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Monitor
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Granadaseggl
Flache9 hat geschrieben:Wer pauschal Neuseeland mir Deutschland vergleich ist Realitätsfremd.


Wer vergleicht pauschal...? Ohne den Flache9-Hinweis darauf wären die Leser wohl ahnungslos und
realitätsfremd.

Flache9, Die Reaktion hatte ich genauso erwartet und bewusst keinen Nachsatz dazu geschrieben.**

...obwohl den Wink mit dem Zaunpfahl hätte ich mir sparen können...
"Team von fünf Millionen"

Spielgerät, gerne, den Artikel fand ich lesenswert.

OT
Woran erinnert mich der Kommentar von Flache9.

Vor Jahren erzählte ich einem betagten deutschen Ehepaar, dass ich wieder für einige Zeit nach
Kanada gehen werde.

Die Reaktion des Mannes 80 +, gut informiert und aufgeschlossen, interessiert...:
Das würde mich auch interessieren.

Die Reaktion der Frau Ende 70: "Ich habe schon so viele Sendungen darüber gesehen und ich kenne
mich bestens dort aus, vor allem wg. den Auswanderern auf VOX und ähnlichen Programmen.
Ich würde da sowieso nicht hingehen, ich habe gehört, es würde gerade dort heftig regnen.

Klar, es regnet gerade dort! Wo? Ostküste, Westküste? Landesinnere?

Was soll man auf solche flachen Kommentare noch antworten.

Btw., in Neuseeland hat es gerade sonnige 21 Grad, morgen 22 Grad. Auf jeden Fall besser als
in Kanada, wo es regnet.
I could write several novels about what I do not know.

Plan B
Grasdaggl
Flache9 hat geschrieben:Wer pauschal Neuseeland mir Deutschland vergleich ist Realitätsfremd.

Es sich mit Monitor zu verscherzen hat meines Wissens auch noch niemand geschafft.
Gratulation.
Carpe diem.

Flache9
Plan B hat geschrieben:
Flache9 hat geschrieben:Wer pauschal Neuseeland mir Deutschland vergleich ist Realitätsfremd.

Es sich mit Monitor zu verscherzen hat meines Wissens auch noch niemand geschafft.
Gratulation.


Ich helfe gerne

Flache9
Monitor hat geschrieben:
Flache9 hat geschrieben:Wer pauschal Neuseeland mir Deutschland vergleich ist Realitätsfremd.


Wer vergleicht pauschal...? Ohne den Flache9-Hinweis darauf wären die Leser wohl ahnungslos und
realitätsfremd.

Flache9, Die Reaktion hatte ich genauso erwartet und bewusst keinen Nachsatz dazu geschrieben.**

...obwohl den Wink mit dem Zaunpfahl hätte ich mir sparen können...
"Team von fünf Millionen"

Spielgerät, gerne, den Artikel fand ich lesenswert.

OT
Woran erinnert mich der Kommentar von Flache9.

Vor Jahren erzählte ich einem betagten deutschen Ehepaar, dass ich wieder für einige Zeit nach
Kanada gehen werde.

Die Reaktion des Mannes 80 +, gut informiert und aufgeschlossen, interessiert...:
Das würde mich auch interessieren.

Die Reaktion der Frau Ende 70: "Ich habe schon so viele Sendungen darüber gesehen und ich kenne
mich bestens dort aus, vor allem wg. den Auswanderern auf VOX und ähnlichen Programmen.
Ich würde da sowieso nicht hingehen, ich habe gehört, es würde gerade dort heftig regnen.

Klar, es regnet gerade dort! Wo? Ostküste, Westküste? Landesinnere?

Was soll man auf solche flachen Kommentare noch antworten.

Btw., in Neuseeland hat es gerade sonnige 21 Grad, morgen 22 Grad. Auf jeden Fall besser als
in Kanada, wo es regnet.


Ich kann diesen Neuseeland Vergleich nicht mehr hören, weil man Birnen mit Äpfel vergleicht.
Zudem meine ich den Artikel und nicht dich. Relax.



