24305 Beiträge


Unter Westfalen
Benutzeravatar
Granadaseggl
Hortensie hat geschrieben:
Und was war mit dem Post von @Monitor? Er spricht zu Frank über mich und nennt mich „oberlehrerhaft“? Warum schreibt er mich nicht direkt an, „hör mal Uwe, des finde ich jetzt aber etwas arg oberlehrerhaft.“


Und warum sprichst DU, UWe, Monitor nicht direkt an und und spricht lieber zu SC über Monitor?


Erledigt!
Noe, noe, I goa alloi hoim

de mappes
Spamferkel
redrum hat geschrieben:Bevor hier Fragen auftauchen. Ich habe im Moment Urlaub. Ganz netter Kontrast zu einer strom- und damit internetfreien Zone.


Oh biste zu Recherchen irgendwo im outback?
Hatte schon an schmimmeres gedacht :(

Monitor
Lombaseggl
Unter Westfalen hat geschrieben:
Hortensie hat geschrieben:
Und was war mit dem Post von @Monitor? Er spricht zu Frank über mich und nennt mich „oberlehrerhaft“? Warum schreibt er mich nicht direkt an, „hör mal Uwe, des finde ich jetzt aber etwas arg oberlehrerhaft.“


Und warum sprichst DU, UWe, Monitor nicht direkt an und und spricht lieber zu SC über Monitor?


Erledigt!


Unter Westfalen,

nix ist erledigt, Status Quo. Es gibt keine Rauchzeichen von Dir.

Vielleicht ist Dein Briefkasten zu voll? Meiner ist (fast) immer leer.

20 Beiträge pro Tag und User kann ich nicht nachlesen. Zudem war ich einige Wochen
verhindert und bin jetzt in einer lebenswichtigen Mission unterwegs. Prio 1.

Kommt Zeit, kommt Antwort, kommt leerer Briefkasten.
I could write several novels about what I do not know

Unter Westfalen
Benutzeravatar
Granadaseggl
Habe den falschen Button gedrückt. Sorry. Antwort müsste jetzt kommen.
Hatte @Hortensie auch eine PN geschickt, die aber auch nicht rausging.
Mache das deshalb jetzt hier:
Ich wollte sie (ihn?) fragen, ob die Anfrage, "über Dritte zu sprechen", auch an Dich gegangen ist.
Wenn ja, hätte ich mich über ein kleines "Rauchzeichlein" gefreut.
Noe, noe, I goa alloi hoim

Frank N Furter
Granadaseggl
Jetzt, wo das Thema "über Dritte sprechen" so überaus erfolgreich bewältigt werden konnte, möchte ich nochmal auf das Thema zurück kommen, warum einige Menschen arm sind und andere reich?

Nun, warum das innerhalb Deutschlands so ist, dazu hatte neulich ja schon mal der komfortable Südliche einen allumfassend erklärenden Link geschickt. Son Satiriker erklärt das da lückenlos. Aber warum sind die Südeuropäer ärmer als die Nordeuropäer? Warum sind die Süditaliener ärmer als die Norditaliener? Dazu gab und gibt es schon seit mindestens 100 Jahren mehr oder weniger überzeugende Erklärungsversuche. Jetzt haben sich zwei Wissenschaftler nochmal gezielt die Situation der Bauern in 300 verschiedenen Regionen Europas um 1900 angeschaut. An ihren Ergebnissen sind gleich mehrere Dinge sehr erstaunlich, aber am erstaunlichsten ist dieser Umstand:

