen Gesandschaft, also bspw. mit Schoigu und Lawrow? Ich würde das natürlich sehr begrüßen. Aber ob er in Den Haag eine Zimmermannslehre machen wird? Ich habe da so meine Zweifel.
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lester
Seggl
Kryztina hat geschrieben:Putin nimmt aber keine 90 Tabletten sondern 91. Quellen sagen 92 :lol:
Googsch du Wikipedia :arr:


Der Schnurrbart soll 90 verschiedene Medikamente genommen haben.
Local Zero hat geschrieben:
lester hat geschrieben:
Local Zero hat geschrieben:
Was ist Ihrer Ansicht nach [Putins] ultimatives Ziel?
Er hat es klar formuliert: die Wiederherstellung des russischen Imperiums, wie er es einst kannte. Putins ursprüngliches Versprechen an die Russen war: „Natürlich bin ich korrupt, jeder um mich herum ist korrupt. Aber wenn ich regiere, verbessert sich das Leben für alle, es wird Stabilität geben.“ Das hat aus diversen Gründen zuletzt nicht funktioniert. Warum sollte er also Präsident bleiben? Seine Antwort: weil ich Russland nationalen Ruhm zurückbringen werde, wieder ein Imperium aufbaue und die Ukraine wieder eingliedere. Sein ultimatives Ziel ist es, an der Macht zu bleiben, und solange der Krieg herrscht, ist das für ihn einfacher. Es ist jetzt viel leichter, seine Feinde einzusperren. In Russland gibt es inzwischen Hunderte politische Gefangene, das war vor fünf Jahren noch nicht der Fall. Er hat eine Ausrede, viel härter zu sein, sein Regime wird immer strenger, er hat mehr Kontrolle über den Sicherheitsapparat und die Armee. Er will sein Reich wieder aufbauen, die Ukraine zurückerobern, vielleicht auch Polen, vielleicht auch die baltischen Staaten? Vielleicht sogar Ostdeutschland?

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Das sich Putin als legitimer Nachfolger von Peter dem Großen sieht, dass ist kein Geheimnis :)
Das heißt, er reist alsbald nach den Niederlanden? Wie sein Vorgänger auch in einer großen Gesandschaft, also bspw. mit Schoigu und Lawrow? Ich würde das natürlich sehr begrüßen. Aber ob er in Den Haag eine Zimmermannslehre machen wird? Ich habe da so meine Zweifel.


Also ich bin mir ziemlich sicher, dass er einen Brief mit einer Einladung nach Den Haag bekommen hat. :D


Local Zero
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Grasdaggl
Vorsicht, MAGA-Reps, MTG ist ne Grüne! Und Vorsicht, Grüne, MTG ist ne MAGA-Rep!

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