Iron
Grasdaggl
killroy hat geschrieben:
Schweizer Studie: Schulschließungen zählen zu effektivsten Corona-Maßnahmen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben sich in der Schweiz Schulschließungen als eine der effektivsten Maßnahmen erwiesen. Das geht aus einer Studie hervor, die am Sonntag von der ETH Zürich veröffentlicht wurde. Demnach wurde die Mobilität um 21,6 Prozent reduziert, als die Schweizer Behörden im März 2020 die Schließung der Schulen anordneten.

Schulschließungen verminderten die Mobilität und führten damit zu einer Verringerung der Covid-19-Erkrankungen, erläuterte der ETH-Forscher Stefan Feuerriegel. Für die Studie wurden mithilfe von Telekommunikationsdaten 1,5 Milliarden Bewegungen ausgewertet. Die Schulen waren im Frühjahr wegen der Pandemie rund zwei Monate geschlossen.

Aus der ETH-Studie ergibt sich, dass zwei Faktoren die Mobilität noch stärker verringerten als Schulschließungen. Auf dem Spitzenplatz rangiert mit 24,9 Prozent das Verbot von Treffen mit mehr als fünf Menschen, knapp dahinter liegt mit 22,3 Prozent die Schließung von Restaurants, Bars und Geschäften, die für den täglichen Lebensunterhalt nicht notwendig sind.

Über Schulschließungen als Mittel zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie wird weltweit heftig gestritten. Die Gefahr, dass Kinder eine Erkrankung mit dem Covid-Erreger erleiden, ist vergleichsweise gering, aber es ist nicht klar, in welchem Maße Kinder Covid-Viren übertragen. Zu dieser Frage nahmen die ETH-Autoren nicht Stellung. Sie zeigten jedoch auf, dass Schulschließungen dazu beitragen, das Risiko eine Übertragung des Virus deutlich zu verringern. »Unsere Analyse belegt, dass Schulschließungen ein Mittel sind, die Verbreitung zu verlangsamen, indem sie die Mobilität verringern«, sagte Feuerriegel.

BÄM - Angie gefällt das :banane:



Passt nicht so ganz: :?


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publicenemy
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Halbdaggl
Das weiß man doch jetzt, dass Killroy die Kinder am liebsten wegsperren würde. Das einzige, was die dürfen, ist ihm irgendwann mal die Rente bezahlen und ihm den Arsch putzen.

Goofy
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... dann lege man ihm mal eine Studie vor, wie sich Bildung, und eben auch die Zeitdauer in der Schule, auf das spätere Gehalt auswirken. Und damit ja auch auf die Rentenbeiträge und die Renten ;)


Darüber, was diese Schweizer Studie tatsächlich aussagt und was nicht, haben wir ja schon diskutiert:
viewtopic.php?p=340834#p340834

Cantona
Schnelltests für Schüler vor'm Präsenzunterricht, jeder Schüler 2x die Woche oder sowas, das ganze noch mit ner gescheiten app gekoppelt, um die Kontakte nachverfolgen zu können, und fertig.

Dieses behäbige Handeln von Politik und Verwaltung nervt (im März 2020 hatte ich noch Verständnis dafür, jetzt nicht mehr).


killroy
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Granadaseggl
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@goofy
hochrechnungen, wie sich die einkommenssituation der jetzigen kinder in deutschland in den nächsten 50 jahren entwickeln wird halte ich aufgrund der aktuellen weltweiten umbruchssituationen (greifen wir mal wahllos ins regal: klimawandel, umbau ganzer industriesektoren - GM z.B. kündigt an ab 2035 keine verbrenner mehr zu verkaufen, energiewende, bevölkerungswachstum, globale migrationsbewegungen, evt. neue pandemien, internet der dinge, weltweit massiver druck auf demokratische systeme, weltmacht china, etc pp) für - sagen wir es mal so - nicht gerade besonders aussagekräftig. und da stehe ich nicht alleine da.