Das Wohlstandgefälle Europas und die regionale Verteilung des Wohlstands heute, war bereits um 1900 aus den bäuerlichen Lebens- und Wirtschaftsbedingungen abzuleiten. :idea:
Demnach waren mittelgroße bäuerliche Betriebe, die das Gehöfte vererbten, viel stärker daran interessiert ihre Kinder darin auszubilden Wetterlagen, Jahreszeiten, insgesamt bio-meteorologische Zeigerwerte richtig zu interpretieren, etwas über die Physiologie von Nutzvieh und deren Krankheiten zu lernen und betriebswirtschaftlich mit Krisensituationen umzugehen, wie sie typisch sind für einen landwirtschaftlichen Betrieb. Während es in den teilweise sehr großen landwirtschaftlichen Betrieben, die überwiegend von unfrei Beschäftigten geführt wurden, keine vergleichbare Art von generationsübergreifender Bildungspflege gab. Die gebildeteren Bauern waren dann letztlich nicht nur die landwirtschaftlich erfolgreicheren, sondern, so wird vermutet, übertrug sich der bessere Bildungstand auch nach und nach auf viele andere Gewerbe, denen sich die "überschüssigen" Bauernkinder zuwendeten.

https://link.springer.com/article/10.10 ... 017-9151-1

Unter Westfalen
Benutzeravatar
Granadaseggl
Warum sind die Süditaliener ärmer als die Norditaliener?


Das ist wie in Deutschland, nur umgekehrt.

Spaß beiseite.
Ich habe 2 Vettern in Como. Nicht nur weil sie Deutsche per Geburt wurden (Vater Deutscher, Mutter Italienerin, irgendeine Vereinbarung zwischen Adolf und Benito)
fühlten sie sich Stuttgart eher zugehörig, als Rom.
Und schon gar nicht Neapel oder Catania.

"Meridionali" (in der Lombardei ausgesprochen ein Schimpfwort)
Noe, noe, I goa alloi hoim

Auswurf
Benutzeravatar
Halbdaggl
furter redet zwar nicht mehr mit mir...
unlängst auf der reise mit meinem vater nach Anhalt und zurück erzählte er mir von der hoffnung seiner mutter auf seine etwaige rückkehr aus dem westen (flucht 1957)
Kam für ihn nicht in frage, aufgrund der mentalität der leute vor ort.
Nur wenige großgrundbesitzer, der rest seit urzeiten in völliger abhängigkeit der knechtschaft.
Kein antrieb mehr für nichts vorhanden - abgestumpft über generationen
(wie immer von ausnahmen abgesehen)

Frank N Furter
Granadaseggl
Auswurf hat geschrieben:furter redet zwar nicht mehr mit mir...


Ach Unfuch. Natürlich red`ich mit Dir. Auch wenn Du eine ununterdrückbare Tendenz hast mich immer wieder beleidigen zu wollen...... :mrgreen:

Inhaltlich bestätigen Deines Vaters Erzählungen also den obigen Befund?


Mein Großvater - da muss ich so ca. 10 Jahre alt gewesen sein - fragte mich mal, ob ich wisse, wo in Stuttgart die reichen und wo die armen Leute lebten. Und als ich richtig geraten hatte, verblüffte er mich mit der Aussage, dass dies in nahezu allen Städten Europas so sei und an welchen rein geografischen Gründen dies liege. Heute ist es so, immer wenn ich das erste mal in einer neuen Stadt bin, überprüfe ich noch unwillkürlich die These meines Großvaters und finde es nach wie vor "phantastisch" wie prägend die Geografie für den Menschen sein soll.

Interessant ist das auch einfach deshalb, weil unsere heutigen Diskussionen zum Thema "arm und reich", auf ganz anderen Ebenen geführt werden und doch auf ähnliche Kausalitäten rekurrieren.....


Auswurf
Benutzeravatar
Halbdaggl
allerdings muss man sagen, dass uns (bw) der osten zb zu zeiten der industrialisierung weit voraus war.
Wenn man sich zb das streckennetz der bahn zu jener zeit anschaut, war hier alles hintertupfingen
und die alb teil der dritten welt

Unter Westfalen
Benutzeravatar
Granadaseggl
Frank N Furter hat geschrieben:
Auswurf hat geschrieben:furter redet zwar nicht mehr mit mir...


Ach Unfuch. Natürlich red`ich mit Dir. Auch wenn Du eine ununterdrückbare Tendenz hast mich immer wieder beleidigen zu wollen...... :mrgreen:

Inhaltlich bestätigen Deines Vaters Erzählungen also den obigen Befund?


Mein Großvater - da muss ich so ca. 10 Jahre alt gewesen sein - fragte mich mal, ob ich wisse, wo in Stuttgart die reichen und wo die armen Leute lebten. Und als ich richtig geraten hatte, verblüffte er mich mit der Aussage, dass dies in nahezu allen Städten Europas so sei und an welchen rein geografischen Gründen dies liege. Heute ist es so, immer wenn ich das erste mal in einer neuen Stadt bin, überprüfe ich noch unwillkürlich die These meines Großvaters und finde es nach wie vor "phantastisch" wie prägend die Geografie für den Menschen sein soll.

Interessant ist das auch einfach deshalb, weil unsere heutigen Diskussionen zum Thema "arm und reich", auf ganz anderen Ebenen geführt werden und doch auf ähnliche Kausalitäten rekurrieren.....



Das würde mich interessieren, da ich ja schon über 40 jahre weg bin:

Reich:
Killesberg, Am Kräherwald, Lenzheide, Herdweg, Neue Weinsteige, Uhlandshöhe, Bopser, Hasenberg, Südhang um Heslach (gibt es eigentlich noch die Kleingärten am Blauen Weg?) ?

Arm:
an richtige Armenviertel habe ich keine Erinnerung.
Könnte mir aber vorstellen, dass Neubaugebiete in Hallschlag, Münster, Burgholzhof, Gaisburg, Hannibal sich zu sozialen Brennpunkten entwickelt haben könnten.

Heslach war damals noch arg bäuerlich. In den Nebenstraßen zur Hauptstätterstr. lagen noch die Misthaufen vor den Häusern.

Der Westen, in dem ich aufgewachsen bin (Rotenwaldstraße/Leipziger Platz) ist um die Jahrhundertwende entstanden. Da waren viele Beamten- und Soldatenwohnungen. Heute wahrscheinlich viele in Eigentumswohnungen umgewandelt. Und astronomische Mieten wie bei uns ein kleines Reihenhaus am Aasee (1500 €)
Noe, noe, I goa alloi hoim

Auswurf
Benutzeravatar
Halbdaggl
gibt es eigentlich noch die Kleingärten am Blauen Weg?


ja, aber teilweise blos no gschdribb
- so a gärdle machd hald gschäfd

ps
aber besser verwildert als modernen vorgärten angeglichen





Haber
Granadaseggl
am Blauen Weg baut grad ein Freund Mauern aus Naturstein, nen Ofen und so alles, top.

Reich:
Killesberg, Am Kräherwald, Lenzheide, Herdweg, Neue Weinsteige, Uhlandshöhe, Bopser, Hasenberg, Südhang um Heslach (gibt es eigentlich noch die Kleingärten am Blauen Weg?) ?

Arm:
an richtige Armenviertel habe ich keine Erinnerung.
Könnte mir aber vorstellen, dass Neubaugebiete in Hallschlag, Münster, Burgholzhof, Gaisburg, Hannibal sich zu sozialen Brennpunkten entwickelt haben könnten.

Heslach war damals noch arg bäuerlich. In den Nebenstraßen zur Hauptstätterstr. lagen noch die Misthaufen vor den Häusern.

Der Westen, in dem ich aufgewachsen bin (Rotenwaldstraße/Leipziger Platz) ist um die Jahrhundertwende entstanden. Da waren viele Beamten- und Soldatenwohnungen. Heute wahrscheinlich viele in Eigentumswohnungen umgewandelt. Und astronomische Mieten wie bei uns ein kleines Reihenhaus am Aasee (1500 €)


ich bin auch am Leipziger Platz aufgewachsen :prost: , die Strambe fiel immer mit so nem Lichstrahl in meine Kinderwiege. :oops:

Hannibal hat sich nicht so entwickelt. Hallschlag blieb dramatisch. Giebel, Rot, Freiberg, Neugereut, also die Flüchtlingshochburgen und Arbeitersiedlungen ... eher ärmlich? trau ich mir ned zu beantworten.

es gibt ja wahlstatistisken die sagen viel mehr aus. afd hochburgen und warum sie es sind. da kann man viel hinein - und heraus interpretieren. überlassen wir mal lieber den soziologen.

heusteigviertel war bis vor 15 jahren redlight. jetzt hipster, fast nur deutsche, sauteuer. wird und wirkt sehr "szenig"
"Noi, noi. I gang alloi hoim."

Unter Westfalen
Benutzeravatar
Granadaseggl
Linie 2 und 21!
Früher die 2 bis Westbahnhof und die 21 bis Leipziger Plätzle. Später umgekehrt. Bis in die 60er Jahre mussten die Waggons noch rangiert werden, später wurden dann die Schleifen gebaut. Am Leipziger Platz musste ich immer aufpassen, wenn ich mit unserem Dackel, Mecky, Gassi ging, damit der nicht von der Trambe (Strambe ;) ) überfahren wurde.
:prost:
Noe, noe, I goa alloi hoim

Auswurf
Benutzeravatar
Halbdaggl
du hattest einen igel`?
einen rauhhaarigel vermutlich... aus kornwestheim

es ist richtig geil, wenn man alt älter wird
.. soviel an das es sich zu erinnern spass macht,
....bis man sich sich an nichts mehr erinnert - tot oder lebendig
(eintritt in die völlige freiheit) ;)

Haber
Granadaseggl
es gibt viel arten des sich erinnerns!

viele beißen sich an etwas fest und verklären es. sich aufhängen an etwas.

dann kommts drauf an WANN du dich an etwas erinnerst, dh deine erinnerungen variieren, verändern sich.

viele denken so arg an etwas dass es für sie zur stattgefundenen wirklichkeit wird obwohl es so nicht war.

viele können nicht loslassen. viele leben in der vergangenheit.

am besten ist ganz im sinne des buddhismus das HIER UND JETZT

pläne schmieden für die zukunft is cool aber wir wissen, wir werden oft von der wirklichkeit eingeholt.
trotzdem bin ich mir sicher dass man planen kann.

:prost:
"Noi, noi. I gang alloi hoim."


Auswurf
Benutzeravatar
Halbdaggl
habererer
erinnern ist für mich reichtum und hält null von planungen ab.
Sehe das eher als basis für alles was noch kommen wird.
Mein ich als summe des geschehenen - der gute umgang mit sich selbt
- im reinen sein, das hilft doch im JETZT frei zu sein


Tamasi
Benutzeravatar
Halbdaggl
Gut, dann wechseln wir die Stadt. Ab nach Berlin.

Gestern gab's in Sloggis Kuschelviertel Prenzlauer Berg eine antisemitische Attacke. Und nicht nur Sloggi kuschelt hier; mein Büro liegt keine 500 Meter weg vom Ort des Geschehens. Natürlich ist hier auch nicht 24/7 Zuckerschlecken, neulich wurde der Späti gegenüber überfallen und grundlos auf die Fresse gibt's auch 500 Meter in die andere Richtung. Außerdem ist Berlin eine Großstadt, hier passiert eh täglich genug Scheiß und so isses halt. Trotzdem: Die Gegend hier ist nicht Wedding oder Neukölln. DORT würde ich keinem raten, mit Kippa auf dem Kopf spazieren zu gehen. Aber hier in dieser Ecke? Wo ist das Problem?

Okay, es ist halt doch da.

Ich bin da ratlos. Gegensteuern? Ach ja? Ganz ehrlich, wenn auch unrealistisch: Leuten, denen es hier nicht passt, bitte, danke, dort ist der Ausgang. Flug 378 mit Air Franky wartet. Aber beim Einsteigen bitte nicht drängeln, die Faschos aus Hellersdorf haben auch einen Sitzplatzanspruch.

Schon klar, geht nicht. Aber wie geht's?

https://www.bild.de/regional/berlin/ant ... .bild.html