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Unter Westfalen
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Läuft jetzt auch in Münster.
Leider habe ich verpasst, uns rechtzeitig Karten zu sichern.
Alle verbleibenden Vorstellungen sind ausverkauft.
Jezzd gang I ahans Brennale, drengg abor ned

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Unter Westfalen hat geschrieben:Läuft jetzt auch in Münster.
Leider habe ich verpasst, uns rechtzeitig Karten zu sichern.
Alle verbleibenden Vorstellungen sind ausverkauft.


Läuft ab Herbst in Düsseldorf. Aber das ist halt auch etwas weiter weg.
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Armin Petras’ Finale am Schauspiel Stuttgart
„Meine Nachfolger werden es hier leichter haben“
Von Nicole Golombek 05. Juli 2018 - 17:25 Uhr

Armin Petras verlässt das Schauspielhaus Stuttgart. Im großen Abschlussinterview sagt er, was er falsch gemacht hat, warum er das Haus dennoch hoch erhobenen Hauptes verlässt. Der scheidende Regisseur und Intendant spricht über Stuttgart 21 und das Stuttgarter Kulturbürgertum.

Stuttgart - Während man noch auf den Intendanten wartet, kommt Klaus Dörr vorbei, guter Dinge, er wirkt vielleicht ein bisschen müde, da er nicht nur Armin Petras’ Stellvertreter ist, sondern auch in Berlin die Volksbühne übernommen hat. Zwei Intendanten also auf einem Stockwerk eines Theaters, die Tür an Tür arbeiten – bis zum Sommer, dann wird Armin Petras nur noch als Regisseur arbeiten und Klaus Dörr nur noch als Intendant. Zum Interview bittet Armin Petras in sein kleines Büro. Da er in Stuttgart viel Zeit auf der Probebühne verbringe, sagt Petras, habe er das größere Zimmer stets dem Kollegen Klaus Dörr überlassen.

Herr Petras, bevor Sie nach Schwaben kamen, sagten Sie in einem Interview, nichts sei Ihnen so fremd wie Stuttgart. Was hat Sie im Kennenlernen der Fremde überrascht?

Stuttgart ist mir nicht mehr fremd, ich verstehe viel besser, wie die Menschen hier ticken. Überrascht hat mich, wie unheimlich penibel, überordentlich, schon fast puritanisch die Menschen hier sind. Improvisieren ist schwierig. Aber wenn man sich die Zeit nimmt und miteinander redet, gibt es nichts, das nicht möglich wäre. Die Menschen sind unfassbar genau in ihrer Arbeit, höchstleistungsbereit. Was die Werkstätten des Theaters leisten, ist perfekte Wertarbeit. Die Produktionsbedingungen sind toll, das habe ich so noch nie erlebt.

All das betrifft die Menschen im Theater. Haben Sie auch etwas über die Leute in der Stadt gelernt?

Ich bin ja immer nur im Theater! Was die Zuschauer betrifft, bin ich beeindruckt, wie wenig sie sich von Äußerlichkeiten beeindrucken lassen. Auch nach Einladungen zum Theatertreffen kamen nicht mehr Leute zu „Onkel Wanja“ und „Das Fest“ als zuvor. Gelernt habe ich auch, dass es hier ein sehr kulturaffines Bürgertum gibt – mit viel Geld, mit einem über Jahrzehnte gewachsenen Bezug zu den Staatstheatern und mit einem hohen Anspruch an Perfektion. Die Sehnsucht nach Werten ist groß, das Ballett wird geliebt, auch wenn es fünfzig Jahre alte Choreografien zeigt, einfach weil sie von hoher Qualität sind.

Waren Sie auch überrascht, dass dieses Publikum sich zum Teil mehr dezidiert politisches Theater, auch zu Stuttgart 21, gewünscht hätte?

Ich habe zu dem Thema eine andere Haltung als mein Regiekollege Claus Peymann, der Stuttgart 21 schlimm findet. Ich wohne am Neckartor, ich komme also zwei Mal am Tag an der Baustelle vorbei. Städte bewegen sich… sie spiegeln Gesellschaft, im Schönen wie im Hässlichen, auch in Stuttgart, wo mit dem Milaneo zum Beispiel ein weiteres Zentrum in der Stadt entstanden ist. Die Frage, die sich stellt, ist, wie solche Strukturveränderungen sich auf die Gesellschaft auswirken. Die Frage ist zum Beispiel, warum der Neckar wie ein behindertes Kind behandelt und verschwiegen wird.

In Ihrer Inszenierung „Pfisters Mühle“ von Wilhelm Raabe ging es auch um Entwicklungen des Kapitalismus, da fiel Ihre Bewertung eher negativ aus.

Es gibt einen Kollegen von Ihnen, der mir zum Vorwurf macht, unser Theater sei zu wenig politisch. Das ist absurd. Wir nehmen in jeder Inszenierung einen politischen Standpunkt ein. Allerdings: politisches Theater, das Lösungen vorschlägt, entspricht nicht meiner Idee von Theater und Kunst. Wir haben die Widersprüche darzustellen, nicht die Lösungen. Wir regen zum Denken an, nicht zum Nicken. Politischer als in „Pfisters Mühle“ kann man nicht sein.

Viele Arbeiten in Ihrem Haus sind voller Ironie, manchem ging die häufige Thematisierung des eigenen Schaffens – im Sinne von „Achtung, wir spielen hier Theater!“ – auf die Nerven.

Dass auf der Bühne reale Menschen stehen – vor einem real existierenden Publikum – und dass sie genau das auch zum Thema machen, war relativ neu für Stuttgart. Mit Ironie hat das aber nichts zu tun, eher mit Ehrlichkeit dem Medium Theater gegenüber. Über Abende wie „Der Raub der Sabinerinnen“ hätten sich in Köln oder Berlin die Leute kaputtgelacht. Als ich in Stuttgart in der Premiere saß und eine Dame mich erkannte, drehte sie sich nach zehn Minuten um, und fragte erbost, ob das zwei Stunden so weitergehe. Ich bin der Meinung, es gab hier eine gelungene Schnittmenge von mimetischem Theater und improvisatorischer Offenheit.

Dennoch: Waren Sie zu lustig für Stuttgart? Nach der zweiten Saison gingen die Besucherzahlen ziemlich in den Keller.

In der zweiten Saison haben Arbeiten wie „Der Idiot“ und „Antigone“ die Zuschauer verschreckt. Das war starker Tobak. Nach der ersten Saison, in der die Auslastung mit vielen Erfolgsproduktionen so hoch wie noch nie war, wollten wir ästhetisch mehr wagen. Das war zu früh.

Arbeiten wie diese waren doch weniger wagemutig als unfertig, unausgegoren.

Das ist Ihre Ansicht. Manche haben diese Arbeiten als unfertig, manche als prozesshaft und flirrend erlebt. Es gibt Leute, die es gut finden, dass wir gehen. Ich begegne aber auch vielen, die sagen, schade, dass Sie nicht weiter machen. Sie haben uns sehr gefordert. Viele schätzen die Diversität der Ästhetiken, die wir gezeigt haben. Ich bin mir sicher, dass es meine Nachfolger hier leichter haben werden, künstlerisch schwierige Positionen durchzusetzen. „Das erste 1. Evangelium“ hätte in der ersten, zweiten Saison so nicht funktioniert. „Tschewengur“ von Frank Castorf mussten wir nach acht Vorstellungen abspielen, während die 2300 Plätze beim Gastspiel in Wien nahezu ausverkauft waren. Ich bin mir sicher, die Vorstellungen wären jetzt besser besucht, wenn wir „Tschewengur“ heute zeigen würden.

Als Sie hier anfingen, wollten Sie auch das Publikum verjüngen – um zehn Prozent. Ist das gelungen?

Ich habe die Zahlen nicht parat, erlebe aber, dass wir sehr unterschiedliche Altersklassen zu Gast haben. In „Das 1. Evangelium“ sind viele jüngere Leute, extrem jung ist auch das Publikum in „1984“, in „König Lear“ eher reifere Herrschaften. Ich finde das gut. Wir machen Stadttheater, das ist eine wunderbare Einrichtung und einer der letzten Orte der Demokratie. Hier treffen Menschen unterschiedlichsten Alters und Schichten aufeinander. Wir haben viel erreicht, waren zwei Mal beim Berliner Theatertreffen und Mülheimer Theatertagen.

Einladungen fürs Berliner Theatertreffen kamen für Produktionen der ersten Saison. Der nächste Ruf aus der Hauptstadt folgte jetzt erst – für ihren Stellvertreter Klaus Dörr, der für zwei Spielzeiten Intendant an der Volksbühne wird. Jetzt können Sie Ihren Kritikern zurufen: In Stuttgart wurden wir vielleicht nicht geliebt, aber für Berlin sind wir gut genug!

Dass Klaus Dörr einen der höchsten Posten in der Theaterwelt bekommt, den es gibt und aus dem sogenannten Schatten, der nie einer war, herausgetreten ist, ist eine Genugtuung. Er kennt so gut wie jeden Künstler im deutschsprachigen Bereich. Dass wir uns nach 14 Jahren gemeinsamer Arbeit nicht mehr täglich begegnen… Naja, ich denke, wir werden damit zu Rande kommen. Er ist mir immer klug und aufrichtig zur Seite gestanden, dafür möchte ich ihm ein großes Dankeschön aussprechen.

Und er war so gut wie jeden Abend im Haus als „Innenminister“, wie er mal sagte. Den Intendanten indes, so lautete die Kritik, hat man öfter vermisst im Theater und in der Stadt.

Ich kenne keinen Schauspieler, der mich je vermisst hätte. Klaus Dörr auch nicht. Was Lobbyarbeit und Repräsentationsaufgaben betrifft, interessieren sie mich schlichtweg nicht.

Das Tal der Tränen indes ist durchschritten. Sie wirken entspannt, kürzlich sogar hat ein Kritiker der New York Times das Schauspiel Stuttgart gelobt.

Ja, eine Kollegin von Ihnen, von einer großen deutschen Zeitung, hat mich schon gefragt, wie ich das gemacht hätte, mit der New York Times... aber im Ernst, so viele Tränen gab es gar nicht… und wir sind jetzt wieder bei einer Auslastung von rund 80 Prozent, im Nord und Kammertheater sogar bei über 90 Prozent. Es ist eine tolle Spielzeit mit guten Arbeiten. Wir verabschieden uns mit einem lachenden und weinenden Auge. Es ist schön, wenn man hoch erhobenen Hauptes gehen kann.

Was kommt danach?

Ich hatte bei meinem Rückzug gesagt, dass ich aus persönlichen Gründen gehe und so ist es. Ich ziehe nach Berlin und werde sicher zwei, drei Jahre lang frei arbeiten. Und, wie formuliere ich es, ohne eingebildet zu wirken, ich leide nicht unter Arbeitslosigkeit.

Die Volksbühne ist vakant. Sie könnten ja in zwei, drei Jahren dort als Intendant oder neben Klaus Dörr als Ko-Intendant starten.

Definitiv nicht. Ich bin 150 Meter hinter der Volksbühne aufgewachsen, das war mein Kiez, so viele Vorbilder haben hier gearbeitet. Die Kirche ist mir zu groß und zu heilig.

Zwei Fragen zum Schluss: Was werden Sie vermissen …

Vermissen werde ich die Kollegen mit denen ich täglich gearbeitet und gekämpft habe, natürlich die Schauspieler, die fast durchgängig an große Häuser der Republik wechseln werden. Die große Baustelle, den Oberen Schlossgarten, den Fernsehturm, den Schwarzwald.

... und was wird Ihnen nicht fehlen?

Der Feinstaub, die Shopping Mall Milaneo und der irre Verkehr.

Zur Person
Armin Petras wurde 1964 in Meschede, Sauerland, geboren. 1969 siedelten seine Eltern mit ihm in die DDR um. In Ostberlin absolvierte er von 1985-1987 ein Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, 1988 ging Petras nach West-Berlin. Er inszenierte zunächst in Frankfurt und an den Münchner Kammerspielen, 1999 wurde er Schauspieldirektor am Staatstheater Kassel, arbeitete aber auch in Berlin, Mannheim und anderen Städten. Unter dem Pseudonym Fritz Kater schreibt Petras auch Theaterstücke. 2006-2013 war Armin Petras Intendant des Maxim-Gorki-Theaters in Berlin. Von 2013 bis zum Sommer 2018 leitet Petras das Schauspiel Stuttgart, von seiner Vertragsverlängerung bis 2021 war er aus persönlichen Gründen zurückgetreten.


https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... 6c0d8.html
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Granadaseggl
Bilanz Schauspiel Stuttgart
5 Jahre Armin Petras in Stuttgart: Gar nichtso schlecht

Von Nicole Golombek 08. Juli 2018 - 12:00 Uhr

Warum Armin Petras 2013 als Intendant am Schauspiel Stuttgart fulminant gestartet ist und nach künstlerischen Hängernin der letzten Saison gemeinsam mit seinem herausragenden Ensemble ein beachtliches Finale hingelegt hat.

Stuttgart - Paul Grill palavert, grinst und grimassiert. Das geht in Ordnung. Er gibt in Goethes „Vorspiel auf dem Theater“ alle drei Figuren, „Direktor“,„Theaterdichter“ und eine „lustige Person“ in Stephan Kimmigs „Faust“-Inszenierung, die im Herbst 2017 Armin Petras’ letzte Saison im Schauspielhaus Stuttgart eröffnete.
Paul Grill begrüßt also allerseits Leute im Schauspielhaus, räsoniert darüber, wie man das Volk ins Theater lockt: „Denn freilich mag ich gern die Menge sehen, wenn sich der Strom nach unserer Bude drängt… Bei hellem Tage, schon vor Vieren, mit Stößen sich bis an die Kasse ficht und, wie in Hungersnot um Brot an Bäckertüren, um ein Billett sich fast die Hälse bricht“.
Dieser Wunsch wurde fast wahr zu Beginn von Armin Petras’ Intendanz in Stuttgart im Jahr 2013. Das Publikum war extrem neugierig auf die Neuen aus Berlin, allein der Begrüßungsabend „Hello, Look At Me“ , bei dem sich die Schauspieler vorstellten, war so erfolgreich, dass er wiederholt werden konnte.
Erfolgsproduktionen zum Beginn

Petras und sein Künstlerischer Leiter Klaus Dörr zeigten viele Erfolgsproduktionen, die sie vom Maxim Gorki Theater Berlin mitgebracht hatten, Antú Romero Nunes' fulminante Schiller-Inszenierung „Räuber“, Dürrenmatts, „DasVersprechen“ mit Fritzi Haberlandt und Peter Kurth. Große Namen standen auf den Produktionszetteln: Edgar Selge und Franziska Walser spielten Schnitzlers „Reigen“, Astrid Meyerfeldt und Joachim Król fetzten sich in Bergmans „Szenen einer Ehe“.
Junge Regisseure wie Robert Borgmann, Martin Laberenz und Christopher Rüping sorgten indes dafür, dass die Auslastungszahlen in Saison eins nicht komplett durch die Decke schossen, aber mit 87 Prozent als wirtschaftlicher Erfolgsstart verbucht werden konnten. Borgmann und Rüping bescherten dem Haus nach langer Zeit außerdem wieder einmal überregionales Bestenschau-Lob: Es gab zwei Einladungen durch eine Kritiker-Jury zum Berliner Theatertreffen, für Tschechows
„Onkel Wanja“und Vinterbergs „Das Fest“.

Künstlerisch Unausgegorenes
Der Theaterdirektor ist allerdings auch ein Dichter und so wie dieser sich in Goethes „Vorspiel auf dem Theater“ über Erfolg und Misserfolg im Hier und Jetzt äußert, gab auch Armin Petras, wie er kürzlich im Interview mit unserer Zeitung sagte, offenbar in Saison zwei die Losung aus, mehr Experimente zu wagen. Der Regienachwuchs, auf den Petras weiterhin setzte, wurde zwar auch später zu Theatertreffen eingeladen, allerdings mit Arbeiten aus Wien oder München.
Wer in der zweiten Saison künstlerisch Unausgegorenes wie Dostojewskis „Der Idiot“ , Manns „Der Zauberberg“, Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ oder Sophokles/Hölderlins „Antigone“ noch geduldig durchlitten hatte, wer sich außerdem nicht für Sebastian Hartmanns herrlich spielfreudigen Vierstundenabend „Staub“ erwärmen konnte, wurde in der dritten und vierten Saison dann doch einigermaßen missmutig. Vor allem, wenn er den erhofften Ernst in Inszenierungen vermisste oder das Spiel
der Darsteller nur um sich selbst zu kreisen schien.
Zudem wanderten wichtige Schauspieler wie Paul Schröder und Anja Schneider ab nach Hamburg ans Thalia Theater oder ans Deutsche Theater nach Berlin. Holger Stockhaus ging zum Fernsehen, Peter Kurth spielte vor allem in Filmen weiter. Womöglich konnten Kino und andere Theater auch deshalb locken, weil die Künstler merkten, dass es künstlerisch nicht mehr ganz so glanzvoll zuging, die
künstlerische Bandbreite der Regisseure nicht mehr so weit war. Die Auslastung in der dritten Saison 2016/2017 sank auf auf 74Prozent (und im Jahr darauf noch einmal, auf 72 Prozent) - und Armin Petras beschloss im Herbst 2016, seine bereits auf 2021 verlängerte Intendanz doch schon 2018 zu beenden, aus persönlichen und privaten Gründen, wie er angab. Ob auch Enttäuschung über die Zahlen oder Druck wegen sinkender Gewinne im Spiel war? Ein Staatstheater indes ist kein börsennotiertes Unternehmen, es erhält Subventionen auch, um sich künstlerisch auszuprobieren und auch mal scheitern zu dürfen.

Hervorragende Schauspieler
Unabhängig davon, dass es in großen Theatern wie dem Schauspielhaus Zürich oder den Kammerspielen München deutlich weniger auch öffentliches Rumoren gab, obwohl dort die Auslastung deutlich schlechter war, sollte der Blick auf Finanzen und Prozente nicht den Blick auf die Kunst verstellen. Und die gab’s in den fünf Jahren immer wieder, zumal in der finalen Spielzeit, in der sich die Zahlen bei knapp 80 Prozent einpendelten. Kluge Abende von Schorsch Kamerun und René Pollesch waren darunter, Frank Castorfs „Tschewengur“, Armin Petras’ Inszenierungen von Stoffen aus der Region wie Raabes „Pfisters Mühle“
mit Peter Kurth und Wilhelm Hauffs „Das kalte Herz“ mit Caroline Junghanns, Tschechows „Der Kirschgarten“, Katers „Buch (5 ingredientes de la vida)“, Witzels „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion…“, Voges’ „Das 1. Evangelium“ und der Theaterspaß von Schönthans „Der Raub der Sabinerinnen“. Und: es blieben (und kamen neu hinzu) Schauspieler und Gäste wie Wolfgang Michalek Peter René
Lüdicke, Thomas Schmauser und Christian Friedel und vor allem herausragende Schauspielerinnen wie Astrid Meyerfeldt, Manja Kuhl, Caroline Junghanns, Lea Ruckpaul, Julischka Eichel und Sandra Gerling.
Sandra Gerling als Mephisto war es auch, die man sich immerzu auf die Bühne wünschte in Kimmigs „Faust“-Inszenierung, die Goethes Text hart auf Jelineks „Faust In And Out“ krachen ließ und unter dem Anspruch politischer Korrektheit und bemüht wirkender Theorieseligkeit ächzte. Die mit Armin Petras gekommenen Schauspieler gehen nun fast alle. Immerhin wird man Sandra Gerling weiter erleben können, ohne an andere Theater reisen zu müssen. Der auch künftig Schulklassen ins Theater lockende „Faust“ wird vom designierten Intendanten Burkhardt C. Kosminski übernommen.


https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... 7abe2.html
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de mappes
Spamferkel
bin zu weit weg
aber Bier ist auch Kultur und frust entwickelt sich bei mir nicht, wenn ich spiele der saarländischen regionalligisten besuche ;)
Don't criticize what you can't understand



Unter Westfalen
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Granadaseggl
de mappes hat geschrieben:Einige ;)


das zeigt, dass es mit der Kultur doch nicht so weit her sein kann.
8)

heddsch Schduogorter Hohfbrei gsagt, hedd I de exkulpiert!
Jezzd gang I ahans Brennale, drengg abor ned



Bundes-Jogi
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Granadaseggl
Das Staatsthearter Stuttgart hat in allen drei Sparten neue Intendanten, so auch das Schauspilhaus. der neue Chef Burkhard C. Kosminski ist von klein auf übrigens VfB-Fan (seine beiden Vorgänger hielten es mit den Kickers). Gestern habe ich mir eine der neuen Inszenierungen angeschaut, ORESTIE nach Aischylos. Lohnt sich.

https://www.schauspiel-stuttgart.de/spi ... z/orestie/

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... 72282.html

Und vorgestern hatte dann ROMEO UND JULIA Premiere. Das werde ich mir am 15.12. anschauen, übliches Vorweihnachtsprozedetre, zunächst auf den Weihnachtsmarkt, danach ins Theater.

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... 7b1b0.html
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Unter Westfalen
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Granadaseggl
Bundes-Jogi hat geschrieben:http://www.die-deutsche-buehne.de/Kritiken/Schauspiel/Aischylos%3A%20Orestie


Die Tochter meines wiedergefundenen Klassenkameraden hat auch mitgespielt.
Jezzd gang I ahans Brennale, drengg abor ned