also von einem momentan ziemlich beschissen verlaufenden schuljahr (da sind wir uns sicher einig) auf die rente in deutschland hochzuschließen, die es in der heutigen form nunmal auch nicht ewig geben muss, .... nun ja.

trinken wir lieber :prost:
Zuletzt geändert von killroy am 31. Januar 2021 12:18, insgesamt 1-mal geändert.
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Man müsste jetzt schon einen langfristigen Plan entwickeln, wie die Kreuzfahrflotten peu a peu ihren Betrieb einstellen.
Die Generation Eurer Eltern wird die letzte gewesen sein, die sich als Rentner diesen Luxus noch erlauben kann.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

killroy
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Granadaseggl
"Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus haben wollen würde."
Ken Olsen, Gründer der anerkannten Computerfirma Digital Equipment Corp., 1977


Soviel zu diesen langfristigen Prognosen :lol:

@westfalen: oh, das mit dem doppelten langfristig ist jetzt aber keine replik auf deine aussage - der stimme ich zu :nod:
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

Goofy
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Unter Westfalen hat geschrieben:Man müsste jetzt schon einen langfristigen Plan entwickeln, wie die Kreuzfahrflotten peu a peu ihren Betrieb einstellen.
Die Generation Eurer Eltern wird die letzte gewesen sein, die sich als Rentner diesen Luxus noch erlauben kann.


Wieso?
Darf ich “noch erlauben kann“ korrigieren auf “noch erlaubt hat“, oder, eher zutreffend, auf “noch erlaubt“ :?:

Zumindest aus der Perspektive des Klimawandels. Wie lange man es sich noch erlauben wird, da wage ich keine Prognose.

killroy
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Granadaseggl
Tja, Qual der Wahl ... wenn man eine lange Reise gen Westen plant und den Ozean passieren muss ... Flugzeug oder Queen Mary? Beides scheiße am Ende. Also dahoim bleiba? Au nix.
First world luxus problems ... aber auch die machen schlechte Laune

Jetzt sind mr aber arg of topic
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Goofy

Kannst Du gerne machen, passe es einfach an das Alter Deiner Eltern an. :mrgreen:
Falls ein gewaltiges Erbe zu erwarten ist, darfst Du das "kann" streichen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Unter Westfalen
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Grasdaggl
killroy hat geschrieben:
"Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus haben wollen würde."
Ken Olsen, Gründer der anerkannten Computerfirma Digital Equipment Corp., 1977


Soviel zu diesen langfristigen Prognosen :lol:

@westfalen: oh, das mit dem doppelten langfristig ist jetzt aber keine replik auf deine aussage - der stimme ich zu :nod:



Er hatte damals die IBM-Computer im Kopf, die sich über 2 Zimmer einer Wohnung erstreckten.
:mrgreen: :prost:

Ich hätte es damals auch nicht gedacht.
Heute bin ich natürlich froh über die digitale Entwicklung, sonst hätte ich Euch Seggl ja nicht kennengelernt.
:vfb:
Nachtrag zu Kreuzfahrten: Ich hatte bislang noch kein Bedürfnis verspürt, mich für 2 Wochen mit Menschen zusammenpferchen zu lassen, denen ich auf der Straße aus dem Weg gehen würde. :arr:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

de mappes
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Spamferkel
publicenemy hat geschrieben:Das weiß man doch jetzt, dass Killroy die Kinder am liebsten wegsperren würde. Das einzige, was die dürfen, ist ihm irgendwann mal die Rente bezahlen und ihm den Arsch putzen.


:lol: :oops:
Don't criticize what you can't understand

RedBlues
Halbdaggl
Goofy hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:Man müsste jetzt schon einen langfristigen Plan entwickeln, wie die Kreuzfahrflotten peu a peu ihren Betrieb einstellen.
Die Generation Eurer Eltern wird die letzte gewesen sein, die sich als Rentner diesen Luxus noch erlauben kann.


Wieso?
Darf ich “noch erlauben kann“ korrigieren auf “noch erlaubt hat“, oder, eher zutreffend, auf “noch erlaubt“ :?:

Zumindest aus der Perspektive des Klimawandels. Wie lange man es sich noch erlauben wird, da wage ich keine Prognose.


OK, ich verzichte auf Kreuzfahrten, wenn dafür auch alle wesentlich dreckigeren Frachter von den Weltmeeren verschwinden. :mrgreen:

muffinho
Kreuzfahrten ist für einsame Omas und Cordhosenträger, die mit ihrer Mutter in Urlaub gehen :D

Wobei, es gibt eine Kreuzfahrt da würde ich auch mitgehen:

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MS Pommesgabel :D


CoachingZone
Halbdaggl
... und wieder kommt eine wichtige Innovation dank Corona aus Deutschland :!:

Ein kleines Münchner Labor hat einen RT-PCR-Test auf Basis elektrischer Detektion entwickelt, der das Ergebnis nach nur 52 Minuten anzeigt.

Funktioniert so:

Zunächst die Voraussetzung: "Die PCR-Methode ist die genaueste, die es gibt", sagt Hartwich. "Damit kann man theoretisch eine einzelne RNA in einer Probe identifizieren." Seit Corona ist das Kürzel PCR in etwa so bekannt wie PVC in Küchengeschäften oder PWC in der Beraterbranche. PCR: Polymerase-Chain-Reaction. In Geräten von der Größe eines Ziegelsteins wird durch Polymerase-Enzyme, weitere Zutaten und Temperaturänderungen das Virenerbgut vervielfältigt, die sogenannte RNA, Ribonukleinsäure. Die von einem Probanden entnommene Speichelprobe, die an einem Wattestäbchen hängt, wird dafür zunächst in einer Flüssigkeit gelöst, dabei werden die enthaltenen Zellen zerstört und am Ende wird die RNA isoliert.

Sie wird im nächsten Schritt mit einer neuen Flüssigkeit versetzt und in den Ziegelstein-Apparat namens PCR-Cycler gegeben. Nun wird die RNA in DNA umgeschrieben und diese vervielfältigt. Allerdings nur, wenn eine Probe positiv war und die Sars-CoV-2-RNA enthält. Denn die Polymerase kann nur DNA vervielfältigen, wenn sie durch ein Signalmolekül namens Primer, das sich auf die DNA setzt, aktiviert wird. Da in der Test-Flüssigkeit nur Primer sind, die an DNA-Sequenzen binden, die es ausschließlich im Erbgut von Sars-CoV-2 gibt, wird nur vervielfältigt, wenn die Probe Covid-19-RNA enthält.

Anschließend macht die PCR-Maschine die Vervielfältigung der Virus-DNA sichtbar, über optische Detektion. Beim Vervielfältigen wird ein Lichteffekt erzeugt. Je mehr Virus-Erbgut entsteht, desto mehr Licht wird ausgestrahlt. Am Ende sagt der Ziegelstein einem Computer, ob und wie stark eine Probe leuchtet. So weit der bekannte Vorgang. Der dauerte bislang vom Abstrich bis zum Ergebnis etwa fünfeinhalb Stunden.

Zudem kann man mit einem Abstrich höchstens vier verschiedene DNA-Abschnitte abfragen, also höchstens vier Krankheiten oder Viren. "Das liegt an den Fluoreszenzstoffen", sagt Hartwich. Gelb, grün, blau, rot, mehr kann ein PCR-Cycler nicht gleichzeitig unterscheiden.

Bild

In Hartwichs Laserschwertern wird aber kein Licht, sondern Strom registriert. Sein System soll 100 verschiedene DNA-Stücke gleichzeitig analysieren können. Um die verschiedenen Erbgut-Fragmente am Ende zu erkennen, fixiert er 100 verschiedene DNA-Stücke auf eine wenige Millimeter große Platte. Sie sind die Gegenstücke zu den gesuchten Bereichen und so präpariert, dass zwischen ihnen und der Platte kontinuierlich ein schwacher Strom fließt. Sind nun gesuchte DNA-Fragmente in einer Probe, verdrängen sie die elektrisch aktiven Platzhalter und binden an ihre Gegenstücke. Dabei wird der Strom unterbrochen und die Platte meldet dann an einen Speicherchip im Laserschwert: Position 37, kein Strom mehr. Dadurch können dann eben 100 DNA-Stücke gleichzeitig abgefragt werden in einer Probe.

Das ist die Idee hinter dem Laserschwert. Wie hilft die nun bei einem Corona-Test?

Hartwichs Ansatz unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von der bisherigen Analysemethode: Sein Team hat es geschafft, keine vorbereitenden Schritte wie die Aufbereitung und RNA-Isolation mehr zu benötigen, um eine Probe zu untersuchen.

[...]

Man hat im Laserschwert eine Probe und eine Flüssigkeit, dazu noch zwei winzige Herdplatten, Herdplatinen vielmehr, um in klein das zu machen, was die PCR-Cycler in Ziegelsteingröße machen. Hartwichs System kann da nicht erst die Proben aufbereiten, Zellen aufbrechen, und die RNA isolieren. Sein Mix, den er heute an Labore verkauft, 1,6 Milliliter für knapp 100 Proben, enthält alles, was man braucht, um die Enzymreaktion ohne Extra-Schritt im bewährten Kühl- und Hitze-Wechsel laufen zu lassen. Im Fall des Sars-CoV-2-Virus muss man ja RNA identifizieren. Und freie RNA wird normalerweise von RNAse-Enzymen sehr schnell abgebaut. Die sind als Wächter überall, also auch in jeder Probe. Das Standard-Testverfahren, das die Abstrichlösung erst einmal aufreinigt, kann erst die RNAsen von den Viren trennen.

Im zweiten Schritt wird dann die Virenhülle aufgebrochen und die RNA wird zugänglich. Das dauert. Zweieinhalb Stunden etwa. Hartwichs wichtigster Erfolg war, dass es ihm gelungen ist, die RNAsen zu inaktivieren. Er gibt seiner Mixtur Ingredienzien zu, die über Umwege dafür sorgen, dass die RNA in der Probe intakt bleibt. So spart er zweieinhalb Stunden. Zudem konnte er mit seinem Team noch die anschließenden Abläufe im PCR-Cycler optimieren. Am Ende stehen nun die 52 Minuten.


Entwickelt wurde das Ganze von einem deutschen Chemiker, der seine Habilitation in den USA abgebrochen hat...

Bis Hartwich begann, an der Schnellerkennung von Bakterien und Viren zu arbeiten, war er einer von vielen mit der üblichen Laborlaufbahn. Geboren in der Nähe von Regensburg, Chemie-Studium in Regensburg, Promotion in München, Postdoc in den USA, Habilitation. Seine damalige Chefin schickte Hartwig nach Austin, er wollte das gar nicht, denn das erste Kind, Fritz, war gerade geboren. In den USA kam das zweite und als es ihm reichte, brach er die Habilitation ab. Billige Arbeitskraft für lange Zeit, das Schicksal vieler Postdoktoranden. Er solle noch hier forschen und da, sagte die Chefin, erst dann könne er seine Arbeit abgeben. Hartwich schmiss hin, ging zurück nach Deutschland und machte Bekanntschaft mit der Idee des Venture Capital.


... und die Schulden, die er für die Entwicklung aufgenommen hat, sind auch bereits abgebaut. Der Test ist übrigens nicht teurer als die herkömmlichen...

"Wir haben von 2001 bis 2004 gut 20 Millionen verbraten", sagt Hartwich. Sie forschten, erzählten blumige Geschichten über ihre Ideen, sollten immer mehr Geld ausgeben, bis der Laden pleite war. Dann doch lieber eine Anstellung suchen. Oder? Denn schon seit einiger Zeit hatte er diese Idee der elektrischen Erbgut-Erkennung und der radikalen Vereinfachung des Verfahrens.

[...]

Hartwich gründete eine Firma, FrizBiochem, Friz ohne T. Ohne T? Hartwich lehnt sich zurück, schweigt, lächelt, sagt: "Vier Buchstaben, wie bei den Dax-Konzernen." Kein T, dafür ein Traum. Der Traum vieler Forscher: Die Idee und das Ergebnis kommen an die Börse, in den Dax.

Tscharlie Häusler Hartwich wollte aber keine Geldgeber mehr haben wie zuvor. Er mühte sich um Forschungsmittel, Förderungen, überzeugte Menschen aus seinem Umfeld, aus der Familie, in sein Projekt zu investieren, er ging ins Risiko. Und wäre Corona nicht gekommen, wahrscheinlich hätte er verloren. "Es war zuletzt lange schon wirklich jenseits von Messers Schneide." Die Firma hatte 20 Millionen verbraucht, allerdings in 16 Jahren. Heute sagt Hartwich: "Es ist ein wunderbares Gefühl, mit Geld auf dem Konto Ausstände bezahlen zu können."


https://www.sueddeutsche.de/muenchen/mu ... ditorial=3
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

CoachingZone
Halbdaggl
... weil wir es ja neulich so ausgiebig vom Schutz anderer durch die und von der Infektiösität trotz der Impfung gegen SARS-CoV-2 haben, hier noch ein Artikel aus der SZ+, der im Wesentlichen meine damaligen Erklärungen wiedergibt:

Bei Sars-CoV-2 ist eine sterile Immunität schon deshalb schwer zu erreichen, weil das Virus schnell an seinen Wohlfühlort gelangt: Es wird bei der Ansteckung in der Regel eingeatmet und landet dann direkt dort, wo es sich gut vermehren kann - auf der Schleimhaut von Nase und Rachen. Der Impfstoff aber wurde in einen Muskel gespritzt und sorgt von dort aus für abwehrbereite Zellen in der Blutbahn. "Das Immunsystem braucht Zeit, um auch in der Schleimhaut effektiv zu agieren", sagt Christine Falk. Bis dahin könnte der Impfling ein paar Tage infektiös sein. Noch dazu verrichten in Schleimhäuten als den Grenzen des Körpers zur Außenwelt spezielle Antikörper ihren Dienst. Daher wäre eine zusätzliche Impfung in die Nase sinnvoll, so Falk. Manche Firmen arbeiteten bereits an Nasensprays gegen Covid-19.

Doch auch ohne Nasenspray können Geimpfte die Virusvermehrung in den Schleimhäuten wahrscheinlich besser unterdrücken als Ungeimpfte, sagt Falk. Darauf deuten auch Untersuchungen aus Israel hin, wo beim schnellsten Impfprogramm der Welt akribisch die Resultate ausgewertet werden. Demnach kann schon eine Impfdosis des Biontech-Impfstoffs die Infektiosität der Impflinge um bis zu 50 Prozent reduzieren. Wissenschaftlich publiziert sind die Daten allerdings nicht. Für verlässliche Ergebnisse müssen Studien abgewartet werden, die noch bis April laufen.

Auch Martin Terhardt und Thomas Mertens gehen von einem deutlichen Effekt durch die Impfung aus: Es "ist aufgrund all dessen, was wir über Impfungen wissen, wirklich plausibel, anzunehmen, dass ein effektiver Impfstoff letztendlich auch die Virusausscheidung reduzieren wird", sagt Mertens.

Impflinge tun demnach nicht nur etwas für sich, sondern auch für die Gesellschaft - übrigens auf mehreren Wegen: Sie senken ihr Risiko, ein Klinikbett zu belegen. Sie tragen zur Herdenimmunität bei, weil sich das Virus in der Gemeinschaft schwerer vermehren kann. Und schließlich geht von ihnen eine geringere Gefahr für andere aus als von Ungeimpften. Es ist nur noch nicht klar, wie viel kleiner sie ist.


https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ ... ditorial=3
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -