Winterlinge und Schneeglöckchen blühen. Der Frühling kommt.
Zeit, den Gartenthread hoch zu holen.
Nachfolgender Post ist für alle Tomatonerds,
besonders aber für halensee & Goofy gedacht.
Im vergangenen Jahr hat uns ja besonders die Eigenkultur der Tomaten beschäftigt. Ich bin tatsächlich mit den letzten Tomaten ins Neue Jahr gegangen. Wie das? Nun, mit einigen Pflanzen war ich etwas später dran, so dass die Früchte bis zum Herbst noch nicht ausgereift waren. Ist aber, so Du ein Gewächshaus hast, kein Problem. Ich habe sie einfach hängen lassen und ab Anfang November das Gießen eingestellt. Nach und nach habe ich die grünen Früchte ins Haus geholt und in der Küche nachreifen lassen. Geschmacklich waren sie nicht mehr so gut wie ausgereifte Tomaten, aber immer noch um Längen besser als die im Supermarkt gekauften.
Ich denke, dass es im vergangenen Jahr so um die 25 Pflanzen warten, teilweise in Dreierreihen an Schnüren oder Tomatenstäben befestigt. An manchen Tagen habe ich eine mittlere Plastikschüssel geerntet. Insgesamt ein hervorragendes Gartenjahr, wie übrigens auch für alle Obstsorten und das Gemüse.
Mein bewährter Gartenratgeber, „Der Biogarten von Marie-Luise Kreuter“, empfiehlt für Tomaten jährlichen Fruchtwechsel. Ich kann inzwischen bestätigen, dass – zumindest im Gewächshaus - Tomaten Jahr für Jahr in derselben Erde gedeihen können. In den ganzen Jahren hatten die Pflanzen nie Braunfäule oder andere Krankheiten. Wenn einmal ein Zweig vorzeitig welkt, entferne ich ihn und entsorge ihn im Restabfall. Gespritzt wird in meinem Garten schon seit Jahrzehnten nicht mehr.
Als Sorten hatte ich diesmal den bewährten Sechserset an historischen Tomaten von ALDI, eine Reihe verschiedener Cherry- und Datteltomaten, den Roten Russen, Ochsenherz, einige gelbe, klein bis mittelklein und 2 Biotomaten, die mir meine Tochter vom Markt mitgebracht hat. Und die waren der Hammer, sowohl vom Geschmack, als auch vom Ertrag her. Die kleinere, etwa tischtennisballgroß, die größere etwa wie eine Roma. Und diese habe ich auswachsen lassen, also nicht entgeizt, so dass sie schließlich die ganze Rückwand bedeckt hat. Der Ertrag war entsprechend. Von beiden Tomaten habe ich Samen genommen. Bin gespannt. Aussaat beginnt bei mir Anfang Februar.
Die Fleischtomaten sind sehr groß geworden, Gewicht zwischen 200 und 300 g. Aber dafür erntet man nicht besonders viele.
Zur Überprüfung meiner These, dass die farbenfrohen Tomaten aus dem Supermarkt auf Aussehen, aber nicht auf Geschmack gezüchtet werden, habe ich einige besonders schöne Exemplare gekauft und den Samen genommen. Bestätigt sich die Vermutung war es der letzte Versuch.
Die Pflanzen werden nur einmal gedüngt, beim Einsetzen. Bewährt hat sich seit Jahren der Tomatendünger von ALDI. Bewässert werden sie aus der Tonne, also entweder mit Regenwasser oder Grundwasser, das aber keinesfalls direkt aus der Erde an die Pflanzen kommen darf. In warmen Sommern muss man nahezu täglich gießen. War in den letzten beiden Jahren, coronabedingt, kein Problem. Ansonsten muss man halt für die Zeit der Abwesenheit jemanden finden, der sich um den Garten kümmert. Diese Aufgabe übernimmt inzwischen eine meiner Töchter sehr zuverlässig.
Zum Schluss noch eine Empfehlung. Diese kleine Tomate habe ich seit 2 Jahren im Sortiment. Sieht nett aus und schmeckt sehr lecker. Den Samen kann man sich bei Dehner kaufen, so einer in der Nähe ist oder man bestellt im Internet.

Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai