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darkred
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Halbdaggl
fkAS hat geschrieben:Hat er sonst was erhellendes gesagt? Hab nur die letzten Minuten mitbekommen.


Zur drängendsten Frage (Trainer) hat er natürlich nichts gesagt. Obwohl. Was heißt nichts...
Die Frage, ob Kramny ne wirkliche Chance auf ein längerfristiges Engagement hätte, bejahte er überschwänglich, um 2 Minuten später, vom SWR vorgeschlagene Attribute, die ein neuer Trainer mitbringen sollte, dann doch zu kommentieren. Bei diesem Frage-Antwort-Spiel hat er zwar keine eindeutigen Aussagen gemacht, aber dennoch konnte man den Eindruck gewinnen, dass eine externe Lösung weit realistischer ist, als das Weitergehen mit Kramny. Meine Wahrnehmung.

Dann kam noch das diplomatisch verpackte Eingeständnis, dass man, trotz dem Umstand immer alles für den VfB geben zu wollen, man bis dato "einiges schuldig geblieben sei". Das Schickhardt-Thema wurde angeschnitten, bei dem er richtig gestellt wissen wollte, dass dieser weder seiner noch Dutt's Anwalt sei, sondern nur ein langjähriger Wegbegleiter. Gar keinesfalls der "heimliche Strippenzieher".

Die unvermeidliche Homestory mit Kommentaren seines Gastro-Bruders und dem Einblick, dass seine Mutter ihm Klatsch & Tratsch ausm Remstäle eins zu eins aufs Brot schmiert, bildeten den Abschluss des Auftritts.

Mein Fazit:
Zwischen Sympathieempfinden und dem Absprechen von nötigen Kompetenzen für das Amt des VfB Präses isses beim Bernde wahrlich kein großer Schritt...


jagdhuette
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Halbdaggl
Kronenclub hat geschrieben:Da zahl ich jetzt gerne 3 Euro.
Fussball ist so schnelllebig geworden, dass die langfristige Planung total überbewertet wird.


Bankverbindung kommt per PM. :prost:

Klar muss man jederzeit reagieren können. Aber man sollte sich manchmal auch ein bisschen mehr Zeit lassen um Entscheidungen zu treffen und sich überlegen wo man als Verein hin möchte und welche Schritte man auf diesem Weg gehen will.
Fußball hat sich in den letzten Jahren sowohl auf dem Platz als auch neben dem Platz stark verändert. Während andere sich mit teilweise zweifelhaften Geldgebern eingelassen haben, haben wir verkündet, dass unsere Vermarktungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Ich glaube für Sponsoren ist ein langfristiges Ziel mit einer klaren "Streckenabschnittskarte" wichtiger, als kurzfristiger Erfolg. Kurzfristige Reaktionsfähigkeit vorausgesetzt.

crown
jagdhuette hat geschrieben:
Kronenclub hat geschrieben:Da zahl ich jetzt gerne 3 Euro.
Fussball ist so schnelllebig geworden, dass die langfristige Planung total überbewertet wird.


Bankverbindung kommt per PM. :prost:

Klar muss man jederzeit reagieren können. Aber man sollte sich manchmal auch ein bisschen mehr Zeit lassen um Entscheidungen zu treffen und sich überlegen wo man als Verein hin möchte und welche Schritte man auf diesem Weg gehen will.
Fußball hat sich in den letzten Jahren sowohl auf dem Platz als auch neben dem Platz stark verändert. Während andere sich mit teilweise zweifelhaften Geldgebern eingelassen haben, haben wir verkündet, dass unsere Vermarktungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Ich glaube für Sponsoren ist ein langfristiges Ziel mit einer klaren "Streckenabschnittskarte" wichtiger, als kurzfristiger Erfolg. Kurzfristige Reaktionsfähigkeit vorausgesetzt.

Ist alles soweit ok, aber frag mal bei deMumpitz nach. Der sieht keine Grund zur Kritik an der Vereinsführung. :lol:
Nur die Spieler sind schuld, das wir da stehen wo wir stehen.
Die einfältige Begründung: Alles andere wurde ausgetauscht und es wurde nicht besser.

jagdhuette
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Halbdaggl
....aber orientierungslos in der Schwerelosigkeit ist auch nur geil, so lange man sanft landet. Wenn der VfB gar keinen Weg hat, kann er auch von keinem abkommen und läuft wie aktuell geschehen eher im Kreis.
Man kann es sicherlich auch übertreiben mit Beraterfloskeln. Wenns aber nur 18 Startplätze gibt und mehr Bewerber, dann muss man sich schon was einfallen lassen. Das Geburtsrecht hat ja scheinbar nur der HSV.

jagdhuette
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Halbdaggl
...das sehe ich ganz genauso Haber - ob er alles falsch macht oder nicht weiß er vermutlich selber besser als wir. Aber dass in seine Amtszeit teilweise skurrile Personalentscheidungen fallen und das natürlich auch nicht ohne Auswirkungen bleibt, das kann man schon mal attestieren.


crown
Haber hat geschrieben:auch richtig! Ich bin da eher fürs Machen statt Schwätzen. Und ned so aufblasen, wie die Revolution am Wasen mit DUTT/Z.

Außerdem wirkts lächerlich, wenn die Schüsse immer nach hinten losgehen. :lol:

so ist es...und als man auf diesen Umstand im Frühsommer hingewiesen hat wurde man von der "Zorniger-Euphorie-Fraktion" der User blöd angemacht...fast schon systematisch kamen die im Rudel wenn man mal darauf hingwiesen hat das es auch eine Nummer kleiner mit dem Mund geht. Dazu kamen noch doofe Sprüche wie "Es interessiert Zorniger eien Furz ob ich gut finde das er so rumpoltert" etc..

Wenn man die User jetzt darauf anspricht reagieren sie wie Kinder die man bei etwas ertappt hat. Erst alles abstreiten und dann, wenn das nicht mehr geht, beleidigend oder pampig werden.
Das betrifft sowohl die letzten Spiele der vergangen Saison die hier von einigen Wendehälse mit Teilamnesie (wenn die jetzigen Aussagen dazu vergleicht) damals fast schon abgefeiert wurden, als auch das Hochjubeln von Zorniger bei jeder angespisst wurde der nicht mitmacht. Dabei musste man nicht mal wirklich kritik üben, es reichte schon wenn man sich quasi enthielt.

Das diese teilweise sebsternannten Qualitätsuser auch mal falsch liegen könnte, kommt dabei wohl nicht vor. :roll:
Stattdessen wird derjenige lieber blöd angemacht der die auf Ihre widersprüchlichen Aussagen hinweist....was man nicht mal machen würde, wenn die nicht immer noch so eine große Fresse hätten. :mrgreen:

Jetzt mal zu Dutt:
Dutt muss momentan für seine Leistungen in der Kritik stehen. Bis auf Insua hat er im Sommer nichts geholt, was uns weiterbringt. Und mit der IV Nummer hat er sich einen Riesenbock geleistet. Quasi IVs ankündigen und dann nur einen holen. Stattdessen haben wir 2 Torhüter. :roll:

crastro
Rupp ist ok, was ich bisher gesehen habe, Heise auch. Sunjic ist nicht so schlecht, wie er hier gemacht wird. Also ganz so schlecht war das nicht. Die Verletzungen waren nicht einzuplanen, das ist richtig.
ALLES steht und fällt mit dem Trainer, der war ein Fehlgriff - leider, weil mir die Art zu spielen gefallen hat.
Wir brauchen keineswegs einen erfahrenen Trainer, sondern einen, der zur Truppe wirklich passt, sprich, einen der viel aus den Spielern herausholt.



Sunny
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Granadaseggl
Dutt muss momentan für seine Leistungen in der Kritik stehen. Bis auf Insua hat er im Sommer nichts geholt, was uns weiterbringt. Und mit der IV Nummer hat er sich einen Riesenbock geleistet. Quasi IVs ankündigen und dann nur einen holen. Stattdessen haben wir 2 Torhüter.


2 gute Keeper gehen 1 guten und 1 max. durchschnittlichen getauscht
Rupp gut
Insua gut
Kliment ein Talent, gibt andere die mindestens 1 Jahr gebraucht haben bis sie sich akklimatisiert haben
Sunjic war zu Beginn richtig gut, stabilisiert sich gerade wieder
Heise ein guter Backup für Insua

Also SO schlecht finde ich die Transfers nicht, allerdings gebe ich dir recht, wir benötigen DRINGEND
noch einen weiteren IV der auch wirklich den Namen verdient hat.

crown
Ahja, sorry Rupp hatte ich vergessen. Danke Sunny! Die Verplichtung war auch ok.

Ob wir 2 gute Torhüter haben, lässt scih nicht sagen. Der eine spielte zu lange ohne Abwehr (wie übrigens sein Vorgänger auch), so dass man ihn nur schwer bewerten kann aber macht auch da seine (wenigen) Fehler. Der andere ist verletzt und war bei dem verein vorher "nur" Durchschnitt.

Das Sunjic sich stabilsiert, sehe ich noch einem Spiel noch nicht. Das Spiel davor spielte er doch nicht, oder?

Bei Kliment muss man abwerten, aber er hilft uns aktuell nicht weiter. Wir brauchen Spieler die jetzt was können und nicht erst in einem Jahr. Dafür kann aber der Spieler nichts.

Ob Heise gut ist oder nicht weiß man eigentlich auch nicht wirklich. Er spielt ja kaum. Allerdings halte ich ihn als Backup für ok.

Ansonsten haben wir Probleme im Sturm, massiv in der IV, im DM, auf RV und auf RA.
Im Sturm fehlt uns ein Backup, als RA haben wir immer noch Harnik und keinen Backup, der BL Niveau hat. Im DM gurkt Gentner noch rum und auf rechts Schwaab wenn Klein mal nicht kann. Dabei hat Klein diese Saison max. das Niveau eines Backups. Das Porblem auf der IV Position ist geklärt.

In der zweiten Reihen haben wir kaum Spieler die den Stammspieler feuer unterm Hintern machen können. Wenn die Spieler kein Druck von der Bank haben an ihrem Leistungslimit zu sein um überhaupt spielen zu dürfen, ist es klar das die das auch kaum erreichen. Dazu kommt dann noch das taktische Defensivchaos der Zorniger Zeit.

Wo haben wir das team das letzte Saison fast abgestiegen wäre (die letzten 3 Spiele zählen ja angeblich nicht), qualitativ so verstärkt das es deutlich ist? Eigentlich kann man da nur Insua nennen.

FLX81
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Granadaseggl
http://www.finance-magazin.de/meinungen ... d-1370151/

VfB Stuttgart: Träumerei am Abgrund
Von Michael Hedtstück

Die Umsätze gehen immer weiter zurück, der VfB Stuttgart verliert wirtschaftlich den Anschluss im Boom-Markt Bundesliga. Die Klubbosse reagieren mit Stühlerücken – und flüchten sich in Träumereien.



Der VfB Stuttgart hangelt sich von einem knapp vermiedenen Totalschaden zum nächsten. Sportlich droht nach zwei nur knapp überstandenen Abstiegskämpfen jetzt schon die dritte Zitterpartie hintereinander. Und auch wirtschaftlich kann der einst vor Finanzkraft strotzende Traditionsklub seine strukturelle Schwäche nur noch mit größtem Bemühen einigermaßen kaschieren.

Die Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr sind fast genauso kraftlos wie die aktuellen Leistungen auf dem Platz. So ging der Umsatz des VfB 2014 gegenüber dem ebenfalls schon schwachen Vorjahr um weitere 7 Millionen auf nur noch 107,7 Millionen Euro zurück – und das in einer Phase, in der die Bundesliga boomt und viele VfB-Konkurrenten steigende Einnahmen verbuchen können. Doch selbst diese Umsatzgröße schaffte der VfB nur durch den Verkauf des kein einziges Mal für die VfB-Profis aufgelaufenen Nachwuchsstars Joshua Kimmich an Bayern München.

Obwohl der Transfer erst Anfang 2015 über die Bühne ging, verbuchte der neue VfB-Finanzchef Stefan Heim die Ablösesumme von 8,5 Millionen Euro noch im Jahresabschluss 2014. Möglich wurde das, weil der VfB die Rückkaufsoption, die er sich bei Kimmichs Wechsel zu RB Leipzig einräumen ließ, gar nicht erst einlöste und Kimmich anschließend weiterverkaufte, sondern diese Option direkt an den FC Bayern weiterreichte.

Ohne den noch schnell vor Jahresende eingetüteten Kimmich-Transfer wäre der VfB-Umsatz wahrscheinlich sogar auf unter 100 Millionen Euro abgesackt. Das hatte es zuletzt im Jahr 2008 gegeben. Dies relativiert auch den Jahresgewinn von knapp 900.000 Euro, der bei vielen VfB-Mitgliedern als wirtschaftliche Trendwende herüberkam. Ohne das Optionsgeschäft mit den Bayern hätte der VfB das Jahr 2014 mit einem Verlust abgeschlossen, der sich nahtlos in die Fehlbeträge der Jahre 2012 und 2013 eingereiht hätte, als der VfB mit einem Minus von 9,7 beziehungsweise 3,1 Millionen Euro abschloss. Genau dieser Abwärtstrend hatte sich schon vor einem Jahr abgezeichnet.

Der VfB kommt nicht vom Fleck

Year Umsatz in Mio. €
2009 145.8
2010 117.7
2011 117
2012 109.2
2013 114.8
2014 107.7

Quelle: VfB Stuttgart

Der VfB rasiert vier Häuptlinge

Die Flaute beim VfB ist in erster Linie auf die völlig fehlende Umsatzdynamik zurückzuführen. Der Vorstand hofft jetzt, mit einem Umbau der Geschäftsstelle eine „erfolgreiche Entwicklung“ anstoßen zu können. Von den (recht üppigen) neun Top-Posten im Management wurden vier gestrichen. Und im branchenweit immer wichtiger werdenden Marketing- und Merchandising-Geschäft gilt auf der VfB-Geschäftsstelle jetzt der neue Ansatz „Alles aus einer Hand“, was Raum lässt für gewisse Zweifel an der Sinnhaftigkeit der vorherigen Managementstruktur. Als bislang größte Leistung des neu aufgestellten Vertriebsteams gilt aber nach wie vor die Wiedereinführung des roten Brustrings auf den VfB-Trikots in diesem Sommer.

An Potential, mehr zu erreichen, mangelt es dem VfB freilich nicht. Beispiel: Ein Klub wie Eintracht Frankfurt – vom Umsatz her rund 15 Prozent kleiner als der VfB, Abstand schrumpfend – nimmt mit Merchandisingartikeln pro Jahr rund 6 Millionen Euro ein. Der VfB weist für die konsolidierten Tochtergesellschaften einen Umsatz von 4,4 Millionen Euro aus. Davon entfällt der Großteil auf das Merchandisinggeschäft, aber alles in allem dürften das keine 4 Millionen im Jahr sein. Dabei gehört der VfB in Sachen Fanbasis zu den größten und populärsten Klubs in Deutschland. Der im Sommer umgebaute zentrale Fanshop allein wird nicht reichen, um die Lücke zu den Konkurrenten zu schließen.

Auch bei der Vermarktung der Logen und Business-Seats im Stadion ist noch Luft nach oben. Doch das seit Jahren schwache sportliche Abschneiden hat die Preissetzungsmacht des VfB gegenüber seinen Edelfans sicher nicht gestärkt. Dass die Schwaben es trotzdem schaffen, insgesamt 35 Millionen Euro an Marketingeinnahmen im Jahr hereinzuholen, ohne dass sie davon Provisionen an externe Vermarktungspartner weiterreichen müssen, zeigt, dass die Marke VfB mehr hergibt als das, was das Management gegenwärtig aus ihr herausholt.
Der VfB lebt von seinen stillen Reserven

Allerdings weiß jeder Unternehmer, was für eine Kärrnerarbeit es ist, durch eine bessere Positionierung der Marke die Umsätze nach oben zu treiben. Bis solche Vorhaben Früchte tragen, gehen Jahre ins Land. Und oft genug steht am Ende des Wegs statt des erhofften Aufschwungs nur eine diffus gewordene Markenbotschaft, weil im hektischen Bemühen um ein neues Image der Markenkern verwässert wurde.

Anders als Industriekonzerne haben Fußballklubs natürlich immer noch die Möglichkeit, durch gute Jugendarbeit und eine clevere Kaderzusammenstellung die Transfererlöse in die Höhe zu treiben. Doch nach Jahren des sportlichen Niedergangs, geprägt von einem höheren Personalverschleiß als bei „Deutschland sucht den Superstar“, hat sich ein Großteil der stillen Reserven im Spielerkader verflüchtigt.

In diesem Jahr wird Finanzchef Heim dank der im Sommer erfolgten Trennung von Leistungsträgern wie Antonio Rüdiger und Sven Ulreich noch einmal nahezu 10 Millionen Transfererlöse verbuchen können. Aber per saldo wird der Transfergewinn nicht steigen, denn es stehen auch schon rund 6 Millionen Euro für Neuverpflichtungen zu Buche, die Gebühren für Spielerberater nicht eingerechnet. Das ist etwas mehr als im vorigen Jahr, als der VfB laut Heim 5,2 Millionen Euro am Transfermarkt ausgab. Und echte Kronjuwelen finden sich im Kader des VfB nun nicht mehr, abgesehen vielleicht von Stürmer Timo Werner. Das lässt eine weitere Umsatzstagnation in den Jahren danach erwarten.

Der VfB Stuttgart zehrt an seiner Substanz

Year Jahresergebnis Vereinsvermögen
2010 -2.2 21.5
2011 0.1 21.6
2012 -9.7 11.8
2013 -3.1 8.7
2014 0.9 9.6

Quelle: VfB Stuttgart

Neu-CFO Stefan Heim zieht die Spendierhosen an

Also müsste der VfB eigentlich an die Kosten ran. Doch da bläst Heim völlig überraschend zum Marsch in die genau entgegengesetzte Richtung. „Unsere Personalkosten sind jetzt dreimal in Folge gesunken. Das können, werden und wollen wir nicht mehr tun. Die Personalkosten müssen wieder nach oben“, fordert ausgerechnet der oberste Kassenwart. Heim ist der Meinung, dass der VfB „nur dann wieder sportlichen Erfolg haben kann, wenn die Personalkosten nach oben gehen“. Eine ähnliche Strategie fuhr in den vergangenen Jahren der Hamburger SV – mit bescheidenem Erfolg.

Diese Heim’sche Variante der „Geld schießt Tore“-These ist freilich nicht so ganz sattelfest, wie der Finanzer sie vorträgt. Der VfB selbst widerlegt sie derzeit auf überzeugende Weise. Hertha BSC, das clevere Mainz 05, der 1.FC Köln, von den beiden Aufsteigern FC Ingolstadt und Darmstadt 98 ganz zu schweigen: Eine ganze Reihe von Bundesligaklubs rangiert in der aktuellen Tabelle trotz zum Teil erheblich geringerer Personalausgaben meilenweit vor den freigiebigen Schwaben.
Der VfB lebt auf großem Fuß

Und man kann auch beileibe nicht behaupten, dass der VfB sich die Hand vom Mund abspart. Der Klub hat 2014 rund 42 Millionen Euro für Spielergehälter ausgegeben. Das sind tatsächlich gut 5 Millionen Euro weniger als in den vergangenen Jahren. Aber das vermeintliche Sparregime sieht strikter aus, als es ist: Zwischen 2011 und 2014 sind die Spielergehälter beim VfB um 11 Prozent zurückgegangen, der Umsatz ist im gleichen Zeitraum aber ebenfalls gesunken, und zwar um 8 Prozent. Das Delta ist nicht besonders groß.

Und weil der VfB ja nicht nur kickendes Personal beschäftigt, sondern auch noch eine ganze Menge anderer Angestellter, beliefen sich die kompletten Personalausgaben im letzten Jahr auf 57 Millionen Euro – nur unwesentlich weniger als in den Jahren davor. Relativ zum Umsatz kommt der VfB damit auf eine Personalkostenquote von 53 Prozent. Das liegt über dem Bundesligaschnitt von 45 bis 50 Prozent und noch stärker über den Budgets der umsatzstarken Spitzenklubs, deren Personalkostenquote tendenziell eher in der Nähe von 40 Prozent liegt.

Wenn die VfB-Führung jetzt wieder mehr Geld in den Spielerkader pumpen möchte, müsste sie eigentlich auch erklären, wie sie das gegenfinanzieren will. Aus eigener Kraft – siehe oben – wird das dem VfB kaum gelingen. Und so erinnert der Schwaben-Klub in diesen Tagen frappierend an Griechenland: Beide leben auf zu großem Fuß, erklären aber nonchalant die darauf zurückzuführende Sparpolitik zur Mutter allen Übels.
Warum der VfB nicht annähernd so viel wert ist wie der BVB

Und wie in Griechenland soll auch beim VfB die für die Ausgabenpläne nötige Geldspritze von außen kommen. Seit Jahren schon treibt das Management die Ausgliederung der Profiabteilung voran, um anschließend „strategische Investoren“ an einer VfB-AG zu beteiligen. Die Anhänger sind von dieser Strategie noch nicht so recht überzeugt, die für eine Ausgliederung nötige Zustimmung von 75 Prozent der Mitglieder ist nicht in Sicht. In zahlreichen Regionalkonferenzen will die VfB-Führung die Fans jetzt davon überzeugen, dass ihr Kurs doch der richtige ist. Der nächste mögliche Abstimmungstermin ist die Mitgliederversammlung im nächsten Spätsommer.

Glaubt man Stuttgarter Presseberichten, sind die Preisvorstellungen der Kluboberen für den Fall einer Ausgliederung sportlich. Mindestens 80 Millionen Euro für 25 Prozent der Anteile – das ist dem Vernehmen nach das erhoffte Preisschild. Damit würde der VfB mit stolzen 320 Millionen Euro bewertet werden – nicht schlecht für einen Abstiegskandidaten.

Zum Vergleich: Der höher als der VfB verschuldete Hamburger SV wurde bei den Anteilskäufen durch diverse Unternehmer – allen voran Klaus-Michael Kühne – zuletzt mit 250 bis 260 Millionen Euro bewertet. Der Bayern-Verfolger Nummer Eins Borussia Dortmund bringt es aktuell auf einen Börsenwert von rund 370 Millionen Euro. Abzüglich des Nettofinanzguthabens von 30 Millionen Euro liegt der augenblickliche Unternehmenswert des BVB mit 340 Millionen Euro fast genau bei dem, was der VfB wert sein soll.

Und wie sieht der Kennzahlenvergleich zwischen den beiden angeblich gleich wertvollen Traditionsklubs BVB und VfB aus? Der BVB erwirtschaftet ohne Transfererlöse und -aufwendungen einen Umsatz von rund 260 Millionen Euro, wovon ein Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von knapp 45 Millionen Euro hängen bleibt. Beim VfB sind es 98 Millionen Euro Umsatz und vermutlich unter 10 Millionen Euro Ebitda. Der VfB-Kader hat einen aktuellen Marktwert von 70 Millionen Euro, der BVB-Kader kommt auf mehr als 300 Millionen Euro. Wenn sich da einmal die Wertkalkulation der VfB-Bosse nicht als ähnlich überdreht erweist wie das wilde Pressing des gescheiterten VfB-Trainers Alexander Zorniger.


Autsch.
Ehrenamtlicher Vorsitzender des 1. offiziellen mappes-Ignorierclubs e.V.


crown
Ist doch nicht neues. Ich frag mich eh wie ein einzelner User hier immer noch die Vereinsführung kritiklos dastehen lassen kann. :roll:
Das Forum ist sich doch weitestgehend einig das die Misere in der wir seit Jahren stecken auch an der jetzigen und ehemaligen vereinsführung festgemacht werden muss, oder?


Tifferette
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Grasdaggl
Alles schon gut und richtig, nur werden da zum Teil Äpfel und Birnen verglichen. Zum Beispiel die Sache mit den Personalkosten und den kleinen Vereinen. NATÜRLICH wäre es allen Beteiligten lieber, wenn man mit weniger Geld - ähnlich den genannten Kleinvereinen - mehr Erfolg erzielen würde. Aber was will der Artikel denn damit sagen? Dass man noch mehr sparen soll, und dass es dann besser wird? Das wird nicht so wirklich rausgearbeitet. Wobei man fairerweise sagen muss, dass das ja nicht die Aufgabe des Schreibers ist. Sondern vielmehr, den Finger in die Wunde zu legen.

Aber dennoch ein interessanter Blick von außen. Das mit den Marketingerlösen finde ich zB schlagend und äußerst bedenklich.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

fkAS
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Halbdaggl
Yep, Tiffi. Man muss da glaub ich auch Heim zugutehalten, dass er es nicht so gemeint hat, wie vom Schreiber dargestellt. Die aktuell erfolgreichen kleinen Vereine werden ihre Personalkosten auch schrittweise erhöhen müssen, wenn sie Spieler halten wollen. Wenn sie die Personalkosen stabilisierten, dann müssen sie gute Spieler verkaufen und sind darauf angewiesen, dass Jugendarbeit und Scouting funktionieren. Bei Schwächen in diesen Feldern geht's dann Richtung Abstiegskampf. Was Heim meint, ist dass erfolgreiche Teams auf lange Sicht auch teurer werden.
Die Effizienz des Kaders (also Punkte pro Gehalt/Ablöse) liegt aber nicht in der Verantwortung des Finanzchefs. Dafür muss die sportliche Leitung sorgen.
Der Vergleich mit HSV oder auch Berlin, die beide ja Erlöspotenziale an Vermarkter abgetreten haben, zeigt doch, dass die ca. 300 Mio Marktwert nicht fern der Realität sind. Da scheint eher was in der Bewertung des BVB schief zu liegen.

FLX81
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Granadaseggl
Mainz hat nicht nur Erlöse durch Spielerverkäufe die haben zum Beispiel auch einen sehr guten Deal über die nächsten 10 Jahre mit Infront: http://www.allgemeine-zeitung.de/sport/ ... 973989.htm Angesichts des teilweise grausam schlechten inhouse VfB-Marketings fragt man sich schon, wieso man am Wasen nicht versucht einen ähnlichen Deal zu machen. Mehr als die 35 Mio die man aktuell selbstbestimmt einnimmt müsste da eigentlich schon machbar sein, wenn Mainz schon auf 25 Mio pA kommt.
Ehrenamtlicher Vorsitzender des 1. offiziellen mappes-Ignorierclubs e.V.


de mappes
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Spamferkel
crown hat geschrieben:Ahja, sorry Rupp hatte ich vergessen. Danke Sunny! Die Verplichtung war auch ok.

Ob wir 2 gute Torhüter haben, lässt scih nicht sagen. Der eine spielte zu lange ohne Abwehr (wie übrigens sein Vorgänger auch), so dass man ihn nur schwer bewerten kann aber macht auch da seine (wenigen) Fehler. Der andere ist verletzt und war bei dem verein vorher "nur" Durchschnitt.

Das Sunjic sich stabilsiert, sehe ich noch einem Spiel noch nicht. Das Spiel davor spielte er doch nicht, oder?

Bei Kliment muss man abwerten, aber er hilft uns aktuell nicht weiter. Wir brauchen Spieler die jetzt was können und nicht erst in einem Jahr. Dafür kann aber der Spieler nichts.

Ob Heise gut ist oder nicht weiß man eigentlich auch nicht wirklich. Er spielt ja kaum. Allerdings halte ich ihn als Backup für ok.

Ansonsten haben wir Probleme im Sturm, massiv in der IV, im DM, auf RV und auf RA.
Im Sturm fehlt uns ein Backup, als RA haben wir immer noch Harnik und keinen Backup, der BL Niveau hat. Im DM gurkt Gentner noch rum und auf rechts Schwaab wenn Klein mal nicht kann. Dabei hat Klein diese Saison max. das Niveau eines Backups. Das Porblem auf der IV Position ist geklärt.

In der zweiten Reihen haben wir kaum Spieler die den Stammspieler feuer unterm Hintern machen können. Wenn die Spieler kein Druck von der Bank haben an ihrem Leistungslimit zu sein um überhaupt spielen zu dürfen, ist es klar das die das auch kaum erreichen. Dazu kommt dann noch das taktische Defensivchaos der Zorniger Zeit.

Wo haben wir das team das letzte Saison fast abgestiegen wäre (die letzten 3 Spiele zählen ja angeblich nicht), qualitativ so verstärkt das es deutlich ist? Eigentlich kann man da nur Insua nennen.


Um das alles zu tun, hätte Mercedes aber schon einiges reinpudern müssen...so in Richtung red bull...30-40 mio...dann hätte man das alles umsetzen können
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de mappes
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Spamferkel
Tifferette hat geschrieben:Alles schon gut und richtig, nur werden da zum Teil Äpfel und Birnen verglichen. Zum Beispiel die Sache mit den Personalkosten und den kleinen Vereinen. NATÜRLICH wäre es allen Beteiligten lieber, wenn man mit weniger Geld - ähnlich den genannten Kleinvereinen - mehr Erfolg erzielen würde. Aber was will der Artikel denn damit sagen? Dass man noch mehr sparen soll, und dass es dann besser wird? Das wird nicht so wirklich rausgearbeitet. Wobei man fairerweise sagen muss, dass das ja nicht die Aufgabe des Schreibers ist. Sondern vielmehr, den Finger in die Wunde zu legen.

Aber dennoch ein interessanter Blick von außen. Das mit den Marketingerlösen finde ich zB schlagend und äußerst bedenklich.


Richtig...er beinhaltet auch weitere Widersprüche und fehler...möglicherweise ist der Schreiberling vom fussball doch etwas entfernt.
Ansonsten kaum was neues
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