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Hier haben es mir zwei Absätze besonders angetan, mal abgesehen davon, dass das hier Dargebotene mittlerweile von höherer Güte ist, als die Elaborate der hiesigen Tageszeitungen...
Mein Reden!
Hier haben es mir zwei Absätze besonders angetan, mal abgesehen davon, dass das hier Dargebotene mittlerweile von höherer Güte ist, als die Elaborate der hiesigen Tageszeitungen...
Alexander Zorniger:
Ein Trainer, der nur ein System kann und vorgibt und der sich selbst für den einzig richtigen Trainer hält, wird bei diesen Ergebnissen angreifbar. Die Augsburger überspielten das Mittelfeld mit simplen Verlagerungen und schlugen hohe Bälle in die Mitte, was die Innenverteidung aufriß und die Außenverteidiger überforderte. Ein System, das mit so einfachen Mitteln – seit Wochen – ausgehebelt wird, ist kein gutes System. Ein System, das individuelle Fehler sofort bestraft, ist kein gutes System. Selbst der Trainer von Sonnenhof-Großaspach hat mehrere Systeme im Griff. Rüdi Rehm sagt dazu – Zorni bitte mitlesen: „Als Trainer sollte man sich nicht einer einzigen Spielidee verschreiben und sagen, das ziehen wir jetzt gegen jeden Gegner durch. Ich habe immer mehrere Optionen, wie ich agieren und reagieren kann“.
Robin Dutt:
Die versuchte Einzelkritik bestätigt meine spontane Forderung #MannschaftRaus. Aber auch wenn der Sportvorstand vor der Saison nicht vollmundig verkündete, dass er sich an diesem Kader messen läßt: Die Mannschaft ist sein Produkt. Und das von Zorni. Ok, Dutt musste jede Menge Altlasten übernehmen, die er alle mit harter Hand löste, so ließ er dennoch einige Baustellen unbearbeitet:
Die ohnehin schon schwache Innenverteidigung wurde nach dem Abgang von Toni Rüdiger nicht gestärkt. Im Gegenteil: Die Kandidaten heissen Baumgartl, Sunjic, Schwaab, Lord Hlousek. Mit Verlaub: ein Witz!
Dem Team fehlen Führung und Hierarchie, seit Jahren wird auf Gentner, Schwaab und Martin Harnik gesetzt, seit Jahren geht das schief.
Mit nur einer klassischen Neun (Daniel Ginczek) in die Saison zu gehen, ist – vorsichtig ausgedrückt – mutig.
Das heisst: Alle zusammen tragen Verantwortung, es gibt nicht den einen Schuldigen. Nur zusammen kommen Vorstand, Trainer und Team aus der Misere heraus. Die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es. Der VfB muss aufpassen, nicht bereits am 14. Spieltag von der Intensivstation auf die Pathologie verlegt zu werden. Der nächste Gegner heißt Borussia Dortmund.
Mein Reden!



