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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Hasenrupfer hat geschrieben:Jein, leider nicht.

Würde mich durchaus als geschichtsbewusst bezeichnen, teilweise gezwungenermaßen ("Die Notverordnungen unter Brüning im Zuge der Weltwirtschaftskrise"), aber die tatsächlich-systematische Vorgehensweise der Nazis zur Unterhöhlung der jungen Demokratie abseits aller Straßenkämpfe und Bierkellerparolen werden mir erst jetzt plastisch vor Augen geführt.

Da hat sich im Grunde nichts geändert.


Es sind dieselben Methoden. Sie kopieren ihre Vorbilder. Wenn man die Tagebücher von Klaus Mann und Victor Klemperer liest, sind die Parallelen unübersehbar. Derselbe Sprachductus. Nur die gesellschaftlichen Umstände sind nicht vergleichbar. Die AfD wird auch nicht annähernd die Bedeutung ihrer offensichtlichen Vorbildpartei erreichen. So bleibt sie halt ein Vogelschiss, allerdings ist der Haufen größer. Aasgeierdimension.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai



Cantona
Dass die "Grünen" Populisten, die es nicht nur in der grünen Partei gibt, Verantwortung übernehmen und ihren industriefeindlichen Kurs überdenken, wäre in der Tat neu.

Wobei ich derzeit keine Partei sehe, die auch nur im Ansatz eine industriepolitische Strategie vorzuweisen hat, ausser vielleicht die, energieintensive Industrien aus dem Land zu jagen.

Wirtschafts- und Industriepolitik ist offensichtlich derzeit politisch nicht korrekt.

Die Ernte kann schon bald eingefahren werden.

Strukturwandel zu Hartz4, wir kommen!!!

:vfb:


jagdhuette
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Halbdaggl
In den Strategieabteilungen der Automobilindustrie waren die Themen, die nun die rechtspopulisten nutzen, um den unvermeidlichen gesellschaftlichen technischen Wandel zu einem Thema von linksextremen zu stigmatisieren, schon lange auf dem Tisch.
Daimler, BMW, Volkswagen werden das am Ende recht glimpflich überstehen. Wenn man sich mal anschaut, welche Beteiligungen und start-ups die in den letzten Jahren gelauncht haben wird eigentlich schnell klar, dass die mehrgleisig planen und gleichzeitig versuchen beim business as usual nochmal Kasse zu machen.
Wenn ich allerdings an eine Vielzahl von Zulieferern denke, stellt sich zurecht die Frage was dort dann in Zukunft produziert wird.

publicenemy
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Halbdaggl
Plan B hat geschrieben:Was sind denn energieintensive Industrien? Was verstehst Du unter industriefeindlich?
Danach bekommst Du vielleicht eine akzeptable Antwort von mir.


Chemie, Petrochemie, Eisen und Stahl, Papier, Zement. Das sind die klassischen. Neu dazu gekommen sind z.B. Rechenzentren und Bitcoin Mining.

Plan B
Grasdaggl
Bei Rechenzentren würde ich sagen, dass das nicht unbedingt in Deutschland angesiedelt ist, liegt an den Kosten (Personal, Strom). Zum Bitcoinmining kann ich nichts sagen, halte das aber nicht für überlebensrelevant.
Die anderen klassischen Industrien sind doch aber eben auch vielfach deshalb gestorben (Stahl, Papier), weil sich das in Deutschland nicht mehr rechnet.
Der Autoindustrie erlässt man doch häufig Steuern für die ersten Jahre (oder gibt Standortzuschüsse).
Carpe diem.

Cantona
https://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/kl ... 49690.html


Klima, Energie und Umwelt

BDI-PRÄSIDENT IM GESPRÄCH

„Die Regierung ist dabei, die deutsche Industrie zu ruinieren“

AKTUALISIERT AM 25.10.2019

 - 09:54

Dieter Kempf stellt der schwarz-roten Koalition eine vernichtende Halbzeitbilanz aus. Im F.A.Z.-Interview spricht der BDI-Chef über Klimaschutz, Bürokratie und zu geringe Investitionen.



Hasenrupfer
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Grasdaggl
Erinnert mich an die Aussage von so nem grenznahen CSU-Bonzen kurz nach der Landtagswahl 2011. Da hat der schon fett-feixend* die BW-Mittelständler über die Grenze hieven wollen, weil ja die Grünen usw...

Tja.



* War im Radio, also Anm. d. Verf.





factotum
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Granadaseggl
Was sagen die User, die sich für die Redefreiheit Luckes einsetzen dazu?


Äh. Ich bräuchte noch mehr Kontext, bitte.
The shit that used to work, won`t work now.

factotum
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Granadaseggl
Ich schon.


Ich auch, jedenfalls generell. Das konkrete Video hab ich nicht gesehen, aber nach Lektüre des Tagesspiegels könnte es sich auch um Schlappschwänzigkeit im Dienst handeln.
The shit that used to work, won`t work now.

Tifferette
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Grasdaggl
factotum hat geschrieben:
Was sagen die User, die sich für die Redefreiheit Luckes einsetzen dazu?


Äh. Ich bräuchte noch mehr Kontext, bitte.

Und was heißt hier "einsetzen"? Ich setze mich auch nicht für den Sonnenuntergang ein. Den gibt es halt, ob ich das jetzt will oder nicht.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)


Sloggi
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Lombaseggl
Cantona hat geschrieben:Wirtschafts- und Industriepolitik ist offensichtlich derzeit politisch nicht korrekt.
Die Ernte kann schon bald eingefahren werden.
Strukturwandel zu Hartz4, wir kommen!!!


Der Wandel wird die deutschen Regionen unterschiedlich hart treffen. Extrem wird die Region Stuttgart betroffen sein. Eine Entwicklung mindestens wie im Ruhrgebiet in den 60er-80er-Jahren ist absehbar.
Denke aber, es wird viel schlimmer, da im Gegensatz zu damals Deutschland insgesamt sich zum Schwellenland zurückentwickeln wird.

Cantona
Sag' ich ja: Strukturwandel zu Hartz4, wie einst in NRW... :vfb:

Dieser Feldzug der politischen Entscheidungsträger und sonstigen grünen Flachpfeifen, die selber grösstenteils nie in der Privatwirtschaft arbeiten oder gearbeitet haben, gegen den wichtigsten Industriezweig Deutschlands, auf dem unserer relativen Wohlstand basiert, sucht weltweit wirklich seinesgleichen...

Was diese grünen Opportunisten (die es mittlerweile in jeder Partei gibt) übersehen, ist, dass viele andere Industriezweige (wie zB. der Maschinenbau) von der Automobilindustrie abhängen, von den industrienahen Dienstleistungen ganz zu schweigen.

Da kann man sich nur noch an den Tresen in die Boa setzen und ein Fläschchen Schampus nach der anderen bestellen, um diesen intellektuellen Schwachsinn zu ertragen... :prost: :prost: :prost: :banane: :banane: :banane: :vfb: :vfb: :vfb:

Cantona
Das ist ja eh meine Lieblingsthema: mit den Schlagwörtern KI, Digitalisierung, Wissensgesellschaft, Plattformökonomie, etc etc um sich werfen, dabei es nicht mal hinkriegen, die Infrastruktur für ein flächendeckendes LTE-Netz aufzubauen.

Anspruch und Realität sind in D mittlerweile so derart meilenweit auseinander, wirklich faszinierend...

:vfb: :vfb: :vfb: