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Wundermann
Granadaseggl
Eine Ausgangssperre ist leichter zu kontrollieren als eine Kontaktsperre.
Allein die Möglichkeit auf dem Weg zu meiner Kontaktsperre kontrolliert zu werden ist möglicherweise schon genug Hinderungsgrund.

de mappes
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Spamferkel
jagdhuette hat geschrieben:Weil sich keine Sau dran hält, berichten mir zumindest meine Freunde in Paris.


Höre aus moselle ähnliches
Das war aber in der ersten Welle noch anders

Wundert mich auch, dass offenbar nicht mehr so rigoros kontrolliert wird
Da waren die nämlich, wie ich mehrmals hörte, sehr streng damals

Also beides scheint nachgelassen zu haben

Unabhängig von Frankreich gibt es aber (Google) sehr viele Stimmen, die die Ausgangssperre als relativ nutzlos einordnen im Vergleich zur Einschränkung der persönlichen Rechte

Gibt natürlich auch andere stimmen und Beispiele, deswegen sage ich ja: solche und solche Meinungen und Studien

Um Weihnachten rum gab es die Ausgangssperre doch in bawü und Bayern
Die Zahlen waren aber nicht besser als im Saarland oder der palz, wo diese Einschränkungen nicht galten

Btw:

https://m.bild.de/ratgeber/2021/news-inland/corona-aerosol-experten-fordern-180-grad-wende-der-politik-76033514.bildMobile.html

Wer es nicht bei BILD lesen möchte: einfach googeln nach aerosol Experten

Zusammengefasst: draußen steckt sich nahezu niemand an; alles passiert drinnen
Das wäre schon länger bekannt aber die Politik orientiert sich nicht daran (auch nix neues)
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Iron
Grasdaggl
de mappes hat geschrieben:
Wer es nicht bei BILD lesen möchte: einfach googeln nach aerosol Experten




https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.coronavirus-in-deutschland-drinnen-lauert-die-gefahr-aerosolforscher-fordern-von-politik-kurswechsel.8b31b89c-d017-4692-8ba5-9fef278d964a.html

....
Übertragungen meist in Innenräumen

„Leider werden bis heute wesentliche Erkenntnisse unserer Forschungsarbeit nicht in praktisches Handeln übersetzt“, kritisieren die Verfasser. In Wohnungen, Büros, Klassenräumen, Wohnanlagen und Betreuungseinrichtungen müssten Maßnahmen ergriffen werden. In Innenräumen finde auch dann eine Ansteckung statt, wenn man sich nicht direkt mit jemandem trifft, sich aber ein Infektiöser vorher in einem schlecht belüfteten Raum aufgehalten hat, warnen sie. Debatten über das Flanieren auf Flusspromenaden, den Aufenthalt in Biergärten, das Joggen oder Radfahren seien hingegen kontraproduktiv.
...

Kritik an der Ausgangssperre

Auch die Ausgangssperren versprechen aus Sicht der Wissenschaftler mehr als sie halten können. „Die heimlichen Treffen in Innenräumen werden damit nicht verhindert, sondern lediglich die Motivation erhöht, sich den staatlichen Anordnungen noch mehr zu entziehen“, schreiben sie. „In der Fußgängerzone eine Maske zu tragen, um anschließend im eigenen Wohnzimmer eine Kaffeetafel ohne Maske zu veranstalten, ist nicht das, was wir als Experten unter Infektionsvermeidung verstehen.“ Mit Ausgangsbeschränkungen will die Politik verhindern, dass sich Menschen zeitweise überhaupt treffen.

Stattdessen empfehlen die Autoren mehrere Maßnahmen wie Treffen in Innenräumen so kurz wie möglich zu gestalten, mit häufigem Stoß- oder Querlüften Bedingungen wie im Freien zu schaffen, effektive Masken in Innenräumen zu tragen sowie Raumluftreiniger und Filter überall dort zu installieren, wo Menschen sich länger in geschlossenen Räumen aufhalten müssen - etwa in Pflegeheimen, Büros und Schulen.

...

„Die Kombination dieser Maßnahmen führt zum Erfolg“, heißt es weiter. „Wird das entsprechend kommuniziert, gewinnen damit die Menschen in dieser schweren Zeit zugleich ein Stück ihrer Bewegungsfreiheit zurück.“ Zu den Unterzeichnern zählen der Präsident der Gesellschaft für Aerosolforschung, Christof Asbach, Generalsekretärin Birgit Wehner und der frühere Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosole in der Medizin, Gerhard Scheuch.

Tamasi
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Allmachtsbachel
de mappes hat geschrieben:Unabhängig von Frankreich gibt es aber (Google) sehr viele Stimmen, die die Ausgangssperre als relativ nutzlos einordnen im Vergleich zur Einschränkung der persönlichen Rechte

Ich denke, man sollte den Nutzen von Ausgangssperren nicht an "persönlichen Rechten" messen. Sondern an der Corona-Lage. Schon klar, da gibt es widersprüchliche Studien, ob bzw. wieviel es bringt. Dennoch ist DAS der Maßstab. Wenn die (Infektions-) Lage ernst ist, haben "persönliche Rechte" nunmal zurückzutreten. Wer das jetzt immer noch nicht kapiert hat, stellt sich dumm oder ist Christian Lindner. :-)

Dazu kommt:
Ausgangssperren und andere harte Maßnahmen setzen auch ein Signal: Die Lage ist ernst. Das Bewusstsein wird geschärft, auch "kleine" Beschränkungen werden disziplinierter eingehalten. Ja, aber...! Ja, aber manche Leute werden dann erst Recht renitent! Ja, stimmt. Aber die breite Masse wird wacher und vorsichtiger und Masse zählt. Fuck "Ja, aber...!".

de mappes
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Spamferkel
sehe ich anders:
Wenn man den gleichen Effekt durch Maßnahmen erzielt, die die Bevölkerung oder große Teile weniger hart trifft, sind diese natürlich vorzuziehen
deswegen gibt es ja diese heiße debatte um die Sperren, wo sich gar die Ethikräte einmischen

und Signale setzen: in der theorie ja, in der Praxis hab ich den Eindruck, dass dies je länger die Krise andauert umso weniger ankommt
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Derweil anderswo...

Biergärten öffnen in England - Johnson mahnt zur Vorsicht

In England dürfen von diesem Montag an wieder Biergärten und andere Außengastronomie öffnen. Auch Friseure, Geschäfte, Fitnessstudios und Zoos dürfen nach Monaten des Lockdowns wieder aufmachen. Premierminister Boris Johnson bezeichnete die Lockerungen als "wichtigen Schritt auf unserem Weg Richtung Freiheit". Er appellierte allerdings an seine Landsleute, vorsichtig zu bleiben und nicht über die Stränge zu schlagen.

In Innenräumen dürfen Gastronomen noch keine Gäste empfangen, genauso wie private Treffen drinnen noch bis mindestens Mai verboten bleiben. Johnson verhängt die Corona-Maßnahmen nur für England - Schottland, Wales und Nordirland fahren jedoch einen ähnlichen Kurs.

Die ersten Betriebe machten von der Gültigkeit der neuen Regeln bereits von Mitternacht an Gebrauch: Friseure schnitten den ersten Kundinnen die Haare, auch ein Pub im Südosten von London schenkte noch in der Nacht trotz kühler Temperaturen die ersten Getränke aus. Johnson hat sein erstes Pint, das er eigentlich am Montagabend "vorsichtig, aber unwiderruflich" an seine Lippen führen wollte, nach dem Tod von Prinz Philip verschoben. Das Land befindet sich in einer achttägigen Phase der Staatstrauer.

Dank der weit fortgeschrittenen Impfkampagne und dem langen, harten Lockdown hat sich die Corona-Infektionslage in Großbritannien mittlerweile deutlich entspannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei knapp 30 Fällen pro 100 000 Einwohnern.


Quelle: SZ
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Frank N Furter
Tamasi hat geschrieben:Ich denke, man sollte den Nutzen von Ausgangssperren nicht an "persönlichen Rechten" messen.

:shock:
Hast Du nichts von den Diskussionen mitbekommen, als erörtert wurde, wie man die Einschränkung verfassungsmäßiger Rechte, welche durch Ausgangssperren unzweifelhaft beschnitten würden, begründen müsste? Natürlich gemäß "unserer Rechtsauffassung", persönlich, also individuell. Unser Recht ist kein Sippenrecht und kennt auch keine Erbschuld. Selbst im Seuchenschutzgesetz ist verankert, dass persönliche Einschränkungen von nicht Betroffenen grundsätzlich nicht statthaft sind.

Nur damit Du mich nicht falsch verstehst: Ich halte manches davon auch eher für eine Ausgeburt des grassierenden Hyperindividualismus und würde es persönlich anders betrachten. Aber, woran "man misst", wie Du schreibst, ist eben das geltende Recht und nicht das Gefühl für die Richtigkeit eines gewissen Konfunzianismus.

Aber noch viel wesentlicher ist, was mappes geschrieben hat:

de mappes hat geschrieben:Wenn man den gleichen Effekt durch Maßnahmen erzielt, die die Bevölkerung oder große Teile weniger hart trifft, sind diese natürlich vorzuziehen

Verhältnismäßigkeit der Mittel usw. Gilt auch immer. Die Datenlage ist mittlerweile gut genug, um aufzuzeigen, dass Einschränkungen des öffentlichen Lebens, welches sich nicht in geschlossenen Räumen abspielt, weit überwiegend nicht verhältnismäßig ist. Ausnahmen bestehen vielleicht noch dort, wo Menschen dicht an dicht gepackt stehen würden, wie beispielsweise in Fussballstadien. Aber schon bei Demonstrationen, wo die Menschen auch mal dicht gepackt stehen können, haben unsere Gerichte bisher durchgehend pro Demonstrationsrecht entschieden.

Außerdem muss man auch mal klar sagen, dass alle Maßnahmen, die sich bisher auch gegen die Freiheit von Kindern richteten höchstwahrscheinlich nicht verfassungsrechtlich gedeckt waren. Aber diese Diskussion hat man bisher (unter Erwachsenen) nur zu gerne aufgeschoben. Jedenfalls hat man viel zu lange daran geglaubt, man könne die Krise auch vorallem auf dem zarten Rücken von Kindern bewältigen, während Industriearbeitnehmer, ÖPNV-Teilnehmer usw. weitermachen sollten wie bisher. Aber Kinder haben eben kein Wahlrecht.

de mappes
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Spamferkel
:nod:

insbesondere beim ÖPNV...wahnsinn da ist man seit über einem jahr offenbar keinen Dezimeter voran gekommen
Immernoch voll und dicht...das macht einen sprachlos, zumal es alternative konzepte schon so lange gibt wie die pandemie
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Spielgerät
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de mappes hat geschrieben:sehe ich anders:
Wenn man den gleichen Effekt durch Maßnahmen erzielt, die die Bevölkerung oder große Teile weniger hart trifft, sind diese natürlich vorzuziehen
deswegen gibt es ja diese heiße debatte um die Sperren, wo sich gar die Ethikräte einmischen

und Signale setzen: in der theorie ja, in der Praxis hab ich den Eindruck, dass dies je länger die Krise andauert umso weniger ankommt


Das sehe ich genauso wie mappes.

Und die Signalwirkung funktioniert auch in die andere Richtung: Wenn ich den Menschen gestatte, die Außengastronomie zu nutzen (oder den Kindern und Jugendlichen das Kicken erlaube oder oder oder), weil dadurch nur "Gefahren im Promillebereich" eröffnet werden (wie es in der neuen Studie heißt), dann fällt es mir als Verantwortlicher auf der anderen Seite doch viel leichter, wirklich notwendige Einschränkungen zu begründen. Damit schafft man Akzeptanz! So wie es jetzt läuft - mehr oder weniger alles zu / alles auf - komme ich mir verarscht vor. Und vermutlich nicht nur ich.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

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Von einem von mir sehr geschätzten tm.de-User, nur damit vielleicht mal klar wird, was uns diese ganze halbgare Politik in der EU einbrocken wird:

TheMagneticField hat geschrieben:Das mein ich ja mit "Und wenn die schlimmer verlaufenden Infektionen jetzt auch noch mehr und mehr in der Eltern-Generation ankommen sollten, eskaliert das Thema noch mal auf einer ganz anderen Stufe" .

Nur kurz zur Ergänzung und Verdeutlichung des Satzes wieder ein kurzer Blick ins eigene (ich erwähne es gerne wieder, damit man Relationen hat) kleine Krankenhaus. Letzte Woche zu den "üblichen" neuen Covid-Fällen dieses Mal auch 3 aus den 80ern. Die Lungenbilder der 1982 geborenen jungen Frau müsste man eigentlich mal posten. Da sieht auch jeder Laie, was da abgeht und was das luftmäßig bedeutet. Die Covid Station ist wieder voll, wahrscheinlich muss eine zweite umgewandelt werden. Intensiv hat noch Platz für 1 Covid Patienten...


https://www.transfermarkt.de/corona-new ... or_1674922


Derweil hier in der Schweiz...

Arbeitgeber-Präsident hält 30'000 Neuinfektionen für verkraftbar

Die Wirtschaft bringt sich im Hinblick auf die Bundesratssitzung zur Corona-Lage von kommender Woche in Position. Sobald die Risikogruppe geimpft ist, hält Arbeitgeber-Präsident Valentin Vogt bis zu 30'000 Neuinfektionen pro Tag für verkraftbar.

«Wenn die Risikopatienten geimpft sind, werden etwa drei Viertel der Hospitalisationen wegfallen», sagte Vogt am Freitagabend in der «Tagesschau» von Schweizer Fernsehen SRF. Das bedeute, dass man mit Fallzahlen von 20'000 bis 30'000 pro Tag leben könnte, ohne dass die Spitäler an den Anschlag kämen. Zum Vergleich: Ende Oktober 2020 lag der höchste Tageswert an laborbestätigen Infektionen in der zweiten Welle bei rund 10'500 Fällen.

Das Risiko für einen schweren Corona-Verlauf und damit für eine Überlastung der Spitäler sei bedeutend kleiner, sobald die Risikogruppe geimpft sei, zeigte sich Vogt überzeugt. Dann müsse der Bundesrat die Massnahmen bedeutend schneller lockern.

Die Einschätzung des Arbeitgeber-Präsidenten löste beim Vizepräsidenten der wissenschaftlichen Taskforce des Bunds Kopfschütteln aus. Mit 30'000 Neuansteckungen pro Tag würde es zu einer Überlastung der Spitäler kommen und das Infektionsgeschehen sei nicht mehr kontrollierbar, auch wenn die Risikogruppe geimpft sei, betonte Urs Karrer im gleichen TV-Beitrag.

Als Klinikchef des Kantonsspitals Winterthur sehe er, dass bereits bei den heutigen, zehnmal tieferen Ansteckungszahlen jeder zweite Corona-Patient nicht der Risikogruppe angehöre. Zwei von 1000 Personen im Alter von 50 Jahren würden an oder mit dem Coronavirus sterben, drei bis vier würden im Spital landen.

Am kommenden Montag will auch der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) an einer Medienkonferenz unter der Losung «Stopp Lockdown» eine «kritische Evaluation» zum Umgang mit der Krise und zu den eingeleiteten Massnahmen präsentieren.


Unabhängig davon, was auch nicht-tödlich verlaufende schwere Erkrankungen für die Betroffenen bedeuten, bin ich auf die Strategie gespannt, wie man die Neuinfektionen bei konstant 30000 Fällen halten will. Aber vermutlich ist der clevere Herr bereits geimpft - und Denkenkönnen bis zum übernächsten Schritt ist in der Wirtschaft wohl keine gefragte Kompetenz... :roll:


740'000 Corona-Tests sind abgelaufen

Der Bund hat im letzten Frühling mehr als eine Million Corona-Tests als Notreserve gekauft. 740'000 dieser PCR-Tests haben inzwischen das Verfalldatum überschritten. Das kostet den Bund fast 14 Millionen Franken.

Die Armee habe im Frühling 2020 im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) 1047 Kits mit je 1000 PCR-Tests gekauft, sagte Armeesprecher Stefan Hofer auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit einen Bericht der «NZZ am Sonntag». Die Kosten dafür beliefen sich auf rund 16,7 Millionen Franken.

Im März und April dieses Jahres lief für die meisten dieser Test das Verfalldatum ab. PCR-Tests sind wegen ihrer chemischen Bestandteile nicht unbegrenzt haltbar. Im Januar habe das BAG beschlossen, das Lager aufzulösen, sagte Hofer. Die Armeeapotheke habe darauf Kontakt mit Labors aufgenommen und innerhalb von drei Monaten 300 Kits, also 300'000 Tests, verkauft, jedoch nur zu zehn Prozent des Einkaufpreises. Dafür konnte der Bund gemäss der Zeitung drei Millionen Franken einnehmen.

740'000 PCR-Tests blieben in den Lagern und haben in diesen Tagen ihr Ablaufdatum überschritten. Der Bund muss demnach die Kosten für die Notreserve abschreiben, also rund 13,7 Millionen Franken. Ob die Tests vernichtet werden, ist laut Hofer noch offen. Es werde geprüft, ob einzelne Komponenten noch verwendet werden könnten. :roll:


Aber Hauptsache im Herbst sparsam beim Testen gewesen sein... :roll:

Quelle: Tagesanzeiger
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Frank N Furter
Nochmal zu den Kindern, aber nicht als explizites Gegenarguemnt gegen das bisher Gesagte geschrieben:

In Bayern und NRW hat man jetzt auf Basis seriöser Studien und Metastudien herausgefunden, dass ca. 3-6 mal mehr Kinder Antikörper im Blut hatten, als die PCR-Testung positive Sars-Cov-2 Ergebnisse angezeigt haben. Da wir umstandshalber nach gut einem Jahr immer noch sehr wenig wissenschaftlich Abgesichertes über Long Covid sagen können, bleibt erst einmal die echte Nachricht: Dass sehr viele Kinder während und nach einer Covid-Erkrankung nichts von dem Virus bemerken (die kolportierten PIM-Fälle sind extrem (!) selten, auch wenn die Presse diese Erkenntnis aus Quotengründen leider nur allzugerne den geschürten Emotionen zuliebe opfert).

Umgekehrt aber, haben wir mittlerweile eines aus der Spanischen Grippe gelernt: Gerade für Kinder, mit einem noch jungfräulichen Immunsystem, ist es wichtig und kann sogar lebenswichtig werden, dass man jede Generation gängiger Virenepedemien "mitnimmt". Wenn man die Kinder jetzt nur als "Übertragungsvehikel" und als potentielle Gefahr Erwachsener betrachtet, nimmt man den Kindern die Chance sich eine langfristige Resistenz gegen Coronaviren aufzubauen. Kommt dann aber in 3-4 Jahren mal die "Spanische Coronawelle" ist es zu spät. Stand heute, muss man mit sehr großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass uns Corona ebenso weiterhin begleiten wird wie Influenza und dass es bereits in naher Zukunft auch noch eine Corona-Epidemie geben könnte, die deutlich gefährlicher ist als Sars-Cov-2.

Angesichts dieser Umstände halte ich es für überhaupt nicht überzeugend, die Kinder einfach wegsperren zu wollen. Genauso wenig, wie ihnen zeitgleich die absolut allergeringste Priorität beim Impfen zu geben, weil sie ja angeblich dann doch nicht so gefährdet sind. :!:

Gefährdet sind die Kinder in den meisten Diskussionen komischer Weise nur dann, wenn man sie zu übertragungsfähigen Gefahrenquellen degradiert hat. Das bei diesen Betrachtungen irgendetwas nicht passt, sollte eigentlich jeder verstehen können.

Nochwas:: Mir war bisher schon aus vielerlei Perspektive im Laufe der Jahre klar geworden, dass Kinder in unserem Land viel, viel schlechter bahandelt werden, als das Erwachsene gemeinhin zugeben wollen. Aber die Corona-Krise hat auch über dieses Phänomen nochmal ein Brennglas gelegt.

Strafraumgitarre
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Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:
Tamasi hat geschrieben:Ich denke, man sollte den Nutzen von Ausgangssperren nicht an "persönlichen Rechten" messen.

:shock:
Hast Du nichts von den Diskussionen mitbekommen, als erörtert wurde, wie man die Einschränkung verfassungsmäßiger Rechte, welche durch Ausgangssperren unzweifelhaft beschnitten würden, begründen müsste? Natürlich gemäß "unserer Rechtsauffassung", persönlich, also individuell. Unser Recht ist kein Sippenrecht und kennt auch keine Erbschuld. Selbst im Seuchenschutzgesetz ist verankert, dass persönliche Einschränkungen von nicht Betroffenen grundsätzlich nicht statthaft sind.


Alles klar, wir brauchen in Deutschland also zwingend eine individualisierte Pandemie.
Wenigstens den Juristen zuliebe. Kein Thema... :)

Geltendes Recht gilt gefälligst auch für Viren, außerdem fordere ich im Sinne der Verhältnismäßigkeit ein unverzügliches Mutationsverbot!!! Wo kämen wir denn sonst hin! :!: :bounce: :bounce: :bounce:

Frank N Furter hat geschrieben:Aber noch viel wesentlicher ist, was mappes geschrieben hat:

de mappes hat geschrieben:Wenn man den gleichen Effekt durch Maßnahmen erzielt, die die Bevölkerung oder große Teile weniger hart trifft, sind diese natürlich vorzuziehen

Verhältnismäßigkeit der Mittel usw. Gilt auch immer. Die Datenlage ist mittlerweile gut genug, um aufzuzeigen, dass Einschränkungen des öffentlichen Lebens, welches sich nicht in geschlossenen Räumen abspielt, weit überwiegend nicht verhältnismäßig ist. Ausnahmen bestehen vielleicht noch dort, wo Menschen dicht an dicht gepackt stehen würden, wie beispielsweise in Fussballstadien. Aber schon bei Demonstrationen, wo die Menschen auch mal dicht gepackt stehen können, haben unsere Gerichte bisher durchgehend pro Demonstrationsrecht entschieden.

Jein:
Stuttgarts neuer OB hat geschrieben:Wären die massiven Verstöße im Vorfeld absehbar gewesen, hätte die Stadt die Demonstration verbieten können, wie Nopper sagte. Das sei aber nicht der Fall gewesen. „Hinterher ist man immer klüger“, ergänzte er. Aber ein pauschales Verbot sei auch künftig nicht rechtmäßig. Man müsse jeden einzelnen Fall prüfen.

Der Anmelder für den Cannstatter sei im vergangenen Jahr insgesamt elf Mal als Veranstalter von Corona-Demonstrationen in Stuttgart aufgetreten. Bei diesen Versammlungen habe er die Auflagen überwiegend eingehalten. „Man konnte ihm also nicht unterstellen, dass er in diesem Fall, anders als bei den elf vorangegangenen Fällen, nicht dazu in der Lage oder hierzu nicht willens sein würde“, sagte Nopper weiter.
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... fe74d.html
Aber:
„Die Stadt Stuttgart verbietet Demonstrationen von sogenannten Querdenkern am 17. April“. Das teilte die Stadt per Pressemitteilung am Donnerstagabend mit. Zwei für diesen Tag angemeldete Demonstrationen würden untersagt. Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) begründete dies nach Auskunft der Stadt damit, „dass sich die Anmelder bei Versammlungen in der Vergangenheit als unzuverlässig im Sinne des Versammlungsrechts erwiesen hätten und deswegen keine Gewähr dafür gegeben sei, dass Versammlungsauflagen eingehalten werden“.
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... ba170.html
Und:
OB Nopper hat geschrieben:Hinterher ist man immer klüger

Hinterher ist man nämlich immer klüger, gell. Sogar in Schweden. :D
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

Frank N Furter
In Schwaben und gerüchteweise sogar in Schweden, soll es Gerichte geben
welche einem jeden, ob windschief, quer oder divers
ein Recht darauf geben, sich mit anderer Meinung in Opposition zu erheben.

killroy
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Granadaseggl
wegsperren

ach, welch herrlich neutrale und unaufgeregte wortwahl.
und ansonsten, ja was denn jetzt?
behauptest du nicht immer, dass jeder, also wirklich JEDER über früher oder später das ding bekommt? also auch die in die keller und verliese weggesperrten kinder? also irgendwann dann eben?
und was jetzt?
1. sie sollen sich infizieren? check
2. sie haben keine symptome? check
3. sie sollen jetzt eine höhere impfpriorisierung bekommen? check- äh, nö. wieso? wenn man 1. und 2. ernstnimmt :shock:

hat übrigens so gut wie noch niemand behauptet, dass kinder gefährdet sind. aber das sie eben für oma und opa gefährdend sind. ungewollt und unverschuldet und nicht, weil sie mißratene kackbratzen sind (die gibts aber auch).

und zum schluss der heulomat, wie schlecht es den kindern in diesem land geht. was ich ja sogar unterschreiben würde, wenn es nicht gar so simplifizierend daherkommen würde.

aber klar, kann man mal so generalistisch raushauen, hat man in jedem fall mal ein statement gesetzt.
huk, äh hik oder doch besser sick?

und raus - schnell die neue schallplatte auflegen und auf andere gedanken kommen
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

Strafraumgitarre
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Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:In Schwaben und gerüchteweise sogar in Schweden, soll es Gerichte geben
welche einem jeden, ob windschief, quer oder divers
ein Recht darauf geben, sich mit anderer Meinung in Opposition zu erheben.
Schwaben - Schweden - geben - jeden - erheben... ist das der Versuch eines rhythmisch ... äh ... individualisierten Gedichts? :)

Es reimt das Gericht
und verurteilt das Gedicht
zu entweder mehr Reim
oder Hausarrest daheim

Irgendwie so? :)

Anmsonsten:
Ja, klar. Natürlich! Eines dieser Gerichte ist zum Beispiel der Rostbraten, da fängt's ja schon an:
Die Röstzwiebeln aus der Pfanne oder aus der Fritteuse? - An sowas scheiden sich Geister...

Bei Köttbullar kenne ich mich dagegen weniger aus, bin mir aber sicher, dass es weit mehr als nur ein einziges unumstößliches Originalrezept gibt. Gilt für die Füllung von Maultaschen schließlich auch. :)
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

Strafraumgitarre
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Halbdaggl
killroy hat geschrieben:behauptest du nicht immer, dass jeder, also wirklich JEDER über früher oder später das ding bekommt? also auch die in die keller und verliese weggesperrten kinder? also irgendwann dann eben?
und was jetzt?

Ist die Katze gesund, freut sich der Mensch. Ist der Fritzl geimpft, sind die Kinder gesund. :bounce:
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

Wundermann
Granadaseggl
Strafraumgitarre hat geschrieben:
Frank N Furter hat geschrieben:In Schwaben und gerüchteweise sogar in Schweden, soll es Gerichte geben
welche einem jeden, ob windschief, quer oder divers
ein Recht darauf geben, sich mit anderer Meinung in Opposition zu erheben.
Schwaben - Schweden - geben - jeden - erheben... ist das der Versuch eines rhythmisch ... äh ... individualisierten Gedichts? :)

Es reimt das Gericht
und verurteilt das Gedicht
zu entweder mehr Reim
oder Hausarrest daheim

Irgendwie so? :)

Anmsonsten:
Ja, klar. Natürlich! Eines dieser Gerichte ist zum Beispiel der Rostbraten, da fängt's ja schon an:
Die Röstzwiebeln aus der Pfanne oder aus der Fritteuse? - An sowas scheiden sich Geister...

Bei Köttbullar kenne ich mich dagegen weniger aus, bin mir aber sicher, dass es weit mehr als nur ein einziges unumstößliches Originalrezept gibt. Gilt für die Füllung von Maultaschen schließlich auch. :)

Fritteuse? :puke: Wo kommst du denn her? Kannst gleich die Marsriegel zum Nachtisch dazugeben.

Frank N Furter
killroy hat geschrieben:und raus - schnell die neue schallplatte auflegen und auf andere gedanken kommen


Du hättest doch auch umstandslos gleich eine neue Platte auflegen können?


Was Deine Lieblingsplatte von Abba betrifft:

Abba ich behaupte nicht, dass jeder dieses Jahr noch Covid bekommt. Sondern irgendwann in den nächsten Jahren, irgendeine Mutante. So wie bei the Flu (falls Du die noch kennsch)

Abba sag ich auch nicht, dass Kinder eine höhere Impfpriorisierung haben sollten. Sag ich eher: entweder man macht Kinder als ernstzunehmende Überträger der Krankheit aus: dann bitte schnell und bevorzugt impfen, auch weil diese kleinen Virenschleudern, ja noch so eine unglaubliche Lebenserwartung haben! Odda, andere Platte, ich sage, mich interessieren eigentlich nur die wirklich Gefährdeten. Dann schütze ich die mit besonderen Maßnahmen und impfe diese mit höchster Priorität.

Doch die Kinder wegzusperren, sie nicht zu impfen und die Alten nicht zu schützen, war mindestens ein Jahr lang das Blödeste, was man überhaupt tun konnte.

Strafraumgitarre
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Halbdaggl
Wundermann hat geschrieben:
Strafraumgitarre hat geschrieben:
Frank N Furter hat geschrieben:In Schwaben und gerüchteweise sogar in Schweden, soll es Gerichte geben
welche einem jeden, ob windschief, quer oder divers
ein Recht darauf geben, sich mit anderer Meinung in Opposition zu erheben.
Schwaben - Schweden - geben - jeden - erheben... ist das der Versuch eines rhythmisch ... äh ... individualisierten Gedichts? :)

Es reimt das Gericht
und verurteilt das Gedicht
zu entweder mehr Reim
oder Hausarrest daheim

Irgendwie so? :)

Anmsonsten:
Ja, klar. Natürlich! Eines dieser Gerichte ist zum Beispiel der Rostbraten, da fängt's ja schon an:
Die Röstzwiebeln aus der Pfanne oder aus der Fritteuse? - An sowas scheiden sich Geister...

Bei Köttbullar kenne ich mich dagegen weniger aus, bin mir aber sicher, dass es weit mehr als nur ein einziges unumstößliches Originalrezept gibt. Gilt für die Füllung von Maultaschen schließlich auch. :)

Fritteuse? :puke: Wo kommst du denn her? Kannst gleich die Marsriegel zum Nachtisch dazugeben.


q.e.d. :vfb: :prost:
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

Frank N Furter
Liebe Klampfe,

entweder Du benutzt "q.e.d." und veränderst dann aber Deine Signatur (z.B. : ich bevorzuge Sex mit Klugscheißern), oder Du läßt es bleiben. :lol:

Oder heißt bei Dir q.e.d. "Qualen eines Dichters" (z.B. bei der Betrachtung noch unverdichteter weiter Felder?)

Strafraumgitarre
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Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:Liebe Klampfe,

entweder Du benutzt "q.e.d." und veränderst dann aber Deine Signatur (z.B. : ich bevorzuge Sex mit Klugscheißern), oder Du läßt es bleiben. :lol:


Hab mich entschieden: Ich lasse es bleiben, meine Signatur zu verändern. :)
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

Frank N Furter
Während Klampfe die weitreichenden Folgen einer Resignaturisierung überdacht hat, haben - pass uff! - führende Airosolforscher und vielleicht sogar mitführende Airosolforscherinnen folgendes herausgefunden:

https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Ae ... 18646.html

Kurz: Dahoim sterbad die Loit. Im Homeoffice und im Homeschooling. Wenn das von Monty Python wäre, könnte man drüber lachen....


de mappes
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Spamferkel
Ich lese gerade, dass man die testpflicht im Betrieb nicht einführen kann/will, weil erzwungene Abstriche Körperverletzung darstellen...steht so im Spiegel

Aber Kinder müssen sich testen lassen, damit sie zum Präsenz Unterricht dürfen?
Ernsthaft?
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